Pili Pili

Ein 2025er-Nachzügler von ATM Gaming kam dieser Tage zu uns auf den Redaktionstisch geflattert, und zwar das Kartenspiel Pili Pili, welches mit dem Best Toy Award 2025 ausgezeichnet wurde. Entwickelt hat den Titel, welcher in einer kompakten Rechteckbox mit schwarzer Grundfarbe geliefert wird, dabei das Autorenduo Ben und JB. Öffnen wir die Box, so sorgt im Innern ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial, welches wiederum aus 109 Karten und dem mehrsprachigen Regelheft besteht.

Wie viele Stiche wirst Du wohl machen? Schau Dir Deine Karten an und überlege gut. Denn nur wer hier richtig liegt, muss hinterher keine scharfen Pili-Pilis ziehen.

Zur Spielvorbereitung werden die Zahlen- und die Jokerkarten gut gemischt und als Zugstapel bereitgelegt. Hat sich die Gruppe entschieden, mit den Missionskarten zu spielen, werden auch diese gut gemischt und ebenfalls verdeckt in die Tischmitte gelegt. Liegen auch noch die Strafkarten bereit, kann es losgehen. Zu Beginn jeder Runde wird eine Missionskarte aufgedeckt, welche die Sonderregeln der jeweiligen Runde und die Anzahl der Handkarten vorgibt. Die Spieler ziehen nun entsprechend der Missionskarte Handkarten vom Zahlenkartenstapel und schauen sich diese an. Dann machen sie beginnend mit dem Geber reihum Ansagen, wie viele Stiche sie erzielen werden, und zeigen dies an, indem sie Karten vom Zahlenkartenstapel verdeckt vor sich ablegen. Bei diesen Vorhersagen gilt zu beachten, dass die Summe der Stiche der Vorhersagen immer von der Anzahl der an die Spieler verteilten Karten abweichen muss. Nun startet das eigentliche Stichspiel, wobei der Geber den ersten Stich eröffnet, alle weiteren dann der Sieger des vorherigen Stiches. Am Ende werten die Spieler aus, ob sie ihre Vorhersage erfüllt haben, oder nicht. Ist dies der Fall, passiert nichts. Lag ein Spieler daneben, muss er so viele Strafkarten nehmen, wie die Abweichung zwischen Vorhersage und Ergebnis war. Sobald ein Spieler sechs Pilis gesammelt hat, endet die Partie. Es gewinnt, wer die wenigstens Pilis hat.

Zugegeben wir waren anfangs etwas skeptisch, wie diese weitere Interpretation des Thema Stichspiels denn nun so sein würde. Aber um es vorwegzunehmen, wir hatten selten mit einem Kartenspiel so viel Spaß wie mit Pili Pili. Durch die Missionskarten ändert sich das Setting wirklich jede Runde komplett, so dass man immer wieder neu kalkulieren muss, ob die eigenen Handkarten nun gut oder schlecht sein werden. Das eigentliche Stichspiel dann verläuft recht klassisch und ohne unerwartete Wendungen, so dass am Ende der gewinnt, der sein Blatt am geschicktesten zu nutzen weiß und dem dann auch noch das Glück hold ist. Uns hat Pili Pili jedenfalls vollauf überzeugt und wir können es jedem, der ein neues Stichspiel ausprobieren will, empfehlen.

Titel: Pili Pili
Autoren: Ben & JB
Verlag: ATM Gaming