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Tatamokatsu

Vom Helvetiq Verlag aus Basel haben wir kürzlich das Würfelspiel Tatamokatsu erhalten, das wir in Nürnberg Anfang des Jahres schon einmal kurz in Augenschein nehmen konnten.  Es kommt in einer kompakten, länglichen Verpackung daher, die wie für Helvetiq üblich sehr wertig und solide gehalten ist. Das in ihr enthaltene Spielmaterial umfasst, wie bei einem Würfelspiel kaum überraschen dürfte, Würfel und zwar 3 an der Zahl, sowie das Regelfaltblatt.

Die Samurai-Ausblidung ist hart und beschwerlich und nur wer fingerfertig genug im Umgang mit den scharfen Schwertern ist, wird dabei alle seine Finger behalten. Doch auch beim Würfeln ist Fingerfertigkeit manchmal vom Nutzen, genauso wie die Fähigkeit schnell zählen zu können, um am Ende keine Finger zu verlieren.

Sind die Würfel bereitgelegt und alle Mitspieler um den Spieltisch versammelt, kann es auch schon losgehen mit einer Partie Tatamokatsu, sind doch sonst keine weiteren Vorbereitungen nötig. Ist ein Spieler am Zug, würfelt er die 3 Würfel, wobei alle Spieler sich vor Beginn der Partie für eine Spielhand entscheiden. Dann addieren alle Spieler das gewürfelte Ergebnis und rufen ihr Resultat schnellstmöglich in die Runde. Je nachdem, was erwürfelt wurde und wer am schnellsten das Ergebnis ruft, können Spieler Finger verlieren oder wieder dazugewinnen. Aber keine Sorge, hier verliert natürlich niemand wirklich Finger, man darf sie nur nicht mehr benutzen, um die Würfel zu greifen. Die Partie endet, wenn nur noch ein Spieler Finger hat.

Auf den ersten Blick klingt Tatamokatsu extrem simpel, doch ist es dies nicht. So können manche Würfelergebnisse unterschiedlich gewertet werden und je nach Ergebnis auch komplett unterschiedliche Folgen für den Würfelnden und seine Mitspieler haben. Zudem wird es natürlich mit immer weniger Fingern umso schwieriger, die Würfel noch zu greifen. Gerade in großer Runde mit den maximal 5 Spielern, bietet Tatamokatsu so jede Menge Spielspaß und ist für so manche Lacher gut.

Titel: Tatamokatsu
Autor: Mektoub Studio
Verlag: Helvetiq

Helvetiq Gaming Summit

Zur SPIEL.digital hat sich der Helevtiq Verlag etwas Besonderes ausgedacht. Vom 22. bis 25. Oktober veranstalten die Schweizer den so genannten Gaming Summit. In einem interaktiven Programm werden die Spieleneuheiten erklärt, garniert mit Empfehlungen, welche Speisen zu den Spielen passen, und es bietet sich die Gelegenheit, die Spiele gegen die jeweiligen Autoren auf Tabletopia auch gleich zu spielen.

Während des Summits wird das Team von Helvetiq dabei 4 Tage lang aus einer Berghütte in den Schweizer Alpen streamen und uns nicht nur auf eine virtuelle Reise durch seine Heimat mitnehmen. Über Discord beantwortet es auch alle Fragen zu den Spielen aus dem Programm von Helvetiq. Links hierfür werden demnächst auf der Veranstaltungsseite des Verlages bekanntgegeben:

https://www.helvetiq.com/spieldigital

Last but not least wird es während des Gaming Summit auch noch eine Promoaktion geben, bei der Besteller auf der Webseite des Verlages mit dem Code GAMINGSUMMIT, der beim Checkout eingegeben werden muss, 10% Rabatt für Lieferungen in die Schweiz und die EU erhalten.

Papageno

Eine der diesjährigen Neuheiten des Helvetiq Verlages aus Basel ist das Kartenspiel Papageno des Autors Kevin Kim. Seine 50 Spielkarten und die mehrsprachigen Regelfaltblätter, finden zusammen in einer kompakten, kleinen und zugleich sehr stabilen Box mit schöner Covergrafik ihren Platz.

