Little Town

Im Vertrieb von Hutter befindet sich seit kurzem auch das Spiel Little Town des französischen Iello-Verlages, welches auf einer Idee von Shun & Aya Taguchi basiert. Das Spielmaterial bilden der Spielplan, 15 Karten, 33 Plättchen, 60 Rohstoffwürfel, 48 Figuren, 6 Anzeiger, Münzen, eine Spielhilfe und das Regelheft. Auch wenn diese Ausstattung recht umfangreich klingt, findet sie doch in einer erstaunlich kompakten, quadratischen Box mit Einleger sicher Platz.

Hinter den großen Bergen erstreckt sich eine weite, fruchtbare und an Rohstoffen reiche Ebene. Der ideale Platz also, um mit dem Bau einer Stadt zu beginnen. Doch es gibt mehrere Konkurrenten um den Titel des besten Baumeisters und so wird sich am Ende zeigen, wer der talentierteste unter ihnen ist.

Zu Spielbeginn erhalten die Spieler ihre Spielerfiguren, Auftragskarten und 3 Münzen. Getreide- und Bauwerkplättchen werden auf dem Spielplan platziert, die Siegpunktanzeiger aller Spieler auf 0 gesetzt und der Rundenanzeiger auf 1. Beginnend mit dem Startspieler platzieren reihum alle Spieler nacheinander jeweils solange ihre Arbeiter auf dem Spielplan, um Rohstoffe zu sammeln oder um Gebäude zu bauen oder diese zu aktivieren, bis alle aufgestellt sind. Die Arbeiter führen dabei ihre Aktion immer sofort durch und die Spieler erhalten ggf. sofort entsprechend Siegpunkte. Am Ende der Runde müssen die Arbeiter noch mit erwirtschafteten Nahrungsrohstoffen versorgt werden, ansonsten verliert der betreffende Spieler Siegpunkte, bevor dann die nächste Runde beginnt. Nach Ende der 4. Runde erfolgt eine Endwertung, die zusätzliche Siegpunkte bringen kann. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Little Town ist ein klassisches Worker Placement Spiel und dabei ein extrem gelungener Vertreter dieser Gattung. Die Regeln sind kurz und leicht zu verstehen, trotzdem ist das Spiel alles andere als simpel. Zum einen gilt es, die Nahrungsversorgung der eigenen Leute stets im Blick zu haben und auch jedes Bauvorhaben will gut geplant sein, denn ein falsch platziertes Bauwerk kann den Zugang zu Ressourcen blockieren, wobei dies bisweilen auch wieder von Vorteil sein kann, um so die Konkurrenz auszubremsen. Was zudem begeistern mag, sind die liebevoll gestalteten Grafiken der Plättchen und die aus Holz gefertigten Spielfiguren. Einziger Wermutstropfen an dem Spiel ist, dass es leider nur für maximal 4 Spieler konzipiert ist.

Titel: Little Town
Autoren: Shun & Aya Taguchi
Verlag: Iello / Hutter

Asmodee Modern Classics

Wer kennt sie nicht und hat sie als echter Spielefan nicht auch selbst schon längst in seiner Sammlung? Klassiker wie Dixit, Codenames, Zug um Zug, Concept, Pandemic, Splendor, Carcassone und 7 Wonders waren alle jeweils die ersten ihrer Art und haben Maßstäbe gesetzt. Daher sind all diese Titel weltweit mehrfach preisgekrönt und begeistern bis heute Spieleinsteiger und -profis. Zudem sind sie leicht erlernt und damit für jede Spielerunde geeignet. Asmodee hat diese Spiele daher 2020 in einer Kollektion unter dem Logo Modern Classics zusammengefasst, die wir dieses Jahr sicherlich in jedem gut sortierten Spieleladen finden werden.

Foto © Asmodee

Don`t drop the Soap

Bereits 2018 ist bei Fat Fox Games das Kartenspiel Don`t drop the Soap erschienen, das in Deutschland von Blackout Spiele vertrieben wird. In der Box, die gleichzeitig auch noch Teil des Spielmaterials ist, findet sich eine zweite Kompaktbox mit den 59 Spiel- und der Regelkarte.

