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Smak

Der Sommer ist im Regelfall die beste Jahreszeit, um eine Spielerunde auch einmal ins Freie zu verlegen. Neben den klassischen Brettspielen, die am Gartentisch auf der Terrasse oder dem Balkon gespielt werden können, bieten sich auch diverse Outdoor-Spiele für eine gemeinsame Partie an. Dieses Genre hat nun in Form von Smak des schweizer Helvetiq-Verlages Zuwachs erhalten. Das Wurfspiel kommt in einer praktischen stabilen Box mit Tragegriff daher, in der sich neben der – wie bei Helvetiq üblich – mehrsprachigen Spielanleitung, 12 große und 4 kleine hölzerne Türme, 3 ebenfalls hölzerne Wurfstäbe und auch noch ein Stoffbeutel als alternatives Transportbehältnis für das Spielmaterial verbergen.

Das Spielfeld ist bereitet. Geschicklichkeit, Koordination und letztlich auch das bekannte Quäntchen Glück werden darüber entscheiden, welches der beiden Teams, das um die Vorherrschaft über den Rasen angetreten ist, am Ende den Sieg davontragen wird.

In einer Partie Smak treten 2 Teams mit insgesamt 6 Spielern gegeneinander an. Der Aufbau der Holztürme erfolgt dabei wie im Regelheft vorgegeben. Nach Auslosung des Startteams, wirft der erste Spieler den Verteidigungsstab auf die Smak-Flagge in der Mitte des Spielfelds. Trifft er, wird ein Stein der Flagge entfernt. Ab der zweiten Runde kann er zudem so gegnerische Treffer aus der Vorrunde annullieren. Trifft er nicht, passiert in der ersten Runde nichts, in späteren Runden wird der Smak-Turm in diesem Fall wieder um einen Stein ergänzt, wenn er weniger als 4 Steine hat. Anschließend werfen die anderen beiden Spieler des Teams ihre Angriffsstäbe und versuchen, Punktetürme zu treffen, wobei pro Wurf nur ein Turm getroffen werden darf. Danach beginnt die nächste Runde und das gegnerische Team wirft. Die Partie endet, wenn alle Türme vom Spielfeld eliminiert wurden. Das Team mit den meisten gewonnenen Punkten siegt.

Das Spielprinzip von Smak klingt im ersten Moment recht simpel, doch erfordert es viel Geschick und gute Koordination, so zu zielen, dass man immer die richtigen Türme trifft, um Punkte zu generieren oder diese dem gegnerischen Team wieder abzujagen. Als klassisches Outdoor-Spiel ist es überall im Freien, wo eine einigermaßen ebene Fläche, wie der heimische Rasen, ein Park, ein Strand oder wo auch immer genügend Platz vorhanden ist, spielbar und garantiert sehr viel Spielspaß. Dazu trägt nicht zuletzt, das hochwertige Spielmaterial bei, das alle Spiele von Helvetiq kennzeichnet. Laut Anleitung ist Smak zwar nur für maximal 6 Spieler ausgelegt, aber da eine Partie immer über mehrere Runden geht, kann man es problemlos auch in größeren Gruppen spielen, wenn sich die Mitspieler nicht daran stören, dass sie sich beim werfen abwechseln müssen.

Titel: Smak
Autor: Alain Rivollet
Verlag: Helvetiq

Gotown mit mehr als 4 Spielern

Das Kartenspiel des schweizer Helvetiq Verlages ist bereits schon etwas länger auf dem Markt. In seiner Grundform mit 54 Karten, die zusammen mit der mehrsprachigen Anleitung in einer überaus kompakten Box, die auch in die Hosentasche passt, untergebracht ist, ist es für maximal 4 Spieler ausgelegt. Da uns die Spielidee von Gotown sehr gut gefallen hat, lag es daher nahe, einmal zu testen, ob das Spiel nicht auch in größerer Runde spielbar ist.

