Das Familienspiel Tokyo Highway – Rainbow City des Autorenduos Naotaka Shimamoto und Yoshiaki Tomioka, welches beim japanischen Itten Verlag erschienen ist, ist zugegeben nicht mehr wirklich taufrisch, es stammt nämlich aus dem Jahr 2023. Nachdem wir in Essen ja immer mal wieder um das Spiel herumgeschlichen sind, haben wir jetzt auf der SPIEL 25 endlich zugeschlagen und uns ein Exemplar besorgt, welches wir in diesem Mittwochsspecial einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen wollen. Die Verpackung für den Titel bildet dabei eine quadratische Standardbox mit grauer Grundfarbe und einer eher nichtssagenden Covergestaltung. Nehmen wir den Deckel ab, so sorgen in der Box ein Pappeinleger sowie diverse Clipbeutel für Ordnung beim Spielmaterial. Dieses wiederum besteht aus dem Mission Board, einer Pinzette, 36 Straßenteilen, 88 Säulenteilen, 40 Fahrzeugen, 12 Gebäuden sowie den Regeln in englischer und japanischer Sprache.
Die Stadt braucht dringend ein Schnellstraßennetz, um die Wohngebiete, das Stadion und den Flugplatz miteinander zu verbinden. Welcher der Baumeister wird hier wohl am Ende das beste Straßennetz errichten?
Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler die Fahrzeuge in der Farbe seiner Wahl, wobei je nach Spielerzahl und Spielmodus nicht alle benötigt werden. Zudem bekommt jeder Spieler Straßen- und Säulenteile in der zur Spielerzahl passenden Menge. Anschließend platzieren alle Spieler eine Startsäule und ein Startstraßenteil, wobei diese so platziert werden, dass die Abstände zu denen der Mitspieler etwa gleich sind. Auf das Straßenteil kommt als Startfahrzeug der Sedan der Spieler. Ist ein Startspieler bestimmt, platzieren die Spieler reihum die Gebäude auf dem Spielfeld. Nun kann es losgehen. In seinem Zug muss der aktive Spieler eine neue Säule mit einem Säulenteil mehr oder weniger als die letzte Säule, die er gebaut hat, auf dem Spielfeld platzieren und anschließend ein Straßenteil legen, dass die alte und neue Säule verbindet. Hierbei gilt zu beachten, dass dieses Straßenteil nicht über Säulen von Gegnern platziert werden und andere Straßenteile nicht berühren darf. Über- oder unterquert es ein Straßenteil eines Mitspielers darf der aktive Spieler eines seiner Autos daraufstellen. Säulen wiederum dürfen überall auf dem Spielfeld abgestellt werden mit Ausnahme des Flughafens, des Stadions und des Regenbogens. Statt einer Säule kann der Spieler auch eine Abfahrt bauen, sofern die alte Säule nur ein Element hat. Eine weitere Option bei der Säule besteht auch darin, als Abschlussstein ein gelbes Säulenteil zu nehmen. Die Säule bildet damit eine Kreuzung, von der aus in maximal zwei Richtungen weitergebaut werden kann. Stößt ein Spieler beim Bauen gegnerische Straßen, Säulen oder Autos um, muss er dem jeweiligen Besitzer eines seiner Säulenteile geben. Die Partie endet entweder, wenn ein Spieler sein letztes Auto platziert mit dessen Sieg, oder wenn einem Spieler das Baumaterial ausgeht, wobei dieser die Partie dann verliert.
Um es kurz zu machen, wir hätten uns Tokyo Highway schon viel früher kaufen sollen. Diese Familienspiel hat es nämlich echt in sich. Denkt man zunächst, dass das doch Kinderkram sei, stellt sich sehr schnell heraus, dass man hier einerseits eine ruhige Hand beim Bauen und ein gutes Auge beim Planen haben muss und andererseits auch sehr strategisch überlegen muss, wo und wie man sein Straßennetz anlegt. Wobei man hier natürlich die Konkurrenz ständig im Auge haben und seine Pläne dann immer wieder entsprechend anpassen muss. Wer das Grundspiel einigermaßen beherrscht, kann sich am Missionsmodus versuchen, der in der Box auch gleich noch enthalten ist. Für uns steht die Erweiterung von Tokyo Highway, wodurch es dann auch mit bis zu sechs Personen spielbar ist, jedenfalls jetzt schon ganz oben auf der Einkaufsliste für unseren diesjährigen Messebesuch.
Titel: Tokyo Highway – Rainbow City
Autoren: Naotaka Shimamoto, Yoshiaki Tomioka
Verlag: Itten









