Nidavellir

Das neue Kennerspiel Nidavellir des Autors Serge Laget hat der Friedberger Pegasus Verlag im Rahmen seines digitalen Pressetages vorgestellt. Da es für bis zu 5 Spieler ausgelegt ist, mussten wir es natürlich einmal genauer unter die Lupe nehmen. Öffnet man die quadratische, mittelgroße Box mit stimmungsvoll gestaltetem Cover, so findet man darin neben dem Regelheft einen Wertungsblock, 118  Karten, 4 Kartenhalter, 5 Tableaus, 60 Münzen, 12 Plättchen und die Schatzkammerhalterung zum selbst zusammenstecken. Einen Einleger gibt es diesmal nicht, doch werden genügend Ziptüten mitgeliefert, um das Spielmaterial geordnet verstauen zu können.

Nach Jahrtausenden des Friedens im Reich der Zwerge hat sich der alte Feind Fafnir von seinen Ketten befreit und sinnt auf Rache. Daher werden die Elveland, die Mitglieder des königlichen Rates beauftragt, eine Streitmacht aufzubauen. Wird es gelingen, Fafnir zu besiegen oder wird Nidavellir untergehen?

Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler ein Spielertableau, einen Satz Kupfermünzen und ein zufällig gewähltes Juwel. Die Tavernen- und Tauschplättchen werden gemäß Regel auf dem Tisch platziert, die Helden- und Auszeichnungskarten in die entsprechenden Kartenhalter gesteckt und die Zwergen- zusammen mit den Subventionskarten getrennt nach den beiden Zeitaltern gemischt. Sie bilden in jedem Zeitalter den Nachziehstapel. Sobald unter allen 3 Tavernenplättchen jeweils soviele Karten vom Nachziehstapel, wie Spieler mitspielen, ausgelegt sind, kann es losgehen. In jeder Runde machen die Spieler zunächst für jede der 3 Tavernen mit ihren Münzen ein geheimes Gebot auf ihrem Spielertableau. Danach decken alle ihre Münzen auf und die Tavernen werden nacheinander abgehandelt. Der Spieler mit dem höchsten Gebot darf sich als erster eine Karte aussuchen, danach folgen die anderen in der Reihenfolge ihrer Gebote, wobei bei Gleichstand der Wert des Juwels den Ausschlag gibt. Sind so nacheinander alle 3 Tavernen abgehandelt, wird noch überprüft, ob Spieler Münzen aufwerten können, ob sie ein Set Karten jeder Klasse haben und damit einen Helden rekrutieren müssen oder ob die Effekte von Subventionskarten abgehandelt werden müssen. Dann folgt die nächste Runde. Nachdem auf diese Weise alle Karten des ersten Zeitalters an die Spieler verteilt sind, erfolgt eine Zwischenwertung, bei der die Spieler Auszeichnungskarten erhalten können, deren Effekte sofort wirksam werden. Danach wird analog das zweite Zeitalter durchgespielt, bis dann in der Endwertung ermittelt wird, wer die meisten Punkte und damit den Sieg errungen hat.

Nidavellir ist vom Spielprinzip her ein klassisches Sammel- und Bietspiel mit eigentlich recht einfachen Regeln. Leider sind diese an manchen Stellen so kompliziert erklärt, dass die Anleitung mehr Verwirrung denn Klarheit stiftet. An anderen Stellen ist der Regeltext dafür doch etwas zu knapp geraten. Von daher empfiehlt es sich, zunächst eine Testrunde zu spielen, um sich mit den grundlegenden Mechanismen vertraut zu machen. Danach geht eine Partie recht flott von der Hand und macht wirklich Laune, so dass es nicht bei dieser einer Partie bleiben wird. Zudem vermag auch das wirklich schön gestaltete Spielmaterial zu begeistern, das die Thematik der Hintergrundgeschichte wirklich gekonnt aufgreift.

Titel: Nidavellir
Autor: Serge Laget
Verlag: Pegasus