Dezember 2020

Nidavellir

Das neue Kennerspiel Nidavellir des Autors Serge Laget hat der Friedberger Pegasus Verlag im Rahmen seines digitalen Pressetages vorgestellt. Da es für bis zu 5 Spieler ausgelegt ist, mussten wir es natürlich einmal genauer unter die Lupe nehmen. Öffnet man die quadratische, mittelgroße Box mit stimmungsvoll gestaltetem Cover, so findet man darin neben dem Regelheft einen Wertungsblock, 118  Karten, 4 Kartenhalter, 5 Tableaus, 60 Münzen, 12 Plättchen und die Schatzkammerhalterung zum selbst zusammenstecken. Einen Einleger gibt es diesmal nicht, doch werden genügend Ziptüten mitgeliefert, um das Spielmaterial geordnet verstauen zu können.

Nach Jahrtausenden des Friedens im Reich der Zwerge hat sich der alte Feind Fafnir von seinen Ketten befreit und sinnt auf Rache. Daher werden die Elveland, die Mitglieder des königlichen Rates beauftragt, eine Streitmacht aufzubauen. Wird es gelingen, Fafnir zu besiegen oder wird Nidavellir untergehen?

Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler ein Spielertableau, einen Satz Kupfermünzen und ein zufällig gewähltes Juwel. Die Tavernen- und Tauschplättchen werden gemäß Regel auf dem Tisch platziert, die Helden- und Auszeichnungskarten in die entsprechenden Kartenhalter gesteckt und die Zwergen- zusammen mit den Subventionskarten getrennt nach den beiden Zeitaltern gemischt. Sie bilden in jedem Zeitalter den Nachziehstapel. Sobald unter allen 3 Tavernenplättchen jeweils soviele Karten vom Nachziehstapel, wie Spieler mitspielen, ausgelegt sind, kann es losgehen. In jeder Runde machen die Spieler zunächst für jede der 3 Tavernen mit ihren Münzen ein geheimes Gebot auf ihrem Spielertableau. Danach decken alle ihre Münzen auf und die Tavernen werden nacheinander abgehandelt. Der Spieler mit dem höchsten Gebot darf sich als erster eine Karte aussuchen, danach folgen die anderen in der Reihenfolge ihrer Gebote, wobei bei Gleichstand der Wert des Juwels den Ausschlag gibt. Sind so nacheinander alle 3 Tavernen abgehandelt, wird noch überprüft, ob Spieler Münzen aufwerten können, ob sie ein Set Karten jeder Klasse haben und damit einen Helden rekrutieren müssen oder ob die Effekte von Subventionskarten abgehandelt werden müssen. Dann folgt die nächste Runde. Nachdem auf diese Weise alle Karten des ersten Zeitalters an die Spieler verteilt sind, erfolgt eine Zwischenwertung, bei der die Spieler Auszeichnungskarten erhalten können, deren Effekte sofort wirksam werden. Danach wird analog das zweite Zeitalter durchgespielt, bis dann in der Endwertung ermittelt wird, wer die meisten Punkte und damit den Sieg errungen hat.

Nidavellir ist vom Spielprinzip her ein klassisches Sammel- und Bietspiel mit eigentlich recht einfachen Regeln. Leider sind diese an manchen Stellen so kompliziert erklärt, dass die Anleitung mehr Verwirrung denn Klarheit stiftet. An anderen Stellen ist der Regeltext dafür doch etwas zu knapp geraten. Von daher empfiehlt es sich, zunächst eine Testrunde zu spielen, um sich mit den grundlegenden Mechanismen vertraut zu machen. Danach geht eine Partie recht flott von der Hand und macht wirklich Laune, so dass es nicht bei dieser einer Partie bleiben wird. Zudem vermag auch das wirklich schön gestaltete Spielmaterial zu begeistern, das die Thematik der Hintergrundgeschichte wirklich gekonnt aufgreift.