Im Gefängnis gelten eigene Regeln und eine dieser Regeln ist es, in der Dusche nie die Seife fallen zu lassen. Doch das ist leichter gesagt als getan, wenn die Mitgefangenen alles tun, um einen in den Rücken zu fallen, zu tricksen und zu täuschen. Gewinner gibt es hier keine, sondern nur einen Verlierer.

An einer Partie Don`t drop the Soap können maximal 6 Spieler teilnehmen. Vor Spielbeginn wird das Boxunterteil, das die Dusche darstellt als Kartenablage in der Tischmitte platziert und eine der Seifenkarten aus dem Deck aussortiert. Die übrigen Karten werden gemischt und jeder erhält 4 bzw. bei weniger als 6 Spielern 5 Karten. Die restlichen Karten dienen als verdeckter Nachziehstapel. Der Spieler mit dem knackigsten Hintern bekommt zudem noch die Seifenkarte und ist Startspieler. In jeder Runde muss nun jeder Spieler genau eine seiner Handkarten ausspielen und die Anweisungen der Karte ausführen. Das Spiel endet, wenn ein Spieler verliert, indem er eine Seifenkarte ausspielt oder der letzte Spieler ist, der nicht „in Sicherheit“ ist. In der nächste Partie erhält dann der Verlierer die zusätzliche Seifenkarte und ist der neue Startspieler.

Wer keine Freude an sehr viel, sehr schwarzem Humor hat, wird ein solch bösartiges Spiel wie Don`t drop the Soap nicht mögen. Wer sich dagegen darauf einlässt, wird massig Spielspaß erleben, der auch nach zahlreichen Partien nicht verloren geht. Dazu tragen nicht zuletzt die einfachen Regeln und die kurze Spielerdauer einer Partie bei und natürlich auch die mehr als witzig gestalteten Kartengrafiken. Dass das Unterteil der Box gleichzeitig noch als Ablagefläche dient, vermag ebenfalls zu gefallen. Und nachdem die Karten nochmals extra in einer Minischachtel verpackt sind, kann man Don`t drop the Soap auch platzsparend auf Reisen oder zu Parties mitnehmen.

Titel: Don`t drop the Soap
Autor: k.A.
Verlag: Blackout Spiele

Messefundstücke: Mustaches

Halle 9 ist seit jeher die Halle, in der sich Aussteller mit Fest- und Karnevalsartikeln konzentrieren. Hier sind wir über den kleinen aber feinen Stand von Mustaches aus Litauen gestolpert. Das 1996 gegründete Familienunternehmen hat sich auf Partyartikel und hierbei vor allem Anklebebärte spezialisiert, welche mittlerweile ihren Weg auch ins Programm des Versandriesen Amazon gefunden haben. Die Auswahl dieser handgemachten Bärte, Augenbrauen und Koteletten ist dabei gewaltig und damit natürlich eine Fundgrube für Live Action Roleplaying Fans, aber auch alle, die ihre Kostümierung z.B. für das nächste Krimidinner vervollkommnen wollen.

Spielwarenmesse Nürnberg

Auch wenn sich die Messelandschaft in Deutschland in den letzten Jahren stark verändert hat, bleibt die Spielwarenmesse in Nürnberg, deren Pforten sich heute Abend nach 5 Tagen wieder schließen werden, weiterhin die Leitmesse der Branche schlechthin. Und so waren auch im 71. Jahr ihres Bestehens die 12 Hallen, des rund 170.000 m² großen Messeareals wieder mehr als gut gefüllt mit über 2800 Ausstellern aus rund 70 Nationen. Auch der Besucherandrang an den Messetagen war ungebrochen, wenngleich die diesjährige Spielwarenmesse im Zeichen der Sorge um die Verbreitung des Corona-Virus stand. So waren nicht wenige Besucher mit Mundschutz unterwegs und in der traditionell von chinesischen Ausstellern belegten Halle 11 herrschte wohl nicht zufällig gähnende Leere in den Gängen. Auch wenn die endgültigen Besucherzahlen noch nicht vorliegen, dürften aber trotzdem auch dieses Jahr wieder mehr als 70.000 Fachbesucher aus aller Welt die Chance genutzt haben, sich zwischen dem 29. Januar und 2. Februar in Nürnberg über die Neuheiten und Trends der Branche zu informieren.

