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Kinderspiel des Jahres 2022 – Der Gewinner

Am gestrigen 20. Juni hat die Fachjury den Gewinner des Spielepreises Kinderspiel des Jahres 2022 bekanntgegeben. Es handelt sich um Zauberberg der Autoren Jens-Peter Schliemann und Bernhard Weber. Erschienen ist der Titel, der die Jury durch seinen attraktiven Spielaufbau und den innovativen Murmelmechanismus überzeugt hat, bei Amigo.

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Spiel des Jahres 2022 – Die Nominierten

Der Verein Spiel des Jahres hat gestern die diesjährigen Nominierten seiner renommierten Spielepreise veröffentlicht.

Für das Spiel des Jahres 2022 sind nominiert:

Cascadia von Randy Flynn (Flatout Games / AEG / Kosmos)

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Scout von Kei Kajino (Oink Games)

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Top Ten von Aurélien Picolet (Cocktail Games)

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Die Nominierten für das Kinderspiel des Jahres 2022 sind:

Auch schon clever von Wolfgang Warsch (Schmidt)

© Foto Schmidt

Mit Quacks & Co. nach Quedlinburg von Wolfgang Warsch (Schmidt)

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Zauberberg von Jens-Peter Schliemann und Bernhard Weber (Amigo)

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Zum Kennerspiel des Jahres 2022 schließlich sind nominiert:

Cryptid von Hal Duncan und Ruth Veevers (Osprey Games / Skellig Games)

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Dune: Imperium von Paul Dennen (Dire Wolf)

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Living Forest von Aske Christiansen (Pegasus)

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Die Gewinner der Kategorien Spiel und Kennerspiel des Jahres 2022 werden am 16. Juli bekanntgegeben werden. Das Kinderspiel des Jahres 2022 wird dagegen bereits am 20. Juni gekürt.

Abluxxen

Das Kartenspiel Abluxxen des Autorenduos Wolfgang Kramer und Michael Kiesling ist eine der Neuheiten, die Amigo dieses Frühjahr präsentiert hat. Das Spiel kommt kartenspieltypisch in einer kompakten, rechteckigen Box daher, in der sich 110 Karten und das Regelfaltblatt befinden.

Da hat man eben noch seine ganzen Karten vor sich ausgelegt und schon sind alle weg. Denn hier lauert jeder nur darauf, seinen Mitspielern die Karten „abzuluxxen“!

Zum Spielstart wird zunächst ein Startspieler bestimmt, der die Tatzenkarte erhält. Alle anderen Karten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel in die Tischmitte gelegt. Von diesem erhalten alle Spieler 13 Karten verdeckt als Handkarten. Zuletzt werden noch 6 Karten vom Nachziehstapel als offene Auslage neben diesem abgelegt. Nun kann die Partie starten. Der jeweils aktive Spieler legt in seinem Zug eine beliebige oder mehrere Karten mit demselben Wert offen vor sich aus. Dann überprüft er die Auslagen der anderen Spieler. Hat einer die gleiche Anzahl Karten ausliegen, wie der aktive Spieler ausgespielt hat, und ist deren Wert niedriger, so muss er diese dem Spieler „abluxxen“. Dies kann bedeuten, dass er die Karten selbst auf die Hand nimmt und der andere Spieler genauso viele Karten vom Nachziehstapel und / oder der Auslage nachzieht, oder dass er sie nicht nimmt. In diesem Fall muss der andere Spieler entscheiden, ob er die Karten selbst wieder auf seine Hand nimmt oder abwirft und Karten nachzieht. Das Spiel endet, sobald ein Spieler alle seine Handkarten ausgespielt hat oder wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist und ein Spieler die letzte Karte der Auslage nimmt. Nun erfolgt eine Wertung, bei der jede Karte, die die Spieler vor sich ausliegen haben, einen Punkt zählt und jede Handkarte einen Minuspunkt bringt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Abluxxen ist ein schnelles Kartenspiel mit einfachen Regeln, bei dem der Strategieaspekt aber nicht zu kurz kommt. So muss man hier immer genau überlegen, wann man am sinnvollsten und wie viele Karten man ausspielt, wenn man an der Reihe ist und ob man die Option, dem Gegner Karten „abzuluxxen“, zieht oder eher die eigene Auslage sichert. Dank seiner kompakten Abmessungen eignet sich Abluxxen zudem ideal als Reisespiel, findet es doch im Koffer, Handgepäck oder selbst der Jackentasche problemlos Platz.