Vogelfänger wetteifern im verzauberten Königreich um die Gunst der Königin. Welchem von ihnen wird es gelingen, die schönsten Vögel einzufangen und die Königin zu beeindrucken? Denn so einfach, wie dies klingt, ist es nicht, ist doch die Leine spröde und allzu schwere Vögel können einen den Sieg kosten. Zum Glück ist Papageno, der berühmteste der Vogelfänger, da, um Dir zu helfen und die Vögel Deiner Nachbarn aufzuscheuchen oder einzufangen.

Papageno ist für maximal 5 Vogelfänger ausgelegt. Zu Beginn der Partie, werden alle Karten gemischt und jeder Spieler erhält 6 davon, die er verdeckt vor sich auslegt. Die restlichen Karten bilden den verdeckten Nachziehstapel, dessen oberste Karte aufdeckt wird und den Ablegestapel bildet. Jetzt decken alle Spieler je 1 Karte ihrer Ablage auf und die Partie kann starten. Der aktive Spieler kann entweder eine Karte vom Nachziehstapel ziehen und diese gegen eine Karte seiner Ablage tauschen oder auf den Ablagestapel legen, oder er tauscht eine Karte seiner Ablage gegen die oberste Karte des Ablagestapels. Werden Spezialkarten ausgespielt, werden deren Eigenschaften sofort abgehandelt. Das Spiel endet, sobald ein Spieler alle Karten seiner Ablage aufgedeckt hat. Die anderen Spieler decken ihre Karten nun auch auf, deren Werte entsprechend der Anleitung zusammenaddiert werden. Derjenige mit dem niedrigsten Wert für seine Vögel gewinnt.

Die Regeln für Papageno sind einfach und leicht verständlich. Der Reiz dieses Spieles liegt darin, dass man zu Beginn selbst nicht weiß, welche Zahlenwerte 5 der 6 eigenen Karten haben, so dass das Tauschen verdeckter Karten natürlich immer das Risiko birgt, sie gegen eine Karte mit höherem Zahlenwert zu tauschen. Findet man dann keine Karte, um diesen wieder zu neutralisieren, wirkt sich dies natürlich negativ auf die Endwertung aus. Von daher erfordert Papageno viel strategisches Denken gerade auch beim Einsatz der Spezialkarten, um am Ende wirklich den niedrigsten Punktestand zu erzielen.

Titel: Papageno
Autor: Kevin Kim
Verlag: Helvetiq

Captain Bluff

Der Autor Torsten Landsvogt hat mit Captain Bluff ein witziges Kartenspiel entwickelt, das dieses Jahr vom schweizer Verlag Helvetiq auf den Markt gebracht wurde. Die wie bei Helvetiq üblich sehr stabile Box kommt zwar mit recht kompakten Längen- und Breitenmaßen daher, ist dafür aber ungewöhnlich hoch. Dies stellt sich schnell aber als unnötig heraus, denn die 71 Karten und das Regelblatt beanspruchen gerade mal die Hälfte der Höhe. Die Schweizer haben hier also augenzwinkernd auch bei der Verpackung schon „geblufft“.

Als Gepäckträger am chaotischsten Flughafen der Welt hat man es nicht gerade leicht. Ständig kommen neue Flieger an, deren Gepäckräume so schnell wie möglich geleert werden wollen. Wer hier früh in den Feierabend will, der kann nur bluffen und mit faulen Tricks arbeiten, vollkommen egal, ob das Gepäck dabei verloren geht oder auf dem falschen Förderband landet.

