Matter Matters

Thema unseres heutigen Messespecials ist wieder ein Kartenspiel von Amigo, und zwar Matter Matters aus der Feder von Tsutomu Dejima. Als Verpackung dient dem Spiel dabei die übliche, kompakte Rechteckbox, deren Covergestaltung wie auch das gesamte Artwork diesmal die Fiore GmbH zu verantworten hat. Nehmen wir den Deckel ab, so sorgt im Innern ein massiver Pappeinleger dafür, dass die 48 Karten sicher verstaut sind. Ein Regelfaltblatt komplettiert schließlich das Spielmaterial.

Nur wenn ein Gleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie herrscht, sind die Dinge wirklich im Lot. Und so musst auch Du sehen, dass die beiden Extreme ein Gleichgewicht erreichen.

Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler eine Gleichgewichtskarte, die er vor sich ablegt. Die Zahlenkarten werden hingegen gut durchgemischt und je nach Spielerzahl an jeden Spieler eine gewisse Menge als Handkarten verteilt. Die übrigen Karten werden zur Seite gelegt. Ist ein Startspieler bestimmt, kann es losgehen. Der aktive Spieler spielt eine seiner Handkarten in die Tischmitte aus, um einen Stich zu eröffnen. Er muss hierbei entscheiden, ob er die gelbe oder lila Kartenhälfte als Stichfarbe ansagt. Alle anderen Spieler müssen nun reihum die Stichfarbe bekennen. Wer die höchste Karte in der Stichfarbe ausspielt, gewinnt diesen und legt den Stich neben die zugehörige Farbe seiner Gleichgewichtskarte, bevor er den nächsten Stich beginnt. Der aktuelle Durchgang endet, sobald alle Spieler alle Handkarten ausgespielt haben. Die Spieler werten nun ihre gewonnenen Stiche. Liegen rechts und links ihrer Gleichgewichtskarte gleich viele Stiche, wird der Anzahl addiert und als Pluspunkte notiert. Herrscht ein Ungleichgewicht, wird ihre Anzahl subtrahiert und der Wert als Minuspunkte notiert. Dann startet ein neuer Durchgang. Nach mindestens so vielen Durchgängen, wie Mitspieler vorhanden sind, werden die Ergebnisse der einzelnen Durchgänge addiert. Wer so die meisten Punkte hat, gewinnt.

Wir hatten ja nun schon wirklich sehr viele Stichspiele bei uns hier auf dem Redaktionstisch, aber so eines wie Matter Matters ehrlich gesagt noch nie. Denn hier muss man wirklich komplett umdenken. Jede Karte hat ja einen Wert für jede der Stichfarben und zusammenaddiert ergeben diese Werte immer 45. Von daher verliert man eine hohe Zahl der einen Farbe, wenn man den niedrigen Wert der anderen Farbe ausspielt. Sprich, man muss hier doch sehr viel mehr als in jedem klassischen Stichspiel überlegen, was man ausspielt und auch wann. Auch sollte man nicht blindwütig immer nur darauf aus sein, den Stich zu machen. Denn wenn am Ende ein Ungleichgewicht herrscht, hat man schneller, als man denkt, Minuspunkte an der Backe, während der Gegner, der sich mit nur einem Stich pro Farbe zufriedengegeben hat, zwei Pluspunkte notieren kann. Wer einmal etwas wirklich Neues zum Thema Stichspiel sucht, dem sei Matter Matters an dieser Stelle wärmstens empfohlen.

Titel: Matter Matters
Autor: Tsutomu Dejima
Verlag: Amigo