Alle Beiträge von Joachim Dauenhauer

Seat wars


Anders Ayala hat über Kickstarter das Spiel Seatwars realisiert, in dem 2 – 5 Spieler mit ihren Fahrgästen um die Spitzplätze in einem Bus kämpfen.

Der Spielplan kann für 2 Spieler, oder für 3 – 5 Spieler aufgebaut werden.
Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Spieler 5 Karten, sowie 5 Spielmarker, um seine Fahrgäste im Bus zu markieren.

In jeder Runde haben die Spieler 3 Aktionen:

Eine Aktionskarte von der Hand spielen, einen Fahrgast auf einen der freien Plätze setzen, oder für einen Fahrgast, der es geschafft hat eine Runde lang seinen Sitzplatz zu verteidigen, die Punkte erhalten.
Für jede Aktion, die ein Spieler nicht genutzt hat, darf er am Ende seines Zuges eine Karte ziehen.

Wenn gerade kein freier Sitzplatz zur Verfügung steht, können die Spieler die Fahrgäste ihrer Gegenspieler von ihren Sitzplätzen verteiben. Der stärkere Fahrgast gewinnt.
Über Aktionskarten können die Spieler ihren Fahrgästen helfen, länger durchzuhalten.

Ziel des Spiel ist es, die meisten Punkte zu sammeln. Fahrgäste, die eine Runde auf ihrem Platz sitzen bleiben, bringen ihre volle Punktzahl. Werden sie durch Aktionkarten früher gewertet, bringen sie nur einen Teil der Punkte.
Wärend des Spiels tauchen hin und wieder Gegenstände auf, die den Spieler zusätzliche Punkte bringen können.

Titel: Seat wars
Auto: Andres Ayala
Verlag: detestable games

Tiny epic Galaxies

Tiny epic Galaxies von Scott Almes ist ein Würfelspiel, in dem sich 1 – 5 Spieler im Wettstreit befinden, um neue Planeten zu kolonisieren und am Ende die größte und fortschrittlichste Galaxie von allen zu haben.

Gewonnen hat am Ende der Spieler, der es schafft 21 Punkte zu sammeln.

Punkte gibt es für kolonisierte Planeten, das Verbessern der eigenen Galaxie und das Erfüllen der Secret Mission.

Die Spieler beginnen das Spiel mit jeweils zwei Raumschiffen, mit denen sie auf Planeten landen oder diese kolonisieren können.

Je nachdem wie fortschrittlich die Galaxie ist, würfeln die Spieler mit vier bis sieben Würfeln. Mit den Würfeln die der Spieler aktiviert, kann er seine Schiffe bewegen, seinen Vorrat an Energy und Culture erhöhen, mit denen man die Kosten für die Aktionen im Spiel bezahlt, über Diplomacy oder Economy Planten kolonisieren und mit Utilize a colony seine Galaxie verbessern oder eine der besonderen Eigenschaften der Planten nutzen.

Falls einen das Glück beim Würfeln verlässt, gibt es noch einen Converter. Einmal pro Runde kann man zwei Würfel in den Converter legen, um einen der übrigen Würfel in ein beliebiges Ergebnis umzuwandeln.

Spielt man das Spiel alleine, spielt man gegen eine von fünf verschiedenen Rouge Galaxies. Hier gibt einem das Regelwerk vor, was bei den einzelnen Würfelergebnissen zu tun ist.

Das Spiel begeistert durch knapp gehaltene Regeln, einen einfachen Einstieg ins Spiel und eine kurze Spieldauer. Durch die vielen Möglichkeiten das Spiel gewinnen zu können, werden Fans von Strategiespielen hier auf jeden Fall auf ihren Spaß haben.

Titel: Tiney epic Galaxies
Autor: Scott Almes
Verlag: Gamelyn Games

Side effects

Side effects ist ein Kartenspiel für 2-8 Spieler, in dem die Spieler versuchen müssen, ihre psychischen Störungen in den Griff zu bekommen.
Jade Shames, Ben Bronstein, Jen Igartua und Kat Thek von Pillbox Games haben ihr Projekt Side effects über Kickstarter erfolgreicht realisiert.

