Skiwi

Eher zufällig sind wir in der doch meist recht chaotischen Halle 3 auf der SPIEL in Essen über den noch jungen Verlag Zilverspar Games gestolpert. Dieser hatte mit Skiwi den Erstling der Autorin Marinde Knepers dabei, welcher Thema unseres heutigen Blogbeitrages sein soll. Geliefert wird das Kartenspiel in einer typisch kompakten Rechteckbox, deren Cover der namensgebende skifahrende Kiwi ziert. Öffnen wir die Box, so finden wir darin 52 Karten, welche auch die Spielregeln in deutscher, englischer und holländischer Sprache beinhalten.

Der kleine Kiwi liebt nichts so sehr wie Skifahren. Doch ist dieses Hobby mehr als wetterabhängig. Wird es euch zusammen gelingen, für den Kiwi die perfekte Skipiste zu bauen?

Zur Spielvorbereitung werden die Skiwi-Karten gemischt und an die Spieler je eine ausgegeben, welche diese offen vor sich ablegen. Die übrigen bilden den verdeckten Nachziehstapel. Von diesem wird nun die oberste Karte offen als Startkarte in die Tischmitte gelegt. Anschließend werden die Wetterkarten gemischt und als weiterer verdeckter Zugstapel abgelegt. Zuletzt werden aus den Punktekarten zwei Stapel gebildet, einer in aufsteigender Sortierung von 0 bis 18, der andere in absteigender Sortierung von -1 bis -4. Auch diese beiden Stapel werden am Rand des Spielfelds platziert. Ist ein Startspieler bestimmt, kann es losgehen. Der aktive Spieler legt in seinem Zug seine Skiwi-Karte an eine der Skiwi-Karten der Auslage an. Dann deckt er die oberste Karte des Wetterkarten-Stapels auf und führt deren Anweisungen durch, d.h. er muss im Regelfall seine Karte drehen. Anschließend muss er sie wieder neu passend an eine der Skiwi-Karten der Auslage anlegen. Nun erfolgt eine Wertung. Für Übereinstimmungen zwischen der neu gelegten und den bereits liegenden Skiwi-Karten, die sie berührt, gibt es jeweils einen Pluspunkt. Stimmen die Karten nicht überein, gibt es entsprechend einen Minuspunkt, was mit den Punktekarten-Stapeln entsprechend nachvollzogen wird. Zuletzt zieht der Spieler eine neue Skiwi-Karte. Ist der Wetterkarten-Stapel aufgebraucht, wird er nochmal neu gemischt. Ist er ein zweites Mal aufgebraucht, endet die Partie und die Gruppe ermittelt anhand ihres Punktestandes, wie gut oder schlecht sie abgeschnitten hat.

Bis auf eine Stelle in den Regeln von Skiwi, die einen zunächst etwas stutzen lässt, sind diese per se eigentlich recht einfach. Und hat man sie mit vereinten Kräften – das Spiel ist ja schließlich auch kooperativ – und damit auch das Spielprinzip einmal verstanden, spielt sich Skiwi alles in allem doch recht geschmeidig und schnell. Wobei man hier ganz klar aufpassen muss, welche Wetterkarten schon aufgedeckt wurden und welche nicht, um entscheiden zu können, wo und vor allem wie man seine Karte anlegt. Wer kooperative Spiele liebt, der wird hier seinen Spaß haben und dass man umweltfreundlich selbst die Spielregeln auf Karten gedruckt hat, ist ein weiterer Pluspunkt.

Titel: Skiwi
Autorin: Marinde Knepers
Hersteller: Zilverspar Games