Makoto

Eine der Herbstneuheiten des Jahrgangs 2025 von Hutter ist die deutsche Version des Kartenspiels Makoto des Autors Simon Weinberger. Wie bei einem Kartenspiel kaum anders zu erwarten, präsentiert sich die Box dabei mehr als kompakt, wobei deren Covergestaltung kaum Zweifel daran aufkommen lässt, dass uns das Spiel ins alte Japan entführen wird. Nehmen wir den Deckel ab, so finden wir im Innern der Box 146 Karten und das Regelheftchen vor, womit dann auch schon das gesamte Spielmaterial aufgezählt wäre.

Begleite den einsamen Krieger auf seinem Weg und spiele die Karten von Deiner Hand dabei klug aus. Denn nur wenn Du die passende Kombination zur rechten Zeit ausspielst, wirst Du am Ende gewinnen.

Zur Spielvorbereitung werden die zur Spielerzahl passenden Orakelkarten verdeckt gemischt und als Stapel bereitgelegt. Von den übrigen Spielkarten werden ebenfalls die entfernt, die für die gegebene Spielerzahl nicht benötigt werden, und die übrigen gut durchgemischt. Von diesen erhalten die Spieler dann eine gewisse Anzahl als Handkarten. Von den verbliebenen werden so viele offen in die Tischmitte gelegt, wie in der Anleitung vorgegeben. Liegen auch noch die Punktekarten bereit, beginnt der Spieler links vom Kartengeber die Partie. Der aktive Spieler hat in seinem Zug zwei Optionen. Er kann entweder Karten spielen oder passen. Spielt er Karten, so kann er entweder eine Zahlenfolge von mindestens drei Karten oder eine Einzelkarte oder zwei oder mehr Karten gleicher Zahl spielen, wobei vier Karten gleicher Zahl ein so genannter Unbesiegbarer sind und immer gespielt werden können. Anschließend kann der aktive Spieler eine Karte ins Lager legen, deren Wert niedriger ist, als der niedrigste Wert der ausgespielten Karten oder eine Karte aus dem Lager auf die Hand nehmen. Hierbei gilt zu beachten, dass ein Spieler nie mehr Karten nehmen darf, als er gelegt hat, dass diese alle dieselbe Zahl haben müssen und dass die genommenen Karten einen niedrigeren Wert haben müssen als die niedrigste, die er ausgespielt hat. Dann ist der nächste Spieler am Zug, der nun genauso viele gleiche Karten ausspielen muss, die aber einen höheren Wert haben müssen. Kann oder will ein Spieler keine Karten ausspielen, passt er, nimmt sich stattdessen die oberste Karte vom Orakelkartenstapel und wirft eine seiner Handkarten ab. Haben alle Spieler bis auf einen gepasst, gewinnt dieser die Runde und nimmt alle Karten, die er vor sich ablegt. Hat ein Spieler alle seine Handkarten ausgespielt, steigt er aus der Partie aus und erhält die höchste verfügbare Punktekarte. Die anderen spielen so lange weiter, bis nur noch ein Spieler übrig ist. Nun addieren alle Spieler die Werte ihrer Punktekarten und die Werte gesammelter Karten. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Zugegeben beim ersten Durchlesen der Regeln haben wir zunächst alle etwas gestutzt, aber keine Panik! Denn letztlich sind die Grundregeln von Makoto gar nicht so schwer wie man anfangs denkt. Das grundlegende Spielprinzip ist nämlich hinlänglich bekannt und nur einmal mehr neu interpretiert worden und das recht gelungen. Wir haben hier eine mehr als interessante Art von Stichspiel vor uns, die Taktik und Glücksmoment wirklich sehr gut vereint. Da zudem auch das Spielmaterial zu überzeugen vermag, ist unser Gesamteindruck von Makoto mehr als positiv.

Titel: Makoto
Autor: Simon Weinberg
Verlag: Mayfair Games / Hutter