Da wir bisher noch kein Spiel des PD Verlages vorgestellt hatten, wollen wir uns in unserem heutigen Blogbeitrag dem Strategiespiel 7 Empires des Autors Mac Gerdts widmen, welches auf der SPIEL 24 in Essen seine Premiere hatte. Ursprünglich als Erweiterung von Imperial desselben Autors gedacht, präsentiert sich 7 Empires als komplett eigenständiges Spiel. Die Verpackung bildet dabei eine quadratische Standardbox mit schlicht gehaltener Covergestaltung und dunkelgrüner Farbe. Öffnen wir die Box, so finden wir darin den Spielplan, 192 Figuren, sieben Marker, 133 Plättchen, sieben Ablagen, 35 Steine, 79 Karten, vier Übersichten, einen Pöppel, Anleitungshefte in deutscher und englischer Sprache, sowie ein zweisprachiges Begleitheft mit Informationen zu den europäischen Herrschern in der Zeit des Absolutismus.
Sieben Großmächte ringen zu Zeiten des Absolutismus in Europa um die Vorherrschaft. Nutze Deinen Einfluss auf die Herrscherhäuser daher geschickt, um am Ende die meiste Macht anzusammeln.
Zur Spielvorbereitung kommt der Spielplan in die Tischmitte und wir gemäß Anleitung mit dem zur Spielerzahl passenden Spielmaterial bestückt bzw. dieses daneben platziert. Die Spieler wiederum erhalten, nachdem die Spielerreihenfolge festgelegt und jeder sein Positionsplättchen bekommen hat, ein bestimmtes Set an Einflusskarten und je nach dem so gesammelten Einfluss die Karten der entsprechenden Monarchen. Hat jeder auch noch die beiden Übersichtskarten erhalten und liegen die Aktionsübersichten auch noch bereit, nimmt sich der Spieler mit Positionsplättchen 1 den Pöppel, womit er zum Startspieler wird. Nun kann es losgehen. In der ersten Runde führen die Spieler beginnend mit dem Startspieler und dann reihum für jede der sieben Großmächte eine Aktion durch, indem der Spieler, der den betreffenden Monarchen besitzt, einen Aktionsstein von der Ablage der Großmacht auf Feld I des Flaggenfeldes der Großmacht stellt. Der Aktionsstein gibt hierbei die Aktion vor. Dies kann bei Bauen & Rüsten das Gründen bzw. Erweitern einer Stadt und das Aufstellen neuer Einheiten bedeuten. Bei einem Feldzug hingegen werden Einheiten bewegt und ggf. Kämpfe durchgeführt, während bei einer Attacke Einheiten neu aufgestellt und nur diese dann in einen Feldzug geschickt werden. Bei der Palastaktion werden ein Palast gebaut oder erweitert, Machtpunkte addiert und der Machtmarker entsprechend vorwärtsbewegt, während bei der Empire-Aktion schließlich Flaggenmarker der Großmacht auf dem Spielplan gezählt und der Machtmarker ebenfalls bewegt werden. Sollte der aktive Spieler keinen Monarchen einer Großmacht haben, führt er die Aktion für die Großmacht aus, auf die er am meisten Einfluss über die Einflusskarten hat. Ist auch dies nicht möglich, wählt er eine beliebige Großmacht, die noch nicht gezogen hat. Haben so alle sieben Großmächte ihre Aktion durchgeführt, endet die Runde. Es wird ein neues Sanduhrplättchen aufgedeckt und dessen Effekte abgehandelt. Alle Marker auf den Flaggenfeldern werden nach links verschoben, so dass der Marker, der ganz links lag, nun auf die jeweilige Ablage kommt. Haben sich die Einflussverhältnisse bei Großmächten verschoben, werden Monarchen an die neuen Besitzer weitergereicht. Zuletzt wandert der Pöppel im Uhrzeigersinn nach links weiter. Wird das letzte Sanduhrplättchen aufgedeckt, erfolgt eine Wertung. Wer nun die meisten Punkte hat, gewinnt.
Wir kennen leider Imperial von Mac Gerdts nicht, von daher können wir es nicht mit 7 Empires vergleichen. Was wir aber sagen können, dass wir hier ein hochkomplexes Strategiespiel vor uns haben, das trotz seiner Komplexität doch mit erfreulich einfachen Grundregeln auskommt. Was man tun kann, geben einem nämlich die Marker vor und hier hat man jede Runde nur die auf der Ablage zur Auswahl. Selbige ist dann auch das wirklich Schwierige, denn man muss hier eigentlich immer einige Züge im Voraus denken und gleichzeitig auch noch alle Mitspieler im Auge haben. Das Interessante an 7 Empires ist die Tatsache, dass man eine Großmacht nicht unbedingt selbst führen muss, um am Ende dann die Nase vorne zu haben. Solange man von den führenden Großmächten einige Einflusskarten hat, bringen einem diese nämlich am Ende massig Punkte. Uns hat 7 Empires jedenfalls nachhaltig überzeugt, zumal es bei diesem Spiel wirklich bis zum Schluss spannend bleibt, wer denn nun gewinnt.
Titel: 7 Empires
Autor: Mac Gerdts
Verlag: PD Verlag
















