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My City Roll & Write

Vor einiger Zeit hatten wir hier ja schon das Legacy-Spiel My City des bekannten Autors Reiner Kinizia vorgestellt, das bei Kosmos erschienen ist. Sozusagen als Spin-off fand sich unter den diesjährigen Spieleneuheiten von Kosmos nun das Roll`n Write von My City, das natürlich auch wieder von Reiner Knizia entwickelt wurde. Als Verpackung dient ihm eine kleine, rechteckige Box mit der typischen My City-Covergestaltung, in der sich ein Block mit fast 200 doppelseitig bedruckten Spielblättern, 3 Würfel und die Regeln befinden.

Und wieder einmal treten Architekten an, um einzigartige Städte zu erschaffen. Doch nicht jeder Entwurf wird sich am Ende als wirklich durchdacht erweisen und so wird sich zeigen müssen, welche Stadt die gelungenste von allen ist.

Zur Vorbereitung einer Partie My City Roll & Write müssen lediglich die Würfel bereitgelegt und an jeden Spieler ein Blatt vom Block verteilt werden. Sobald sich dann noch alle mit Schreibgeräten bewaffnet haben, kann es auch schon losgehen. In jeder Runde würfelt ein Spieler mit allen 3 Würfeln. Die beiden blauen Würfel geben die Form des einzuzeichnenden Gebäudes vor, während der weiße Würfel den Gebäudetyp anzeigt. Für das Einzeichnen auf den Spielplänen gelten die aus dem Brettspiel bekannten Regeln. So muss das erste Gebäude neben den Fluss gebaut werden, alle weiteren Gebäude müssen an bestehende angrenzen, der Fluss, Gebirge und Wälder dürfen nicht überbaut werden, usw. Dabei kann jeder Spieler entscheiden, ob er ein Gebäude baut oder nicht. Passt er, muss er dies auf seinem Spielplan entsprechend ankreuzen. Ebenso kann jeder Spieler die Partie zu Beginn einer Runde nach dem Würfeln beenden. Sobald alle Spieler die Partie beendet haben, erfolgt eine Wertung. Nicht überbaute Bäume bringen Plus-, nicht überbaute Steine oder freie Felder bringen ebenso Minuspunkte wie angekreuzte Felder für das Passen. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt die Partie.

My City Roll & Write ist wie auch das Brettspiel ein Kampagnenspiel, das über 12 Einzelpartien läuft. Allerdings ist man im Gegensatz zum Brettspiel nicht gezwungen, es als solches zu spielen, sondern kann auch ganz nach Lust und Laune nur einzelne der 12 Spiele spielen und diese dann auch mehrmals hintereinander. Jedes Spiel bringt dabei neue Zusatzregeln, welche den Spielverlauf modifizieren, so dass hier nie Langeweile aufkommt. Von daher ist dieses Roll`n Write eine mehr als gelungene Variante des klassischen My City, das sowohl für Neueinsteiger als auch für Kenner des Brettspiels geeignet ist. Als maximale Spielerzahl sind auf der Box zwar 6 Personen angegeben, doch spricht nichts dagegen, My City Roll & Write auch in größerer Runde zu spielen, da die Spieleranzahl eigentlich nur durch die Anzahl der Spielpläne auf dem Block wirklich limitiert ist.

Titel: My City Roll & Write
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Kosmos

Spiel des Jahres 2022 – Die Nominierten

Der Verein Spiel des Jahres hat gestern die diesjährigen Nominierten seiner renommierten Spielepreise veröffentlicht.

Für das Spiel des Jahres 2022 sind nominiert:

Cascadia von Randy Flynn (Flatout Games / AEG / Kosmos)

© Foto Kosmos

Scout von Kei Kajino (Oink Games)

© Foto Oink Games

Top Ten von Aurélien Picolet (Cocktail Games)

© Foto Cocktail Games

 

Die Nominierten für das Kinderspiel des Jahres 2022 sind:

Auch schon clever von Wolfgang Warsch (Schmidt)

© Foto Schmidt

Mit Quacks & Co. nach Quedlinburg von Wolfgang Warsch (Schmidt)

© Foto Schmidt

Zauberberg von Jens-Peter Schliemann und Bernhard Weber (Amigo)

© Foto Amigo

 

Zum Kennerspiel des Jahres 2022 schließlich sind nominiert:

Cryptid von Hal Duncan und Ruth Veevers (Osprey Games / Skellig Games)

© Foto Skellig Games

Dune: Imperium von Paul Dennen (Dire Wolf)

© Foto Dire Wolf

Living Forest von Aske Christiansen (Pegasus)

© Foto Pegasus

Die Gewinner der Kategorien Spiel und Kennerspiel des Jahres 2022 werden am 16. Juli bekanntgegeben werden. Das Kinderspiel des Jahres 2022 wird dagegen bereits am 20. Juni gekürt.

