Circadia

Ganz neu zu uns auf den Redaktionstisch kam das Kartenspiel Circadia geflattert. Im Original beim kanadischen Verlag Synapses Games erschienen, hat sich Elznir Games der deutschen Version dieses Titels angenommen, welcher von Hisashi Hayashi entwickelt wurde. Die Verpackung für das Spiel bildet dabei eine kartenspieltypisch kompakte Rechteckbox mit Covergestaltung von Maria Nechaeva, die auch für das sonstige Artwork verantwortlich zeichnet. Öffnen wir die Box, so sorgt im Innern ein stabiler Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial. Dieses wiederum besteht aus 180 Karten und dem Regelheft.

Als Führer des Traumweges trägst Du große Verantwortung. Denn Du musst den geflügelten Bären des wilden Waldes, den Axolotl des unruhigen Flusses und die Wolkengans des hohen Nebels in ihre Habitate zurückbringen…

Zur Spielvorbereitung werden die Habitatkarten nach Habitaten getrennt verdeckt gemischt und in die Tischmitte gelegt. Von jedem der drei Stapel werden dann die obersten drei Karten aufgedeckt und neben die zugehörigen Stapel gelegt. Auch die Geistwesenkarten werden verdeckt durchgemischt und als verdeckter Stapel unterhalb der Habitatkarten platziert. Von ihm werden die obersten fünf Karten aufgedeckt und neben den Stapel gelegt. Zudem erhält jeder Spieler fünf Karten vom Stapel als Handkarten. Ist ein Startspieler bestimmt, kann es losgehen. In seinem Zug spielt der aktive Spieler eine beliebige Anzahl Karten mit identischem Wert aus. Karten gleicher Geistwesen legt er dabei als Set vor sich ab, wobei er maximal drei Sets vor sich liegen und auch mehrere Sets identischer Geistwesen haben darf. An vorhandene Sets dürfen nur Karten angelegt werden, deren Wert gleich oder höher als der Wert der letzten in dieses Set gelegten Karte ist. Entsprechend des Wertes der ausgespielten Karten nimmt sich der Spieler dann dieselbe Anzahl an Karten aus der Auslage, wobei er am Ende maximal acht Handkarten haben darf. Nun überprüft der Spieler noch, ob er eines der ausliegenden Habitate beanspruchen kann. Dies ist der Fall, wenn mindestens so viele Karten des geforderten Geistwesens ausliegen, wie auf der Habitatkarte unten angegeben. Der Spieler nimmt sich dann die Karte, und legt sie vor sich ab und deckt eine neue Karte vom zugehörigen Habitatkartenstapel auf. Bei den Habitatkarten gilt zu beachten, dass der Spieler bei der ersten Karte, die er nimmt, die freie Wahl hat. Je nachdem, ob diese eine Tag- oder Nachkarte ist, muss die nächste Habitatkarte, die er nimmt, dann vom anderen Typ sein, so dass eine Tag-Nacht-Sequenz entsteht. Die Partie endet, sobald ein Spieler mit seinen Habitatkarten 15 Gleichgewichtspunkte gesammelt hat. Dieser gewinnt die Partie.

Circadia ist ein Kartenspiel mit wirklich einfachen und auch leicht verständlichen Grundregeln, so dass dieses Spiel etwas für die ganze Familie ist. Unterschätzen sollte man den Titel deshalb aber nicht, denn so einfach, wie er auf den ersten Blick erscheinen mag, ist er dann am Ende doch nicht. Man muss hier nämlich sehr genau überlegen, wann und vor allem welche Karten man ausspielt. Eine Karte mit dem Wert fünf bringt einem zwar potenziell fünf neue Handkarten, was einem aber nichts nutzt, wenn man am Ende zu viele Karten auf der Hand hat und welche abwerfen muss. Spielt man dagegen viele Einser aus, bekommt man auch nur eine einzige Karte wieder auf die Hand. Dann muss man sich überlegen, ob man eher auf teure Habitate giert, die viele Punkte bringen, oder ob es nicht sinnvoller ist, die günstigen zu nehmen, die zwar weniger Punkte bringen, die man sich aber dafür schneller sichern kann. Von daher hatten wir mit Circadia gleich mehrfach unser mehr als positives Aha-Erlebnis.

Titel: Circadia
Autor: Hisashi Hayashi
Verlag: Synapses Games / Elznir Games