Eine der Neuheiten, die Game Factory auf der Spielwarenmesse Anfang 2026 in Nürnberg vorstellte, war das Legespiel Chroma des Autors Vincent Sénécat, das Thema unseres heutigen Blogbeitrages sein soll. Die Verpackung für den Titel bildet dabei eine kartenspieltypisch kompakte Rechteckbox mit farbenfroher Covergestaltung. Nehmen wir den Deckel ab, so sorgt im Innern ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial. Dieses wiederum besteht aus 100 Karten, sechs doppelseitigen Farbkreisen und dem Regelfaltblatt.
Hier geht es bunt zur Sache, denn manch einer wird gelb vor Neid werden, wenn er den roten Faden mal wieder aus den Augen verloren hat und ins Blaue hinein agieren muss, um am Ende zumindest noch eine kleine Chance auf den Sieg zu haben.
Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler einen Farbkreis und die Karten werden verdeckt gut durchgemischt. Diese bilden den verdeckten Nachziehstapel, von dem jeder Spieler fünf Karten auf die Hand bekommt. Anschließend wird die oberste Karte des Nachziehstapels aufgedeckt und in die Tischmitte gelegt. Ist ein Startspieler bestimmt, kann es losgehen. In seinem Zug muss der aktive Spieler entweder passen oder eine seiner Handkarten ausspielen. Passt er, erhält er eine Karte vom Nachziehstapel. Spielt er eine seiner Handkarten aus, so muss er diese zum Farbverlauf passend an schon ausliegende Karten in der Tischmitte anlegen. Je nachdem, an wie viele Karten er seine eigene Karte anlegen kann, muss er dann entweder eine oder keine Karte nachziehen oder darf einen oder zwei Joker – also eine seiner Handkarten umgedreht – ausspielen. Spielt der Spieler eine Karte mit Effekt aus, wird dieser anschließend ausgelöst. Die Partie endet entweder, wenn ein Spieler alle seine Handkarten ausspielen kann, mit seinem Sieg oder wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist. In diesem Fall gewinnt, wer die wenigsten Handkarten hat.
Chroma ist ein Legespiel für die ganze Familie, doch sollte man sich von den einfachen Grundregeln nicht täuschen lassen. Hier seine Karten regelkonform und dann noch so anzulegen, dass man sie am Ende alle loswird, ist nämlich alles andere als trivial. Denn was sich wunderbar an die eine Farbe anlegen lässt, passt so gar nicht zu der anderen Farbe und solange man die eigene Karte nicht an mindestens zwei andere anlegen kann, wird die Anzahl der Karten in der Hand nie kleiner. Wer Legespiele liebt und nach neuen Herausforderungen sucht, dem sei Chroma an dieser Stelle wärmstens empfohlen, denn hier rauchen nicht selten die Köpfe.
Titel: Chroma
Autor: Vincent Sénécat
Verlag: Game Factory