Wie üblich war für uns natürlich einmal mehr die Halle 10 mit ihren beiden Ebenen die wichtigste Anlaufstelle, nachdem dort die Spielehersteller konzentriert sind. Die Ausnahmen bildeten dabei wie jedes Jahr der Pegasus Verlag, der zusammen mit dem Spiele Café im Foyer vor Halle 11 untergebracht war und der Ravensburger Verlag, der seinen üblichen Stand in Halle 12.0 hatte. Einige kleinere Verlage, die erstmalig in Nürnberg ausstellten, präsentierten sich zudem im Bereich des New Exhibitor Center der Halle 3A.

Wie schon in den vergangenen Jahren würde eine Auflistung aller in Nürnberg gezeigten Neuheiten den Rahmen dieses Messeberichtes sprengen, weshalb wir uns auf einige Highlights beschränken wollen.

Bei Abacus Spiele ist uns das kooperative Partyspiel Fringers ins Auge gestochen, an dem bis zu 10 Spieler teilnehmen können. Eher für Familien gedacht ist dagegen Kai Piranja und in Form von Bang! findet sich auch ein Würfelspiel unter den Neuheiten, wobei dieses vom italienischen Verlag GV Giochi stammt und von Abacus ins Vertriebsprogramm übernommen wurde.

Der Amigo Verlag feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen, weshalb es über das Jahr verteilt zahlreiche Events geben und auch das Spielefest im Herbst in Köln um einige spezielle Aktionen erweitert werden wird. An Frühjahrsneuheiten für 5 und mehr Spieler wurden Biber-Gang, Chip it und Verflixxt vorgestellt.

Bei ASS sind uns natürlich die beiden Erweiterungen zu Dominion sofort ins Auge gefallen, wobei nur Menagerie wirklich neu ist. Hinterland ist dagegen die Neuauflage einer Erweiterung, die bereits 2012 erstmalig veröffentlicht wurde. Pünktlich zur SPIEL `20 in Essen wird in Form des Dulcinaria Decks auch noch eine neue Erweiterung zu Agricola von Lookout Games im Vertrieb von ASS erscheinen.

Wie üblich recht umfangreich ist die Neuheitenliste bei Asmodee. So wird mit Munchkin Dungeon ein Miniaturen Brettspiel zum bekannten Kartenspielklassiker kommen, Forgotten Waters verspricht Piratenabenteuer, während es in Sherlock Holmes darum geht, gemeinschaftlich die schwierigsten Fälle des Detektivs zu lösen. Spaß auf Partys versprechen dagegen Titel wie Throw Throw Burrito oder Taco Cat Cheese Pizza und auch Familienspiele wie Paranormal Detectives oder Colt Super Express fehlen nicht, um hier nur einige wenige Titel aus dem diesjährigen Neuheitenpaket herauszugreifen.

Neu in Nürnberg vertreten war der englische Spieleverlag Clarendon Games, der in erster Linie witzig gemachte, kleine Partyspiele wie Truth Serum oder Party Poison in seinem Programm hat. Den einen oder anderen Titel werden wir hier in nächster Zeit sicherlich noch detailliert vorstellen.

Game Factory, die sich im Vertrieb von Carletto befinden, hatten ihren Stand in Halle 1. Neben Erweiterungen von Frantic und Virus, die im Laufe des Jahres erscheinen werden, hatten die Schweizer noch das Chaos-Zähl-Spiel Poule Poule und das Memo-Suchspiel Gold dabei, das in einer Mini-Blechdose daherkommt.