Um eine Partie Captain Bluff vorzubereiten, werden zunächst die 6 Gepäckförderbandkarten ausgelegt. Nun werden die Flughafen-Spezialkarten und Gepäckkarten getrennt gemischt und je nach Zahl der teilnehmenden Gepäckträger erhalten die Spieler jeweils 2 Flughafen-Spezialkarten und eine entsprechende Zahl Gepäckkarten. Die restlichen Gepäckkarten bilden den verdeckten Nachziehstapel. Reihum legt jeder Spieler oberhalb eines noch nicht aktiven Förderbandes verdeckt eine Karte ab, um den Abflugort festzulegen. Ist ein Spieler an der Reihe hat er verschiedene Optionen. Er kann eine beliebige Zahl Gepäckkarten von seiner Hand auf ein aktives Gepäckförderband legen, sofern diese alle denselben Abflugort haben und es sich um eine Kartenfolge handelt. Er kann alternativ auch eine Karte verdeckt über ein noch nicht aktives Förderband legen oder den Abflugort eines aktiven Förderbandes überprüfen, indem er die Karte heimlich anschaut, oder den Abflugort eines aktiven Förderbandes durch Tauschen der verdeckten Karte ändern oder schließlich ein Förderband schließen, indem er alle Karten vom Förderband entfernt. Während der Partie können andere Spieler den aktiven Spieler jederzeit des Bluffs beschuldigen, wenn sie denken, dass das Förderband, an das er Gepäckkarten angelegt hat, nicht dem Abflugort der gelegten Karten entspricht. Ist dies der Fall, muss er alle Karten dieses Förderband auf die Hand nehmen. Hat er nicht geblufft, muss der Spieler, der ihn des Bluffs beschuldigt hat, die Karten aufnehmen. Der Spieler, der als Erster so alle seine Karten loswird, gewinnt.

Die Regeln und auch die Funktionen der Flughafenspezialkarten sind einfach und leicht zu verstehen. Simpel ist dieses Spiel deswegen aber nicht. Zu Beginn der Partie kennt man nur den Abflugort des Förderbandes, das man selbst aktiviert hat. Dass man dieses am Ende auch nutzen kann, ist aber nicht gesagt, denn es gibt nur 3 Abflugorte und pro Abflugort darf nur ein Förderband offen sein. Ob man dann hier seinen Mitspielern vertraut, dass sie nicht bluffen und einen womöglich mit dem vermeintlichen Abflugort eines offenen Förderbandes in die Falle zu locken versuchen, muss jeder selbst entscheiden. Von daher bietet Captain Bluff wirklich jede Menge Spielspaß, bei dem man seinen Mitspielern nach Herzens Lust in die Suppe spucken kann.

Titel: Captain Bluff
Autor: Torsten Landsvogt
Verlag: Helvetiq

Bandida

Wir hatten hier ja vor einigen Wochen das kooperative Legespiel Bandido des Helvetiq Verlages aus Basel vorgestellt. Mittlerweile ist nun in Form von Bandida eine Art Spin-Off erschienen. Autor ist einmal mehr Martin Nedergaard Andersen, während die Illustrationen der Karten und der Spielbox diesmal Odile Sageat übernommen hat. Die Box hat die identischen, kompakten Abmessungen wie die von Bandido und enthält 71 Spielkarten sowie die mehrsprachige Anleitung.

Auch die Freundin von Bandido ist mal wieder im Gefängnis gelandet. Und wie er versucht auch Bandida alles Mögliche, um auszubrechen. Werdet ihr dies gemeinsam verhindern oder verhelft ihr unserer Gangsterbraut diesmal zusammen zur Flucht?

Die Vorbereitungen für eine Partie Bandida unterscheiden sich nicht wesentlich von denen für eine Partie Bandido. So wird auch hier die Superkarte in der Tischmitte platziert, danach die übrigen Karten gemischt und an jeden Mitspieler 3 verteilt, wobei keine Alarmkarte unter diesen 3 Startkarten der Spieler sein darf. Der jeweils aktive Spieler legt nun eine seiner Handkarten passend an die Karten auf dem Tisch an und zieht dann vom Nachziehstapel wieder eine Karte auf die Hand. Eventuell gelegte Objekt- oder gezogene Alarmkarten werden entsprechend der Regeln abgehandelt. In der klassischen Spielvariante erfolgt dies reihum solange, bis entweder alle Tunnel blockiert sind oder der Kartenstapel leer ist. Im ersten Fall gewinnen die Spieler, im zweiten Bandida. Bei Variante 2 wird die Leiterkarte mit in den Kartenstapel gemischt und die Gruppe gewinnt, wenn die Leiterkarte ausgespielt wurde und alle anderen Tunnel verschlossen sind, bevor der Nachziehstapel aufgebraucht ist. In der 3. Variante werden die Bandido-Superkarte aus dem Bandido Spiel und die Leiterkarte mit in den Stapel gemischt. Hier ist die Siegbedingung, dass die  Bandido-Superkarte und die Leiterkarte gelegt werden und alle anderen Tunnel verschlossen sein müssen, bevor der Kartenstapel aufgebraucht ist.

