Auf der SPIEL 25 in Essen stellte Skellig Games die deutsche Version von Transgalactica des Autors Daniele Tascini vor, welches 2025 im Original bei Devir erschienen war. Als Verpackung dient dem Titel dabei eine quadratische Standardbox mit aufwendiger Covergestaltung, die wie auch das sonstige Artwork aus der Feder von Edu Valls stammt. Öffnen wir die durchaus gewichtige Box, wird schnell klar, wie das Gewicht zustande kommt, denn sie ist wirklich randvoll mit Spielmaterial. Dieses besteht aus dem doppelseitigen Spielplan, einer doppelseitigen Karte, fünf Tableaus, 88 Figuren, 120 Markern, 20 Planeten, 86 Plättchen, einem Rundenzähler, 39 Credits, 101 Karten und dem Regelheft.
Durch das Transgalactica Dekret des Galaktischen Senates müssen alle einsatzfähigen Mannschaften aufbrechen, um neue Planeten zu besiedeln und so Reichtum und Wissen vergrößern. Wer wird wohl am erfolgreichsten in die Weiten des Weltalls vorstoßen?
Zur Spielvorbereitung kommt der Spielplan mit der zur Spielerzahl passenden Seite bzw. zusätzlich Karte nach oben auf den Tisch und wird gemäß Anleitung mit dem benötigten Spielmaterial bestückt, bzw. der allgemeine Vorrat daneben platziert. Jeder Spieler erhält das Tableau und das Spielmaterial in der Farbe seiner Wahl. Dieses legt er ebenfalls gemäß Anleitung auf seinem Tableau, auf dem Spielplan oder vor sich ab. Nun werden die Zielkarten gemischt und an jeden Spieler zwei ausgegeben, welche diese aber vor ihren Mitspielern geheim halten. Anschließend werden pro Spieler ein Set aus zwei Vermögenskarten und ein Fertigkeitsplättchen ausgelegt. Beginnend mit dem letzten Spieler in Spielerreihenfolge wählen nun alle zunächst ein Set oder ein Plättchen und dann in umgekehrter Reihenfolge etwas des Typs, das der jeweilige Spieler im ersten Durchlauf nicht genommen hatte. Gemäß dieser Kartensets und des Fertigkeitsplättchens erhalten die Spieler dann ihr Starteinkommen bzw. modifizieren noch die Anzahl an Crewmitgliedern, Siedlungen, etc.. Nun kann es losgehen. Eine Partie Transgalactica wird über fünf Runden gespielt, wobei jede Runde aus drei Phasen besteht. In Phase 1, der Einkommensphase, erhalten die Spieler Einkommen gemäß ihres Tableaus und eventueller sonstiger Boni auf dem Spielplan. Dann folgt die Aktionsphase. Beginnend mit dem Spieler, dessen Marker auf der Prioritätsleiste am weitesten links steht und dann weiter in der Reihenfolge von links nach rechts auf dieser Leiste, platzieren die Spieler eine ihrer Figuren auf einem Aktionsfeld. Bei den Hauptaktionen auf dem Spielplan muss dies die Kapitänsfigur sein. Bei Aktionen auf Planeten oder ggf. dem eigenen Tableau reicht auch ein normales Mannschaftsmitglied. Immer wenn ein Spieler eine Hauptaktion wählt, ist diese für die anderen Spieler blockiert. Allerdings können sie sofort eines ihrer Mannschaftsmitglieder auf die zugehörige Nebenaktion stellen. Wer eine Aktion wählt, muss nun die ev. anfallenden Kosten zahlen und sie dann durchführen. Eventuelle Boni erhält er sofort. Haben so alle Spieler alle ihre Figuren gesetzt, ist diese Phase 2 zu Ende und Phase 3, die Wartungsphase, beginnt. Hier erhalten die Spieler ggf. Siegpunkte oder verlieren welche je nach militärischer Stärke, nehmen alle ihre Figuren wieder zurück auf ihr Tableau, ersetzen Plättchen auf dem Spielplan, aktualisieren die Prioritätsleiste und schieben den Rundenmarker vorwärts. Nach Ende der fünften Runde erfolgt dann noch eine Endwertung. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Wir waren ja schon nach der ersten Beschreibung, die wir von Transgalactica gelesen hatten, mehr als gespannt auf dieses Spiel und unser Gefühl hat uns auch diesmal wieder nicht getäuscht. Wir haben hier ein sehr gut gemachtes asymmetrisches Strategiespiel mit Workerplacement-Mechanismus vor uns, das Spaß macht. Das Regelheft erschlägt einen zwar beim ersten Durchlesen ein wenig und könnte an der einen oder anderen Stelle auch etwas mehr Struktur vertragen, aber hat man die Regeln einmal drin – und schwer sind diese genau genommen nicht wirklich – dann spielt sich das Spiel eigentlich recht flott. Es sei denn einer der Mitspieler grübelt wieder gefühlt Stunden über seinen Zug. Doch hier genau nachzudenken, was man tut und vor allem wann, kann definitiv nicht schaden, denn wie bei jedem Workerplacement-Spiel hat man nie genug Spielfiguren, um alle Aktionen, die man machen möchte, auch machen zu können. Wir waren von Transgalactica jedenfalls nachhaltig begeistert, wobei wir einen kleinen Abzug in der B-Note vergeben müssen, denn die ganzen Figuren mit den mitgelieferten Stickern zu bekleben, ist echt kein Spaß.
Titel: Transgalactica
Autor: Daniele Tascini
Verlag: Devir / Skellig Games





















