Coyote

Während der Castle Tricon, die HeidelBär Games zusammen mit seinen Partnerverlagen Ende September 2020 als digitale Neuheitenshow abgehalten hat, bot sich ja schon die Gelegenheit, die Herbstneuheit Coyote des Autors Spartaco Albertarelli einmal in Augenschein zu nehmen. Rechtzeitig zur SPIEL.digital ist das Bluffspiel dann fertig geworden und mittlerweile auch in den Handel gelangt.  Es kommt in einer kompakten, edel gestalteten Box daher, in der sich die 36 Karten und 6 Kartenständer, die das Spielmaterial bilden, zusammen mit dem Regelblatt befinden.

Eine alte Indianerlegende erzählt von einem Coyoten, der beim Versuch, einen Fluss zu überqueren, beinahe ertrunken wäre und all seine Habe verloren hatte. Also erfand er ein Spiel, in dem er andere Tiere herausforderte, um durch Bluff deren Habe zu gewinnen…

An einer Partie Coyote können maximal 6 Spieler teilnehmen. Jeder von ihnen erhält zu Beginn einen Kartenständer, den er vor sich platziert, sowie 3 Augenkarten, die er gemäß Regeln vor sich ablegt. Dann werden die Spielkarten gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Zu Beginn einer Runde ziehen alle Spieler eine Karte vom Nachziehstapel und stecken diese mit der Rückseite zu sich in ihre Kartenständer. Eine weitere Karte wird verdeckt in die Tischmitte gelegt. Der Startspieler macht anschließend ein Startgebot, indem er schätzt, welchen Wert alle Karten seiner Mitspieler plus seiner eigenen Karte und der verdeckten Karte haben könnten. Der nächste Spieler kann dieses Gebot entweder überbieten oder anzweifeln, wobei er eine seiner Augenkarten mit offenem Auge nutzen kann, um sich die Karte in der Tischmitte anzuschauen. Überbietet er, ist der nächste Spieler an der Reihe, zweifelt er an, werden alle Karten aufgedeckt und die Werte addiert. Ist der Wert dann niedriger als der Schätzwert, gewinnt der aktive Spieler und der vorherige verliert. Ist der Wert gleich oder höher als der Schätzwert, verliert der aktive Spieler und der vorherige gewinnt. Der Gewinner dreht, falls möglich, eine seiner Augenkarten auf die Seite mit dem offenen Auge, der Verlierer muss eine seiner Augenkarten abgeben. Sobald ein Spieler keine Augenkarten mehr hat, scheidet er aus. Die Partie endet, wenn nur noch ein Spieler Augenkarten besitzt.

Coyote ist ein wirklich gut gemachtes, kurzweiliges Bluffspiel mit einfachen, leicht verständlichen Regeln. Pokernaturen kommen hier natürlich voll auf ihre Kosten, denn solange man seine Schätzungen nur mit genügend Überzeugung verkündet, zweifeln die Mitspieler diese im Regelfall nicht an, weiß doch keiner, welchen Wert die eigene Karte denn nun hat. Zudem vermag Coyote mit einem wirklich tollen Artwork der extrem hochwertig ausgeführten Karten zu begeistern.

Titel: Coyote
Autor: Spartaco Albertarelli
Verlag: HeidelBärGames

Genesia

Die Spiele Offensive hat zahlreiche junge Verlage unter ihren Fittichen. Zu ihnen gehört auch der Verlag Giant Roc, der auf der letztjährigen SPIEL.digital das Drafting-Spiel Genesia vorgestellt hat, das zusammen mit den französischen Verlagen Super Meeple und Citizen Game entwickelt wurde. Es stammt aus der Feder des Autors Eric Labouze, während für die Illustrationen, die auch das Cover der quadratischen Standardbox zieren, Fabrice Weiss, Alexei Iakolev und Igor Polouchine verantwortlich zeichnen. In der Box finden wir dank Zip-Beutel ordentlich sortiert und sicher verstaut, 250 Spielsteine, 102 Karten, 75 Münzen, 10 Plättchen, 8 Spielplanteile, 5 Spielerhilfen, 1 Wertungsblock, 1 Spielreihenfolge-Skala und das Regelheft.

