Mai 2018

Terraforming Mars – Nächster Halt: Venus

Nachdem die Menschheit den Mars erfolgreich kolonisiert hat, hat sich die Erdregierung entschlossen, nun auch die Kolonisierung der Venus in Angriff zu nehmen. Dies ist die Rahmenhandlung für die zweite Erweiterung von Terraforming Mars, die der Schwerkraft Verlag erstmals auf der Spiel `17 angeboten hat. Nächster Halt: Venus kann sowohl mit dem Grundspiel als auch der Hellas & Elysium-Erweiterung kombiniert werden. Sie bringt als zusätzliches Spielmaterial das Venus-Spielbrett, 5 neue Konzernkarten, 49 zusätzliche Projektkarten sowie den Venus-Marker und Plättchen für den Meilenstein Wolkenkönig und die Auszeichnung Venusianer mit. An den Grundregeln ändert sich nichts, allerdings gibt es am Ende der Produktionsphase jetzt optional die so genannte Solarphase, in der die Erdregierung vertreten durch den Startspieler einen Terraforming Schritt auf dem Mars vollzieht. Durch diese kleinen Variationen des Grundspiels ist es dem Spielautor einmal mehr gelungen, komplett neue Elemente in das Spiel zu bringen.

Wie üblich ist auch Nächster Halt: Venus qualitativ gut gemacht, was allerdings auch wieder seinen Preis hat. Wer zur Kolonisierung der Venus aufbrechen will, muss erst einmal 27,– für diese neueste Erweiterung von Terraforming Mars investieren.

Titel: Terraforming Mars – Nächster Halt: Venus
Autor: Jacob Fryxelius
Verlag: Schwerkraft Verlag

Dominion – Mit 6 oder mehr Spielern

Auf der Spiel `08 hatte das Spiel Dominion des amerikanischen Autors Donald X. Vaccarino seine Premiere, das in der Folge zum Spiel des Jahres 2009 gekürt wurde. Mit ihm erreichte der bisher nur bei Anhängern von Trading-Card-Games bekannte Spielmechanismus des Deck-Building erstmals die breite Masse der Spielefans. Zunächst im Vertrieb von Hans im Glück, übernahm der Herausgeber Rio Grande Games die Vermarktung der Dominion-Reihe 2013 wieder selbst und setzt in Deutschland auf den Verlag ASS Altenburger als Vertriebspartner. Das Dominion-Grundspiel umfasst 500 Karten (Basiskarten und 25 Typen Königreichkarten), die zusammen mit den Spielregeln in einer Box mit entsprechender Einlage sauber sortiert untergebracht werden können.

In Dominion starten die Spieler als Kleingrundbesitzer mit einem Kartendeck aus etwas Geld und einigen Ländereien. In der Folge gilt es nun, das eigene Kartendeck und somit sein Imperium durch geschicktes Taktieren auszubauen. Dies geschieht auf drei Ebenen. Zum einen muss das Geld vermehrt werden, denn je höherwertig eine Karte ist, desto teurer ist sie auch. Zum zweiten muss das eigene Kartendeck um Aktionskarten, die so genannten Königreichkarten, ergänzt werden, die dem Spieler zusätzliche Aktionsmöglichkeiten in seiner Runde geben. Und nicht zuletzt müssen auch die Ländereien ausgebaut werden, denn nur sie zählen in der Endabrechnung und bringen den Sieg.

Das Dominion Grundspiel ist für maximal 4 Spieler ausgelegt. Für Partien bis zu 6 Spieler bietet Rio Grande eine Box mit zusätzlichen Basiskarten (Punktekarten, Geldkarten und Fluchkarten) an, für noch größere Runden müssen 2 Grundspiele kombiniert werden, um eine entsprechende Menge Basiskarten zu haben.

Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler 7 Geldkarten Kupfer, sowie 3 Punktekarten Anwesen. Diese mischt jeder Spieler und legt sie als persönlichen Nachziehstapel vor sich ab. Die obersten 5 Karten bilden seine Starthandkarten. Die übrigen Geld- und Punktekarten, sowie die Fluchkarten und ein Set von 10 Typen an Königreichkarten werden als allgemeiner Vorrat in die Tischmitte gelegt.

