Der Denkriesen Verlag hatte zur Spielwarenmesse Anfang 2026 einige Neuheiten vorgestellt. Eine von Ihnen, und zwar das Familienspiel Die Zaubermühle, soll Thema unseres heutigen Blogbeitrages sein. Geliefert wird der Titel, welcher vom Autorenduo Alexander Peshkov und Ekaterina Pluzhnikova entwickelt wurde, in einer quadratischen, kompakten Box, deren Cover dann auch gleich die namensgebende Mühle ziert. Nehmen wir den Deckel ab, so sorgt im Innern ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial. Dieses wiederum besteht aus der Mühle nebst zugehöriger Kugelrinne, 20 Kugeln, 60 doppelseitigen Malbögen, 25 Karten, 10 Stiften, einer Ablage, einem Marker und dem Regelheft.
Noch ist die Welt der Dorfbewohner trist und grau. Doch bald wird Farbe in ihr Leben kommen, und zwar ziemlich viel davon. Wer hier den richtigen Riecher hat und sich die Boni sichern kann, wird am Ende die bunteste aller Welten erschaffen haben.
Zur Spielvorbereitung muss sich die Gruppe zunächst entscheiden, mit welchem der sechs Malbögen und damit Szenarien sie spielen will. Ist dies entschieden, erhält jeder den entsprechenden Malbogen und einen Satz Tippkarten. Die Stifte kommen griffbereit in die Tischmitte genauso wie die Mühle mit ihrer Kugelrinne und die Kugelablage. Die Kugeln wiederum werden gut durchgemischt und in die Mühle gefüllt. Ist zuletzt noch ein Startspieler bestimmt, der den Marker erhält, kann es losgehen. Im Grundspiel geben die Spieler zu Beginn jeder Runde zunächst mit ihren Tippkarten einen Tipp ab. D.h. sie wählen bis zu fünf ihrer Tippkarten aus und legen diese verdeckt vor sich ab. Anschließend dreht der Startspieler die Mühlenflügel, bis fünf Kugeln aus der Mühle herausgekommen sind. Nun überprüfen die Spieler, ob sie mit ihren Tipps richtig lagen. Ist dies der Fall, sprich, kamen die Kugeln in den Farben aus der Mühle, auf die der Spieler getippt hatte, lässt er seine Tippkarten offen vor sich liegen. Hat ein Spieler falsch getippt, nimmt er die Karten wieder zurück. Beginnend mit dem Startspieler und dann reihum, wählen die Spieler dann eine der drei untersten Farbkugeln aus der Rinne aus. Mit dieser Farbe dürfen sie ein Feld auf ihrem Malbogen ausmalen. Liegen vor dem Spieler noch seine Tippkarten, darf er zusätzlich auch noch diese Farben nutzen, um Felder auszumalen. Hat er für seinen Tipp einen aus der Tippzone seines Malbogens genutzt, erhält er noch einen weiteren Bonusfarbstift, den er sofort oder auch später nutzen kann. Beim Ausmalen gilt zu beachten, dass das erste Feld, das die Spieler ausmalen, eines mit einem Männchen sein muss, dass dieses die Farbe vorgibt und dass alle weiteren Felder, die die Spieler ggf. noch ausmalen, an ein bereits ausgemaltes Feld angrenzen müssen. Gelingt es einem Spieler, in dieser Phase einen Bereich auf seinem Malbogen vollständig auszumalen, erhält er den Bereichsbonus bestehend aus einer Münze und einem weiteren Bonusfarbstift, der sofort oder auch später genutzt werden kann. Waren so alle einmal an der Reihe, kommen die Kugeln auf die Ablage und der Startspielermarker wird weitergereicht, so dass eine neue Runde beginnen kann. Sobald auf der Ablage 15 Kugeln liegen, werden auch noch die letzten fünf aus der Mühle entnommen, alle wieder gut durchgemischt und zurück in die Mühle gefüllt. Die Partie endet, sobald ein Spieler fünf Münzen in seinem Vorrat hat. Die aktuelle Runde wird noch zu Ende gespielt, dann folgt eine Schlussrunde und wer nun die meisten Münzen hat, gewinnt.
Die Zaubermühle ist wirklich ein Spiel für die ganze Familie, das dementsprechend zum einen sehr einfache Regeln hat und zum anderen eine mehr als kindgerechte Gestaltung aufweist. Ganz so trivial, wie man meinen könnte, ist das Spiel dann aber dennoch nicht, denn man muss bei den Tipps schon immer sehr gut überlegen, welche und vor allem wie viele Karten man da auslegt. Eine falsche Karte kann den Tipp nämlich ruinieren und man kann dann nur mit einer Farbe malen, während die Mitspieler drei oder vier Farben nutzen können, was dann manchmal regelrechte kleine Kaskadeneffekte auslösen kann. Wem das Grundspiel dann irgendwann nicht mehr reicht, der kann sich auch noch an den fünf weiteren Stufen versuchen, die immer mehr Schwierigkeitsgrade bringen. Uns hat Die Zaubermühle jedenfalls wirklich sehr gut gefallen, so dass wir sie als Familienspiel bedenkenlos empfehlen können.
Titel: Die Zaubermühle
Autoren: Alexander Peshkov, Ekaterina Pluzhnikova
Verlag: Denkriesen