Titel: Nidavellir
Autor: Serge Laget
Verlag: Pegasus

Fröhliche Weihnachten

Das Jahr 2020 neigt sich langsam aber sicher seinem Ende entgegen. Es war für uns alle wohl ein Jahr, das sich nicht so entwickelt hat, wie wir uns dies am Neujahrstag noch gedacht hatten. Und so ist es letztlich auch nur logisch, dass wir dieses Jahr auch ein „etwas“ anderes Weihnachtsfest feiern. Aber es hat vielleicht auch sein Gutes, einmal die Feiertage ruhig und entspannt und vor allem bewusst zu genießen und nicht auch noch an diesen Tagen Verwandtschafts- und Freundes-Hopping zu betreiben.

In diesem Sinne wünschen wir all unseren Lesern schöne und erholsame Feiertage und alles Gute für 2021.

Pegasus Designer Days 2021

Auch 2021 lädt der Pegasus Verlag wieder Spieleautoren ein, ihre Ideen für neue Spiele im Rahmen der Pegasus Designer Days, die vom 27. – 29. Januar stattfinden werden, dem verlagseigenen Redaktionsteam und Spieleredakteuren der Partnerverlage online in einer Webkonferenz zu präsentieren. Hierzu können sich interessierte Autoren ab sofort bis einschließlich 10. Januar unter:

www.pegasus.de/designerdays

anmelden.

Die Designer Days sind Teil der Pegasus Spiele Kickoff Days, die vom 27. -30. Januar 2021 erstmals stattfinden werden. Hier werden neben den Autoren auch Händler, Lieferanten, Pressevertreter und Spielefans die Möglichkeit haben, sich unter anderem auch über die kommenden Neuheiten 2021 von Pegasus und seiner Partnerverlage umfassend zu informieren. Genauere Informationen zur Veranstaltung werden dann Anfang des neuen Jahres noch bekanntgegeben und dann auch auf der Landingpage:

www.pegasus.de/kickoffdays

zu finden sein.

Pizzarush

Der Ofen ist ist heiß, der Teig und alle Zutaten für die Pizza liegen bereit.
Wer hat in der Küche die Nase vorne und ist der beste Pizzabäcker?

In Pizzarush des Autors Jonathan Croxford, das von JOF Games 2020 über Kickstarter erschienen ist, müssen die Spieler versuchen, möglichst schnell alle ihre Handkarten auszuspielen.

Die Handkarten zeigen verschiedene Zutaten und haben Zahlenwerte von 1 – 10. Sie kommen als Belag auf den Pizzaboden, der zu Beginn jeder Runde aufgedeckt wird. Diesen gibt es in den Größen small, medium und big. Die Größe des Bodens bestimmt, ob die Spieler eine, zwei oder drei ihrer Handkarten ablegen. Dies erfolgt reihum, wobei jeder Spieler immer nur Zutaten mit einem höheren Zahlenwert ablegen darf als der vorherige Spieler oder passen muss. Haben alle Spieler reihum gepasst, gewinnt der Spieler, der zuletzt einen Belag abgelegt hat, die Runde. Er deckt den nächsten Boden auf und darf den ersten Belag ablegen. Die beiden Spieler, die als erstes alle ihre Karten abgelegt haben, erhalten Köche, die ihnen bei der nächsten Runde einen kleinen Vorteil verschaffen. Die beiden letzten Spieler erhalten Köche, die ihnen die nächste Runde etwas erschweren können.

Pizzarush ist ein schönes Spiel, das schnell erklärt ist und mit wenigen Regeln auskommt und somit ideal für zwischendurch ist.Das Spiel ist vom Ablauf her recht einfach. Doch merkt man schnell, dass die Wahl, welchen Belag man als nächstes ablegt, über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

Titel: Pizzarush
Autor: Jonathan Croxford
Verlag: JOF Games

Troyes Dice

Im umfangreichen Herbstneuheiten-Programm von Asmodee findet sich auch das Roll`n Write Troyes Dice der 3 Autoren Sébastien Dujardin, Xavier Georges und Alain Orban, das im französischen Original bei Pearl Games erschienen ist. Für das Artwork zeichnet Alexandre Roche verantwortlich, der die zur Thematik passende Mittelalteroptik mehr als überzeugend gestaltet hat. Als Verpackung dient eine recht kompakte und flache, quadratische Box, in der wir den Wertungsblock, das zusammenbaubare Sonnenrad, 4 Würfel, 9 Plättchen des Grundspiels sowie 8 für die Erweiterung und nicht zuletzt natürlich auch noch das Regelheft finden.

