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Spiel des Jahres 2021 – Die Nominierten

Der Verein Spiel des Jahres hat heute die diesjährigen Nominierten seiner renommierten Spielepreise veröffentlicht.

 

Für das Spiel des Jahres 2021 sind nominiert:

Die Abenteuer des Robin Hood von Michael Menzel (Kosmos)

© Foto Kosmos

Micro Macro: Crime City von Johannes Sich (Edition Spielwiese / Pegasus)

© Foto Pegasus

Zombie Teenz Evolution von Annick Lobet (Scorpion Masqué / Asmodee)

© Foto Asmodee

 

Die Nominierten für das Kinderspiel des Jahres 2021 sind:

Dragomino von Bruno Cathala, Marie und Wilfried Fort (Pegasus)

© Foto Pegasus

Fabelwelten von Marie und Wilfried Fort (Lifestyle Boardgames / Asmodee)

© Foto Asmodee

Mia London von Antoine Bauza und Corentin Lebrat (Scorpion Masqué / Asmodee)

© Foto Asmodee

 

Zum Kennerspiel des Jahres 2021 schließlich sind nominiert:

Die verlorenen Ruinen von Arnak von Michaela „Min“ Štachová und Michal „Elwen“ Štach (Czech Games Edition / HeidelBÄR Games)

© Foto HeidelBÄR Games

Fantastische Reiche von Bruce Glassco (Strohmann Games)

© Foto Strohmann Games

Paleo von Peter Rustemeyer (Hans im Glück / Asmodee)

© Foto Asmodee

 

Die Gewinner der Kategorien Spiel und Kennerspiel des Jahres 2021 werden am 19. Juli bekanntgegeben werden. Das Kinderspiel des Jahres 2021 wird dagegen bereits am 14. Juni gekürt.

Railroad Ink – Neuigkeiten

Erst letzten Mittwoch hatten wir hier ja das Roll`n Write Railroad Ink vorgestellt. Mittlerweile sind jetzt auch die neuen Vertreter der Reihe in Form von Railroad Ink Challenge: Edition Blattgrün und Railroad Ink Challenge: Edition Sonnengelb im Handel erhältlich, die wir in der Zukunft noch ausführlich hier vorstellen werden. Im Gegensatz zu den beiden alten Spielen setzen sie den Fokus mehr auf die direkte Interaktion zwischen den Spielern.

Die 7 schon länger angekündigten Würfelerweiterungen für die Railroad Ink-Reihe werden auch bald in den Handel kommen. Momentan ist hierfür der Sommer 2021 geplant.

Fotos: © Horrible Guild / HeidelBär Games

Railroad Ink

Das Roll`n Write Railroad Ink des Autorenduos Hjalmar Hach und Lorenzo Silva des Verlages Horrible Guild, das in der deutschen Version von HeidelBär Games vertrieben wird, ist bereits seit 2018 auf dem Markt. Es ist in den Editionen Knallrot und Tiefblau erhältlich, die beide in kompakten, quadratischen Klappdeckelboxen mit Magnetverschluss daherkommen. In diesen finden wir jeweils 6 Tafeln, 6 Stifte, 4 Streckenwürfel und 4 Editionswürfel, sowie das Regelheft.

Es kann doch nicht so schwer sein, ein Verkehrsnetz zu planen! Wirklich? Eisenbahnlinien und Straßen wollen klug angelegt sein und auch die Bahnhöfe als Verknüpfungspunkte müssen berücksichtigt werden. Und so wird sich erst am Ende zeigen, wer wirklich ein guter Verkehrsplaner ist oder wer stattdessen ein Verkehrschaos produziert.

