2024 brachte der chinesische Verlag Moon Gate Design seinen Erstling Panda Spin heraus. Dessen deutsche Version gehört zu den Frühjahrsneuheiten 2026 von MM-Spiele im Vertrieb von Hutter. Das von Carl Chudyk entwickelte Stichspiel kommt dabei in einer recht kompakten Rechteckbox in den Handel, deren Coverdesign wie auch das komplette sonstige Artwork von Wenhjue Zhuang und CMYM stammen und – wie kaum anders zu erwarten – die Chinathematik perfekt aufgreifen. Öffnen wir die Box, so sorgt im Innern ein Pappeinleger für etwas Ordnung beim Spielmaterial. Dieses wiederum besteht aus 75 Karten, 46 Plättchen, sowie den Regelheften in deutscher und portugiesischer Sprache.
Ein Panda-Bär kaute eines nachts mal wieder genüsslich seine Bambusblätter, als er in den Sternenhimmel blickte und sich plötzlich fragte, warum es nicht auch ein Panda-Tierkreiszeichen gibt? Schließlich ist er doch wichtig genug, um eine bedeutende Rolle zu spielen…
Zur Spielvorbereitung werden die Bambusplättchen als allgemeiner Vorrat bereitgelegt und das Panda-Stimmungsplättchen kommt mit einer beliebigen Seite nach oben in die Tischmitte. Spielen weniger als fünf Spieler mit, werden aus den Elementen so viele ausgewählt, wie Spieler vorhanden sind, und die zugehörigen Element- und Tierkarten zusammengemischt. Sie bilden den verdeckten Zugstapel, von dem jeder Spieler 12 Karten auf die Hand erhält. Ist ein Startspieler bestimmt, kann es dann auch schon losgehen. In jeder Runde eröffnet der Startspieler bzw. der Spieler, der den letzten Stich gewonnen hat, einen neuen Stich. Hierbei kann er eine einzelne Karte oder Kombination ausspielen. Der nächste Spieler muss dann, um ihn zu überbieten, entweder dieselbe Art der Kombination mit derselben Anzahl an Karten aber einem höheren Wert oder eine so genannte Bombe oder eine Elementkarte ausspielen. Kann oder will er dies nicht, kann er auch passen. Dies erfolgt reihum so lange, bis alle außer einem Spieler gepasst haben. Dieser gewinnt dann den Stich und wirft seine ausgespielten Karten ab. Die anderen Spieler nehmen ihre Karten dagegen wieder auf die Hand, drehen sie aber von der weißen auf die blaue Seite. Des Weiteren gilt zu beachten, dass Spieler beim Ausspielen ihrer Karten ggf. Bambusmarker erhalten und/oder Handkarten von der weißen auf die blaue Seite drehen dürfen. Hat ein Spieler nach einem Stich keine Handkarten mehr, scheidet er aus der aktuellen Runde aus und erhält Bambusmarker entsprechend der höchsten Anzahl an Karten der einzelnen Mitspieler, maximal jedoch sieben. Die anderen Spieler spielen die Runde anschließend so lange weiter, bis nur noch ein Spieler Karten auf der Hand hat. Hat nun ein Spieler 15 oder mehr Bambusmarker, hat er die Partie gewonnen. Ansonsten wird eine neue Runde gestartet.
Der Erstling von Moon Gate Design ist eine wirklich mehr als interessante Neuinterpretation des klassischen Stichspielthemas, auf die man sich allerdings auch ein wenig einlassen muss. Die Regeln per se sind eigentlich recht einfach und auch leicht verständlich gehalten und bieten keinerlei Fallstricke. Was das Spiel so interessant macht, ist der Mechanismus mit dem Drehen der Karten, die dann andere Werte und teils auch Boni haben als zuvor. Hier muss man allerdings auch immer sehr genau überlegen, ob und vor allem welche Karte man dreht, denn man blockiert sich so ggf. auch Ausspieloptionen oder zerstört hochwertige Kombos. Von daher ist dieser Titel trotz einfacher Grundregeln alles andere als trivial. Uns hat Panda Spin jedenfalls wirklich begeistert, wozu nicht zuletzt auch das tolle Artwork der Karten nicht unmaßgeblich beigetragen hat.
Titel: Panda Spin
Autor: Carl Chudyk
Verlag: Moon Gate Design / MM-Spiele / Hutter