Wir befinden uns in der mittelalterlichen Stadt Troyes. Das Leben ist hier streng ständisch gegliedert. So muss sich der Adel um die Landesverteidigung kümmern, der Klerus um die Bewahrung des Glaubens und die Bürger um die Wirtschaft. Doch am Ende werden sie nur erfolgreich sein und die Stadt aufblühen, wenn alle 3 Stände klug zusammenarbeiten.

Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler ein Blatt vom Wertungsblock nebst Schreibgerät. Danach wird das Sonnenrad in der Tischmitte platziert, auf Tag 1 gestellt und die 9 Stadtplätze zufällig auf das Sonnenrad verteilt. Ein Spieler, der als Stadtausrufer bestimmt wurde, nimmt die 4 Würfel und dann kann es auch schon losgehen. Der Stadtausrufer würfelt in jeder der 16 Runden die 4 Würfel und legt sie mit aufsteigenden Werten auf die Stadtplätze des Sonnenrades. Sind die Würfel  platziert, sucht sich jeder Spieler, den Würfel aus, den er nutzen will, und führt die entsprechende Aktion durch, wobei er ggf. anfallende Kosten aus seinem eigenen Vorrat auf dem Wertungsblatt bezahlen muss. Der Platz, der den schwarzen Würfel erhält, kann in der aktuellen Runde nicht genutzt werden und ab dem 3. Tag zerstört der schwarze Würfel die entsprechenden Stadtplätze auf den Wertungsblättern der Spieler, sofern sie diese nicht vorher geschützt haben. Sie sind für den Rest der Partie für die betroffenen Spieler nicht mehr nutzbar. Auf diese Weise werden nun die 16 Runden (8 Tage jeweils mit einem Vor- und einem Nachmittag) durchgespielt, danach addieren die Spieler die auf ihren Wertungsblättern erzielten Punkte. Derjenige mit den meisten Punkten gewinnt.

Bei Troyes Dice ist zwar eine maximale Spielerzahl von 10 Personen angegeben, aber es ist problemlos auch mit deutlich mehr Spielern spielbar, da eine Interaktion untereinander nicht stattfindet und die Würfel immer von allen Spielern genutzt werden können. Hier muss stattdessen jeder für sich eine Strategie entwickeln, die er für die sinnvollste erachtet, um am Ende die meisten Punkte zu generieren. Dass dies nicht so einfach ist wie gedacht, zeigt sich spätestens ab dem 3. Tag, wenn der schwarze Würfel Stadtfelder zerstören kann, die man nicht geschützt hat und sich somit manche Strategie in Wohlgefallen auflöst.  Von daher muss man hier seine Taktik stets flexibel wieder neu anpassen. Zudem spielt sich Troyes Dice wirklich flott, so dass auch ein hoher Wiederspielwert gegeben ist. Was ebenfalls positiv hervorzuheben ist, ist die Tatsache, dass eine Minierweiterung gleich mitgeliefert wird.

Titel: Troyes Dice
Autoren: Sébastien Dujardin, Xavier Georges, Alain Orban
Verlag: Pearl Games / Asmodee

Klassiker: Knaurs Spielbuch

Bei der kaum überschaubaren Spieleflut, die wir heute haben, mag es für viele kaum vorstellbar sein, dass es auch einmal Zeiten gab, in denen Brettspiele ein rares Gut waren, das sich zudem nicht alle Menschen leisten konnten. Aber auch schon vor 70 Jahren frönten unsere Vorfahren dem Spielespaß. Neben Karten- und Würfelspielen, boten sich hier Klassiker wie Domino, Ball- und Kegelspiele, Konversations- und Rätselspiele, Verstecken und vieles mehr an.