Zum Start einer Partie Railroad Ink erhalten alle Mitspieler eine Tafel und einen Stift und die 4 Streckenwürfel müssen bereitgelegt werden. Railroad Ink spielt sich über 7 Runden. In jeder Runde würfelt ein Spieler die Streckenwürfel, welche vorgeben, mit welchen Streckenstücken diese Runde gebaut wird. Alle Spieler versuchen nun, die 4 gewürfelten Streckenstücke auf ihren Tafeln passend einzuzeichnen, um am Ende möglichst alle Ausfahrten zu verbinden und möglichst vollständige und lange Schienenstrecken und Straßen zu haben. Dabei kann jeder Spieler pro Partie auch noch bis zu 3 Spezialstrecken von seiner Tafel verwenden. Nach dem Ende der 7. Runde erfolgt eine Wertung. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Railroad Ink ist ein wirklich kurzweiliges, sehr gut gemachtes Roll`n Write, das dank seiner einfachen und klar verständlichen Regeln auch schon von Kindern ab 8 Jahren problemlos gespielt werden kann. Es ist daher auch als Familienspiel bestens geeignet. Trotz allem ist es aber keineswegs simpel, denn man muss sich schon sehr genau überlegen, wie und wo man Straßen, Eisenbahnstrecken und Bahnhöfe anordnen will, um am Ende wirklich auch das Maximum an Punkten zu erzielen. Ein weiterer Pluspunkt sind die mitgelieferten Editionswürfel, die 2 Minierweiterungen sind, mit denen man den Schwierigkeitsgrad noch steigern kann. Die beiden Editionen lassen sich natürlich auch miteinander kombinieren, so dass theoretisch bis zu 12 Personen an einer Partie teilnehmen könnten. In der aktuellen Zeit ist das natürlich utopisch und so ist die Möglichkeit, Railroad Ink auch im Ein-Spieler-Modus zu spielen, wohl die wichtigere Option.

Titel: Railroad Ink
Autoren: Hjalmar Hach, Lorenzo Silva
Verlag: Horrible Guild / HeidelBär Games

Anansi

Anansi ist ein Stichspiel des Autorenduos Cyril Blondel und Jim Dratwa, das zu den Herbstneuheiten 2020 von HeidelBär Games gehörte und kurz nach der SPIEL.digital in den Handel kam. Für die Illustrationen der kompakten Box wie auch der insgesamt 96 Karten, die wir zusammen mit dem Regelblatt in derselben finden, zeichnen Dayo Baiyegunhi und Emmanuel Mdlalose verantwortlich.

Ist Anansi nun eine Spinne oder ein Mensch? Auf jeden Fall ist er der Hüter der Geschichten, denn er hat es in vielen Jahren geschafft, alle Geschichten zu sammeln, um so absolute Weisheit zu erlangen. Doch am Ende erkannte er, dass er wahre Weisheit nur erlangen wird, wenn er seine Geschichten mit den Menschen teilt und sie so inspiriert.

Zur Vorbereitung einen Partie Anansi werden zunächst die Zuhörer-, Tricksterbonus- und Trumpfkarten gemäß Anleitung ausgelegt und alle Storykarten gemischt.  2 von ihnen werden dann offen unter den zugehörigen Trumpfkarten platziert und von den restlichen je nach Anzahl der Spieler die in den Regeln vorgegebene Zahl verteilt. Der jeweils aktive Spieler muss in seinem Zug eine seiner Handkarten ausspielen. Hierbei kann er entweder in den Stich spielen oder Zuhörer anwerben, indem er eine Karte offen vor sich auslegt und entsprechend der Kopfsymbole auf ihr Zuhörerkarten nimmt, die er jederzeit auf seinen Storystapeln platzieren kann. Nachdem jeder Spieler so eine Karte im aktuellen Stich ausgespielt hat, wird dieser ausgewertet. Der Gewinner erhält den Stich und legt ihn als verdeckten Storystapel vor sich ab. Karten, die genutzt wurden, um Zuhörer anzuwerben, gehen in die Trumpfauslage, wodurch sich die Trumpffarbe ändern kann. Haben alle ihre letzte Handkarte ausgespielt endet die Runde und jeder Spieler bildet, sofern möglich, einen Wertungsstapel, wobei Zuhörerkarten Zusatzpunkte und ggf. auch noch einen Tricksterbonus einbringen können. Nach 3 Runden ist die Partie zu Ende und die Spieler zählen alle Punkte ihrer Wertungsstapel zusammen. Der mit den meisten Punkten gewinnt.

Zugegeben, als wir die Beschreibung von Anansi das erste Mal gelesen haben, waren wir etwas skeptisch, doch erwies sich dies schnell als unbegründet. Wir haben es hier mit einem klassischen Stichspiel zu tun, das dieses altbekannte Spielprinzip wieder einmal neu und, wie wir finden, sehr gut interpretiert. Von daher werden gerade Fans dieses Genres aber nicht nur diese hier ihre Freude haben. Wie bei Kartenspielen von HeidelBär üblich, sind darüber hinaus die Karten natürlich wieder einmal optisch mehr als ansprechend gestaltet und bieten auch in der Haptik das Maximum an Spielgenuß.