Reihum führt nun jeder Spieler seinen Zug aus, der aus 3 Phasen besteht. In der Aktionsphase kann er mindestens eine Aktionskarte ausspielen und führt die Anweisungen auf der Karte aus. In der nun anschließenden Kaufphase kann er mindestens eine Karte aus dem allgemeinen Vorrat zum Ausbau seines Kartendecks kaufen und legt diese offen auf seinen Ablagestapel. Die Aufräumphase beendet den Spielzug. Hier legt der Spieler alle noch vorhandenen Handkarten auf seinem Ablagestapel ab, auf den auch die übrigen ausgespielten Karten wandern. Vom Nachziehstapel zieht er 5 neue Karten auf die Hand.

Das Spiel endet, sobald keine Provinzen mehr im allgemeinen Vorrat sind oder 4 beliebige Stapel aus diesem aufgebraucht sind. Jeder Spieler zählt nun die Punktwerte aller seiner Karten im Deck zusammen und derjenige mit den meisten Punkten gewinnt.

Dominion ist ein komplexes Spiel, hat aber leicht verständliche Regeln. Der Reiz liegt in der großen Variabilität, die sich dadurch ergibt, dass man die 10 Typen an Königreichkarten für den allgemeinen Vorrat immer wieder neu kombinieren kann. Dadurch muss die Strategie zur Gestaltung des eigenen Kartendecks ebenfalls immer wieder überdacht und neu ausgerichtet werden. Zudem bieten sich beim Deck-Building selbst unterschiedliche Grundstrategien, bei denen man den Fokus mehr auf die Punkte- und Geldkarten oder aber mehr auf die Aktionskarten legen kann.

In der Mehrspielerversion hat man bei Dominion logischerweise längere Wartepausen, bis man wieder zum Zug kommt, als beim Standardspiel mit maximal 4 Spielern. Da aber die Kartenstapel bei mehr Spielern auch schneller schwinden, gilt es hier die Spielzüge der Mitspieler noch genauer zu beobachten, weshalb Partien auch mit 6 oder mehr Spielern problemlos möglich sind. Bei 7 oder 8 Spielern sollten entweder außer den Basiskarten auch die Königreichkarten des zweiten Grundspiels verwendet werden oder alternativ die Partie erst enden, wenn mindestens 5 beliebige Stapel aufgebraucht sind.

Titel: Dominion
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games

Terraforming Mars – Hellas & Elysium

Pünktlich zur Spiel `17 hat der Schwerkraft Verlag mit Hellas & Elysium die von den Fans lang erwartete Erweiterung von Terraforming Mars herausgebracht.  Zwei neue Spielbretter zeigen weitere Regionen des roten Planten, die es nun zu besiedeln gilt. Der Hellas-Spielplan umfasst dabei die Region um den Südpol bis hinunter zum Mars-Äquator. Auf dem Eylsium-Spielplan ist dagegen die Region westlich von Tharsis zwischen dem Olympus Mons und dem Elysium Mons abgebildet. Am grundsätzlichen Spielprinzip ändert sich bei der Verwendung der neuen Spielpläne nichts. Dafür gibt es neue Meilensteine und auch Auszeichnungen, die errungen werden können. Zudem variieren die Platzierungsregeln für einige der Plättchen. Dank dieser kleinen Änderungen müssen die Spieler für die beiden neuen Spielpläne vollkommen neue Strategien entwickeln, um am Ende siegreich aus einer Partie hervorzugehen.

Zur Qualität des Spielmaterials gilt, was schon zum Grundspiel gesagt wurde. Es ist solide und gut gemacht. Der Preis von 20,– ist unserer Meinung nach dagegen etwas hoch angesetzt für ein simples doppelseitiges Spielbrett. Auch wenn man bei Direktbestellung beim Verlag noch die exklusive Projektkarte Pinguine dazu erhält.

Titel: Terraforming Mars – Hellas & Elysium
Autor: Jacob Fryxelius
Verlag: Schwerkraft Verlag