Kingsbridge – Das Spiel

Eine der Neuheiten, die Kosmos auf der letztjährigen SPIEL 21 in Essen vorgestellt hatte, ist das Kartenspiel Kingsbridge – Das Spiel des Autors Wolfgang Kramer, für das die fiktive Stadt Kingsbridge aus dem Erfolgsroman Die Säulen der Erde von Ken Follett den Aufhänger liefert. Die in einem dezenten, dunklen Blauton gehaltene, rechteckige Box vermittelt einem denn auch gleich eine leicht mittelalterliche Stimmung. In ihrem Innern finden wir insgesamt 120 Karten und ein Regelheft, womit auch schon das gesamte Spielmaterial aufgezählt wäre.

Wir schreiben das Jahr 997. Wikinger haben den Hafenort Combe nahezu zerstört. Seine Einwohner machen sich daher daran, eine neue Stadt zu errichten, die bald unter dem Namen Kingsbridge bekannt werden wird.

Zu Spielbeginn werden die 6 Reihenkarten nebeneinander in die Tischmitte gelegt und die Storykarten verdeckt gemischt. Auf jede Reihenkarte wird nun eine Storykarte offen abgelegt. Danach werden die übrigen Storykarten verdeckt an die Mitspieler verteilt. Sobald jeder von seinem persönlichen Nachziehstapel 6 Karten auf die Hand gezogen hat, kann die Partie starten. Der aktive Spieler kann in seinem Zug beliebig viele seiner Handkarten an die Reihenkarten anlegen. Dabei muss er die Zahlenwerte der Karten allerdings immer lückenlos und aufsteigend anlegen, wobei er die Kartenreihen auch umbauen und verschieben darf. Sobald eine komplette Zahlenreihe von 1 bis 13 an einer Reihenkarte anliegt, werden die Karten entfernt und der aktive Spieler legt eine beliebige seiner Handkarte als neue Startkarte an die Reihenkarte. Am Ende seines Zuges zieht er wieder auf 6 Handkarten auf und der nächste Spieler ist an der Reihe. Hat ein Spieler so alle seine Karten angelegt, gewinnt er die Partie.

Kingsbridge – Das Spiel nimmt die grundlegenden, klassischen Spielmechanismen einer Patience gekonnt auf und interpretiert sie für ein Mehrpersonenspiel neu. Von daher bietet das Spiel – gerade für Kartenspielexperten – regeltechnisch wenig Neues, sondern präsentiert sich eher grundsolide und gut gemacht. Was auf jeden Fall gefällt, sind die schön gestalteten Karten, die in der richtigen Reihenfolge angeordnet die Geschichte von Kingsbridge erzählen und damit vielleicht manch einen Spieler, der die Säulen der Erde noch nicht gelesen hat, ermuntern, in die Lektüre des Bestsellers von Follett einzusteigen.

Titel: Kingsbridge – Das Spiel
Autor: Wolfgang Kramer
Verlag: Kosmos

Cartaventura – Vinland

Zu den Neuheiten, die Kosmos für das Frühjahr 2022 vorgestellt hat, gehört auch die deutsche Version der Cartaventura-Spielreihe des französischen Verlages Blam!. Wir haben in Form von Vinland, das von den Autoren Thomas Dupont (Spielidee) und Arnaud Ladagnous (Szenario) entwickelt wurde, einen ersten Vertreter dieser Erzählkartenspiele einmal genauer unter die Lupe genommen. Geliefert werden die Cartaventura-Spiele in einer äußerst kompakten, quadratischen Box, in der sich 70 Spielkarten und das historische Beiheft zum jeweiligen Abenteuer finden.