Eine Sammlung gängiger Spiele fasste 1953 die Autorin Johanna Preetorius in Knaurs Spielbuch zusammen. Nach einzelnen Genres getrennt wird jedes Spiel mit Illustrationen kurz und allgemeinverständlich erklärt. Das Buch bot so Spielefans jeden Alters eine reiche Fundgrube an Ideen für einen gemeinsamen Spieletag, wobei viele der in diesem Buch zusammengefassten Spieleideen auch heute noch aktuell sind.

Titel: Knaurs Spielbuch
Autoren: Johanna Preetorius
Verlag: Droemersche Verlagsanstalt

2491 Planetship

Zu den Partnerverlagen von HeidelBÄRGames gehört auch der Mebo Verlag aus Portugal. Unter dessen Herbstneuheiten für das Jahr 2020 fand sich das Strategiespiel 2491 Planetship des Autors Antonio Sousa Lara, das uns in eine ferne Zukunft mitnimmt. Dementsprechend sciencefictionmäßig ist denn auch das Cover der quadratischen, großen Box gestaltet, in der wir das umfangreiche Spielmaterial vorfinden. Dieses besteht aus 82 Karten, 5 Kartenhaltern, 59 Spielsteinen und 10 Sektorenplänen.

Wir befinden uns im Jahr 2491 und die Ressourcen der Erde und auch aller anderen bewohnbaren Planeten sind längst aufgebraucht.  Ein Überleben ist nur auf den planetengroßen Weltenschiffen möglich, auf denen verschiedene Spezies zusammenleben. Allerdings brauchen alle diese Weltenschiffe eine Ressource und zwar DNA. Und so beginnt ein Wettlauf darum, aus den Trümmern des kürzlich zerstörten Weltenschiffs Alpha neue DNA zu bergen.

Zu Beginn einer Partie Planetship erhalten die Spieler ihren Kartenhalter, ihre Raumschiffe und Raumsonden, sowie ein Set Start-Charakterkarten, die sie in den Kartenhalter stecken. Die übrigen Charakterkarten werden ebenso wie die Missionskarten gemischt. Von den Missionskarten werden 4 gezogen und offen ausgelegt. Danach werden je nach Spielerzahl Sektorenpläne offen als Raster in die Tischmitte gelegt. Die einzelnen Sektoren geben vor, wie viele Charakterkarten vom Nachziehstapel auf dem entsprechenden Belohnungsfeld ausgelegt werden und ob sie dort offen oder verdeckt liegen. Beginnend mit dem Startspieler platzieren die Spieler nun reihum immer eine ihrer Charakterkarten zusammen mit einem ihrer Raumschiffe auf einem freien Feld eines Sektors, das entweder eine Andockstelle hat oder an ein Feld angrenzt, auf dem bereits eine andere Charakterkarte liegt. Falls es das gewählte Sektorenfeld erlaubt, kann der aktive Spieler auch noch Sonden nutzen und verdeckte Charakterkarten in anderen Sektoren untersuchen. Haben so alle Spieler alle ihre Raumschiffe platziert, werden die Sektoren beginnend mit dem Sektor mit der niedrigsten Zahl gewertet. Hierzu werden alle Charakterkarten der Spieler aufgedeckt und deren Fähigkeiten in der Reihenfolge der Felder abgearbeitet. Der Spieler, dessen Charakterkarten am Ende dann die höchste Gesamtstärke aufweisen, gewinnt die Charakterkarte vom Belohnungsfeld. Sind alle Sektoren abgehandelt, nehmen die Spieler alle ihre eigenen Charakterkarten, Raumschiffe und Sonden wieder zurück und ggf. werden Sektorenpläne getauscht. Hat ein Spieler mehr als 6 Charakterkarten muss er überzählige abwerfen. Danach beginnt eine neue Runde, wobei die Startspielerrolle im Uhrzeigersinn weiterwandert. Nach 4 Runden endet die Partie und es erfolgt eine Wertung. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Die Regeln von Planetship sind genau betrachtet eigentlich nicht wirklich komplex. Nur ist die Anleitung, die gleich in 4 Sprachen beiliegt, an manchen Stellen ein wenig unglücklich und schwer verständlich formuliert, was es etwas schwierig macht, ins Spiel hineinzukommen. Hat man diese erste Hürde überwunden, ist Planetship im Regelfall ein wirklich flott spielbares Strategiespiel, das gerade durch die Sonderfähigkeiten der Charaktere aber auch die Modifikationen, die die Sektoren ins Spiel bringen, in jeder der 4 Runden immer wieder neue, überraschende Wendungen bringt. Zudem vermag das Artwork der Karten und auch des übrigen Spielmaterials zu begeistern.