Rund um die Insel Genesia liegen verschiedene Kontinente, auf denen Menschen das Land erobern, Städte bauen, Forschung betreiben und so durch die Epochen ihre Zivilisationen immer weiter entwickeln. Welche von ihnen wird am Ende die Vorherrschaft erringen und wird ihr das friedlich oder nur mit Gewalt gelingen?

Zur Vorbereitung einer Partie Genesia wählen die teilnehmenden Spieler eine Farbe aus und erhalten das entsprechende Festland-Teil, das sie an den Genesia Spielplan anlegen, sowie die zugehörigen Sippen- und Stadtspielsteine und ein Krieg-/Frieden-Plättchen. Anschließend werden die Geheimzielkarten gemischt und an jeden 2 ausgeteilt, von denen sich die Spieler jeweils eine aussuchen. Zuletzt werden noch die Epochen-Karten für die 3 Epochen getrennt gemischt und ebenso wie das Geld und der Wertungsblock bereitgelegt und die Spielerreihenfolge auf der Spielerreihenfolge-Skala zufällig bestimmt. Genesia läuft über 3 Epochen ab, die wiederrum jeweils 3 Abschnitte haben. Im ersten Abschnitt erhält jeder Spieler 15 Münzen aus dem Vorrat und 6 Epochen-Karten der aktuellen Epoche. Mittels Drafting wählt er nun eine aus und gibt die anderen an seinen Nachbarn weiter und zwar so lange, bis jeder Spieler 5 Karten ausgesucht hat. Abschnitt 2 gliedert sich in die 3 Phasen Wachstum, Ausbreitung und Eroberung, die nacheinander abgehandelt werden. In der Phase Wachstum kann der jeweils aktive Spieler neue Sippen kaufen oder durch Karteneffekte erhalten und diese auf dem Spielplan platzieren. In der Phase Ausbreitung bewegt er die Sippen gegen Bezahlung oder aufgrund von Karteneffekten. Vor Beginn der Phase Eroberung müssen alle Spieler geheim entscheiden, ob sie ihr Krieg-/Frieden-Plättchen auf Krieg oder Frieden drehen und dies dann gleichzeitig aufdecken. Bei Frieden geschieht nichts, hat mindestens ein Spieler Krieg gewählt kann er einen Angriff durchführen, wobei Karteneffekte das Ergebnis beeinflussen können. Im 3. und letzten Abschnitt können alle Spieler simultan Städte bauen und noch vorhandene Handkarten dieses Abschnitts ausspielen oder noch verbliebene Handkarten in Münzen umtauschen. Danach folgt eine Zwischenwertung und die Spielreihenfolge für die nächste Epoche wird festgelegt. Nach Ende der 3. Epoche erfolgt die Endwertung und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Genesia ist ein wirklich gut gemachtes Strategiespiel, das dank des verwendeten Draftingmechanismus den Glückfaktor bei der Zuteilung der Epochekarten minimiert, da man sich weitgehend seine Wunschkartenhand zusammenstellen kann. Die Regeln sind leicht verständlich und schnell erlernt und ebenso schnell spielt sich das Spiel auch, so dass nicht aktive Spieler nur sehr wenig Wartezeit haben. Mit der Eroberungsphase besitzt Genesia zwar auch ein kriegerisches Element, da dieses aber auf einen Angriff pro Spieler und Epoche begrenzt ist, steht hier doch ganz klar der Aufbau der eigenen Zivilisation im Vordergrund, wobei einem auch dabei die Konkurrenz ganz gewaltig in die Suppe spucken kann, wenn man nicht aufpasst. Was zudem gefällt, ist das wirklich schön gestaltete Spielmaterial und das Artwork der Karten, denen man anmerkt, mit wie viel Liebe zum Detail die Entwickler hier am Werke waren.