Leif Eriksson, der Sohn von Erik dem Roten, macht sich auf, den Ruf seines Vaters wiederherzustellen. Welche Abenteuer werden ihn auf seiner Reise wohl erwarten?

Für eine Partie Cartaventura bedarf es keiner großen Vorbereitungen. Die Karten müssen lediglich aus der Box genommen werden und dann erklären die Kartentexte, was zu tun ist. Im Laufe einer Partie, die entweder alleine oder auch in einer Gruppe gespielt werden kann, füllt sich so der Spieltisch nach und nach mit Karten, die immer wieder Entscheidungsmöglichkeiten bieten. Je nachdem, welche Entscheidung man trifft, werden neue Karten aufgedeckt, vorhandene entfernt oder Aktionen ausgelöst. Dadurch entwickelt sich langsam eine Geschichte, durch die man den Charakter führt.

Cartaventura – Vinland ist ein kurzweiliges und sehr gut gemachtes Karten-Erzählspiel, wobei es hier ganz klar weniger darum geht, wirklich zu spielen, sondern eine Geschichte zu entwickeln und sie zu erleben. Von der Theorie her kann man ein solches Erzählspiel natürlich mit unbegrenzt vielen Personen spielen, aber schon bei unserer Vierertestrunde kamen dann bei jeder Entscheidung Diskussionen auf, welchen Weg man denn nun einschlagen sollte. Von daher ist Cartaventura eher als Solospiel geeignet. Die Spielidee an sich hat uns jedenfalls sehr gut gefallen und wir werden daher auch noch die beiden anderen Abenteuer Oklahoma und Lhasa in Zukunft einmal durchspielen.

Titel: Cartaventura – Vinland
Autoren: Thomas Dupont, Arnaud Ladagnous
Verlag: Kosmos

Lost Cities

Unter den vielen Titeln, die der Erfolgsautor Reiner Knizia in den letzten Jahren herausgebracht hat, findet sich auch das Roll`n Write Lost Cities, das beim Stuttgarter Kosmos Verlag erschienen ist. Da der Autor dieser Zeilen ein Faible für diesen Spieletyp hat, musste er es natürlich einmal genauer unter die Lupe nehmen. Die Verpackung ist jedenfalls schon einmal sympathisch kompakt und stimmt einen mit der Illustration einer südamerikanischen Stufenpyramide gleich auf die Hintergrundthematik der Forschungsreisen ein, die diesem Spiel zugrunde liegt. In der Box finden wir einen Block mit den Spielplänen, 6 Würfel und die Anleitung, womit auch schon das gesamte Spielmaterial aufgezählt ist.

Eine Expedition im Dschungel will gut geplant sein. Vor allem wann man startet und wie weit man voranschreitet, sollte man sich gut überlegen und dabei auch immer im Auge haben, was die Konkurrenten so treiben…

Zu Beginn einer Partie Lost Cities erhält jeder Spieler ein Blatt vom Spielplanblock und einen Stift. Der Startspieler greift sich dann die Würfel und es kann losgehen. Der jeweils aktive Spieler würfelt mit allen 6 Würfeln. Aus dem Würfelergebnis wählt er sich einen Farb- und einen Zahlenwürfel aus und trägt das gewählte Ergebnis in die Spalte der entsprechenden Expedition ein. Alle anderen Spieler wählen sich aus den verbliebenen Würfeln einen Farb- und einen Zahlenwürfel aus und verfahren analog. Hierbei ist zu beachten, dass die Spalten von unten nach oben befüllt werden müssen und im nächsthöheren Kästchen immer nur ein Würfelergebnis, das gleich hoch oder höher ist als im vorherigen Kästchen, eingetragen werden darf. In die Verdopplungsfelder ganz am Beginn der Spalten kann nur eine 0 eingetragen werden und das auch nur, solange die Spalte noch leer ist. Jeder Spieler kann in einer Runde auch passen und anstatt eine Würfelkombination zu wählen, auch eines der Würfelfelder auf seinem Spielplan abstreichen. Erreicht ein Spieler beim Befüllen einer Spalte ein Amphorenfeld, streicht er eine Amphore auf seinem Spielplan ab, erreicht er ein Beschleunigungsfeld, darf er in einer beliebigen Expeditionsspalte eine beliebige Zahl zusätzlich eintragen. Sobald alle Spieler alle Würfelfelder auf ihren Spielplänen abgestrichen haben, oder die Spielerunde alle 8 Bonusbrücken überschritten hat, endet die Partie. Es erfolgt eine Wertung und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Der Kauf von Lost Cities hat sich – zumindest für mich – voll und ganz gelohnt. Wir haben hier einen wirklich sehr gut gemachten Vertreter des Roll`n Write-Spielprinzips vor uns, der sich flott und flüssig spielen lässt, einfache Regeln hat und auch nach einer Vielzahl von Partien nicht langweilig wird. Das Befüllen der einzelnen Expeditionsspalten will dabei genau überlegt sein, denn manchmal ist es besser, eine Expedition gar nicht erst zu beginnen und so mit 0 Punkten zu werten, als sie zu starten, aber dann nicht voranzukommen und so Minuspunkte zu kassieren. Wobei bei diesem Spiel der Glücksfaktor natürlich nicht zu unterschätzen ist, wenn manchmal die erhoffte Zahl und Farbe einfach nicht fallen wollen, oder einem vom aktiven Spieler vor der Nase weggeschnappt werden.

