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Space Marine Heroes – Series 2

Bereits seit letztem Jahr ist Space Marine Heroes im Handel. Das Sammelfigurenspiel von Games Workshop wird dabei in Deutschland von Amigo vertrieben. Eine erfolgreiche Kooperation, wie sich zeigt, denn mittlerweile ist die zweite Sammelfigurenserie erschienen, die sich diesmal Charakteren der Blood Angels widmet. Wie schon bei Series 1 kommen die Figuren wiederum in Bausatzform zusammen mit Anleitung und Charakterkarte in einer kleinen kompakten Pappschachtel daher. Der Käufer muss dabei einen Blindkauf tätigen und erfährt erst beim Öffnen der Schachtel, welchen der 9 Space Marines der Serie er ergattert hat.

Wie bei Games Workshop üblich, sind die Miniaturen extrem detailverliebt gestaltet und lassen sich, nachdem man die Einzelteile aus dem Gussrahmen gelöst hat, dank der beigefügten Anleitung schnell und problemlos zusammenstecken. Klebstoff ist hierbei nicht nötig.

Das Regelwerk für Space Marine Heroes, das für 2 Spieler konzipiert ist, steht auf der Website der Serie zum Download bereit und umfasst auch einen Spielplan:

https://spacemarineheroes.com/de/

Daneben sind die Miniaturen aber auch problemlos im klassischen Warhammer 40.000 verwendbar. Space Marine Heroes bietet somit sowohl für Neulinge eine günstige Möglichkeit, einen ersten Einblick in das Spielsystem von Warhammer 40.000 zu werfen, als auch erfahrenen Spielern die Gelegenheit, ihre Space Marine Armeen zu vergrößern. Und auch der Sammelspaß gepaart mit dem Nervenkitzel, nicht zu wissen, welche der 9 Miniaturen sich nun in der Schachtel verbirgt, sind nicht zu unterschätzen. Von daher warten einige sicher schon voller Ungeduld auf Series 3, die voraussichtlich Ende 2020 erscheinen wird.

Titel: Space Marine Heroes
Autor: k.A.
Verlag: Games Workshop

Combat Arena

Das zweite Brettspiel von Games Workshop, das wir testen konnten, heißt Combat Arena und ist im Warhammer 40.000-Universum angesiedelt, was auch hier wieder leicht am recht martialisch gestalteten Cover der stabilen Box erkennbar ist. In ihr finden sich 5 Miniaturen zum zusammenbauen, der doppelseitige Spielplan, die Energieanzeige, 6 Würfel, 67 Karten und 49 Marker.

Das 41. Jahrtausend ist ein finsteres Zeitalter, in dem das Imperium der Menschheit am Rand der Vernichtung steht. Die tapferen Verteidiger des Imperiums sind die letzte Hoffnung, um die inneren und äußeren Feinde, die überall lauern, zu bekämpfen. Um auf diese Kämpfe vorbereitet zu sein, trainieren sie daher an Bord ihres Raumschiffes im Kampfsimulator, während sie quer durch die Galaxis von Planet zu Planet fliegen, um sich neuen Gegnern zu stellen.

Bevor eine Partie Combat Arena starten kann, müssen auch hier wieder zunächst die Miniaturen zusammengebaut werden, was aber dank der bebilderten Anleitung kein Problem darstellt. Hat sich die Spielerunde darauf geeinigt, mit welcher Seite des Spielplans gespielt wird, wählt jeder der maximal 4 Spieler reihum seinen Kämpfer und erhält die entsprechende Miniatur nebst Kämpfer-Referenzkarte, Initiativekarten, Energiemarker, Gesundheitsmarker und Verletzungsmarkern. Die Marker werden entsprechend der Anleitung auf der Energieanzeige bzw. den Referenzkarten platziert, danach stellen die Spieler ihre Miniaturen auf die Starthexfelder des Plans und richten sie nach Gutdünken aus. Aktionskarten und Karten für kritische Wunden werden gemischt und ebenso wie die Würfel und Wundmarker bereitgelegt. Zu Beginn einer Runde erhält jeder Spieler 5 Aktionskarten und gibt so viele eigene Initiativkarten, wie seinem Energiestand entsprechen, ab. Diese werden dann gemischt und bilden den Initiativestapel. Von diesem Stapel werden die Karten nun nacheinander aufgedeckt. Der Spieler, dessen Initiativekarte aufgedeckt wird, kann eine seiner Aktionskarten ausspielen und eine der dort angegeben Aktionen, wie Bewegung oder Angriff, durchführen, oder er spielt 2 Aktionskarten aus, um die Sonderfähigkeiten seines Kämpfers zu nutzen. Sind alle Initiativekarten aufgedeckt, beginnt eine neue Runde. Gewonnen hat die Partie, wer am Ende als letzter lebend die Arena verlässt.