Bandida als simples Spin-Off zu bezeichnen, wird diesem Spiel nicht gerecht. Zum einen gibt es mit den Objekt- und Alarmkarten komplett neue Kartentypen, die zusätzliche Spielelemente einführen. Daneben ist Bandida in mehreren Varianten spielbar, was für zusätzlichen Spielspaß und Abwechslung sorgt. Bandida ist somit eine gelungene Neuinterpretation der Bandido-Spielidee.

Titel: Bandida
Autor: Martin Nedergaard Andersen
Verlag: Helevetiq

Bandido

Bereits seit einigen Jahren auf dem Markt ist das kooperative Legespiel Bandido des schweizer Helevetiq Verlages, zu dem dieses Jahr das Spin-off Bandida angekündigt wurde. Autor des Spiels ist Martin Nedergaard Andersen, während Lucas Guidetti Perez für die Illustrationen der Karten und der Spielbox verantwortlich zeichnet. Diese ist handlich kompakt, so dass sie auch in einer Jackentasche problemlos Platz findet. In ihr verbergen sich neben der mehrsprachigen Anleitung noch die 70 Spielkarten, die dann auch schon das komplette Spielmaterial bilden.

Bandido sitzt wieder einmal hinter schwedischen Gardinen, doch dies nimmt er nicht so einfach hin und versucht, sich einen Weg in die Freiheit zu graben. Nur mit vereinten Kräften wird es gelingen, ihn daran zu hindern, seinen Plan umzusetzen!

Zu Beginn einer Partie Bandido wird zunächst die Superkarte in der Tischmitte platziert. Danach werden die übrigen Karten gemischt und jeder Spieler erhält 3 davon. Der aktive Spieler legt nun eine seiner Handkarten passend an die Karten auf dem Tisch an und zieht dann vom Nachziehstapel wieder eine Karte auf die Hand. Dies erfolgt reihum solange, bis entweder alle Tunnel blockiert sind oder der Kartenstapel leer ist. Sind alle Tunnel blockiert, gewinnen die Spieler. Sind noch Tunnel offen, gewinnt Bandido.

Wie bei Helevitq üblich präsentiert sich auch Bandido in der bekannt hochwertigen Machart der Spiele dieses schweizer Verlages. Die Regeln sind einfach und leicht verständlich, so dass das Spiel sich sowohl für Kinder als auch Erwachsene bestens eignet. Zudem hat es einen hohen Wiederspielwert, den es auch nach mehreren Partien hintereinander nicht verliert. Konzipiert ist Bandido zwar für 4 Spieler, aber es ist auch in einer Runde mit bis zu 6 Spielern noch problemlos spielbar.

Titel: Bandido
Autor: Martin Nedergaard Andersen
Verlag: Helevetiq

Spielwarenmesse Nürnberg

Auch wenn sich die Messelandschaft in Deutschland in den letzten Jahren stark verändert hat, bleibt die Spielwarenmesse in Nürnberg, deren Pforten sich heute Abend nach 5 Tagen wieder schließen werden, weiterhin die Leitmesse der Branche schlechthin. Und so waren auch im 71. Jahr ihres Bestehens die 12 Hallen, des rund 170.000 m² großen Messeareals wieder mehr als gut gefüllt mit über 2800 Ausstellern aus rund 70 Nationen. Auch der Besucherandrang an den Messetagen war ungebrochen, wenngleich die diesjährige Spielwarenmesse im Zeichen der Sorge um die Verbreitung des Corona-Virus stand. So waren nicht wenige Besucher mit Mundschutz unterwegs und in der traditionell von chinesischen Ausstellern belegten Halle 11 herrschte wohl nicht zufällig gähnende Leere in den Gängen. Auch wenn die endgültigen Besucherzahlen noch nicht vorliegen, dürften aber trotzdem auch dieses Jahr wieder mehr als 70.000 Fachbesucher aus aller Welt die Chance genutzt haben, sich zwischen dem 29. Januar und 2. Februar in Nürnberg über die Neuheiten und Trends der Branche zu informieren.