Titel: Lost Cities
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Kosmos

Rote Kathedrale

Rote Kathedrale ist wohl das Spiel unter den Herbstneuheiten 2021 des Stuttgarter Kosmos-Verlages, auf das wir am sehnsüchtigsten gewartet hatten, war doch die Beschreibung in der Ankündigung mehr als vielversprechend. Was uns dann zunächst doch etwas erstaunt hat, war die mehr als kompakte Verpackung dieses Spiels, das das Autorenduo Sheila Santos und Israel Cendrero entwickelt hat. Dass es diese Box in sich hat, war aber recht schnell klar, denn ihr Gewicht ist für die Größe doch beachtlich. Und so verwundert es auch kaum, dass das enthaltene Spielmaterial mehr als umfangreich ist. Es umfasst den Spielplan, 4 Tableaus, 66 Karten, 5 Würfel, 4 Punktesteine, 24 Banner, 16 Verzierungen, 36 Plättchen, 95 Rohstoffe, 40 Münzen und die Spielregeln.

Wir schreiben das Jahr 1555, als Zar Iwan IV., genannt der Schreckliche, den Auftrag zum Bau der Basilius-Kathedrale in Moskau gibt. Ein Mammutprojekt, bei dem kluge Bauplanung alles ist. Und so kann am Ende nur der, der alle notwendigen Baumaterialien zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung hat und seine Beziehungen geschickt nutzt, zum ruhmreichsten aller Baumeister werden.

Zur Spielvorbereitung wird der Spielplan in die Tischmitte gelegt und gemäß Anleitung mit Würfeln, Ressourcenplättchen und Einflusskarten bestückt. Dann wird eine Bauplankarte gezogen und die Baustelle entsprechend dieser Karte mit Karten für die einzelnen Bauabschnitte ausgelegt. Haben alle Spieler ihr Startkapital und ihre Tableaus erhalten, diese mit ihren Bannern versehen und ihre Punktesteine auf das Startfeld auf dem Spielplan gelegt, kann es losgehen. Der jeweils aktive Spieler kann in seinem Zug aus den 3 folgenden Aktionen wählen. Er kann entweder einen freien Bauabschnitt beanspruchen, indem er eines seiner Banner darauflegt und das Werkstattplättchen des Bauabschnitts nimmt, welches er dann entweder offen oder verdeckt auf eines der Werkstattfelder seines Tableaus ablegt. Die zweite mögliche Aktion ist das Bauen und / oder Verzieren eines Bauabschnittes. Hierzu muss der Spieler die notwendigen Ressourcen für den Bauabschnitt bzw. die Verzierung liefern, was Siegpunkte und teilweise auch noch Geld bringt. Stellt er so einen Bauabschnitt fertig, unter dem noch unfertige Abschnitte sind, erhalten die Spieler, die diese Bauabschnitte beansprucht haben, Minuspunkte. Die dritte mögliche Aktion ist das Sammeln von Ressourcen. Hierzu bewegt der Spieler einen der Würfel auf dem Spielplan so viele Sektoren weiter, wie der Würfel Augen anzeigt und sammelt dann die entsprechenden Ressourcen ein, welche er auf seinem Tableau ablegt. Hat der Würfel die Farbe eines Werkstattfeldes, auf dem der Spieler ein Werkstattplättchen liegen hat, kann er dieses nun auch noch aktivieren und so weitere Rohstoffe erhalten. Das Spiel endet, sobald ein Spieler seinen sechsten Bauabschnitt vollendet hat. Nun erfolgt eine Endwertung und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Wenn das Sprichwort „klein aber oho“ auf ein Spiel zutrifft, dann auf Rote Kathedrale. Da ist zunächst einmal eine wirklich randvoll mit Spielmaterial gefüllte Box, das den Spieltisch raumfüllend in Anspruch nimmt. Und dann haben wir da das Regelwerk mit dem doch recht speziellen Mechanismus zur Ressourcengewinnung, in das man sich vor der ersten Partie einarbeiten sollte. Bei diesem Spiel will nämlich sehr genau geplant sein, was man wann tut, damit einem die Mitspieler nicht doch noch in die Parade fahren und einem die sicher geglaubten Punkte wegschnappen. Von daher wurden unsere Erwartungen hier nicht enttäuscht, wobei wir wieder einmal den Wermutstropfen hinnehmen müssen, dass Rote Kathedrale leider nur für maximal 4 Spieler ausgelegt ist.