Titel: Genesia
Autor: Eric Labouze
Verlag: Super Meeple / Citizen Game / Giant Roc

Pegasus Online Lagerverkauf 2021

Wie sich ja schon länger abgezeichnet hatte, startet 2021 so, wie 2020 aufgehört hatte, nämlich mit einem Lockdown aufgrund der Coronapandemie. Wenigstens für einen Lichtblick bei allen Spielefans sorgt in dieser Situation der Friedberger Pegasus Verlag, der bis zum 31. Januar 2021 einen Online Lagerverkauf abhält, bei dem Endkunden im Pegasus Shop 10% Rabatt auf alle lieferbaren Spiele und bis zu 50% Rabatt auf Restposten erhalten. Zudem unterstützt der Verlag mit dieser Aktion auch noch den gerade besonders gebeutelten stationären Spielehandel, indem die Käufer bei ihrer Bestellung einen von über 150 Fachhändlern auswählen können, denen Pegasus dann einen Teil des Einkaufswertes als Gutschrift überweist.

Zusätzlich kann man sich über eine speziell eingerichtete Landingpage über aktuelle Angebote stationärer Spielehändler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz informieren, welche während des Lockdowns Abhol-, Versand- und Lieferoptionen anbieten. Diese Händlerliste wird laufend aktualisiert werden.

Da bockt der Bär

Das Autorentrio Treo Game Designers hat das Kinderspiel Da bockt der Bär entwickelt, das der Zoch Verlag 2020 neu in sein Programm aufgenommen hat. Die Covergestaltung der quadratischen Box präsentiert sich der Zielgruppe entsprechend gestaltet und stammt aus der Feder der Illustratorin Gabriela Silviera. Öffnet man die Box, so finden sich darin die 3 Spielplanteile, 55 Karten, 3 Würfel, 5 Spielerfiguren, eine Drehscheibe und das Regelheft.

Maus, Bock und Bär sind die besten Freunde und so machen sie sich gemeinsam zum Querfeldeinschlemmen auf. Unterwegs gibt es Mais, Kohl und Heidelbeeren en masse, doch gilt es schnell voranzukommen, um am Ende als erstes Freundestrio vor den anderen über die Ziellinie zu gelangen.

Zur Spielvorbereitung werden vor der ersten Partie zunächst die Würfel und Drei-Freunde-Figuren mit den entsprechenden Stickern beklebt. Danach werden die Spielplanteile zusammengesteckt, die Laufkarten gemischt und als Nachziehstapel bereitgelegt und die Drei-Freunde-Figuren auf das Startfeld gestellt. Beginnend mit dem Startspieler zieht jeder Spieler eine Karte vom Nachziehstapel und entscheidet anschließend, ob er sie vor sich selbst oder einem anderen Mitspieler ablegt, so dass am Ende jeder Spieler eine Karte hat. Danach werden die Karten aufgedeckt und ausgeführt, wodurch sich die Spielfiguren auf dem Plan vorwärts bewegen. Derjenige, der als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.

Da bockt der Bär ist für Kinder ab 5 Jahren konzipiert, weshalb die Regeln und auch der komplette Spielablauf kindgerecht einfach gehalten sind. Ein interessantes Spielelement ist die Tatsache, dass die Bewegung der Spielfigur davon abhängig ist, welcher der 3 Freunde gerade aktiv ist und welcher Würfel somit zum Einsatz kommt. Durch den Schritt mit dem Ablegen der Karten, kommt zudem auch noch ein gewisses Strategieelement mit hinein, kann man doch so die Aktionen der Gegner in der aktuellen Runde beeinflussen. Ein weiteres Plus sind zudem die wirklich schön gestalteten Illustrationen von Gabriela Silviera, die auch das Spielmaterial zieren.

Titel: Da bockt der Bär
Autoren: Treo Game Designers
Verlag: Zoch

Nidavellir

Das neue Kennerspiel Nidavellir des Autors Serge Laget hat der Friedberger Pegasus Verlag im Rahmen seines digitalen Pressetages vorgestellt. Da es für bis zu 5 Spieler ausgelegt ist, mussten wir es natürlich einmal genauer unter die Lupe nehmen. Öffnet man die quadratische, mittelgroße Box mit stimmungsvoll gestaltetem Cover, so findet man darin neben dem Regelheft einen Wertungsblock, 118  Karten, 4 Kartenhalter, 5 Tableaus, 60 Münzen, 12 Plättchen und die Schatzkammerhalterung zum selbst zusammenstecken. Einen Einleger gibt es diesmal nicht, doch werden genügend Ziptüten mitgeliefert, um das Spielmaterial geordnet verstauen zu können.