Feuerland, die mit Titeln wie Scythe oder Flügelschlag in den letzten Jahren große Erfolge feiern konnten, präsentierten die deutsche Version von Parks, das letzten Herbst auf Kickstarter seine Premiere hatte. Es soll bereits ab März im Handel erhältlich sein.

Wordsmith hatte der Heidelberger Spieleverlag bereits in Essen auf der SPIEL `19 gezeigt. In Decipher erhält die Letter-Piece-Game-Reihe nun weiteren Zuwachs. Daneben war auch noch das Kartenspiel Spicy zu sehen, das wir hier bald noch genauer vorstellen werden.

Auch der schweizer Helvetiq-Verlag war wieder in Nürnberg vertreten und hatte neben seinen bekannten Spielen auch die Muster neuer Titel dabei, die im Laufe des Jahres erscheinen werden. Besonders interessant waren hier das Partyspiel Tatamokatsu, Captain Bluff, Papageno und Bandida das Sequel zum Erfolgstitel Bandido.

Auch Hutter hatte wieder einige neue Titel für größere Spielergruppen im Programm. So sind hier Daddy Winchester, Catham City, die überarbeitete Neuauflage des Worker-Placement-Klassikers Caylus 1303 und die Psychatrie des Schreckens zu nennen. Fans der King of-Reihe von Iello, die sich ebenfalls im Vertrieb von Hutter findet, werden dieses Jahr auch nicht an der King of Tokyo Dark Edition vorbeikommen. Hier gilt es aber, sich zu beeilen, weil das Spiel nur in einer streng limitierten Auflage erscheint.

Ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums von Die Siedler von Catan war der Messeauftritt von Kosmos. Eine Jubiläums-Edition des Spieleklassikers darf zu diesem Anlass natürlich nicht fehlen und wird ab dem 3. Quartal im Fachhandel erhältlich sein. Die erfolgreichen Exit-, Escape Tales- und Adventure Games-Reihen erfahren durch neue Titel Erweiterungen und mit Crime Stories kommt ein ganz neues semi-kooperatives Story-Spiel ins Programm.

Der Moses Verlag bringt 2020 keine neuen Editionen seiner Black Stories-Reihe heraus, sondern wagt sich mit Titeln wie Das geheimnisvolle Grand Hotel und Die verlassene Bibliothek an das Genre der Escape Games heran. Mit Black Party kommt zudem noch eine neue Reihe ins Programm, die gleich mit 3 Titeln für Krimi-Partys für zu Hause startet. Last but not least wird es in Form von Short List auch noch ein neues Quiz-Spiel geben.

2 kooperative Spiele für maximal 5 Mitspieler hatte der Nürnberger-Spielkarten-Verlag im Gepäck. Es handelt sich um das Weltraumabenteuer Contact und das Kartenspiel The Game – Quick and easy.

Pegasus war einmal mehr mit einem umfangreichen Neuheitenprogramm eigener Titel und Titel seiner Partnerverlage auf der Messe vertreten. Für größere Spielergruppen geeignet sind dabei Dice Flick, Treelings und Pharaon. Daneben erhält die Undo-Reihe Zuwachs und voraussichtlich rechtzeitig zur SPIEL `20 in Essen wird auch die Neuauflage des Weltraum-Strategiespiels Eclipse ihre Premiere feiern.

Gab es letztes Jahr bei Queen Games keinen Titel, der für 5 oder mehr Spieler geeignet war, so haben wir dieses Jahr unter den Neuheiten gleich 2 passende Spiele gefunden. Für bis zu 7 Mitspieler ist Way 2 Go, ein kooperatives Partyspiel, geeignet, während Wald der Wölfe für maximal 5 Spieler ausgelegt ist.

Groß ist das Neuheitenangebot bei Ravensburger, doch leider sind die meisten Titel nur für maximal 4 Spieler geeignet. Ausnahmen bilden dabei das Würfelspiel Strike, von dem diesen Jahr eine Harry Potter Version erscheint, und das Strategiespiel Puerto Rico, welches unter dem Label Alea verlegt werden wird.