Titel: Rote Kathedrale
Autoren: Sheila Santos, Israel Cendrero
Verlag: Kosmos

Das NEINhorn

Unter den Frühjahrsneuheiten des Stuttgarter Kosmos Verlages ist uns ein sympathisches, kleines Kartenspiel für Kinder ins Auge gestochen, das wir uns einmal näher anschauen wollten. Es trägt den Titel Das NEINhorn und wurde vom Autor Marc-Uwe Kling entwickelt. Das namensgebende NEINhorn ziert denn auch das Cover der kompakten Klappdeckelbox mit Magnetverschluss, in der wir sicher verstaut das Spielmaterial finden. Dieses besteht aus 120 Karten, 20 Markern, 2 Erweiterungen und dem Regelfaltblatt.

Das kleine NEINhorn lebt im Herzwald, wo es täglich mit gezuckertem Glücksklee gefüttert wird. Doch eines Tages bricht es auf hinaus in die Welt, wo es schnell neue Freunde trifft. Zusammen mit WASbär, NAhUND, KönigsDOCHter, WARUMmel und HÄHamster bildet es fortan ein Team, in dem zwar auch mal gestritten wird, das aber die meiste Zeit viel Spaß zusammen hat.

Eine Partie NEINhorn erfordert nur wenig Vorbereitung, müssen doch nur die Karten gemischt und als verdeckter Nachziehstapel in die Tischmitte gelegt werden. Beginnend mit dem jüngsten Spieler in der Runde zieht der jeweils aktive Spieler eine Karte vom Stapel, deckt sie auf und sagt sofort laut, was die Karte vorgibt. Beim NEINhorn also Nein, beim WASbär Was, usw.. Dies erfolgt so lange reihum, bis ein Spieler einen Fehler macht oder zu lange mit der Antwort zögert. In diesem Fall muss er den kompletten Ablagestapel zu sich nehmen. Die Runde endet, sobald die letzte Karte aufgedeckt wurde. Der Spieler, der dann die wenigstens Karten hat, gewinnt und erhält einen Kleeblattmarker. Danach startet eine neue Runde. Wenn ein Spieler 4 Kleeblattmarker hat, gewinnt er und die Partie endet.

Das NEINhorn ist ein wirklich schön gemachtes, liebevoll gestaltetes Kartenspiel für Kinder, das sich aber auch als Partyspiel für Erwachsene bestens eignet. Die Regeln sind zwar einfach, aber wie so oft, ist es dann beim Spielen höllisch schwierig, immer das richtige Wort auszurufen und das dann auch noch, ohne dabei zu lange zu überlegen. Wem das Grundspiel aber trotzdem noch zu simpel ist, für den gibt es diverse Zusatzregeln, um das Ganze noch komplizierter zu machen. Und 2 kleine Erweiterungen, die für neuen Spielspaß sorgen, liefert die Box ja auch gleich noch mit.