Wie üblich war für uns natürlich einmal mehr die Halle 10 mit ihren beiden Ebenen die wichtigste Anlaufstelle, nachdem dort die Spielehersteller konzentriert sind. Die Ausnahmen bildeten dabei wie jedes Jahr der Pegasus Verlag, der zusammen mit dem Spiele Café im Foyer vor Halle 11 untergebracht war und der Ravensburger Verlag, der seinen üblichen Stand in Halle 12.0 hatte. Einige kleinere Verlage, die erstmalig in Nürnberg ausstellten, präsentierten sich zudem im Bereich des New Exhibitor Center der Halle 3A.

Wie schon in den vergangenen Jahren würde eine Auflistung aller in Nürnberg gezeigten Neuheiten den Rahmen dieses Messeberichtes sprengen, weshalb wir uns auf einige Highlights beschränken wollen.

Bei Abacus Spiele ist uns das kooperative Partyspiel Fringers ins Auge gestochen, an dem bis zu 10 Spieler teilnehmen können. Eher für Familien gedacht ist dagegen Kai Piranja und in Form von Bang! findet sich auch ein Würfelspiel unter den Neuheiten, wobei dieses vom italienischen Verlag GV Giochi stammt und von Abacus ins Vertriebsprogramm übernommen wurde.

Der Amigo Verlag feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen, weshalb es über das Jahr verteilt zahlreiche Events geben und auch das Spielefest im Herbst in Köln um einige spezielle Aktionen erweitert werden wird. An Frühjahrsneuheiten für 5 und mehr Spieler wurden Biber-Gang, Chip it und Verflixxt vorgestellt.

Bei ASS sind uns natürlich die beiden Erweiterungen zu Dominion sofort ins Auge gefallen, wobei nur Menagerie wirklich neu ist. Hinterland ist dagegen die Neuauflage einer Erweiterung, die bereits 2012 erstmalig veröffentlicht wurde. Pünktlich zur SPIEL `20 in Essen wird in Form des Dulcinaria Decks auch noch eine neue Erweiterung zu Agricola von Lookout Games im Vertrieb von ASS erscheinen.

Wie üblich recht umfangreich ist die Neuheitenliste bei Asmodee. So wird mit Munchkin Dungeon ein Miniaturen Brettspiel zum bekannten Kartenspielklassiker kommen, Forgotten Waters verspricht Piratenabenteuer, während es in Sherlock Holmes darum geht, gemeinschaftlich die schwierigsten Fälle des Detektivs zu lösen. Spaß auf Partys versprechen dagegen Titel wie Throw Throw Burrito oder Taco Cat Cheese Pizza und auch Familienspiele wie Paranormal Detectives oder Colt Super Express fehlen nicht, um hier nur einige wenige Titel aus dem diesjährigen Neuheitenpaket herauszugreifen.

Neu in Nürnberg vertreten war der englische Spieleverlag Clarendon Games, der in erster Linie witzig gemachte, kleine Partyspiele wie Truth Serum oder Party Poison in seinem Programm hat. Den einen oder anderen Titel werden wir hier in nächster Zeit sicherlich noch detailliert vorstellen.

Game Factory, die sich im Vertrieb von Carletto befinden, hatten ihren Stand in Halle 1. Neben Erweiterungen von Frantic und Virus, die im Laufe des Jahres erscheinen werden, hatten die Schweizer noch das Chaos-Zähl-Spiel Poule Poule und das Memo-Suchspiel Gold dabei, das in einer Mini-Blechdose daherkommt.