Ridley`s Games hatte vor 2 Jahren seine Premiere auf der Nürnberger Spielwarenmesse mit Selfish – Space Edition. Mittlerweile haben die Briten das Spiel weiterentwickelt und bringen nun die Zombie Edition und eine Star Wars Edition von Selfish heraus.

Für Spiele, die mit App-Unterstützung gespielt werden, ist Rudy Games bekannt. Als neuer Titel wird hier im Herbst DKT Smart erscheinen.

Schmidt Spiele bringt dieses Frühjahr 3 Neuheiten heraus, die für 5 oder mehr Spieler geeignet sind. Da wäre als erstes das Kartenspiel Point Up zu nennen. Ein kommunikatives Kooperationsspiel ist hingegen Perfect Match und nicht zuletzt gibt es noch Mystery House, ein 3D-Escape Abenteuer mit App-Unterstützung, das für den ToyAward 2020 nominiert wurde.

Zur Simba Dickie Group gehören die Verlage Zoch und Noris. Während bei ersterem die Kinder- und Familienspiele Da bockt der Bär und Einer geht noch erscheinen werden, bringt Noris mit Crime Story eine Live-Krimispiel-Reihe heraus und erweitert seine bekannte Escape Room Reihe.

King of… Monsterpack – Cybertooth

Die King of-Reihe des Autors Richard Garfield hat einmal mehr Zuwachs erhalten in Form des Monsterpack – Cybertooth. Den Deutschlandvertrieb dieser Erweiterung des Iello-Verlages hat dabei wieder Hutter übernommen. Sie umfasst neben 2 Cybertooth-Figuren, die Monstertafel, 1 Würfel, 17 Karten, 6 Marker und ein Regelblatt. Dies alles ist in einer blisterähnlichen Verpackung sicher untergebracht.

Und wieder einmal taucht ein neues Monster auf im Kampf um die Städte New York und Tokyo! Cybertooth, ein gigantischer Roboter, der sich in einen Säbelzahntiger verwandeln kann, fällt über die Städte her und es wird nicht leicht werden, der Wut dieses Berserkers zu widerstehen…

An den Grundregeln der King of-Spiele ändert sich auch beim spielen mit dieser Erweiterung nichts. Als neues Spielelement kommt lediglich der Berserkermodus hinzu. Je nach Würfelergebnis können Monster in diesen versetzt werden, was durch entsprechende Marker an den Figuren gekennzeichnet wird. Im Berserkermodus können sie zusätzlich mit dem Bersekerwürfel würfeln. Der Berserkermodus endet, wenn man sich heilt.

Optional sind auch noch Evolutionskarten vorhanden, falls mit der Power Up!-Erweiterung gespielt wird.

Mit Cybertooth kommt nicht nur ein neues Monster in die King of-Reihe sondern mit dem Bersekermodus auch noch ein komplett neues Spielelement, das eine willkommene neue Variante im bekannten Spielablauf darstellt. Erfreulicherweise ist diese neue Erweiterung auch gleich so ausgelegt, dass sie nicht nur sowohl mit King of New York als auch King of Tokyo sondern auch allen anderen Erweiterungen kombinierbar ist.

Titel: King of… Monsterpack – Cybertooth
Autor: Richard Garfield
Verlag: Iello / Hutter

Galerapagos – Extension

Vor einiger Zeit hatten wir hier bereits das Spiel Hellapagos des Autorenteams Laurence und Philippe Gamelin vorgestellt, das der französische Verlag Gigamic 2017 erstmals auch in einer deutschen Version herausgebracht hat. Zur SPIEL 19 ist nun die erste Erweiterung erschienen, die momentan allerdings nur in französischer und englischer Sprache erhältlich ist. In einer kompakten Minibox ist dabei das komplette Spielmaterial in Form von 70 Karten und dem Regelblatt untergebracht.