Titel: Abluxxen
Autoren: Wolfgang Kramer, Michael Kiesling
Verlag: Amigo

Ghosts

Ganz neu bei uns auf den Tisch geflattert ist eine der ersten 2022er-Neuheiten aus dem Hause Amigo und zwar das Kartenspiel Ghosts des bekannten Autors Reiner Knizia. Einer der namensgebenden Geister lächelt uns dann auch gleich vom Cover der kartenspieltypisch kleinen Box an, in der wir 60 Karten, 16 Chips und das Regelfaltblatt finden.

Geister sind schon furchterregend und deshalb sollte man tunlichst vermeiden, allzu viele um sich zu haben. Doch man muss schon einige Tricks anwenden, damit die Geisterschar nicht überhandnimmt.

Eine Partie Ghosts ist schnell vorbereitet. Die Geister-Karten werden verdeckt gemischt und jeder Spieler erhält 5 davon auf die Hand, während die restlichen den verdeckten Nachziehstapel bilden. Sobald auch noch jeder 3 Furcht-Punkte hat und die restlichen griffbereit auf dem Tisch liegen, kann es losgehen. Der aktive Spieler spielt eine beliebige Handkarte aus und zieht vom Nachziehstapel wieder auf 5 Handkarten auf. Spielt der nächste Spieler dann eine andere Farbe, werden die Furcht-Stufen beider Karten addiert und der folgende Spieler ist an der Reihe. Spielt er dagegen eine Karte gleicher Farbe, ändert sich an der Furchtstufe nichts und der vorherige Spieler ist wieder am Zug. Spielt er eine Nebelkarte, wird diese unter den Stapel gelegt, die Furcht-Stufe bleibt unverändert und der folgende Spieler muss nun eine Karte legen. Sobald ein Spieler eine Karte legen müsste, durch die die Furcht-Stufe über 7 steigen würde, oder wenn er keine Karte legen will, muss der den Ablagestapel aufnehmen und erhält einen Furchtmarker. Als neuer Startspieler beginnt er die nächste Runde. Es wird so lange gespielt, bis der Nachziehstapel aufgebraucht ist und ein Spieler keine Handkarten mehr hat. Wer nun keinen Stapel abgeworfener Karten vor sich liegen hat, kann bis zu 3 Furcht-Punkte abgeben. Danach werden alle Karten neu gemischt und der nächste Durchgang beginnt. Wer nach 3 Durchgängen die wenigsten Furcht-Punkte hat, gewinnt.

Wir waren zugegeben anfangs ein klein wenig skeptisch, als wir unseren Test von Ghosts gestartet haben, doch ist diese Skepsis sehr schnell verfolgen. Mit der richtigen Spielerunde hat man hier ein extrem witziges Partyspiel, das wirklich Laune macht und bei dem man seinen Mitspielern so richtig eine reinwürgen kann, indem man die Geister gleich wieder zu ihnen zurückschickt. Dass dadurch manche Spieler eigentlich nur Zuschauer sind, wenn die Karten nie zu ihnen kommen, erklärt sich von selbst, ist aber auch der sicherste Weg, nie in die Gefahr zu kommen, den Abwurfstapel nehmen zu müssen. Von daher will man hier eigentlich geradezu, dass man Downtime hat und den anderen nur amüsiert zuschauen kann. Was uns zudem gefällt, sind die lustigen Kartengrafiken mit den eher sympathisch als wirklich gruselig wirkenden Geistern.

Titel: Ghosts
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Amigo

Tulpenfieber

Zu den Herbstneuheiten des Jahrgangs 2021 von Amigo zählt das Würfelspiel Tulpenfieber des bekannten Autors Uwe Rosenberg. Es kommt in einer kompakten, quadratischen Box mit zur Thematik passender Covergestaltung daher, in der wir 4 Tableaus, 7 Würfel, 142 Plättchen, einen Stoffbeutel und das Regelfaltblatt finden.

Die Tulpenfelder strahlen in den buntesten Farben und die Tulpenbauern wetteifern einmal mehr darum, wer wohl die schönsten und damit wertvollsten Tulpen haben wird. Hier will gut überlegt sein, wie man seine Tulpen am besten anbaut, um am Ende die Nase vorn zu haben.

