Der nächste Titel in unserem kleinen Messespecial ist erneut eine Frühjahrsneuheit von Kendi Games und zwar das Würfelspiel Sneaky. Geistiger Vater hinter diesem Titel ist Jannik Walter und als Verpackung dient ihm einmal mehr eine kompakte Rechteckbox. Öffnen wir diese, so sorgt im Innern ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial. Dieses wiederum bilden sieben Würfel, 44 Karten und das mehrsprachige Regelheft.
Die Räuber sind mal wieder auf Beutezug. Doch wer wird hier am Ende die größte Beute machen? Nur wer klug agiert und nicht zu gierig wird, wird Erfolg haben.
Zur Spielvorbereitung werden die Räuberkarten gemischt und als verdeckter Stapel in die Tischmitte gelegt. Von ihm werden drei Karten aufgedeckt, wobei diese zum Spielstart je einen Räuber mit den Werten 1, 2 und 3 zeigen müssen. Von den Handschellenkarten erhält jeder Spieler zu Beginn zwei, die übrigen bilden den allgemeinen Vorrat. Liegen auch noch die Würfel bereit und ist ein Startspieler bestimmt, kann es auch schon losgehen. In seinem Zug würfelt der aktive Spieler alle Würfel. Dann muss er mindestens einen Würfel auf eine offene Räuberkarte passender Farbe der Auslage in der Tischmitte oder ggf. auch auf eine offene Räuberkarte in der Auslage von Mitspielern legen. Danach kann er entscheiden, ob er mit den verbliebenen Würfeln weiter würfeln will oder nicht. Würfelt der Spieler, muss er danach wieder mindestens einen Würfel auf eine der Karten legen. Würfelt er nicht, nimmt er sich die Karten, die vollständig mit Würfeln passender Farbe belegt sind. Einser-Räuber dreht der Spieler dabei um, Zweier- und Dreier-Räuber legt er offen auf einem Stapel vor sich ab, so dass andere Spieler diese eventuell klauen können. Gelingt es dem Spieler, zwei Karten der Auslage zu nehmen, erhält er zusätzlich eine Handschellenkarte. Kann der Spieler keine Karte der Auslage nehmen, muss er dagegen eine Handschellenkarte abgeben. Sollte ein Spieler nach dem Würfeln keinen Würfel regelkonform legen können, endet sein Zug sofort und er macht keine Beute. Hat der Spieler seinen Zug beendet, wird die Auslage ggf. wieder aufgefüllt, dann ist sein linker Nachbar am Zug. Die Partie endet, wenn der letzte Räuber aufgedeckt und in die Auslage gelegt wird mit einer kompletten Runde. Danach addieren die Spieler die Werte ihrer gewonnenen Räuber. Zudem erhält der Spieler mit den meisten Handschellenkarten fünf Zusatzpunkte. Wer so die meisten Punkte hat, gewinnt.
Bei Spielen von Kendi Games kann man beim Kauf eigentlich nichts falsch machen und so ist es auch im Falle von Sneaky. Wir haben hier ein sympathisches, kleines Würfelspiel für die ganze Familie und mit dementsprechend einfachen Grundregeln vor uns. Wie bei einem Würfelspiel kaum anders zu erwarten, ist der Glücksfaktor natürlich extrem hoch, denn welche Würfelfarben man am Ende erwürfelt, weiß man vorher nie. Von daher muss man stets situativ entscheiden, was man macht. Und bisweilen kann es dann auch besser sein, man belässt es bei einem Einser-Räuber aus der Auslage, als darauf zu spekulieren, dem Mitspieler einen Dreier-Räuber zu mopsen, wenn die gewünschte Farbe einfach nicht kommen will. Wir hatten mit diesem Titel jedenfalls definitiv unseren Spaß.
Titel: Sneaky
Autor: Jannik Walter
Verlag: Kendi Games