Dachten unsere Schiffbrüchigen eben noch, sie seien alleine auf dem Eiland, von dem sie sich zu retten versuchen, so müssen sie feststellen, dass dem nicht so ist! Es gibt noch andere Bewohner auf der Insel, was die Situation natürlich grundlegend ändert. Ob sich dies vorteilhaft für die gemeinsame Anstrengung, ein Floß zu bauen, auswirken wird, oder ob das Vorhaben damit endgültig scheitert, wird sich zeigen. Doch viel Zeit bleibt nicht! Denn der Hurrikan naht.

An den Grundregeln von Hellapagos ändert sich auch bei der Verwendung dieser Erweiterung nichts, so dass der Spielaufbau wie gehabt erfolgt. Will man die neuen Objektkarten aus der Erweiterung nutzen, mischt man diese unter die vorhandenen Karten und handelt sie bei Bedarf entsprechend ab.

Bei der Verwendung der Charakterkarten zieht zu Beginn der Partie jeder Spieler eine dieser Karten und legt sie offen vor sich ab. Sie liefern dem jeweiligen Spieler einen Bonus oder auch Malus für die Partie, wobei diese permanent oder auch nur zeitweilig sein können.

Wird schließlich mit den Ereigniskarten gespielt, so werden diese gemäß Anleitung gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Bevor die neue Wetterkarte aufgedeckt wird, deckt der Startspieler die oberste Karte vom Ereigniskartenstapel auf und die Runde diskutiert, wie das Ereignis am besten abgehandelt wird.

Hellapagos ist schon in der Grundversion ein extrem witziges und kurzweiliges Spiel, sofern man sich auf den schwarzen Humor hinter der Spielidee einlässt. Mit der Erweiterung kommen nun neue Spielelemente in die Partie. Da sind zum einen neue Gegenstände, die das Überleben auf der Insel und auch den Floßbau erleichtern. Durch die Charakterkarten haben die einzelnen Spieler zusätzlich Fähigkeiten aber auch Schwächen, was sich wiederum auf den Spielverlauf und vor allem das Abstimmungsverhalten, wenn die Ressourcen knapp werden, auswirkt. Und last but not least können die Ereigniskarten den Spielverlauf komplett umwerfen. Praktischerweise sind die 3 Elemente, die die Erweiterung liefert, unabhängig voneinander mit dem Grundspiel kombinierbar. Von daher bleibt zu hoffen, dass diese Erweiterung bald auch in deutscher Sprache erscheinen wird.

Titel: Galerapagos – Extension
Autoren: Laurence und Philippe Gamelin
Verlag: Gigamic

Omerta

Seit Ende 2019 neu im Programm des schweizer Helvetiq Verlages ist das Kartenspiel Omerta des Autorenduos Adrien Dumont und Timothée Rignault. Es kommt in einer kleinen, kompakten und wie bei Helvetiq üblich, hochwertigen und sehr stabilen Box daher. In dieser verbirgt sich das komplette Spielmaterial, das aus 65 Karten und den Spielregeln besteht.

Wir schreiben den 2. November 1932, 22:34h. Jimmy „Big Ear“, der Informant, den die großen Chicagoer Mafia-Familien bei der Polizei eingeschleust haben, hat diese soeben informiert, dass eine Großrazzia zum Ausheben der illegalen Alkohollager in der Stadt unmittelbar bevorsteht. Wer nicht im Gefängnis enden will, muss also zusehen, seine Vorräte an Spirituosen so schnell wie möglich zu reduzieren!