Zur Vorbereitung einer Partie Tulpenfieber erhält jeder Spieler sein Tulpenfeldtableau, auf das er auf die markierten Felder je ein Tulpenplättchen aus dem allgemeinen Vorrat im Stoffbeutel legt. Sobald auch noch die Bonusplättchen und die Würfel bereitliegen, kann es losgehen. Der jeweils aktive Spieler würfelt mit den Würfeln, die ihm zur Verfügung stehen (zu Beginn der Partie 4 Stück). Gefällt ihm das Ergebnis, erhält er sofort ein Tulpenplättchen, das er auf ein zum Würfelergebnis passendes Feld oder oberhalb des Tableaus ablegen darf. Gefällt es ihm nicht, darf er bis zu 2 Mal nachwürfeln, bzw. kann jeweils 2 Tulpenplättchen auf seinem Tableau umdrehen, um sich noch einen vierten und fünften Wurf zu erkaufen. Zusätzliche Würfel erhalten die Spieler, sobald sie in senkrechter oder diagonaler Linie die erste mit der dritten, vierten und fünften Linie verbinden, so dass sie im Idealfall mit bis zu 7 Würfeln würfeln können. Sobald sie zudem ein 3×2- oder 2×3-Raster mit Plättchen belegt haben, können sie auf dieses ein Bonusplättchen legen, auf das ein Würfel mit einem beliebigen Würfelergebnis gelegt werden kann. Das Spiel endet, sobald ein Spieler alle Felder der vierten Reihe, oder 3 benachbarte Felder der fünften Reihe oder 4 beliebige Felder der fünften Reihe mit Tulpenplättchen belegt hat.

Uwe Rosenberg hat hier die Grundidee von Kniffel auf eine wirklich innovative und interessante Art neu interpretiert und das sage ich, der nicht gerade ein großer Kniffelfan ist. Tulpenfieber hat mich und auch die ganze Redaktion wirklich begeistert. Hier muss man sehr viel knobeln, wie man ein Würfelergebnis denn nun am Ende am besten nutzt und ob es vielleicht doch Sinn macht, noch in einen vierten und fünften Wurf zu investieren, oder ein Bonusplättchen zu nutzen. Zudem gefällt das wirklich schön gemachte Spielmaterial. Allerdings hätte der Box ein kleiner Einleger ganz gut getan, um es nicht ganz so lose in ihr verstauen zu müssen.

Titel: Tulpenfieber
Autor: Uwe Rosenberg
Verlag: Amigo

Stich Rallye

Ein Familienspiel für 3 bis 5 Mitspieler ist Stich Rallye von H.J. Kook, dessen deutsche Version Amigo im Herbst 2021 herausgebracht hat und das die Genres des Stich- und des Rennspiels miteinander kombiniert. Als Verpackung dient eine quadratische Box, die die kleinen Rennautos zieren, von denen wir 5 im Innern der Schachtel wiederfinden. Neben ihnen gehören auch noch 45 Karten, 5 Tableaus, ein Marker, ein doppelseitiger Spielplan und die Anleitung zum Spielmaterial.

Auf die Plätze, fertig los! Die Rennfahrer stehen bereit, um über die Piste zu rasen. Doch dies ist gar nicht so einfach, denn oft bremsen einen die Konkurrenten aus. Nur wer hier im richtigen Moment überholt und den Turbo einschaltet, fährt am Ende als Erster über die Ziellinie.

Bevor Stich Rallye zum ersten Mal gespielt werden kann, müssen zunächst einmal die Autos und Spieler-Tableaus zusammengesteckt werden. Hat sich jeder für eine Farbe und die Gruppe für den Spielplan, mit dem gespielt werden soll, entschieden, werden die Autos an der Startlinie platziert und die 45 Rallye-Karten gemischt. Eine Partie geht über 3 Runden, in denen die Spieler gemäß Anleitung jeweils eine gewisse Anzahl Handkarten vom Rallye-Karten Stapel erhalten. Beginnend mit dem Startspieler spielen sie diese in einem klassischen Stichspiel aus, wobei der Gewinner des Stichs sein Autos so viele Felder vorwärts bewegt, wie der Zahlenwert der niedrigsten Karte im Stich vorgibt. Alle anderen Spieler ziehen stattdessen den Motor ihres Autos um 1 auf ihrem Tableau auf. Dies können sie nutzen, um bei einem gewonnenen Stich zusätzliche Felder vorwärts zu kommen und / oder am Ende der Runde, um ihre Autos nochmals zu bewegen. Es gewinnt, wer als Erster die Ziellinie zwei Mal überfährt oder nach 3 Runden, wessen Auto am weitesten vorne liegt.

