Wir hatten ja in Form von Motor City vor einiger Zeit schon einmal ein Spiel von MM-Spiele im Vertrieb von Hutter hier im Blog vorgestellt. Da unter den 2025er-Neuheiten von MM-Spiele ein weiteres Spiel mit der Fahrzeugthematik angekündigt wurde, und zwar Dust Race: Press Start, welches von der APEX Ideenschmiede entwickelt wurde, haben wir uns von diesem natürlich auch ein Exemplar besorgt und wollen uns den Titel heute einmal etwas genauer anschauen. Die Verpackung des Spiels bildet dabei eine kompakte Rechteckbox mit eher düsterer Covergestaltung. Nehmen wir den Deckel ab, so sorgt im Innern ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial, welches seinerseits aus 106 Karten, 20 Markern, einer Boxengasse, sechs Standfüßen und dem Regelheft besteht.
Hier können nur die besten Teams bestehen, denn diese Rennstrecke verändert sich ständig und auch die Konkurrenz kämpft mit allen nur möglichen Tricks und teils mehr als harten Bandagen um den Sieg.
Zur Spielvorbereitung kommt die Stichampelkarte in die Tischmitte und wird mit den drei Markern bestückt. Rechts daneben wird die Boxengasse abgelegt, auf die verdeckt die Abkürzungsmarker kommen. Rechts neben die Boxengasse wiederum wird die Zielkarte verdeckt abgelegt. Nun werden die Streckenkarten gemischt und verdeckt auf die Zielkarte gelegt. Die Startkarte wiederum kommt offen in die Tischmitte. Die Spieler wählen nun entweder eine Fahrer- und eine Fahrzeugkarte oder ziehen diese und legen die beiden Karten dann vor sich ab. Den Marker des jeweiligen Fahrzeuges versehen sie mit einem Standfuß und stellen ihn auf die Startkarte, die Manöverkarten ihres Fahrers nehmen sie auf die Hand. Danach erhält jeder Spieler zwei Gadgetkarten, welche er unterhalb seiner Fahrer- und Fahrzeugkarten ablegt. Die Schikanekarten wiederum werden nach Sorten getrennt verdeckt gemischt und oberhalb der Stichampelkarte ausgelegt. Nun wird der erste Streckenabschnitt aufgedeckt und rechts an die Startkarte angelegt. Haben auch noch alle Spieler eine Schikanekarten mit Rautensymbol gezogen, kann es losgehen. Jede Runde Dust Race besteht aus drei Phasen. In der Manöverphase wählen die Spieler eine ihrer Handkarten und legen diese verdeckt vor sich ab. Dann werden die Karten aufgedeckt und ermittelt, welche Karte andere Karten schlägt. Entsprechend werden dann die Marker auf der Stichampelkarte bewegt. Nun folgt die Bewegungsphase. Hier addieren die Spieler die Werte ihrer Fahrer- und Fahrzeugkarte für den entsprechenden Streckenabschnitt und zählen ggf. noch Punkte der Stichampel hinzu. Beginnend mit dem Spieler, dessen Fahrzeug am weitesten vorne steht, bewegen sie dieses dann so weit, wie sie Punkte haben. Überqueren sie dabei ein Feld mit Rautesymbol, ziehen sie eine entsprechende Schikanekarte, von denen sie aber nie mehr als zwei haben dürfen. Haben sie mehr als zwei, müssen sie sie entweder ausspielen oder abwerfen. Kommen sie über ein Feld mit Kreissymbol ziehen sie eine entsprechende Schikanekarte, die sofort gespielt werden muss. Schikanekarte kommen dabei je nach Farbe entweder oben oder unten an die Strecke oder wirken sich auf Mitspieler aus. Bisweilen werden sie erst in der folgenden Runde aktiv, können dauerhaft wirksam sein, oder werden nach einer Runde wieder abgeworfen. Kommt ein Spieler über ein Feld mit einem Abkürzungsmarker addiert er dessen Wert noch zu seiner Bewegung hinzu. Immer, wenn ein Spieler das letzte Feld einer Streckenkarte erreicht, deckt er die nächste Karte vom Stapel auf. Sollten nun mehr als drei Streckenkarten ausliegen, wird die am weitesten linke inkl. aller Schikanekarten und Marker abgeworfen. Befinden sich noch Fahrzeuge von Spielern auf diesen Karten, scheiden diese aus der Partie aus. Die Partie endet, wenn der letzte Spieler die Zielkarte erreicht hat, wobei der erste Spieler, der dort ankommt, gewonnen hat.
Dust Race: Press Start lässt uns ehrlich gesagt mit einer etwas zwiespältigen Meinung zurück. Die Spielidee an sich ist gut, die Optik des Spielmaterials ist klasse und der eigentliche Spielmechanismus wirklich einfach, hat man ihn denn einmal verstanden. Doch da sind wir auch schon bei den Schattenseiten, denn das Regelheft lässt einen auch bei mehrmaligem Durchlesen nicht selten mit mehr Fragen als Antworten zurück, ist manches doch ziemlich unklar formuliert und anderes schlicht und ergreifend gar nicht erklärt. Und wenn dann beim Spielen erstmal die großen Diskussionen losgehen, wie man einzelne Punkte denn jetzt abhandeln muss, kann, soll oder darf, dann ist der Spielspaß schnell verflogen. Von daher sei allen Käufern hier empfohlen, erstmal eine Testpartie zu starten, um sich mit den Mechanismen vertraut zu machen und Unklarheiten zu erkennen, um diese vorab auszudiskutieren, bevor man voll einsteigt.
Titel: Dust Race: Press Start
Autor: APEX Ideenschmiede
Verlag: MM-Spiele / Hutter
















