Bluffit

Während der SPIEL im Oktober 2025 sind wir erstmals über das Kartenspiel Bluffit von Gameplay Publishing gestolpert. Da uns der Titel des Autors Mads Emil Christensen ganz interessant erschien, haben wir uns, als Amigo mit den Herbstneuheiten 2026 eine deutsche Version angekündigt hat, natürlich gleich ein Exemplar besorgt, welches wir heute im Blog einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen wollen. Als Verpackung dient dem Spiel dabei eine kompakte Rechteckbox mit Einleger, in der wir 94 Karten und ein Regelfaltblatt finden, womit dann auch schon das gesamte Spielmaterial aufgezählt wäre.

Wer blufft am besten? Nur wer hier die Nerven behält und seine Gegner erfolgreich an der Nase herumführt, wird selbige am Ende vorne haben und die meisten Punkte absahnen.

Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler ein Set Karten. Ein weiteres Kartenset wird gut durchgemischt und so viele Karten aufdeckt als Auslage in die Tischmitte gelegt, wie Spieler vorhanden sind. Ist dann ein Startspieler bestimmt, kann es losgehen. In jeder Runde wählen alle Spieler zunächst eine ihrer Handkarten aus und legen sie als Gebot verdeckt vor sich ab. Nun wählt der Startspieler eine der Karten der Auslage. Will niemand bluffen, ist anschließend sein linker Nachbar am Zug, usw.. Entscheidet sich dagegen einer der Mitspieler, der noch keine Karte der Auslage hat, zu bluffen, tauschen die beiden Spieler des aktuellen Bluffs ihre verdeckten Karten, schauen sie sich an und der Spieler, dessen Karte den höchsten Wert hat, erhält die betreffende Karte der Auslage. Der Verlierer hingegen erhält nichts. Es ist dabei möglich, dass nach einem ersten Bluff weitere Spieler den Sieger des Bluffs zu einem neuen Bluff herausfordern. Haben so alle Spieler eine Karte gewählt, oder einen Bluff gestartet, nehmen die Spieler, die Karten erhalten haben, diese zu sich und legen sie verdeckt vor sich ab. Eventuell noch vorhandene Karten der Auslage werden abgeworfen. Die Karten, die die Spieler als Gebote verdeckt ausgespielt haben, bilden dagegen die neue Auslage. Haben die Spieler so alle ihre Handkarten ausgespielt, folgt noch eine Finalrunde, in der die Spieler ihre gewonnenen Karten für die Abgabe eines Gebots nutzen können. Nach dieser Finalrunde addieren die Spieler die Werte aller ihrer Karten. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Zugegeben in unserer Testrunde zu dritt ging Bluffit zunächst etwas zäh los, aber je länger die Partie lief, desto turbulenter wurde es bei uns am Tisch. Mit den sechs maximal möglichen Spielern macht dieses Kartenspiel aber definitiv am meisten Sinn, denn es lebt davon, dass Spieler um eine wertvolle Karte in einem Bluff kämpfen. Wer hier einigermaßen den Überblick behält, wer welche Karte gewinnt und was alles ausgespielt wurde, ist natürlich ganz klar im Vorteil, weil er besser abschätzen kann, was die Konkurrenz wohl noch so alles auf der Hand haben könnte und wo sich daher bei einer wertvollen Karte ein Bluff lohnen könnte. Und wer dann noch etwas mehr Abwechslung haben will, der kann noch die Spezialkarten ins Spiel bringen.

Titel: Bluffit
Autor: Mads Emil Christensen
Verlag: Gameplay Publishing / Amigo