Jeder Spieler bekommt vier psychische Störungen, die er entweder mit Medikamenten behandeln, oder durch eine Therapie heilen muss. Bei sechs oder mehr Spielern, bekommt jeder Spieler nur drei Störungen. Gewonnen hat der Spieler, bei dem am Ende seiner Runde alle Störungen geheilt sind oder behandelt werden.
Jede Runde beginnt damit, zwei Karten zu ziehen. Danach darf der Spieler bis zu zwei Karten ausspielen, um entweder seine eigenen Störungen zu behandeln oder den Zustand anderer Spieler zu verschlechtern. Die Runde des Spieles endet, wenn er zwei Karten ausgespielt hat.
Falls ein Spieler keine Karte ausspielen möchte, kann er auch mit anderen Spielern Karten tauschen oder passen.
Am Ende seines Zuges darf ein Spieler nicht mehr als sechs Karten auf der Hand haben.

Wird eine Störung durch eine Therapie geheilt, kommt die Karte aus dem Spiel.
Behandelt man die Störung mit Pillen, werden diese auf Karte der Störung gelegt und diese bleibt im Spiel. Die anderen Spieler können jetzt in ihrem Zug die Nebenwirkung der Pillen hervorrufen, Folgeerscheinungen der Störung auslösen oder die Wirkung der Pillen beeinflussen.

Ob das Thema dem einen oder anderen etwas herb erscheint, liegt im Auge des Betrachters. Für zwischendurch, oder gerade wegen seines schwarzen Humors als
Party-Spiel, ist es auf jeden Fall sehr gut geeignet.
Die Regeln sind einfach und schnell zu erklären.

Verlag: Pillbox Games
Autoren: Jade Shames, Ben Bronstein, Jen Igartua und Kat Thek
Spieler: 2-8
Alter: 14+
Spielzeit: 10min – 30min

Diesel Demolition Derby

Eine Gesellschaft in der Krise. In ihrer Unterwelt hat sich eine gefährliche Liga etabliert, in der dieselbetriebene Kampfmaschinen für Ruhm, Geld und Macht kämpfen.


Diesel Demolition Derby von Matthew Dunstan, ist ein Card Drafting Spiel bei dem 2 bis 6 Spieler jeweils einen Kämpfer auswählen, der sich mit seinen Kontrahenten messen soll.
Man kann aus 5 verschiedenen Waffengattungen wählen.

Battlemekk, Ravager, Contraption, Wunderwaffe und Tank.

Jede Waffengattung hat unterschiedliche Fähigkeiten und Kampfkraft.
Die Spieler legen ihre Kämpfer verdeckt vor sich und geben die restlichen Karten an den Spieler zu ihrer linken weiter. Danach werden die Karten gleichzeitig umgedreht und die Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer nach der Reihenfolge ihrer Kampfkraft abgehandelt.
Der Kämpfer der am Ende noch steht, verbleibt vor dem Spieler.
Das Spiel ist in einzelne Derbys unterteilt. Ein Derby endet, wenn die Spieler alle Handkarten ausgespielt oder abgelegt haben.
Ist das Derby zu Ende, zählen die Spieler die Kampfkraft ihrer verbliebenen Kämpfer zusammen. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt das Derby und erhält einen Token. Wer als erstes 3 Derbys gewonnen hat, ist der Sieger.

Durch die unterschiedlichen Fähigkeiten wird dem Spieler das Gefühl des Chaos des wilden Schlachtgetümmels vermittelt. Man kann sich keinesfalls darauf verlassen, dass die größte Kampfmaschine am Ende wirklich noch steht.
Mir gefällt an dem Spiel sehr gut, dass die Regeln schnell erklärt sind. Auch ist das Artwork ein Augenschmaus für Fans von Dieselpunk.

Titel: Diesel Demolition Derby
Autor: Matthew Dunstan
Verlag: LudiCreations

Black Stories

Black Stories

Partyspiel – Füller – Kriminalspiel – Rätsel Spiel ..

Es gibt viele Bezeichnungen für die Kartenspiel-Reihe von Holger Bösch. Seit 2004 hat es dieses Spiel mit seiner treuen Fangemeinde auf fast 40 Titel gebracht und einen gewissen Kultstatus erlangt. Jede Edition steht unter einem bestimmten Thema und kommt mit 50 einzelnen Rätseln.

Zu Beginn des Spiels werden die Rätsel gemischt und verdeckt in die Mitte des Tisches gelegt. Ein Spieler wird zum Gebieter. Er kann gewählt werden, sich freiwillig melden oder man wechselt sich einfach ab. Als Gebieter leitet man das Spiel, liest das Rätsel auf der Vorderseite der Karte laut vor und muss den restlichen Spielern ihre Fragen mit „Ja oder Nein“ beantworten, bis das Rätsel über die Umstände des Mordes gelöst wurden. Die Lösung zum Rätsel steht jeweils auf der Rückseite der Karten.