Titel: Das NEINhorn
Autor: Marc-Uwe Kling
Verlag: Kosmos

Buchmesse 2021

Nachdem die Frankfurter Buchmesse letztes Jahr coronabedingt nur online stattfinden konnte, gab es dieses Jahr unter dem Motto Re:Connect wieder eine Präsenzveranstaltung. Diese musste aber wegen der Pandemie wesentlich kleiner ausfallen als sonst, weshalb auch deutlich weniger Aussteller anwesend waren. Trotz allem nahmen an der Buchmesse am Ende 2013 Unternehmen aus 80 Ländern teil und trotz der limitierten Besucherzahlen fanden in den fünf Tagen immerhin rund 72.500 Besucher (davon etwa 36.000 Fachbesucher) den Weg in die Messehallen, in denen natürlich der Auftritt des Ehrengastes Kanada ein besonderer Publikumsmagnet war.

Nachdem in den letzten Jahren ja immer mehr Spieleverlage an der Buchmesse teilgenommen hatten, weil Spiele mittlerweile gerade bei den großen Buchhandelsketten fester Teil des Ladenkonzeptes sind, waren diese 2021 – wohl nicht zuletzt wegen der zeitlichen Nähe zu SPIEL `21 – eher spärlich vertreten. Nur der Moses Verlag und Smart Toys and Games waren mit eigenen Ständen präsent. Kosmos dagegen präsentierte sich lediglich mit seinem Buchprogramm an einem Gemeinschaftsstand mit anderen Verlagen und der Schmidt Verlag fehlte diesmal ganz. Dafür gab es aber an anderen Ecken Interessantes für Spielefans zu sehen, wovon wir hier in nächster Zeit noch berichten werden.

So bleibt denn abzuwarten, ob 2022 die Spieleverlage in größerer Zahl wieder nach Frankfurt kommen werden, wenn wir dann die nächste Buchmesse, die hoffentlich ohne Corona-Einschränkungen stattfinden kann, erleben werden.

SPIEL `21 – Neuheitenschau

Nachdem wir ja nun gut anderthalb Jahre ohne eine physische Messeveranstaltung in Essen auskommen mussten, öffneten sich am vergangenen Donnerstag kurz vor 10:00h die Tore zur SPIEL `21. Auch wenn im zweiten Coronajahr noch nicht wieder alles so ist wie zuvor – so fand die Eröffnungs-Pressekonferenz wie hier berichtet dieses Jahr nur online statt – sind doch manche Traditionen erhalten geblieben. Eine davon ist, dass akkreditierte Medienvertreter und Blogger bereits einen Tag vor Messebeginn vorab die Möglichkeit hatten, in der Neuheitenhalle 1A einen Blick auf die Spieleneuheiten zu werfen.

Die Neuheitenschau fiel dieses Jahr zwar etwas kleiner aus als sonst, doch alle namhaften Verlage wie Amigo, Heidelbär, Hutter, Kosmos, NSV oder Pegasus, um hier nur einige zu nennen, waren wieder mit eigenen Ständen und Spieleerklärern vertreten. Aber auch zahlreiche Kleinverlage, die teils zum ersten Mal an der SPIEL teilnahmen, nutzten diese Gelegenheit, sich dem Fachpublikum zu präsentieren.

Doch getreu dem Motto „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ genug derselben und viel Spaß beim Betrachten unseres kleinen Bilderbogens von der Neuheitenschau der SPIEL `21.

Deutscher Spielepreis 2021 – Die Gewinner

Am heutigen Dienstag, den 14. September wurden die Preisträger des renommierten Deutschen Spielepreis 2021 bekanntgegeben. Gewinner des Hauptpreises ist dabei das Abenteuerspiel Die verlorenen Ruinen von Arnak des Autorenduos Michaela Štachová und Michal Štach, das bei Czech Games Edition erschienen ist.

© Czech Games Edition

Der Gewinner des Deutschen Kinderspielepreises 2021 wurde das bei Kosmos erschienene Dodo – Rettet das Wackel Ei! von Marco Teubner und Frank Bebenroth.

© Kosmos

Die Preisverleihung wird im Rahmen der SPIEL `21 in Essen stattfinden.