Stich Rallye ist ein Spiel, das wirklich in jeder Altersklasse spielbar ist, auch wenn die Optik natürlich ganz klar auf ein jüngeres Publikum abzielt. Hier ist auf wirklich geniale Weise ein klassisches Stichspiel mit einem Rennspiel kombiniert worden, bei dem man in jeder Stichrunde genau überlegen muss, ob es Sinn macht, sich den Stich zu sichern oder eher nicht, um so den Motor des Autos aufzuziehen. Zu lange darf man damit aber auch nicht warten, denn sonst überdreht man die Feder und der Wagen kommt nicht wirklich voran. Zudem gilt es den Parcours im Auge zu haben, um so optimal Gefälle und auch gegnerische Wagen fürs eigene Vorankommen zu nutzen. Hier ist Spielspaß für die ganze Familie garantiert.

Titel: Stich Rallye
Autor: H.J. Kook
Verlag: Amigo

SPIEL `21 – Neuheitenschau

Nachdem wir ja nun gut anderthalb Jahre ohne eine physische Messeveranstaltung in Essen auskommen mussten, öffneten sich am vergangenen Donnerstag kurz vor 10:00h die Tore zur SPIEL `21. Auch wenn im zweiten Coronajahr noch nicht wieder alles so ist wie zuvor – so fand die Eröffnungs-Pressekonferenz wie hier berichtet dieses Jahr nur online statt – sind doch manche Traditionen erhalten geblieben. Eine davon ist, dass akkreditierte Medienvertreter und Blogger bereits einen Tag vor Messebeginn vorab die Möglichkeit hatten, in der Neuheitenhalle 1A einen Blick auf die Spieleneuheiten zu werfen.

Die Neuheitenschau fiel dieses Jahr zwar etwas kleiner aus als sonst, doch alle namhaften Verlage wie Amigo, Heidelbär, Hutter, Kosmos, NSV oder Pegasus, um hier nur einige zu nennen, waren wieder mit eigenen Ständen und Spieleerklärern vertreten. Aber auch zahlreiche Kleinverlage, die teils zum ersten Mal an der SPIEL teilnahmen, nutzten diese Gelegenheit, sich dem Fachpublikum zu präsentieren.

Doch getreu dem Motto „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ genug derselben und viel Spaß beim Betrachten unseres kleinen Bilderbogens von der Neuheitenschau der SPIEL `21.

Polar Panic

Zu den 2020er-Neuheiten von Amigo gehörte das sympathische, kleine Kartenspiel Polar Panic des Autors Martin Nedergaard Andersen, für das Mark Aaron Seaman die Illustrationen gestaltet hat. Die 56 Spielkarten und das Regelfaltblatt verbergen sich dabei in einer runden, kleinen Blechdose, die ebenfalls die Illustrationen von Seaman zieren.

Welches Tier wird sich wohl in dem Eisloch vor Dir finden? Und wirst Du schnell genug sein, es Dir zu schnappen, bevor Deine Mitspieler oder gar der Eisbär zuschlagen? Nur wer hier blitzschnell reagiert, wird am Ende erfolgreich sein.

Zur Spielvorbereitung werden die 56 Karten mit der Eislochseite nach oben zufällig auf dem Tisch verteilt. Der jeweils aktive Spieler deckt in seinem Zug eine der Karten auf. Sobald auf 2 Karten ein identisches Tiermotiv zu sehen ist, gilt es, so schnell wie möglich auf eine oder beide Karten die Hand zu legen, um sich diese zu sichern. Hat man sich getäuscht, muss man 2 seiner bereits gewonnenen Karten wieder verdeckt in die Tischmitte zurücklegen. Deckt man eine Eskimo-Karte auf, gewinnt man diese sofort, bei der Eisbär-Karte muss man dagegen eine gewonnene Karte verdeckt wieder in die Tischmitte zurückliegen. Die Partie endet, sobald alle Karten – außer dem Eisbären – aufgedeckt wurden. Es gewinnt, wer sich die meisten Karten sichern konnte.

Polar Panic ist natürlich in erster Linie ein Kinderspiel mit einfachen, leicht verständlichen Regeln. Aber wie so oft bei Kinderspielen eignet es sich auch durchaus als Partyspiel für Erwachsene, wobei es teilweise etwas schmerzhaft sein kann, wenn mehrere Hände gleichzeitig versuchen, auf eine Karte zu schlagen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt hier ein witziges, schnelles Spiel, das mit den passenden Mitspielern jede Menge Spielspaß garantiert. Was zudem gefällt, sind die wirklich schönen Illustrationen und die Blechdose als Verpackung.