Zur Vorbereitung einer Partie Omerta werden zunächst die 5 Karten mit den berühmten Gangstern gemischt und an die Spieler verteilt, wobei derjenige, der die Al Capone Karte erhält, als Startspieler fungiert. Danach werden die übrigen Karten gemischt und jeder Spieler erhält verdeckt 4 davon, welcher er verdeckt vor sich auslegt. 4 weitere Karten werden ebenfalls verdeckt als so genannter Safe  in der Mitte des Spieltisches platziert, die übrigen dienen als verdeckter Nachziehstapel. Auf ein Zeichen des Startspielers schauen sich alle Spieler 2 beliebige ihrer eigenen Karten an und legen diese dann wieder verdeckt zurück. Im weiteren Spielablauf zieht der Spieler, der am Zug ist, eine Karte vom Nachziehstapel und schaut sie sich an. Er kann mit ihr entweder eine seiner verdeckten Karten ersetzen, die dann offen auf den Ablagestapel gelegt wird, oder sie gleich offen ablegen. Legt er eine Flaschenkarte ab, haben andere Spieler, die Flaschenkarten mit identischem Wert haben, die Möglichkeit, diese auch abzulegen, wobei nur der schnellste Spieler zum Zug kommt. Wird eine Charakterkarte abgelegt, wird diese aktiviert und die jeweilige Aktion ausgeführt. Denkt ein Spieler, dass er nur noch 7 oder weniger Punkte verdeckt vor sich liegen hat, kann er, wenn er am Zug ist, Omerta verkünden. Alle Spieler decken ihre Karten auf und derjenige, der 7 oder weniger Punkte und zudem den niedrigsten Punktestand aller Spieler hat, gewinnt, wofür er sich 0 Punkte notiert. Die übrigen Spieler notieren sich ihren Punktestand. Das Spiel endet nach so vielen Partien, wie Mitspieler teilnehmen. Derjenige mit dem niedrigsten Punktestand gewinnt.

Omerta ist ein Spiel, das die grauen Zellen sehr fordert. Zu Spielbeginn kennt man nur 2 seiner eigenen Karten, so dass man zusehen muss, möglichst schnell herauszufinden, welche etwaigen Zahlenwerte die übrigen haben, um abschätzen zu können, ob man über oder unter der 7 Punkte-Grenze liegt. Doch dies ist leichter gesagt als getan, denn die Mitspieler können durch Charakterkarten und deren Aktionen die ganzen Bemühungen komplett wieder zunichte machen. Von daher bietet Omerta jede Menge Spielspaß und sehr viel Wiederspielwert, wozu auch die von Helevtiq bekannte, hochwertige Machart des Spielmaterials beiträgt.

Titel: Omerta
Autoren: Adrien Dumont, Timothée Rignault
Verlag: Helvetiq

Dreadfane

Dreadfane ist der Titel des dritten Brettspiels von Games Workshop, das wir getestet haben. Es ist ein Taktikspiel, das thematisch zu dem Miniaturenbrettspiel Warhammer Underworlds passt, welches wiederum in die Welt von Warhammer – Age of Sigmar gehört. Das Spielmaterial findet dabei in einer kompakten Box mit einfachem Einleger Platz und umfasst einen doppelseitigen Spielplan, 8 Würfel, 91 Karten, 116 Marker, 7 Miniaturen zum zusammenbauen, Regelbuch und Schnelleinstiegs-Booklet.

Schon seit Jahrtausenden ruhen die unheilvollen Ruinen von Shadespire, der gespiegelten Stadt. In ihrem Herzen befindet sich das Dreadfane, ein zertrümmertes Kolosseum, in dem die früheren Herrscher von Shadespire riesenhafte Kampfmaschinen gegeneinander antreten ließen. Nun finden sich in dieser Arena diejenigen wieder, die aus Versehen oder aus freien Stücken ihren Fuß nach Shadespire gesetzt haben und gegen die Schrecken der Verdammnis kämpfen müssen.

Zunächst einmal gilt es auch bei Dreadfane wieder, die Miniaturen zusammenzubauen, wofür das Schnelleinstiegs-Booklet die bebilderte Anleitung liefert. Für Spieler, die Warhammer Underworlds noch nicht kennen, empfiehlt es sich, als Erstes eine Partie nach den vereinfachten Regeln aus diesem Booklet zu spielen. Hierzu werden die Spielfiguren gemäß Anleitung auf dem Plan platziert und die Spieler erhalten die zugehörigen Kämpferkarten. In seiner Runde entscheidet der Spieler zu Beginn in der Aktionsphase, welche Aktionen seine Kämpfer durchführen sollen. Dies kann eine Bewegung, eine Attacke oder Verteidigung sein. Entsprechend werden neben der Kämpferminiatur die passenden Marker platziert und die Aktion dann durchgeführt, wobei die Kämpferkarten die jeweiligen Möglichkeiten vorgeben. Haben alle Kämpfer ihre Aktionen durchgeführt, werden die Marker wieder vom Spielplan genommen und eine neue Runde beginnt. Das Spiel endet, wenn alle Kämpfer eines Spielers ausgeschaltet sind.