Feuerland, die mit Titeln wie Scythe oder Flügelschlag in den letzten Jahren große Erfolge feiern konnten, präsentierten die deutsche Version von Parks, das letzten Herbst auf Kickstarter seine Premiere hatte. Es soll bereits ab März im Handel erhältlich sein.

Wordsmith hatte der Heidelberger Spieleverlag bereits in Essen auf der SPIEL `19 gezeigt. In Decipher erhält die Letter-Piece-Game-Reihe nun weiteren Zuwachs. Daneben war auch noch das Kartenspiel Spicy zu sehen, das wir hier bald noch genauer vorstellen werden.

Auch der schweizer Helvetiq-Verlag war wieder in Nürnberg vertreten und hatte neben seinen bekannten Spielen auch die Muster neuer Titel dabei, die im Laufe des Jahres erscheinen werden. Besonders interessant waren hier das Partyspiel Tatamokatsu, Captain Bluff, Papageno und Bandida das Sequel zum Erfolgstitel Bandido.

Auch Hutter hatte wieder einige neue Titel für größere Spielergruppen im Programm. So sind hier Daddy Winchester, Catham City, die überarbeitete Neuauflage des Worker-Placement-Klassikers Caylus 1303 und die Psychatrie des Schreckens zu nennen. Fans der King of-Reihe von Iello, die sich ebenfalls im Vertrieb von Hutter findet, werden dieses Jahr auch nicht an der King of Tokyo Dark Edition vorbeikommen. Hier gilt es aber, sich zu beeilen, weil das Spiel nur in einer streng limitierten Auflage erscheint.

Ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums von Die Siedler von Catan war der Messeauftritt von Kosmos. Eine Jubiläums-Edition des Spieleklassikers darf zu diesem Anlass natürlich nicht fehlen und wird ab dem 3. Quartal im Fachhandel erhältlich sein. Die erfolgreichen Exit-, Escape Tales- und Adventure Games-Reihen erfahren durch neue Titel Erweiterungen und mit Crime Stories kommt ein ganz neues semi-kooperatives Story-Spiel ins Programm.

Der Moses Verlag bringt 2020 keine neuen Editionen seiner Black Stories-Reihe heraus, sondern wagt sich mit Titeln wie Das geheimnisvolle Grand Hotel und Die verlassene Bibliothek an das Genre der Escape Games heran. Mit Black Party kommt zudem noch eine neue Reihe ins Programm, die gleich mit 3 Titeln für Krimi-Partys für zu Hause startet. Last but not least wird es in Form von Short List auch noch ein neues Quiz-Spiel geben.

2 kooperative Spiele für maximal 5 Mitspieler hatte der Nürnberger-Spielkarten-Verlag im Gepäck. Es handelt sich um das Weltraumabenteuer Contact und das Kartenspiel The Game – Quick and easy.

Pegasus war einmal mehr mit einem umfangreichen Neuheitenprogramm eigener Titel und Titel seiner Partnerverlage auf der Messe vertreten. Für größere Spielergruppen geeignet sind dabei Dice Flick, Treelings und Pharaon. Daneben erhält die Undo-Reihe Zuwachs und voraussichtlich rechtzeitig zur SPIEL `20 in Essen wird auch die Neuauflage des Weltraum-Strategiespiels Eclipse ihre Premiere feiern.

Gab es letztes Jahr bei Queen Games keinen Titel, der für 5 oder mehr Spieler geeignet war, so haben wir dieses Jahr unter den Neuheiten gleich 2 passende Spiele gefunden. Für bis zu 7 Mitspieler ist Way 2 Go, ein kooperatives Partyspiel, geeignet, während Wald der Wölfe für maximal 5 Spieler ausgelegt ist.

Groß ist das Neuheitenangebot bei Ravensburger, doch leider sind die meisten Titel nur für maximal 4 Spieler geeignet. Ausnahmen bilden dabei das Würfelspiel Strike, von dem diesen Jahr eine Harry Potter Version erscheint, und das Strategiespiel Puerto Rico, welches unter dem Label Alea verlegt werden wird.