Combat Arena ist in gewisser Weise eine vereinfachte Form des klassischen Warhammer 40.000 Tabletops, die auf einem Spielplan mit Hexfeldern gespielt wird. Da jeder Kämpfer über spezifische Fähigkeiten aber auch Schwächen verfügt, kommt auch der Strategieaspekt nicht zu kurz, denn wie beim normalen Tabletop ist es auch bei Combat Arena von Bedeutung, ob man den Gegner im Front- oder Rückenbereich angreift. Die Spieldauer von 30 – 45min erschien uns etwas niedrig angesetzt, mag aber für Warhammer-Experten durchaus realistisch sein. Einmal mehr vermögen die hochgradig detaillierten Miniaturen zu begeistern.

Titel: Combat Arena
Autor: k.A.
Verlag: Games Workshop

Storm Vault

Games Workshop ist ja in erster Linie für seine Tabletop Spiele Warhammer und Warhammer 40.000 bekannt. Dieses Jahr hat der englische Spieleverlag sein Angebot auch noch um mehrere klassische Brettspiele erweitert, von denen wir hier Storm Vault als erstes getestet haben. Dieses kooperative Fantasy-Abenteuer-Brettspiel bewegt sich thematisch in der Welt von Warhammer – Age of Sigmar, wie schon an der Covergestaltung der Box unschwer zu erkennen ist. In dieser verbirgt sich das gesamte Spielmaterial in Form von 6 Miniaturen, 2 Würfeln, 86 Karten, 55 Markern und einem Stoffbeutel.

Vor langer Zeit sind Portalsplitter, die im Sturmgewölbe der Flüsternden Festung von Shyisch den Zugriff zu den verborgenen Schätzen des Gottkönigs Sigmar ermöglichen, verloren gegangen. 5 mutige Helden der Stormcast Eternals machen sich nun auf ihre gefährliche Reise, um diese Splitter wiederzufinden. Doch sie haben mächtige Gegner. Champions des Chaos ziehen durch die Reiche der Sterblichen und versuchen die Helden scheitern zu lassen, damit ihre finsteren Götter siegen.

Vor der ersten Partie Storm Vault gilt es zunächst, die 6 Heldenminiaturen zusammenzubauen und ggf. zu bemalen. Zu Spielbeginn wird der Spielplan in der Tischmitte platziert, jeder der maximal 5 Spieler wählt seinen Helden und erhält die passende Miniatur, die auf das Azyr-Feld des Spielplans gestellt wird, und Heldenkarte. Chaos- und Questkarten werden gemischt und gemäß Anleitung neben bzw. auf dem Spielplan platziert, ebenso wie ein erster Satz der Champion des Chaos-Marker, während die restlichen im Stoffbeutel verbleiben. Der Spieler der am Zug ist, führt nacheinander 3 Schritte durch. Schritt 1 – Sturmschlag – erfolgt nur, wenn sich die Heldenminiatur in Azyr befindet. Der Spieler setzt seine Heldenminiatur auf einen beliebigen noch nicht von einem anderen Helden besetzten Sturmschlag-Ort auf dem Spielplan. Danach folgt Schritt 2 – Chaosaktivierung. Hier zieht der Spieler die oberste Karte des Chaoskarten-Stapels und führt die entsprechenden Anweisungen der Karte durch, was dazu führen kann, dass neue Champions des Chaos auftauchen und / oder bereits auf dem Spielplan vorhandene sich bewegen. Im abschließenden Schritt 3 – Heldenaktivierung – würfelt der Spieler einen W6. Er kann das Würfelergebnis dann nutzen, um sich fortzubewegen und Kämpfe mit Champions des Chaos zu führen. Ist das Spielfeld, auf dem sein Zug endet, frei von Champions des Chaos, kann er das Feld erkunden, indem er die zugehörige Questkarte aufdeckt und auf die Hand nimmt. Diese liefert entweder zusätzliche Aktionen oder die gesuchten Portalsplitter. Zuletzt kann der Spieler 3 Heldenmarkerpunkte, die er aus erfolgreichen Kämpfen mit Champions des Chaos oder durch das Abliefern eines Portalsplitters in der Flüsternden Festung gewonnen hat, nutzen, um eine zufällig bestimmte, abgelegte Questkarte auf die Hand zu nehmen. Danach folgt im Uhrzeigersinn der nächste Spieler. Das Spiel endet erfolgreich, wenn 3 Portalsplitter in der Flüsternden Festung platziert sind, oder als Niederlage, wenn vorher die Chaoskarten verbraucht sind.

