Project Skyline

In unserem Mittwochsspecial schauen wir uns heute eine der Frühjahrneuheiten des Jahrgangs 2026 des Wiener Piatnik Verlages an, und zwar Project Skyline des Autors Florian Maas. Geliefert wird das Spiel in einer quadratischen Standardbox mit zum Spielethema passender Covergestaltung. Nehmen wir den Deckel der Box ab, so finden wir im Innern dank eines Pappeinleger und diverser Clipbeutel sicher verstaut das Spielmaterial vor. Dieses besteht aus dem doppelseitigen Spielplan, 94 Karten, neun Markern, vier doppelseitigen Tafeln, 120 Etagen, neun Plättchen, zwei Marktleisten und dem Regelheft.

In den Großstädten der Welt wetteifern die Baulöwen um Projekte auf den Filetgrundstücken. Dabei zählt nicht nur die Höhe, sondern auch die Lage nahe zu den Sehenswürdigkeiten. Wer wird hier am Ende wohl am erfolgreichsten sein?

Zur Spielvorbereitung muss sich die Gruppe zunächst entscheiden, mit welcher Seite des Spielplans sie spielen will. Sind weniger als vier Spieler vorhanden, müssen zudem einige Felder mit den Sperrzonenplättchen belegt werden. Oberhalb des Spielplans werden die beiden Märkte abgelegt. An den Basismarkt kommen offen, nach Farben getrennt die Basiskarten. An den Upgrade-Markt kommen vier Upgrade-Karten, wobei deren Stapel vorher gut durchgemischt wurde und in der Folge als Nachziehstapel dient. Anschließend erhält jeder Spieler das Tableau, die Marker und die Etagen in der Farbe seiner Wahl, sowie einen Satz Startkarten. Diesen mischt er gut durch und legt ihn links neben sein Tableau als verdeckten Zugstapel. Einer der Marker wiederum kommt auf das unterste Feld der Upgrade-Leiste seines Tableaus, der andere, sobald ein Startspieler und damit die Spielerreihenfolge bestimmt sind, auf das zugehörige Feld der Geldleiste auf dem Spielplan. Haben alle Spieler vier Karten von ihrem Zugstapel auf die Hand gezogen, kann es losgehen. In seinem Zug kann der aktive Spieler entweder eine Karte vom Basis-Markt kaufen und sofort auf die Hand nehmen, oder eine seiner Handkarten upgraden. Hierfür zahlt er die Gebühr gemäß des Markers auf seinem Tableau, wirft eine seiner Handkarten ab und ersetzt diese durch eine Karte des Upgrade-Marktes, die dasselbe Symbol aufweist wie seine abgeworfene Karte. Nach dieser optionalen Aktion muss der Spieler eine oder auch mehrere Handkarten mit gleichem Symbol ausspielen und deren Aktionen nacheinander ausführen. Im Regelfall bedeutet dies, dass er entweder Geld erhält und seinen Marker auf der Geldleiste vorwärtsbewegt oder eine oder mehrere Etagen auf dem Spielplan baut. Hierbei gilt zu beachten, dass der Spieler nur auf Feldern bauen darf, die dem gewählten Symbol entsprechen und das kein Gebäude mehr als sieben Stockwerke haben darf. Anschließend führt der aktive Spieler eine Monumentenwertung durch, sofern er ein oder mehrere Monumente mit einer durchgehenden Reihe eigener Etagen mit dem zentralen Wahrzeichen verbinden kann. Er erhält dafür je nach Monument Geld oder kann seinen Upgrade-Marker nach unten verschieben. Setzt ein Spieler eine Etage auf das letzte freie Feld eines Gebietes löst er zudem eine Gebietswertung aus. Hierzu werden alle Etagen auf diesem Gebiet gezählt. Wer die meisten obersten Etagen in dem Gebiet hat, erhält dann den entsprechenden Bonus. Die Partie endet entweder, wenn ein Spieler das gold markierte Feld auf der Geldleiste erreicht hat mit einer finalen Runde, oder sofort nach Ende der aktuellen Runde, wenn ein Spieler seine letzte Etage platziert hat. Es erfolgt nun noch eine Schlusswertung. Wer das meiste Geld gesammelt hat, gewinnt.

Project Skyline ist ein anspruchsvolles Familienspiel, das nur mit schon etwas älteren Kindern gespielt werden sollte. Die Grundregeln per se sind zwar nicht allzu schwer und bieten jetzt keine unliebsamen Fallstricke, aber hier ist definitiv sehr viel taktisches Denken gefragt, wenn man am Ende die Nase vorne haben will. Zum einen muss man nämlich durch geschicktes Deckbuilding sein eigenes Kartendeck immer weiter optimieren, um im richtigen Moment an den wichtigen Stellen seine Etagen platzieren zu können. Zum anderen muss man hier auch skrupellos der Konkurrenz, wo es nur geht, Knüppel zwischen die Beine schmeißen, um diese von den Monumenten und damit Punkten abzuschneiden. Wobei manch einer, der anfangs hoffnungslos hinten zu liegen schien, durch gute Karten plötzlich auf der Geldleiste noch nach vorne rauschen kann. Sprich, es bleibt hier, wie bei jedem wirklich guten Spiel, bis zuletzt spannend, wer gewinnt.

Titel: Project Skyline
Autor: Florian Maas
Verlag: Piatnik