Ridley`s Games hatte vor 2 Jahren seine Premiere auf der Nürnberger Spielwarenmesse mit Selfish – Space Edition. Mittlerweile haben die Briten das Spiel weiterentwickelt und bringen nun die Zombie Edition und eine Star Wars Edition von Selfish heraus.

Für Spiele, die mit App-Unterstützung gespielt werden, ist Rudy Games bekannt. Als neuer Titel wird hier im Herbst DKT Smart erscheinen.

Schmidt Spiele bringt dieses Frühjahr 3 Neuheiten heraus, die für 5 oder mehr Spieler geeignet sind. Da wäre als erstes das Kartenspiel Point Up zu nennen. Ein kommunikatives Kooperationsspiel ist hingegen Perfect Match und nicht zuletzt gibt es noch Mystery House, ein 3D-Escape Abenteuer mit App-Unterstützung, das für den ToyAward 2020 nominiert wurde.

Zur Simba Dickie Group gehören die Verlage Zoch und Noris. Während bei ersterem die Kinder- und Familienspiele Da bockt der Bär und Einer geht noch erscheinen werden, bringt Noris mit Crime Story eine Live-Krimispiel-Reihe heraus und erweitert seine bekannte Escape Room Reihe.

Omerta

Seit Ende 2019 neu im Programm des schweizer Helvetiq Verlages ist das Kartenspiel Omerta des Autorenduos Adrien Dumont und Timothée Rignault. Es kommt in einer kleinen, kompakten und wie bei Helvetiq üblich, hochwertigen und sehr stabilen Box daher. In dieser verbirgt sich das komplette Spielmaterial, das aus 65 Karten und den Spielregeln besteht.

Wir schreiben den 2. November 1932, 22:34h. Jimmy „Big Ear“, der Informant, den die großen Chicagoer Mafia-Familien bei der Polizei eingeschleust haben, hat diese soeben informiert, dass eine Großrazzia zum Ausheben der illegalen Alkohollager in der Stadt unmittelbar bevorsteht. Wer nicht im Gefängnis enden will, muss also zusehen, seine Vorräte an Spirituosen so schnell wie möglich zu reduzieren!

Zur Vorbereitung einer Partie Omerta werden zunächst die 5 Karten mit den berühmten Gangstern gemischt und an die Spieler verteilt, wobei derjenige, der die Al Capone Karte erhält, als Startspieler fungiert. Danach werden die übrigen Karten gemischt und jeder Spieler erhält verdeckt 4 davon, welcher er verdeckt vor sich auslegt. 4 weitere Karten werden ebenfalls verdeckt als so genannter Safe  in der Mitte des Spieltisches platziert, die übrigen dienen als verdeckter Nachziehstapel. Auf ein Zeichen des Startspielers schauen sich alle Spieler 2 beliebige ihrer eigenen Karten an und legen diese dann wieder verdeckt zurück. Im weiteren Spielablauf zieht der Spieler, der am Zug ist, eine Karte vom Nachziehstapel und schaut sie sich an. Er kann mit ihr entweder eine seiner verdeckten Karten ersetzen, die dann offen auf den Ablagestapel gelegt wird, oder sie gleich offen ablegen. Legt er eine Flaschenkarte ab, haben andere Spieler, die Flaschenkarten mit identischem Wert haben, die Möglichkeit, diese auch abzulegen, wobei nur der schnellste Spieler zum Zug kommt. Wird eine Charakterkarte abgelegt, wird diese aktiviert und die jeweilige Aktion ausgeführt. Denkt ein Spieler, dass er nur noch 7 oder weniger Punkte verdeckt vor sich liegen hat, kann er, wenn er am Zug ist, Omerta verkünden. Alle Spieler decken ihre Karten auf und derjenige, der 7 oder weniger Punkte und zudem den niedrigsten Punktestand aller Spieler hat, gewinnt, wofür er sich 0 Punkte notiert. Die übrigen Spieler notieren sich ihren Punktestand. Das Spiel endet nach so vielen Partien, wie Mitspieler teilnehmen. Derjenige mit dem niedrigsten Punktestand gewinnt.