Nach Jahrtausenden des Friedens im Reich der Zwerge hat sich der alte Feind Fafnir von seinen Ketten befreit und sinnt auf Rache. Daher werden die Elveland, die Mitglieder des königlichen Rates beauftragt, eine Streitmacht aufzubauen. Wird es gelingen, Fafnir zu besiegen oder wird Nidavellir untergehen?

Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler ein Spielertableau, einen Satz Kupfermünzen und ein zufällig gewähltes Juwel. Die Tavernen- und Tauschplättchen werden gemäß Regel auf dem Tisch platziert, die Helden- und Auszeichnungskarten in die entsprechenden Kartenhalter gesteckt und die Zwergen- zusammen mit den Subventionskarten getrennt nach den beiden Zeitaltern gemischt. Sie bilden in jedem Zeitalter den Nachziehstapel. Sobald unter allen 3 Tavernenplättchen jeweils soviele Karten vom Nachziehstapel, wie Spieler mitspielen, ausgelegt sind, kann es losgehen. In jeder Runde machen die Spieler zunächst für jede der 3 Tavernen mit ihren Münzen ein geheimes Gebot auf ihrem Spielertableau. Danach decken alle ihre Münzen auf und die Tavernen werden nacheinander abgehandelt. Der Spieler mit dem höchsten Gebot darf sich als erster eine Karte aussuchen, danach folgen die anderen in der Reihenfolge ihrer Gebote, wobei bei Gleichstand der Wert des Juwels den Ausschlag gibt. Sind so nacheinander alle 3 Tavernen abgehandelt, wird noch überprüft, ob Spieler Münzen aufwerten können, ob sie ein Set Karten jeder Klasse haben und damit einen Helden rekrutieren müssen oder ob die Effekte von Subventionskarten abgehandelt werden müssen. Dann folgt die nächste Runde. Nachdem auf diese Weise alle Karten des ersten Zeitalters an die Spieler verteilt sind, erfolgt eine Zwischenwertung, bei der die Spieler Auszeichnungskarten erhalten können, deren Effekte sofort wirksam werden. Danach wird analog das zweite Zeitalter durchgespielt, bis dann in der Endwertung ermittelt wird, wer die meisten Punkte und damit den Sieg errungen hat.

Nidavellir ist vom Spielprinzip her ein klassisches Sammel- und Bietspiel mit eigentlich recht einfachen Regeln. Leider sind diese an manchen Stellen so kompliziert erklärt, dass die Anleitung mehr Verwirrung denn Klarheit stiftet. An anderen Stellen ist der Regeltext dafür doch etwas zu knapp geraten. Von daher empfiehlt es sich, zunächst eine Testrunde zu spielen, um sich mit den grundlegenden Mechanismen vertraut zu machen. Danach geht eine Partie recht flott von der Hand und macht wirklich Laune, so dass es nicht bei dieser einer Partie bleiben wird. Zudem vermag auch das wirklich schön gestaltete Spielmaterial zu begeistern, das die Thematik der Hintergrundgeschichte wirklich gekonnt aufgreift.

Titel: Nidavellir
Autor: Serge Laget
Verlag: Pegasus

Fröhliche Weihnachten

Das Jahr 2020 neigt sich langsam aber sicher seinem Ende entgegen. Es war für uns alle wohl ein Jahr, das sich nicht so entwickelt hat, wie wir uns dies am Neujahrstag noch gedacht hatten. Und so ist es letztlich auch nur logisch, dass wir dieses Jahr auch ein „etwas“ anderes Weihnachtsfest feiern. Aber es hat vielleicht auch sein Gutes, einmal die Feiertage ruhig und entspannt und vor allem bewusst zu genießen und nicht auch noch an diesen Tagen Verwandtschafts- und Freundes-Hopping zu betreiben.

