Oink Games ist ja bekannt für seine Spiele in minimalistischen Schachteln, in denen ein Maximum an Spielmaterial untergebracht ist. Einen weiteren Vertreter aus dieser Spielefamilie hatte Oink Games auf der SPIEL 25 mit im Gepäck, und zwar Petiquette von Thomas Sellner. Die Verpackung bildet die bereits erwähnte, mehr als kompakte Rechteckbox mit schlichter Covergestaltung von Hisanori Hiraoka. Öffnen wir die Box, so finden wir in ihr 106 Karten, fünf Marker, 42 Chips und die Regelfaltblätter in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache, womit auch schon das gesamte Spielmaterial aufgezählt wäre.
Menschen neigen dazu, überall Muster zu sehen. Doch seht ihr alle dieselben Muster? Findet es heraus. Denn nur wenn Deine Mitspieler dasselbe Muster wie Du sehen, wirst Du hier Erfolg haben.
Zur Spielvorbereitung werden die Musterkarten gut durchgemischt und als verdeckter Stapel zusammen mit den Rundenmarkern, Chips und der Fragekarte in die Tischmitte gelegt. Jeder Spieler wiederum erhält einen Satz Spielerkarten und eine Zahlenkarte. Sind alle bereit, werden fünf Karten vom Musterkartenstapel gezogen, mit der Fragekarte verdeckt zusammengemischt und dann alle sechs Karten in einer Reihe offen in die Tischmitte gelegt. Die Spieler müssen nun überlegen, welche Kombination aus Tier, Hut und Zahl an die Stelle der Fragekarte passen würde, wobei keine schon ausliegende Kombination gewählt werden darf. Jeder Spieler stellt verdeckt aus einer seiner Spielerkarten und der Zahlenkarte seine Kombination zusammen. Sind alle bereit, decken sie ihre Kombinationen auf. Haben zwei oder mehr Spieler dieselbe, gültige Kombination, erhalten diese so viele Chips wie der aktuelle Rundenmarker vorgibt. Wer so nach Ende der fünften Runde die meisten Chips hat, gewinnt.
Beim Kauf eines Spieles von Oink Games kann man eigentlich selten etwas falsch machen und so ist es auch diesmal im Falle von Petiquette. Die Regeln sind familienfreundlich einfach und leicht verständlich und man kann sofort drauf losspielen. Und beim Spielen ist der Spielspaß eigentlich garantiert, wenn alle darüber sinnieren, welche Kombo denn da jetzt am besten in die Lücke passt. Erstaunlicherweise kommt man dann doch recht oft auch auf einen gemeinsamen Nenner mit zumindest einem weiteren Mitspieler, wobei das Witzigste ist eigentlich, hinterher darüber zu diskutieren, warum man jetzt seine Kombo so und nicht anders zusammengestellt hat. Denn die Gedankengänge können hier durchaus diametral auseinandergehen, auch wenn man letztlich am selben Ziel ankommt.
Titel: Petiquette
Autor: Thomas Sellner
Verlag: Oink Games