Die Bauunternehmer in der Stadt Gotown haben alle ein Ziel: Jeder will als Erster ein fünfstöckiges Hochhaus fertigstellen. Doch was so einfach klingt, ist es am Ende nicht. Denn außer den normalen Problemen, die jede Baustelle so mit sich bringt, machen einem die Mitbewerber das Leben immer wieder schwer. Und so manches Gebäude, das gerade noch kurz vor der Fertigstellung schien, ist im nächsten Moment auch schon wieder eine Ruine.

Die Spielvorbereitungen für eine Partie Gotown sind schnell erledigt, müssen doch nur die Karten gemischt und an jeden Spieler 5 ausgeteilt werden. Der Rest dient als verdeckter Nachziehstapel. Zu Beginn seines Zuges, zieht der jeweilige Spieler 1 Karte vom Nachziehstapel, sofern er nicht schon 8 Handkarten hat. Danach entscheidet er, ob er Karten ausspielen will, um ein oder mehrere Stockwerke seines Hochhauses zu bauen, um Aktionen durchzuführen, ob er gegnerische Karten klauen will oder ob er keine Aktion durchführt. Hat ein Spieler am Ende seines Zuges weniger als 3 Handkarten, zieht er entsprechend vom Nachziehstapel Karten nach. Sobald ein Spieler ein fünfstöckiges Hochhaus fertiggestellt hat, endet die Partie.

Eigentlich klingt es ja recht simpel, ein Hochhaus mit 5 Stockwerken aus Spielkarten zu bauen, doch so einfach ist das bei weitem nicht. Jedes Stockwerk muss aus den passenden Karten, die zusammen den Zahlenwert 9 ergeben, gebaut werden und die „lieben“ Mitspieler können einem jederzeit das mühsam erbaute Gebäude wieder einebnen, indem sie Karten klauen oder das Stockwerk einfach abreißen. Spielt einer die Diebeskarte aus, geht womöglich genau die Handkarte flöten, die man für den nächsten Zug gebraucht hätte, oder ein Gegner blockiert einen durch das Ausspielen der Milchshake- oder gar alle Konkurrenten durch die Donut-Truck-Karte.

Bereits mit den 4 Spielern, für die das Grundspiel ausgelegt ist, präsentiert sich Gotown so als extrem kurzweiliges und witziges Spiel mit sehr hohem Wiederspielwert. Doch auch in noch größerer Runde ist dieses Kartenspiel mit dem unveränderten Grundregelwerk problemlos spielbar. Mit dem Standardkartensatz sind auch Partien mit 5 Spielern ohne weiteres machbar. Bei 6 – 8 Spielern müssen einfach die Kartensätze zweier Grundspiele zusammengemischt werden und der Spaß kann losgehen.

Titel: Gotown
Autoren: Morten & Alexander Bonavent
Verlag: Helvetiq

SportIQ

Die Spiele der IQ-Reihe des schweizer Spieleverlages Helevetiq sind als Quizspiele konzipiert, die bevorzugt in größerer Runde von bis zu 4 Teams beliebiger Größe gespielt werden können. Wie bei Helvetiq üblich, ist das Spielmaterial, das aus 200 doppelseitigen Spielkarten, dem Ergebnisblock, 4 Farbstiften und den Regeln besteht, in einer stabilen, optisch ansprechend gestalteten Box sicher untergebracht.

Die Regeln sind dabei denkbar einfach. Die Spielerunde teilt sich in bis zu 4 Rateteams auf und ein Spieler fungiert als Schreiber, der die Ergebnisse notiert. Die Spielkarten werden gemischt und 24 beliebige gezogen. Nachdem man sich entschieden hat, ob mit der roten oder der schwierigeren, schwarzen Seite gespielt wird, wird in jedem Team ein Mitspieler als Fragesteller gewählt. Die Fragesteller lesen ihren Teams abwechselnd die Fragen der jeweils obersten Karte vor, wobei sie entscheiden, ob sie dem Team die vorhandenen Multiple-Choice-Antworten auch vorlesen oder nicht. Je nachdem, ob das Team die Frage richtig oder falsch beantwortet hat oder ob es die Hilfe der Multiple-Choice-Antworten dazu brauchte oder nicht, erhält es Plus- oder Minus-Punkte, die der Schreiber entsprechend auf dem Ergebnisblock vermerkt. Ist der Kartenstapel aufgebraucht, wird dieser neu gemischt und es erfolgt eine zweite Quizrunde. Das Team, das am Ende der zweiten Runde den höchsten IQ erspielt hat, gewinnt die Partie.