In diesem Sinne wünschen wir all unseren Lesern schöne und erholsame Feiertage und alles Gute für 2021.

Pegasus Designer Days 2021

Auch 2021 lädt der Pegasus Verlag wieder Spieleautoren ein, ihre Ideen für neue Spiele im Rahmen der Pegasus Designer Days, die vom 27. – 29. Januar stattfinden werden, dem verlagseigenen Redaktionsteam und Spieleredakteuren der Partnerverlage online in einer Webkonferenz zu präsentieren. Hierzu können sich interessierte Autoren ab sofort bis einschließlich 10. Januar unter:

www.pegasus.de/designerdays

anmelden.

Die Designer Days sind Teil der Pegasus Spiele Kickoff Days, die vom 27. -30. Januar 2021 erstmals stattfinden werden. Hier werden neben den Autoren auch Händler, Lieferanten, Pressevertreter und Spielefans die Möglichkeit haben, sich unter anderem auch über die kommenden Neuheiten 2021 von Pegasus und seiner Partnerverlage umfassend zu informieren. Genauere Informationen zur Veranstaltung werden dann Anfang des neuen Jahres noch bekanntgegeben und dann auch auf der Landingpage:

www.pegasus.de/kickoffdays

zu finden sein.

Pizzarush

Der Ofen ist ist heiß, der Teig und alle Zutaten für die Pizza liegen bereit.
Wer hat in der Küche die Nase vorne und ist der beste Pizzabäcker?

In Pizzarush des Autors Jonathan Croxford, das von JOF Games 2020 über Kickstarter erschienen ist, müssen die Spieler versuchen, möglichst schnell alle ihre Handkarten auszuspielen.

Die Handkarten zeigen verschiedene Zutaten und haben Zahlenwerte von 1 – 10. Sie kommen als Belag auf den Pizzaboden, der zu Beginn jeder Runde aufgedeckt wird. Diesen gibt es in den Größen small, medium und big. Die Größe des Bodens bestimmt, ob die Spieler eine, zwei oder drei ihrer Handkarten ablegen. Dies erfolgt reihum, wobei jeder Spieler immer nur Zutaten mit einem höheren Zahlenwert ablegen darf als der vorherige Spieler oder passen muss. Haben alle Spieler reihum gepasst, gewinnt der Spieler, der zuletzt einen Belag abgelegt hat, die Runde. Er deckt den nächsten Boden auf und darf den ersten Belag ablegen. Die beiden Spieler, die als erstes alle ihre Karten abgelegt haben, erhalten Köche, die ihnen bei der nächsten Runde einen kleinen Vorteil verschaffen. Die beiden letzten Spieler erhalten Köche, die ihnen die nächste Runde etwas erschweren können.

Pizzarush ist ein schönes Spiel, das schnell erklärt ist und mit wenigen Regeln auskommt und somit ideal für zwischendurch ist.Das Spiel ist vom Ablauf her recht einfach. Doch merkt man schnell, dass die Wahl, welchen Belag man als nächstes ablegt, über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

Titel: Pizzarush
Autor: Jonathan Croxford
Verlag: JOF Games

Troyes Dice

Im umfangreichen Herbstneuheiten-Programm von Asmodee findet sich auch das Roll`n Write Troyes Dice der 3 Autoren Sébastien Dujardin, Xavier Georges und Alain Orban, das im französischen Original bei Pearl Games erschienen ist. Für das Artwork zeichnet Alexandre Roche verantwortlich, der die zur Thematik passende Mittelalteroptik mehr als überzeugend gestaltet hat. Als Verpackung dient eine recht kompakte und flache, quadratische Box, in der wir den Wertungsblock, das zusammenbaubare Sonnenrad, 4 Würfel, 9 Plättchen des Grundspiels sowie 8 für die Erweiterung und nicht zuletzt natürlich auch noch das Regelheft finden.

