Mad Cat Sad Cat

Wenn wir in Essen auf der SPIEL sind, gehört ein Besuch am Stand von Loosey Goosey mittlerweile zur Tradition, denn es gibt dort immer interessante, neue Spiele zu finden. Dieses Jahr hat der Verlag seine 2026-Neuheit schon gut zwei Monate vor Beginn der Messe vorgestellt und uns freundlicherweise ein Vorabexemplar überlassen, das wir uns heute hier im Blog einmal etwas genauer anschauen wollen. Als Verpackung dient dem Titel eine kompakte Box im Rechteckformat mit den namensgebenden Katzen, bzw. genauer gesagt einer Katze und einem Dachs auf dem Cover. Öffnen wir sie, so finden wir darin das Spielmaterial bestehend aus fünf Würfeln, 160 Siegpunkten, 52 Karten und dem Regelfaltblatt, womit dann auch schon das gesamte Spielmaterial aufgezählt wäre.

Die Würfel sind gefallen! Doch wie wirst Du Dich entscheiden? Denn hier gilt es, die Würfel klug zu wählen, um am Ende das Maximum an Siegpunkten zu erhalten.

Zur Spielvorbereitung kommt die Catpot-Karte in die Tischmitte und die Mad Cat- und Sad Cat-Karten werden wie von der Anleitung vorgegeben darunter ausgelegt. Anschließend werden auf alle Karten die entsprechenden Siegpunkte abgelegt. Jeder Spieler wiederum nimmt sich ein Set an Karten, wobei er die Würfelablage- und die SP-Ablage-Karte vor sich auslegt. Die übrigen Karten, die Schnorr-Karten, bilden seine Handkarten. Ist ein Startspieler bestimmt und liegen auch noch die Würfel bereit, kann es losgehen. Der aktive Spieler würfelt in seinem Zug zunächst alle Würfel. Dann entscheidet er, welche Würfel er behalten will, wobei er mindestens einen wählen muss. Entscheidet er sich dabei für eine der beiden Farben, müssen nun seine Mitspieler eine ihrer Schnorr-Karten auswählen, die die Würfelkombo zeigt, von der sie meinen, dass der aktive Spieler sie erreichen will. In dieser Zeit legt der aktive Spieler auf jede der Cat-Karten der anderen Farbe je zwei Siegpunkte. Bringt ihm seine aktuelle Würfelkombo keine Siegpunkte, würfelt der aktive Spieler nun die verbliebenen Würfel erneut und wählt wieder mindestens einen aus, wobei dieser dieselben Farbe wie der schon gewählte haben muss. Dies kann so lange erfolgen, bis der aktive Spieler von selbst entscheidet, aufzuhören, oder keinen Würfel regelkonform auswählen kann. Im ersteren Fall nimmt sich der Spieler die Siegpunkte von der zugehörigen inneren Cat-Karte, während Spieler, die mit ihrer Schnorr-Karte den richtigen Tip abgegeben haben, sich die Siegpunkte der zugehörigen äußeren Cat-Karte teilen. In letzterem Fall geht der aktive Spieler dagegen leer aus und nur die Mitspieler, die auf seine Niederlage getippt hatten, erhalten die Siegpunkte von der Catpot-Karte. Geht der Vorrat an Siegpunkten aus, endet die Partie bei zwei oder vier Spielern nach dem laufenden Zug. Bei drei oder fünf Spielern wird so lange weitergespielt, bis alle gleich oft am Zug waren.

Mad Cat Sad Cat ist ein Würfelspiel, das sich nahtlos in die Reihe von Spielen von Loosey Goosey einfügt, die wir hier schon im Blog vorgestellt hatten. Die Regeln sind einfach und leicht verständlich und es bietet jede Menge Spielspaß. Der Glücksfaktor und damit der Nervenkitzel für den aktiven Spieler sind dabei natürlich extrem hoch, doch macht das auch ein wenig den Reiz aus. Wird der nächste Würfelwurf wirklich das erwartete Symbol bringen und damit jeden Menge Siegpunkte, oder ziehe ich die Niete und gehe leer aus? Und auch die Mitspieler können hier mitfiebern, denn durch ihre Schnorr-Karten geben sie genauso Wetten darauf ab, was der aktive Spieler denn da nun so würfeln wird. Wobei man hier natürlich auch herrlich Verwirrung stiften kann, indem man diesen versucht, anzufeuern, sich an eine gewinnbringende Kombo zu wagen, insgeheim aber darauf hofft, dass er versagt. Wir hatten mit Mad Cat Sad Cat jedenfalls definitiv unseren Spaß und wir denken, dass wir damit nicht allein sein werden.

Titel: Mad Cat Sad Cat
Autor: Andreas Preiss
Verlag: Loosey Goosey