Titel: Anansi
Autoren: Cyril Blondel, Jim Dratwa
Verlag: HeidelBärGames

Coyote

Während der Castle Tricon, die HeidelBär Games zusammen mit seinen Partnerverlagen Ende September 2020 als digitale Neuheitenshow abgehalten hat, bot sich ja schon die Gelegenheit, die Herbstneuheit Coyote des Autors Spartaco Albertarelli einmal in Augenschein zu nehmen. Rechtzeitig zur SPIEL.digital ist das Bluffspiel dann fertig geworden und mittlerweile auch in den Handel gelangt.  Es kommt in einer kompakten, edel gestalteten Box daher, in der sich die 36 Karten und 6 Kartenständer, die das Spielmaterial bilden, zusammen mit dem Regelblatt befinden.

Eine alte Indianerlegende erzählt von einem Coyoten, der beim Versuch, einen Fluss zu überqueren, beinahe ertrunken wäre und all seine Habe verloren hatte. Also erfand er ein Spiel, in dem er andere Tiere herausforderte, um durch Bluff deren Habe zu gewinnen…

An einer Partie Coyote können maximal 6 Spieler teilnehmen. Jeder von ihnen erhält zu Beginn einen Kartenständer, den er vor sich platziert, sowie 3 Augenkarten, die er gemäß Regeln vor sich ablegt. Dann werden die Spielkarten gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Zu Beginn einer Runde ziehen alle Spieler eine Karte vom Nachziehstapel und stecken diese mit der Rückseite zu sich in ihre Kartenständer. Eine weitere Karte wird verdeckt in die Tischmitte gelegt. Der Startspieler macht anschließend ein Startgebot, indem er schätzt, welchen Wert alle Karten seiner Mitspieler plus seiner eigenen Karte und der verdeckten Karte haben könnten. Der nächste Spieler kann dieses Gebot entweder überbieten oder anzweifeln, wobei er eine seiner Augenkarten mit offenem Auge nutzen kann, um sich die Karte in der Tischmitte anzuschauen. Überbietet er, ist der nächste Spieler an der Reihe, zweifelt er an, werden alle Karten aufgedeckt und die Werte addiert. Ist der Wert dann niedriger als der Schätzwert, gewinnt der aktive Spieler und der vorherige verliert. Ist der Wert gleich oder höher als der Schätzwert, verliert der aktive Spieler und der vorherige gewinnt. Der Gewinner dreht, falls möglich, eine seiner Augenkarten auf die Seite mit dem offenen Auge, der Verlierer muss eine seiner Augenkarten abgeben. Sobald ein Spieler keine Augenkarten mehr hat, scheidet er aus. Die Partie endet, wenn nur noch ein Spieler Augenkarten besitzt.

Coyote ist ein wirklich gut gemachtes, kurzweiliges Bluffspiel mit einfachen, leicht verständlichen Regeln. Pokernaturen kommen hier natürlich voll auf ihre Kosten, denn solange man seine Schätzungen nur mit genügend Überzeugung verkündet, zweifeln die Mitspieler diese im Regelfall nicht an, weiß doch keiner, welchen Wert die eigene Karte denn nun hat. Zudem vermag Coyote mit einem wirklich tollen Artwork der extrem hochwertig ausgeführten Karten zu begeistern.

Titel: Coyote
Autor: Spartaco Albertarelli
Verlag: HeidelBärGames

2491 Planetship

Zu den Partnerverlagen von HeidelBÄRGames gehört auch der Mebo Verlag aus Portugal. Unter dessen Herbstneuheiten für das Jahr 2020 fand sich das Strategiespiel 2491 Planetship des Autors Antonio Sousa Lara, das uns in eine ferne Zukunft mitnimmt. Dementsprechend sciencefictionmäßig ist denn auch das Cover der quadratischen, großen Box gestaltet, in der wir das umfangreiche Spielmaterial vorfinden. Dieses besteht aus 82 Karten, 5 Kartenhaltern, 59 Spielsteinen und 10 Sektorenplänen.

Wir befinden uns im Jahr 2491 und die Ressourcen der Erde und auch aller anderen bewohnbaren Planeten sind längst aufgebraucht.  Ein Überleben ist nur auf den planetengroßen Weltenschiffen möglich, auf denen verschiedene Spezies zusammenleben. Allerdings brauchen alle diese Weltenschiffe eine Ressource und zwar DNA. Und so beginnt ein Wettlauf darum, aus den Trümmern des kürzlich zerstörten Weltenschiffs Alpha neue DNA zu bergen.