Omerta ist ein Spiel, das die grauen Zellen sehr fordert. Zu Spielbeginn kennt man nur 2 seiner eigenen Karten, so dass man zusehen muss, möglichst schnell herauszufinden, welche etwaigen Zahlenwerte die übrigen haben, um abschätzen zu können, ob man über oder unter der 7 Punkte-Grenze liegt. Doch dies ist leichter gesagt als getan, denn die Mitspieler können durch Charakterkarten und deren Aktionen die ganzen Bemühungen komplett wieder zunichte machen. Von daher bietet Omerta jede Menge Spielspaß und sehr viel Wiederspielwert, wozu auch die von Helevtiq bekannte, hochwertige Machart des Spielmaterials beiträgt.

Titel: Omerta
Autoren: Adrien Dumont, Timothée Rignault
Verlag: Helvetiq

Smak

Der Sommer ist im Regelfall die beste Jahreszeit, um eine Spielerunde auch einmal ins Freie zu verlegen. Neben den klassischen Brettspielen, die am Gartentisch auf der Terrasse oder dem Balkon gespielt werden können, bieten sich auch diverse Outdoor-Spiele für eine gemeinsame Partie an. Dieses Genre hat nun in Form von Smak des schweizer Helvetiq-Verlages Zuwachs erhalten. Das Wurfspiel kommt in einer praktischen stabilen Box mit Tragegriff daher, in der sich neben der – wie bei Helvetiq üblich – mehrsprachigen Spielanleitung, 12 große und 4 kleine hölzerne Türme, 3 ebenfalls hölzerne Wurfstäbe und auch noch ein Stoffbeutel als alternatives Transportbehältnis für das Spielmaterial verbergen.

Das Spielfeld ist bereitet. Geschicklichkeit, Koordination und letztlich auch das bekannte Quäntchen Glück werden darüber entscheiden, welches der beiden Teams, das um die Vorherrschaft über den Rasen angetreten ist, am Ende den Sieg davontragen wird.

In einer Partie Smak treten 2 Teams mit insgesamt 6 Spielern gegeneinander an. Der Aufbau der Holztürme erfolgt dabei wie im Regelheft vorgegeben. Nach Auslosung des Startteams, wirft der erste Spieler den Verteidigungsstab auf die Smak-Flagge in der Mitte des Spielfelds. Trifft er, wird ein Stein der Flagge entfernt. Ab der zweiten Runde kann er zudem so gegnerische Treffer aus der Vorrunde annullieren. Trifft er nicht, passiert in der ersten Runde nichts, in späteren Runden wird der Smak-Turm in diesem Fall wieder um einen Stein ergänzt, wenn er weniger als 4 Steine hat. Anschließend werfen die anderen beiden Spieler des Teams ihre Angriffsstäbe und versuchen, Punktetürme zu treffen, wobei pro Wurf nur ein Turm getroffen werden darf. Danach beginnt die nächste Runde und das gegnerische Team wirft. Die Partie endet, wenn alle Türme vom Spielfeld eliminiert wurden. Das Team mit den meisten gewonnenen Punkten siegt.

Das Spielprinzip von Smak klingt im ersten Moment recht simpel, doch erfordert es viel Geschick und gute Koordination, so zu zielen, dass man immer die richtigen Türme trifft, um Punkte zu generieren oder diese dem gegnerischen Team wieder abzujagen. Als klassisches Outdoor-Spiel ist es überall im Freien, wo eine einigermaßen ebene Fläche, wie der heimische Rasen, ein Park, ein Strand oder wo auch immer genügend Platz vorhanden ist, spielbar und garantiert sehr viel Spielspaß. Dazu trägt nicht zuletzt, das hochwertige Spielmaterial bei, das alle Spiele von Helvetiq kennzeichnet. Laut Anleitung ist Smak zwar nur für maximal 6 Spieler ausgelegt, aber da eine Partie immer über mehrere Runden geht, kann man es problemlos auch in größeren Gruppen spielen, wenn sich die Mitspieler nicht daran stören, dass sie sich beim werfen abwechseln müssen.

Titel: Smak
Autor: Alain Rivollet
Verlag: Helvetiq