Storm Vault ist ein wirklich kurzweiliges, schnell erlernbares kooperatives Spiel, das einen hohen Wiederspielwert hat, da die Verteilung der Questkarten, wie auch der Champions des Chaos auf dem Spielplan von Partie zu Partie immer wechselt. Zudem bietet es die Möglichkeit, Partien in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu spielen. Was auch gefällt, ist die Tatsache, dass die beigefügten, Games Workshop-typisch detailverliebt gestalteten Miniaturen auch für ungeübte Bastler problemlos zusammenzubauen sind und man dabei auch ohne Plastikklebstoff auskommt.

Titel: Storm Vault
Autor: k.A.
Verlag: Games Workshop

Klassiker: Raumflotte Gothic

In unserer neuen Rubrik Klassiker werden wir in loser Folge Spiele vorstellen, die schon vor längerer Zeit erschienen und teilweise auch nur noch antiquarisch erhältlich sind. Den Auftakt bildet Raumflotte Gothic von Games Workshop. Der englische Spieleverlag ist vor allem für seine Tabletop-Reihen Warhammer und Warhammer 40.000 bekannt. Daneben erscheinen immer wieder Saisonspiele, mit identischem Spielprinzip, die aber nur kurze Zeit offiziell im Verkauf sind. Eines dieser Saisonspiele war Raumflotte Gothic, das in Deutschland 1999 erstmals angeboten wurde. Als Teil der Warhammer 40.000-Reihe war es als Strategiespiel für Raumschlachten konzipiert, wobei die Rahmenhandlung die Invasion des so genannten Gothic-Sektors durch die Mächte des Chaos lieferte.

Die Grundbox enthielt neben einem dicken Regelbuch, Spielmarkern, Würfeln und Messlinealen auch die entsprechenden Raumschiffminiaturen für die imperiale Flotte und die Flotte des Chaos in Bausatzform, mit denen wenigstens zwei Spieler eine Partie starten konnten. In den folgenden Monaten ergänzten weitere Miniaturen dieser beiden Völker und später auch weiterer Fraktionen wie der Space-Orks, der Eldar, der Dark Eldar oder der Tyraniden das Angebot.

Da Battlefleet Gothic wie gesagt von vorneherein als Saisonspiel konzipiert war, verschwand es nach gut einem Jahr auch wieder aus dem offiziellen Programm. Über die Mailorder von Games Workshop blieben die Miniaturen aber eine gewisse Zeit noch weiter erhältlich. Daneben brachten die Games Workshop Töchter Specialist Games Studios und Forge World noch zusätzliche Miniaturen heraus, so dass am Ende für alle Völker des Warhammer 40.000 Universums Raumschiffe und entsprechende Regeln vorhanden waren. Letztere wurden 2004 in einem eigenen Regelbuch namens Battlefleet Gothic Armada zusammengefasst, das als PDF auf der Games Workshop Seite heruntergeladen werden konnte.

Auch wenn die Raumschiffminiaturen aufgrund vieler kleiner Anbauteile sehr heikel für einen wirklichen Einsatz auf dem Spielfeld sind, erfreut sich Raumflotte Gothic bis heute einer großen Fangemeinde. So nutzen einige Spieler mittlerweile die Möglichkeiten des 3D-Drucks, um ihre Flotten um weitere Raumschiffe zu ergänzen. Zudem brachte Tindalos Interactive 2016 das Echtzeitstrategiespiel Battlefleet Gothic Armada heraus. Ob und wann es jemals wieder eine Neuauflage des Tabletops geben wird, war auch auf Nachfrage am Stand von Games Workshop auf der Spielwarenmesse in Nürnberg nicht zu erfahren, doch ausgeschlossen ist es nicht.