Titel: 2491 Planetship
Autor: Antonio Sousa Lara
Verlag: Mebo / HeidelBÄRGames

Kompromat

Normalerweise liegt unser Fokus ja auf Spielen für 5 und mehr Spieler. Aufgrund der aktuell wieder schlechteren Coronalage sind solche großen Spielerunden aber eigentlich nicht mehr machbar, sofern man keine große Familie hat. Von daher haben wir heue eine Neuheit des Baseler Helvetiq Verlages unter die Lupe genommen, die ein reines 2-Personen-Spiel ist und zwar das Kartenspiel Kompromat des Autorenduos Adam Porter und Rob Fischer.  Es kommt in einer Helvetiq-typischen, stabilen Verpackung, welche wie auch das gesamte Spielmaterial die Illustrationen von Felix Kindelan zieren, daher. Öffen wir den Deckel der kompakten Box, finden wir darin insgesamt 57 Karten, 18 Tokens und das Regelfaltblatt.

Ein Skandal bahnt sich an, kursieren doch verschiedene rufschädigende Gerüchte über eine bedeutende Person des öffentlichen Lebens. Wie kaum anders zu erwarten, mischen natürlich auch die Geheimdienste in dieser Affäre mit und haben ihre Top-Spione darauf angesetzt. Während die eine Seite nun alles versucht, die Informationen zu vernichten, versucht die Gegenseite, diese erst recht zu verbreiten. Doch am Ende kann nur ein Spion der erfolgreichste sein.

Zur Spielvorbereitung nimmt jeder der beiden Spieler seinen Stapel mit Ausrüstungskarten, mischt diese und legt sie als persönlichen Nachziehstapel verdeckt vor sich ab. Die Missionskarten werden getrennt gemischt und als Nachziehstapel, ebenso wie die Spionageabwehrtokens in der Tischmitte platziert. Danach werden vom Missionskarten-Nachziehstapel die obersten 4 Karten gezogen und als Missionen für die aktuelle Runde in einer Reihe offen ausgelegt. Der jeweils aktive Spieler zieht nun die oberste Karte von seinem persönlichen Nachziehstapel und legt diese offen unter eine Mission seiner Wahl. Danach kann er weiter solange, wie er will, Karten ziehen, ansehen und diese dann verdeckt auf die bereits gelegte Karte legen. Er muss nur darauf achten, einen Gesamtwert von 21 möglichst nicht zu überschreiten, da er in diesem Fall sofort aufhören muss, weitere Karten zu legen. Sobald er freiwillig oder gezwungenermaßen aufhört, Karten zu legen, ist der andere Spieler am Zug. Nachdem so nacheinander beide Spieler für alle 4 Missionen Karten ausgespielt haben, werden diese aufgedeckt und die Werte addiert. Der Spieler, dessen Karten den höchsten Wert haben, gewinnt die Mission. Hat ein Spieler bei einer Mission einen Kartenwert von über 21 gelegt, erhält er einen Spionageabwehrtoken. Danach startet die nächste Runde mit 4 neuen Missionskarten. Das Spiel endet entweder, sobald ein Spieler mehr als 9 Spionageabwehrtokens hat, womit er sofort verliert, oder nach 6 Runden, wobei hier derjenige gewinnt, dessen gewonnene Missionskarten zusammen mit den Spionageabwehrtokens die meisten Siegpunkte bringen.