 

Titel: Black Stories – 50 rabenschwarze Rätsel aus dem Reich der Mythen, Sagen und Legenden
Autor: Corinna Harder und Jens Schumacher
Verlag: Moses

Hellapagos

Schiffbruch! So lässt sich das Motto von Hellapagos des Autorenteams Laurence und Philippe Gamelin, das 2017 in einer deutschen Version beim französischen Verlag Gigamic erschienen ist, wohl am treffendsten umschreiben. Das Spielmaterial verbirgt sich in einer kompakten kleinen Box mit witzig gestalteter Grafik und umfasst neben den Regeln, den Spielplan, 3 Marker, 92 Karten, 6 Holzkugeln und einen Jutesack. Aktuell ist das Spiel ausverkauft, die neue Auflage soll aber Ende Juni in den Handel kommen.

Gerade noch waren die Spieler auf einer Kreuzfahrt und finden sich nun auf einer kleinen Insel als Schiffbrüchige wieder. In der Eile konnten sie nur noch wenige Gegenstände greifen, bevor sie mit den anderen Passagieren von Bord gehen mussten. Doch es ist noch nicht geschafft. Um zu überleben, müssen Vorräte gesammelt werden und sie brauchen ein Floß, um wieder von der Insel zu kommen. Aber die Überlebenden sind dort nicht allein und die Zeit drängt, denn ein Hurrikan naht.

Hellapagos ist für 3 bis maximal 12 Spieler konzipiert und die Regeln leicht verständlich. Ebenso schnell ist die Startaufstellung aufgebaut, bei der jeder Spieler einen Satz Karten mit seinen Startgegenständen erhält, und ein Grundvorrat an Wasser und Nahrung vorgegeben wird. In einer Runde kann sich nun jeder Spieler entscheiden, ob er für die Gruppe nach Nahrung sucht oder Wasser sammelt. Oder der Spieler begibt sich in den Wald, um dort nach Holz für den Bau des Floßes zu suchen. Doch Vorsicht! Wer sich zu tief in den Wald traut, wird feststellen, dass es dort giftige Tiere gibt. Eine weitere mögliche Aktion ist es, im Schiffswrack nach Gegenständen zu tauchen. Angefangen von Werkzeug und Nahrungsrationen gibt es dort Waffen und andere nützliche Dinge. Allerdings ist nicht alles, was man so findet, am Ende wirklich hilfreich. Haben alle Spieler ihre Aktion durchgeführt, muss überprüft werden, ob genügend Wasser und Nahrung für die Gruppe vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall entscheidet die Gruppe, wer nichts erhält und damit ausscheidet. Sofern der betroffene Spieler nicht vielleicht doch einen Gegenstand auf der Hand hat, der ihn rettet. Nach maximal 10 Runden erreicht der Hurrikan die Insel und die letzten Überlenden müssen nun auf dem Floß die Insel verlassen, was neues Konfliktpotential birgt, denn es muss sich erst noch zeigen, ob Platz und Vorräte wirklich für alle reichen.

Das Spiel ist sehr kurzweilig und hält sein Versprechen, ein kooperatives Spiel zu sein. Zumindest solange, bis die Vorräte nicht mehr reichen und jeder egoistisch sein eigenes Überleben sichern will. Gerade diese Komponente macht Hellapagos so reizvoll. Zudem kann es mit einer guten Ausstattung punkten, bei der vor allem der Aufsteller für das Wrack, in dem die Karten für die Ausrüstung ihren Platz finden, und der Jutesack für die Holzkugeln eine besondere Erwähnung verdienen. Gerade für Anfänger, die Hellapagos zum ersten Mal spielen, empfiehlt es sich, eine (oder zwei) der Karten ohne Regen zu den fünf Karten mit dem Hurrikan zu mischen. Das sorgt für weniger Probleme mit Wassermangel. Ein weiterer Tipp ist, sich gute Ausrüstung zu sichern. Gerade Karten, die permanent im Spiel bleiben und für Wasser, Essen oder Holz sorgen, sind eine große Hilfe.

Titel: Hellapagos
Autoren: Laurence und Philippe Gamelin
Verlag: Gigamic