Mit den Herbstneuheiten 2026 hat Ravensburger das Stichspiel Last Lemming von Marco Teubner angekündigt. Da uns die Beschreibung ganz vielversprechend erschien, haben wir uns ein Exemplar besorgt, welches Thema unseres heutigen Blogbeitrages sein soll. Die Verpackung für das Spiel bildet dabei eine kompakte Rechteckbox mit den namensgebenden Lemmingen auf dem Cover, wobei es diese in das alte Rom verschlagen hat. Das Design stammt aus der Feder von Cam Kendell, der auch das sonstige Artwork verantwortet. Nehmen wir den Deckel der Box ab, so finden wir in ihr vier doppelseitige Spielplanteile, die zweiteilige Wertungstafel, 100 Karten, 24 Chips, sechs Figuren und das Regelheft.
Schon im alten Rom führten alle Wege zur Klippe und jeder will dort natürlich möglichst weit vorne stehen. Nur herunterstürzen will ebenso natürlich keiner…
Zur Spielvorbereitung kommt die Wertungstafel mit der zur Spielerzahl passenden Seite nach oben auf den Tisch, die Siegpunkte-Chips kommen als allgemeiner Vorrat daneben. Unterhalb der Wertungstafel werden vier zufällige Regelkarten verdeckt abgelegt. Die Spielkarten wiederum werden verdeckt gut durchgemischt und an jeden Spieler 12 ausgeteilt. Die Spieler erhalten zudem die Spielfigur in der Farbe ihrer Wahl nebst zugehöriger Charakterkarte sowie drei Siegpunkte. Die Spielplanteile wiederum werden in der richtigen Reihenfolge aneinandergelegt und die Spieler stellen anschließend ihre Figuren in einer Reihe neben das Startfeld. Ist ein Startspieler für die erste Runde bestimmt, wird die erste Regelkarte aufgedeckt und die Spielplanteile auf die angegebenen Seiten gedreht. Haben nun alle Spieler noch vier ihrer Handkarten abgeworfen, kann es losgehen. Der Startspieler eröffnet den ersten Stich, indem er eine seiner Handkarten ausspielt, welche die Stichfarbe vorgibt. Die anderen Spieler müssen diese reihum bedienen oder eine X-Karte ausspielen. Wer den Stich gewinnt, ergibt sich dann aus den Vorgaben der Regelkarte, ebenso wer, ob und wie weit die Spieler ihre Figuren bewegen dürfen. Hierbei gilt zu beachten, dass ein Spieler, der seine Figur auf ein schon besetztes Feld bewegt, die dort stehende Figur auf das nächste bzw. vorherige Feld schiebt. Landet eine Figur auf einem Feld mit Loch oder stürzt über die Klippe, stellt sie der Spieler wieder an den Start und muss einen Siegpunkt in den Vorrat legen. Wer den aktuellen Stich gewonnen hat, eröffnet anschließend den nächsten. Nachdem die acht Stiche einer Runde gespielt wurden, wird die Platzierung der Lemminge auf der Strecke überprüft und die Spieler erhalten entsprechend Siegpunkte. Anschließend werden sie in der gegebenen Reihenfolge wieder an den Start gestellt, alle Karten eingesammelt, wieder gemischt und erneut an jeden Spieler 12 verteilt, die alte Regelkarte umgedreht und die nächste aufgedeckt, so dass die neue Runde starten kann. Wer so nach vier Runden die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.
Um es vorwegzunehmen, unser Bauchgefühl hat uns nicht getäuscht. Last Lemming ist ein Spiel für die ganze Familie, das einfach nur Laune macht. Die Grundregeln sind dabei sehr einfach und leicht verständlich. Was den Reiz dieses Titels ausmacht, ist die Tatsache, dass sich durch die Regelkarten einerseits der Spielplan und andererseits die Siegbedingungen für die Stiche und auch die Regeln für die Bewegung immer wieder ändern. Von daher kommt hier definitiv keine Langeweile auf, weil man jede Runde seine Strategie neu überdenken muss. Zudem kann man hier seine Schadenfreude so richtig ausleben, indem man entweder die Konkurrenten bewusst in ein Loch oder über die Klippe schiebt oder seine Karten so ausspielt, dass die Mitspieler von selbst in ihr Verderben geraten. Wir hatten mit diesem Titel jedenfalls jede Menge Spaß wozu auch die witzig gestalteten Figuren und ihre Charakterkarten beigetragen haben.
Titel: Last Lemming
Autor: Marco Teubner
Hersteller: Ravensburger