Ein großer Nachteil von Quizspielen war immer, dass sie viele Fragen enthalten, die einzelne Spieler nicht interessieren. Bei der IQ-Reihe von Helvetiq stellt sich dieses Problem nicht, denn die Fragen jeder Edition sind themenspezfisch. So gibt es für Sportfans ein SportIQ, für Weinliebhaber ein WineIQ, für den Frankreichfan ein FranceIQ, um hier nur einige wenige Titel zu nennen. Dadurch kann wirklich jede Spielerunde das IQ-Spiel wählen, das am besten zu ihr passt. Die IQ-Spiele sind daher gerade auch als Party- und Spaßspiele bestens geeignet.

Titel: SportIQ
Autoren: Sébastien Pauchon, Florian Bellon
Verlag: Helvetiq

Kartel

Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg im Januar diesen Jahres sind wir über Gangsterspiel Kartel des Autors Reiner Knizia gestolpert, das vom schweizer Spieleverlag Helevetiq vertrieben wird. Es kommt in einer extrem kompakten, aber wirklich schön und solide gestalteten Box daher, in der sich das komplette Spielmaterial in Form von 42 Plättchen, einem Spielplan, dem Würfel und der Ermittlerfigur, sowie den Regeln in insgesamt 8 Sprachen verbirgt.

Das Verbrechen schläft bekanntlich nie. Insgesamt 7 Verbrecherbanden machen die Stadt unsicher, doch ihre Tage sind gezählt, denn ein Ermittler versucht die Verbrecher der Reihe nach zu überführen und die Bosse der Kartelle hinter Gitter zu bringen. Oder wird er am Ende doch schwach werden und sich Schmiergelder in die Tasche stecken?

Kartel ist für maximal 6 Spieler ausgelegt und recht fix aufgebaut. In die Tischmitte wird der Spielplan gelegt, die Spielchips gut gemischt und in einem Kreis um ihn angeordnet und schließlich die Ermittlerfigur in eine Lücke in diesem Kreis gestellt. Der Startspieler würfelt nun und bewegt die Ermittlerfigur im Uhrzeigersinn maximal so viele Plättchen vorwärts wie das Würfelergebnis zulässt. Den so erreichten Chip nimmt er zu sich und legt ihn vor sich ab, es sei denn es ist ein Boss, dieser wandert dann ins Gefängnis auf dem Spielplan. Alle Chips in der Farbe des verhafteten Bosses, die schon von Spielern aus dem Kreis genommen wurden, werden jetzt umgedreht und bilden den Erfolgsstapel der jeweiligen Spieler. Sind 5 Bosse im Gefängnis endet die Partie sofort und es beginnt die Wertung. Chips auf dem Erfolgsstapel und Schmiergeldchips nicht verhafteter Bosse bringen Punkte, Gangsterchips nicht verhafteter Bosse zählen jeweils als 1 Minuspunkt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Eine Partie Kartel dauert maximal 15min und das Spiel wird auch nach wiederholtem Spielen nie langweilig, da keine Partie der anderen gleicht. Von daher ist es bestens als Partyspiel oder als schnelles Spiel für Zwischendurch bestens geeignet. Zudem gefällt das wirklich schön gestaltete Spielmaterial und auch die einfachen Regeln sind ein klarer Pluspunkt.

Titel: Kartel
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Helvetiq