Wir befinden uns in der mittelalterlichen Stadt Troyes. Das Leben ist hier streng ständisch gegliedert. So muss sich der Adel um die Landesverteidigung kümmern, der Klerus um die Bewahrung des Glaubens und die Bürger um die Wirtschaft. Doch am Ende werden sie nur erfolgreich sein und die Stadt aufblühen, wenn alle 3 Stände klug zusammenarbeiten.

Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler ein Blatt vom Wertungsblock nebst Schreibgerät. Danach wird das Sonnenrad in der Tischmitte platziert, auf Tag 1 gestellt und die 9 Stadtplätze zufällig auf das Sonnenrad verteilt. Ein Spieler, der als Stadtausrufer bestimmt wurde, nimmt die 4 Würfel und dann kann es auch schon losgehen. Der Stadtausrufer würfelt in jeder der 16 Runden die 4 Würfel und legt sie mit aufsteigenden Werten auf die Stadtplätze des Sonnenrades. Sind die Würfel  platziert, sucht sich jeder Spieler, den Würfel aus, den er nutzen will, und führt die entsprechende Aktion durch, wobei er ggf. anfallende Kosten aus seinem eigenen Vorrat auf dem Wertungsblatt bezahlen muss. Der Platz, der den schwarzen Würfel erhält, kann in der aktuellen Runde nicht genutzt werden und ab dem 3. Tag zerstört der schwarze Würfel die entsprechenden Stadtplätze auf den Wertungsblättern der Spieler, sofern sie diese nicht vorher geschützt haben. Sie sind für den Rest der Partie für die betroffenen Spieler nicht mehr nutzbar. Auf diese Weise werden nun die 16 Runden (8 Tage jeweils mit einem Vor- und einem Nachmittag) durchgespielt, danach addieren die Spieler die auf ihren Wertungsblättern erzielten Punkte. Derjenige mit den meisten Punkten gewinnt.

Bei Troyes Dice ist zwar eine maximale Spielerzahl von 10 Personen angegeben, aber es ist problemlos auch mit deutlich mehr Spielern spielbar, da eine Interaktion untereinander nicht stattfindet und die Würfel immer von allen Spielern genutzt werden können. Hier muss stattdessen jeder für sich eine Strategie entwickeln, die er für die sinnvollste erachtet, um am Ende die meisten Punkte zu generieren. Dass dies nicht so einfach ist wie gedacht, zeigt sich spätestens ab dem 3. Tag, wenn der schwarze Würfel Stadtfelder zerstören kann, die man nicht geschützt hat und sich somit manche Strategie in Wohlgefallen auflöst.  Von daher muss man hier seine Taktik stets flexibel wieder neu anpassen. Zudem spielt sich Troyes Dice wirklich flott, so dass auch ein hoher Wiederspielwert gegeben ist. Was ebenfalls positiv hervorzuheben ist, ist die Tatsache, dass eine Minierweiterung gleich mitgeliefert wird.

Titel: Troyes Dice
Autoren: Sébastien Dujardin, Xavier Georges, Alain Orban
Verlag: Pearl Games / Asmodee

Klassiker: Knaurs Spielbuch

Bei der kaum überschaubaren Spieleflut, die wir heute haben, mag es für viele kaum vorstellbar sein, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen Brettspiele ein rares Gut waren, das sich zudem nicht alle Menschen leisten konnten. Aber auch schon vor 70 Jahren frönten unsere Vorfahren dem Spielespaß. Neben Karten- und Würfelspielen, boten sich hier Klassiker wie Domino, Ball- und Kegelspiele, Konversations- und Rätselspiele, Verstecken und vieles mehr an.

Eine Sammlung gängiger Spiele fasste 1953 die Autorin Johanna Preetorius in Knaurs Spielbuch zusammen. Nach einzelnen Genres getrennt wird jedes Spiel mit Illustrationen kurz und allgemeinverständlich erklärt. Das Buch bot so Spielefans jeden Alters eine reiche Fundgrube an Ideen für einen gemeinsamen Spieletag, wobei viele der in diesem Buch zusammengefassten Spieleideen auch heute noch aktuell sind.

Titel: Knaurs Spielbuch
Autoren: Johanna Preetorius
Verlag: Droemersche Verlagsanstalt