Titel: Polar Panic
Autor: Martin Nedergaard Andersen
Verlag: Amigo

Monster Expedition

2019 hatte Amigo Carnival of Monsters des Erfolgsautors Richard Garfield herausgebracht. Manch einer hatte damit gerechnet, dass es 2020 eine Erweiterung hierfür geben würde, was aber bisher noch nicht in Aussicht ist. Stattdessen ist letztes Jahr in Form von Monster Expedition von Alexander Pfister sozusagen eine Art von Spin-off herausgekommen. Dieses kommt in einer quadratischen Box daher, die einen gleich wieder mit einem stimmungsvoll gestalteten Cover in die Welt der Monster entführt. In ihr finden wir den Spielplan, 72 Karten, 11 Würfel und 36 Marker.

Die neuen Mitglieder der Königlichen Monstrologischen Gesellschaft brechen wieder einmal zu einer Expedition auf. In den Wolkenlanden, der Tiefsee und dem verwunschenen Wald wurden Monster gesichtet, die gefangen werden müssen. Doch nur einer der Expeditionsteilnehmer wird dabei am Ende die größte und beeindruckendste Sammlung Monster vorweisen können.

Jeder der maximal 4 Monsterjäger erhält zunächst seine Wappenmarker und ein Set Versorgungscamp-Karten, die er mit der A-Seite nach oben vor sich auslegt. Der Spielplan wird in der Tischmitte platziert, daneben die 6 Startmonster und die Karte für den Monsterhändler. Die übrigen Expeditionskarten werden gemischt und je nach Spielerzahl die laut Regel vorgegebene Anzahl Karten als verdeckter Kartenstapel auf den Spielplan gelegt. Von diesem werden nun noch 3 Karten gezogen, um die Auslage zu komplettieren. Die restlichen Karten bilden den Reservestapel. In seinem Spielzug führt der aktive Spieler stets 4 Phasen aus. In Phase 1 wählt er das Camp aus, mit dem er auf Jagd gehen will. Dieses gibt vor, mit wie vielen Würfeln er in Phase 2, der Monsterjagd, würfeln kann. Er kann dabei ein oder mehrere Monster, die zum gewählten Camp passen, aus der Wildnisauslage fangen, wenn sein Würfelergebnis mindestens so hoch ist, wie die Monsterstufe des Monsters. Alternativ kann er auch einen Käfig vom Nachziehstapel kaufen. In Phase 3 überprüft der Spieler, ob das Würfelergebnis auch noch genutzt werden kann, um sein Camp zu verbessern. Abschließend füllt er in Phase 4 die Wildnisauslage mit neuen Karten vom Nachziehstapel wieder auf, auf die er einen seiner Wappenmarker legt. Dann ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe. Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, wird die aktuelle Runde unter Verwendung des Reservestapels als Nachziehstapel noch zu Ende gespielt. Danach zählen alle Spieler die Siegpunkte auf ihren Monsterkarten und Käfigen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Monster Expedition ist in der Tat ein Spin-off von Carnival of Monsters, führt es doch dessen Stimmung und auch Artwork sehr gekonnt weiter. Spieltechnisch kommt es allerdings als klassisches Würfelspiel daher, das damit natürlich auch einen extrem hohen Glücksfaktor und weniger strategische Ansprüche hat. Trotz allem bietet es aber viel Spielspaß und ist gerade als schnelles Spiel für Zwischendurch sehr gut geeignet, wozu auch die einfachen, leicht verständlichen Regeln beitragen. Ein Wermutstropfen ist natürlich die Spielerzahl, die hier auf maximal 4 begrenzt ist.

Titel: Monster Expedition
Autor: Alexander Pfister
Verlag: Amigo

Amigo-Onlineshop

Die Corona-Pandemie hat dieses Jahr so manches durcheinandergewirbelt und uns allen gezeigt, dass man zur Veränderung bereit sein und sich flexibel an neue Situationen anpassen muss. Daher beschreitet seit dem Herbst auch der Amigo Verlag neue Wege und hat unter

https://www.amigo-shop.de

einen eigenen Onlineshop eingerichtet. Im Gegensatz zu anderen Onlineshops wurden hier aber Fachhändler integriert, um bewusst den stationären Einzelhandel zu unterstützen. Diese werden über die Plattform benachrichtigt, sobald ein Kunde dort ein Spiel bestellt, und können den Verkauf übernehmen. Für den Kunden ändert sich dadurch nichts, nur erhält er die gewünschten Produkte direkt vom Fachhändler geliefert.

Zum Start der Plattform wurden zunächst nur wenige, ausgewählte Händler integriert, auch um das neue System intensiv prüfen zu können. Nach und nach werden sich aber weitere Fachhändler an der Plattform beteiligen können und auch das dort erhältliche Sortiment erweitert werden.