In seiner Reihe von Spielen im Pocketformat hat der Basler Helvetiq Verlag zur Spielwarenmesse Anfang 2026 in Nürnberg das Kartenspiel Top Drop vorgestellt, welches vom Autorenduo Simona Greco und Marco Rava entwickelt wurde. Als Verpackung dient dem Spiel dabei eine mehr als kompakte, aber doch überaus stabile Faltschachtel mit farbenfroher Covergestaltung. Klappen wir sie auf, so finden wir in der Box 73 Karten und die Regelfaltblätter in deutscher und englischer Sprache.
Die Aufgabe ist klar. Ihr müsst alle eure Karten gemeinschaftlich sortieren. Werdet ihr dies schaffen oder scheitert ihr daran?
Zur Spielvorbereitung werden die Zahlenkarten gut durchgemischt und an jeden Spieler vier ausgeteilt, welche diese auf die Hand nehmen. Die übrigen bilden den verdeckten Zugstapel. In die Tischmitte kommt die Richtungskarte, wobei sich die Gruppe vor Spielbeginn entscheiden muss, ob sie mit auf- oder absteigender Sortierung spielen will. Liegen auch noch die Aktions- und die zum gewählten Schwierigkeitsgrad passenden Jokerkarten bereit, muss noch ein Startspieler bestimmt werden, dann kann es losgehen. In seinem Zug kann der aktive Spieler bis zu zwei seiner Handkarten ausspielen, wobei diese je nach Seite der Richtungskarte eine auf- oder absteigende Zahlenfolge bilden müssen. Kann ein Spieler keine passende Karte ausspielen, kann er eine der Aktions- oder Jokerkarten nutzen, um z.B. zu passen, oder die Sortierungsrichtung zu ändern. Danach zieht er wieder auf vier Handkarten auf. Die Sortierungsrichtung wird zudem auch automatisch geändert, wenn ein Spieler die 1 oder die 60 ausspielt. Es wird so lange reihum gespielt, bis es der Gruppe entweder gelingt, alle Karten regelkonform auf dem Ablagestapel abzulegen, oder sie keine Karten mehr ablegen kann. Im ersten Fall gewinnt die Gruppe, im zweiten verliert sie das Spiel.
Top Drop ist mal wieder einer dieser Titel, auf die die Aussage „klein aber oho“ wirklich vollauf zutrifft. Die Regeln per se sind nämlich wirklich einfach, aber die Aufgabe, 60 Zahlenkarten regelkonform auf einen Ablagestapel zu sortieren, ist alles andere als trivial. Denn man weiß natürlich nie, was die Mitspieler so auf der Hand haben und schneller als man denkt, kann man dann plötzlich nichts mehr ablegen, wenn man selbst am Zug ist, und muss eine Aktions- oder Jokerkarte nutzen. Diese sind aber begrenzt, weshalb man sehr sparsam mit ihnen umgehen sollte. Wer ein anspruchsvolles aber doch einfaches, kleines Kartenspiel für unterwegs sucht, der macht hier beim Kauf jedenfalls definitiv nichts falsch.
Titel: Top Drop
Autoren: Simona Greco, Marco Rava
Verlag: Helvetiq