Kompromat ist ein einfaches und schnell erlernbares Spiel, das geschickt Spielprinzipen von Blackjack mit interaktiven Elementen kombiniert. Durch Gegenstände, die man gewinnen kann, kann man nämlich besondere Fähigkeiten erwerben, die man dann während des eigenen Spielzuges oder des Spielzuges des Gegners einsetzen kann, um die Werte der gelegten Karten zu beeinflussen. Zudem spielt sich Kompromat sehr flott, so dass eine komplette Partie gerade einmal stark 30 min dauert. Nicht zuletzt kann Kompromat natürlich auch wieder mit dem wie bei Helvetiq üblich sehr wertig gestalteten Spielmaterial punkten.

Titel: Kompromat
Autoren: Adam Porter, Rob Fischer
Verlag: Helvetiq

Point Up

Unter den Neuheiten, die Schmidt Spiele 2020 vorgestellt hat, fanden sich auch einige Titel, die für 5 und mehr Spieler geeignet sind, so auch das schnelle Kartenspiel Point Up der Autorin Katrin Abfalter. Es präsentiert sich in einer kleinen, runden Metalldose, ist doch auch das gesamte Spielmaterial aus 100 Karten und selbst das Regelheft rund gestaltet.

Was ist diesmal gesucht? Die häufigste Farbe, auf welchen Kreis zwei Kreisöffnungen zeigen oder auf welchen Kreis keine Öffnung zeigt? Hier muss man blitzschnell die Lage erfassen und noch schneller seine Antwort geben. Doch Vorsicht! Man hat immer nur einen Versuch.

Eine Partie Point Up ist schnell und unproblematisch vorbereitet. Die Runde muss sich nur darauf einigen, in welchem der 4 Schwierigkeitsgrade sie spielen will, dann werden die entsprechenden Karten gemischt, verdeckt bereitgelegt und es kann auch schon losgehen. In jeder Runde wird die oberste Karte des Nachziehstapels aufgedeckt. Sie zeigt die Kreise, um die es diesmal geht. Die neue oberste Karte des Nachziehstapels gibt dagegen vor, nach was diesmal gesucht wird, also z.B. welche Farbe am häufigsten vorkommt oder auf welchen Kreis zwei Kreisöffnungen zeigen oder auf welchen Kreis keine Öffnung zeigt. Jeder Spieler ruft nun so schnell wie möglich seinen Tipp. Liegt ein Spieler richtig und war er der Schnellste, gewinnt er die Karte. Wer am Ende die meisten Karten gewonnen hat, gewinnt die Partie.

Point Up ist zwar schon ab 6 Jahren spielbar, eignet sich aber definitiv auch für ältere Spieler. Als Partyspiel ist geradezu prädestiniert, ist es doch ein witziges, schnelles Spiel mit viel Spielspaß und hohem Wiederspielwert, bei dem aber auch der Kniffligkeitsfaktor nicht zu kurz kommt.

Titel: Point Up
Autor: Katrin Abfalter
Verlag: Schmidt Spiele

Amigo-Onlineshop

Die Corona-Pandemie hat dieses Jahr so manches durcheinandergewirbelt und uns allen gezeigt, dass man zur Veränderung bereit sein und sich flexibel an neue Situationen anpassen muss. Daher beschreitet seit dem Herbst auch der Amigo Verlag neue Wege und hat unter

https://www.amigo-shop.de

einen eigenen Onlineshop eingerichtet. Im Gegensatz zu anderen Onlineshops wurden hier aber Fachhändler integriert, um bewusst den stationären Einzelhandel zu unterstützen. Diese werden über die Plattform benachrichtigt, sobald ein Kunde dort ein Spiel bestellt, und können den Verkauf übernehmen. Für den Kunden ändert sich dadurch nichts, nur erhält er die gewünschten Produkte direkt vom Fachhändler geliefert.

Zum Start der Plattform wurden zunächst nur wenige, ausgewählte Händler integriert, auch um das neue System intensiv prüfen zu können. Nach und nach werden sich aber weitere Fachhändler an der Plattform beteiligen können und auch das dort erhältliche Sortiment erweitert werden.