Auch der Denkriesen Verlag war dieses Jahr wieder groß auf der Spielwarenmesse vertreten und hatte auch diverse Frühjahrsneuheiten mit dabei. Eine davon ist das Partyspiel Top or Not von Thomas Odenhoven, das wir uns heute einmal etwas genauer anschauen wollen. Als Verpackung dient dem Spiel dabei eine kompakte Rechteckbox mit Pappeinleger. Dank diesem ist das Spielmaterial sauber sortiert in der Box untergebracht. Es besteht im Einzelnen aus 172 Karten, 24 Chips und dem Regelheft.
Welches Thema wird der Chief wohl diesmal aufdecken? Und wirst Du die passenden Karten dafür auf der Hand haben?
Zur Spielvorbereitung werden die zur Spielerzahl passenden Top-Chips verdeckt gemischt und in die Tischmitte gelegt. Auch die Wortkarten werden gut durchgemischt und an jeden Spieler acht verteilt. Sind auch noch die Themenkarten gemischt und hat sich die Gruppe entschieden, mit welcher Seite von ihnen sie spielen will, muss zuletzt noch der Chief für die erste Runde bestimmt werden, dann kann es losgehen. In jeder Runde deckt der aktuelle Chief die oberste Karte vom Stapel der Themenkarten auf und liest diese vor. Ebenso deckt er einen der Top-Chips auf. Beginnend mit seinem linken Nachbarn legen die Spieler reihum nun eine ihrer Handkarten verdeckt in die Tischmitte. Dies erfolgt so lange, bis alle Spieler gepasst haben. Der Chief sammelt dann die Karten ein, mischt sie und schaut sie sich an. Anschließend legt er sie in einer Reihe vor sich aus, wobei links die Karte liegt, die er am zutreffendsten für die Themenkarte findet, rechts die, die er als am wenigsten zutreffend erachtet. Bei Bedarf können die Spieler nun versuchen, den Chief noch zu beeinflussen, doch letztlich trifft er die Entscheidung, wie er die Karten anordnet. Nun sagen die Spieler, von wem welche Karte ist. Alle Karten, die innerhalb der Top X liegen, deren Anzahl durch den Top-Chip vorgegeben wird, haben gewonnen. Alle Karten außerhalb der Top X haben verloren und die Besitzer müssen je Karte zwei Karten vom Wortkarten-Stapel ziehen. Der Spieler, dessen Karte ganz links liegt, erhält zudem den Top-Chip. Danach wird der Spieler links vom aktuellen Chief zum neuen Chief und die nächste Runde startet. Die Partie endet, wenn ein Spieler nach der Wertung keine Handkarten mehr hat und alle Spieler gleich oft Chief waren. Dieser Spieler gewinnt dann die Partie. Ansonsten muss er vier Karten nachziehen und es wird so lange weitergespielt, bis alle gleich oft Chief waren. Es gewinnt dann, wer die wenigsten Handkarten hat. Die Partie endet ebenfalls, wenn alle Themenkarten gespielt wurden. Auch hier gewinnt, wer die wenigsten Handkarten hat.
Top or Not wird seinem Anspruch als Partyspiel wirklich vollauf gerecht, wobei es zugegeben seinen vollen Reiz erst mit mehr als drei Spielern entfaltet. Wie bei Partyspielen üblich, sind die Regeln mehr als einfach und leicht verständlich, so dass man sofort drauf losspielen kann. Beim Ausspielen der Karten ist dann bisweilen etwas Taktieren angesagt, denn die Anzahl der Karten, die in die Top X kommen, ist durch den Top-Chip im Regelfall doch sehr beschränkt und wenn man dann nur Karten auf der Hand hat, die eigentlich alle nicht so wirklich zum aktuell geforderten Thema passen wollen, kann es manchmal durchaus sinnvoll sein, gleich zu passen, anstatt zu riskieren, aus der Runde mit mehr Handkarten hervorzugehen als zu Beginn. Für Fans von Partyspielen, die nach etwas Neuem suchen, ist Top or Not jedenfalls definitiv eine Überlegung wert.
Titel: Top or Not
Autor: Thomas Odenhoven
Verlag: Denkriesen







