Eher zufällig sind wir in Nürnberg während der Spielwarenmesse im Januar 2026 über den Stand des finnischen Verlages Tactic gestolpert. Aktuell sind die meisten Neuheiten für den deutschen Markt noch in der Pipeline, doch ein Spiel, welches Tactic bereits auf der SPIEL 25 in Essen vorgestellt hatte, hat man uns freundlicherweise für unser heutiges Mittwochsspecial zum Testen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um das Legespiel Botanical Bliss, das mit bis zu vier Personen spielbar ist. Die Verpackung des Spiels bildet eine kompakte, quadratische Box mit Blumenwiesendesign auf dem Cover. Öffnen wir sie, so sorgt im Innern ein Pappeinleger, den man beim ersten Auspacken zusammenstecken muss, für Ordnung beim Spielmaterial. Dieses wiederum besteht aus dem zweiteiligen Spielplan, 112 Plättchen, 110 Karten und dem mehrsprachigen Regelheft.
Wer von euch wird wohl die schönsten Blumenarrangements kreieren? Nur wenn Du Deine Karten klug nutzt und Deine Blumen richtig setzt, wirst Du hier am Ende Erfolg haben.
Zur Spielvorbereitung kommt der Spielplan in die Tischmitte und jeder Spieler erhält die Blütenplättchen in der Farbe seiner Wahl. Aus den Karten werden die Joker und die beiden Leerkarten aussortiert, die übrigen gut durchgemischt. Dann zieht jeder Spieler eine Karte. Wer den höchsten Zahlenwert hat, wird der Geber, der nun alle Karten gleichmäßig an die Spieler verteilt. Diese legen ihre Karten verdeckt als persönlichen Zugstapel vor sich ab, von dem sie fünf Karten auf die Hand ziehen. Hat jeder auch noch eine Jokerkarte erhalten, die er offen vor sich ablegt, kann es losgehen. Beginnend mit dem Spieler links vom Geber spielt der aktive Spieler in seinem Zug eine seiner Handkarten aus und legt eines seiner Blütenplättchen mit der Knospenseite nach oben auf das entsprechende Feld des Spielplans. Anschließend zieht er wieder auf fünf Karten auf und der nächste Spieler ist am Zug. Sollte ein Spieler in dieser Phase Karten auf der Hand haben, die er nicht mehr ausspielen kann, weil die betreffenden Felder schon belegt sind, kann er diese zu Beginn seines Zuges abwerfen und auf fünf Karten nachziehen. Die Jokerkarte kann der aktive Spieler in seinem Zug alternativ nutzen, um entweder auf ein beliebiges Feld eines seiner Plättchen zu legen oder auf ein Feld, auf dem schon ein gegnerisches Plättchen liegt. Die so genannten freien Felder wiederum dürfen nur genutzt werden, wenn sie das letzte Feld sind, das noch benötigt wird, um ein Arrangement zu komplettieren. Um hier ein Plättchen zu legen, muss der aktive Spieler eine beliebige Handkarte ausspielen. Die aktuelle Runde endet, sobald ein Spieler ein Arrangement abgeschlossen hat. Dieser dreht dann alle Plättchen auf die Blütenseite um. Anschließend entfernen alle Spieler alle noch verbliebenen Plättchen wieder vom Spielplan und mit dem Spieler links von dem, der das Arrangement vollendet hat, startet die neue Runde. Sollte ein Spieler keine Karten mehr auf seinem Nachziehstapel haben, sammelt der Geber alle Abwurfstapel ein, mischt sie und verteilt wieder alle Karten an die Spieler. Die Partie endet, sobald ein Spieler drei verschiedene Arrangements komplettiert hat, mit dessen Sieg.
Botanical Bliss ist ein Familienspiel par excellence. Die Regeln sind einfach und leicht verständlich und bieten wirklich keinerlei Fallstricke. Von daher spielt sich das Spiel per se auch ziemlich flott, wobei, gerade wenn mehrere Spieler um das dritte und letzte Arrangement ringen und sich dann gegenseitig zu blockieren suchen, bisweilen auch einige Längen auftreten können. Uns hat dieses erste Spiel von Tactic, das wir auf dem Tisch hatten, jedenfalls überzeugt und wir sind daher schon gespannt, was wir von dem Verlag in Zukunft noch so sehen werden.
Titel: Botanical Bliss
Autor: k.A.
Verlag: Tactic