Zu Beginn einer Partie Planetship erhalten die Spieler ihren Kartenhalter, ihre Raumschiffe und Raumsonden, sowie ein Set Start-Charakterkarten, die sie in den Kartenhalter stecken. Die übrigen Charakterkarten werden ebenso wie die Missionskarten gemischt. Von den Missionskarten werden 4 gezogen und offen ausgelegt. Danach werden je nach Spielerzahl Sektorenpläne offen als Raster in die Tischmitte gelegt. Die einzelnen Sektoren geben vor, wie viele Charakterkarten vom Nachziehstapel auf dem entsprechenden Belohnungsfeld ausgelegt werden und ob sie dort offen oder verdeckt liegen. Beginnend mit dem Startspieler platzieren die Spieler nun reihum immer eine ihrer Charakterkarten zusammen mit einem ihrer Raumschiffe auf einem freien Feld eines Sektors, das entweder eine Andockstelle hat oder an ein Feld angrenzt, auf dem bereits eine andere Charakterkarte liegt. Falls es das gewählte Sektorenfeld erlaubt, kann der aktive Spieler auch noch Sonden nutzen und verdeckte Charakterkarten in anderen Sektoren untersuchen. Haben so alle Spieler alle ihre Raumschiffe platziert, werden die Sektoren beginnend mit dem Sektor mit der niedrigsten Zahl gewertet. Hierzu werden alle Charakterkarten der Spieler aufgedeckt und deren Fähigkeiten in der Reihenfolge der Felder abgearbeitet. Der Spieler, dessen Charakterkarten am Ende dann die höchste Gesamtstärke aufweisen, gewinnt die Charakterkarte vom Belohnungsfeld. Sind alle Sektoren abgehandelt, nehmen die Spieler alle ihre eigenen Charakterkarten, Raumschiffe und Sonden wieder zurück und ggf. werden Sektorenpläne getauscht. Hat ein Spieler mehr als 6 Charakterkarten muss er überzählige abwerfen. Danach beginnt eine neue Runde, wobei die Startspielerrolle im Uhrzeigersinn weiterwandert. Nach 4 Runden endet die Partie und es erfolgt eine Wertung. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Die Regeln von Planetship sind genau betrachtet eigentlich nicht wirklich komplex. Nur ist die Anleitung, die gleich in 4 Sprachen beiliegt, an manchen Stellen ein wenig unglücklich und schwer verständlich formuliert, was es etwas schwierig macht, ins Spiel hineinzukommen. Hat man diese erste Hürde überwunden, ist Planetship im Regelfall ein wirklich flott spielbares Strategiespiel, das gerade durch die Sonderfähigkeiten der Charaktere aber auch die Modifikationen, die die Sektoren ins Spiel bringen, in jeder der 4 Runden immer wieder neue, überraschende Wendungen bringt. Zudem vermag das Artwork der Karten und auch des übrigen Spielmaterials zu begeistern.

Titel: 2491 Planetship
Autor: Antonio Sousa Lara
Verlag: Mebo / HeidelBÄRGames

Digitale Alternativen

Seit gut 2 Wochen haben wir nun also wieder einen neuen Lockdown, der den verniedlichenden Zusatz light trägt. Viele hatten sich Anfang November wohl der trügerischen Hoffnung hingegeben, dass nach 4 Wochen dann das normale Leben wieder zurückkehrt, was schon damals ein wenig realistisches Szenario war. Wer nun die letzten Tage aufmerksam die Äußerungen der verantwortlichen Politiker verfolgt hat, dem sollte spätestens jetzt klargeworden sein, dass wir auch noch im Dezember und wohl auch darüber hinaus mit den aktuellen Einschränkungen werden leben müssen und ggf. noch weitere Einschränkungen kommen werden. An klassische Spielerunden ist also vorerst nicht zu denken, sofern die eigene Familie nicht entsprechend viele Personen zählt. Von daher werfen wir einmal einen kurzen Blick auf einige der digitalen Angebote, die sich die Verlage zur Pandemie ausgedacht haben.