Dreadfane ist ein günstiger Einstieg in die Welt von Warhammer Underworlds, der es jedem ermöglicht, einmal anzutesten, ob er sich für dieses Miniaturenbrettspiel begeistern kann. In der Einstiegsversion ist es recht schnell erlernt und einfach spielbar. Mit dem vollen Regelwerk, durch das noch Missions-, Verbesserungs-, List- und Gefahrenkarten ins Spiel kommen, so dass man einen Vorgeschmack auf die volle Komplexität von Underworlds hat, ist es dagegen schon deutlich anspruchsvoller. Ausgelegt ist Dreadfane, bei dem einmal mehr die extrem detaillierten Miniaturen, aber auch das sonstige Artwork ein Highlight bilden, eigentlich für 2 Personen. Da aber jeder Kämpfer seine eigene Kämpferkarte hat, kann es auch problemlos mit mehr Spielern gespielt werden, die dann eben in 2 Parteien gegeneinander antreten.

Titel: Dreadfane
Autor: k.A.
Verlag: Games Workshop

Zombie Würfel – Die Horde

Rechtzeitig zur SPIEL 19 in Essen hat der Friedberger Pegasus Verlag Zombie Würfel – Die Horde herausgebracht, das das Grundspiel nebst 2 Erweiterungen in einer Box vereint. Mit der dem Thema entsprechenden Covergestaltung versehen, verbergen sich in ihr 16 Würfel, 14 Marker, 1 Wertungsblock und ein ebenfalls passend verzierter Würfelbeutel.

Die Untoten sind los und überrennen die Stadt! Ihr Ziel ist es, so viele Gehirne wie möglich zu verspeisen. Doch nicht alle Opfer sind leicht zu überwältigen und wehren sich bisweilen. Und so wird sich zeigen, wer am Ende den Schrotflinten am besten ausweicht und die meisten Gehirne mampfen wird.

Zombie Würfel als Grundspiel benötigt lediglich die schwarzen Würfel mit roten, gelben und grünen Symbolen. Diese kommen in den Würfelbeutel. Der Spieler, der am Zug ist, greift sich 3 Würfel zufällig heraus und würfelt diese. Erwürfelte Gehirne und Schrotflinten werden zur Seite gelegt. Mit den übrigen Würfeln, wobei die Zahl ggf. wieder auf 3 aufgefüllt wird, kann der Spieler erneut würfeln. Hat er 3 Schrotflinten erwürfelt, endet sein Zug ohne Punkte, ansonsten kann er jederzeit entscheiden, aufzuhören. In diesem Falle werden die erwürfelten Gehirne in den Wertungsblock eingetragen. Wer zuerst mindestens 13 Gehirne erwürfelt hat, gewinnt die Partie.

Dank der sehr einfachen Regeln ist eine Partie Zombie Würfel auch bei den maximal möglichen 8 Untoten…äh, natürlich Spielern…schnell gespielt. Wie bei allen Würfelspielen hängen Erfolg oder Misserfolg natürlich extrem vom Würfelglück ab und ob der betreffende Spieler ein Zocker ist, der bei schon 2 erwürfelten Schrotflinten sein Schicksal nochmal herausfordert, oder eher konservativ die erwürfelten Gehirne sichert. Ob in großer oder kleiner Runde wird das Spiel eigentlich nie langweilig, zumal durch die beiden Erweiterungen, die noch in der Box enthalten sind, Variationen des Grundspiels möglich sind, die neue Elemente in eine Partie bringen.

Titel: Zombie Würfel – Die Horde
Autoren: Steve Jackson
Verlag: Pegasus