Bereits Mitte September hatte der Friedberger Pegasus Verlag verkündet, dass seine bekannten Spieletage, mit denen er den stationären Fachhandel und auch die Spieleclubs unterstützt, dieses Jahr digital stattfinden werden und zwar bis zum 20. Dezember. An fast jedem Wochenende werden die Pegasus Neuheiten über die Plattform Tabletopia von Spieleerklärern vorgestellt und können dann auch online gespielt werden. Für die Spiele, bei denen eine Umsetzung auf Tabletopia nicht möglich ist, wird es Teaser-Videos auf YouTube geben. Zur Unterstützung des stationären Handels werden alle Aktionsneuheiten zudem ab Veröffentlichung immer 4 Wochen exklusiv bei teilnehmenden Händlern erhältlich sein. Um welche Neuheiten es sich dabei handelt, wird nach und nach auf www.pegasus.de/spieletage-digital enthüllt werden, wo auch alle weiteren Infos zu den Pegasus Spieletagen digital zu finden sind.

 

Auch HeidelBÄR Games hat sich nach dem Erfolg der Castle TriCon entschieden, während der Pandemie-Zeit ein digitales Angebot zu etablieren. Jeden Dienstag und Donnerstag findet ab 18:30h auf dem Discord-Server des Verlages ein digitaler Spieleabend statt. Dabei können sich Besucher nicht nur die Spiele von HeidelBÄR Games sondern auch die der Partnerverlage Czech Games Edition, Horrible Guild, MeBo und Synapse von den ErklärBÄRen des Verlages erklären lassen und bei Interesse auch gleich selbst in einer lockeren Runde ausprobieren. Wer zu einem der Spieleabende kommen möchte, kann sich entweder auf der Anmeldeliste eintragen (Link:  DE-GB-digital-gamenight ) oder auch einfach spontan vorbeischauen. Genauso ist der Discord-Server natürlich nicht nur an den beiden Tagen sondern durchgängig geöffnet, so dass man ihn jederzeit nutzen kann.

Fotos © HeidelBÄR Games

 

Auch Asmodee hat in Form von Connect & Play ein Konzept für digitale Spieleabende an den Start gebracht. Man setzt hierbei nicht auf Plattformen wie Discord oder Tabletopia sondern auf die Videochatfunktion des heimischen PCs oder Smartphones und darauf, dass zumindest ein Spieler aus der Runde das Spiel auch hat. Ist dies gegeben, kann man sich über die Connect & Play Webseite des Verlages ( https://connect-and-play.asmodee.fun ) eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Spiele, die Teil der Connect & Play Initiative sind, herunterladen. Es handelt sich hierbei im einzelnen um die Titel Dobble, Dixit, Sherlock Holmes: Beratender Detektiv, Just One und Time`s Up. Daneben bleibt auch die bereits im Frühjahr gestartete Aktion Print & Play, die seither weit über 4 Millionen Downloads verzeichnet hat, weiter aktiv.

Foto © Asmodee

Castle Tricon 2020

Dieses Jahr ist wegen Corona vieles anders. Messen und klassische Pressekonferenzen finden nicht in gewohnter Weise sondern wenn dann nur digital statt. Und so haben sich auch die Verlage HeidelBÄRGames, CGE und Horrible Guild entschlossen, ihre Neuheiten an diesem Wochenende in einem Online-Event namens Castle Tricon zu präsentieren.

Hierbei kann man sich mittels Avataren in einer 3D-Spielewelt bewegen, in der man über Zugangspunkte in die Themenwelten der einzelnen Verlage gelangt. Dort wiederum finden sich zu den einzelnen Spielen Spieltische, an denen man durch einen Doppelklick auf das jeweilige Spiel zusammen mit anderen Besuchern eine Partie auf Tabletopia starten kann, wobei man mit den Mitspielern über eine Art Videokonferenzsystem kommunizieren kann. Erklärbären der Verlage stehen helfend zur Seite, um die Spiele zu erläutern.

Eine klassische Testrunde eines Spiels auf einer Messe zusammen mit realen Mitspielern kann dies zwar nicht ersetzen, aber da wir mit der aktuellen Pandemie-Lage wohl noch länger leben müssen, ist dies eine gute Alternative, um die Spieleneuheiten der 3 Verlage kennenzulernen. Einzig die Steuerung der Avatare durch die 3D-Welt mittels der Tastatur erweist sich auf Dauer als etwas arg frickelig und ist nicht so wirklich benutzerfreundlich.