Eine der Neuheiten, welche Oink Games auf der SPIEL 25 in Essen dabeihatte, war das Spiel Tropichaos des Autors Goro Sasaki, um das es heute bei uns im Blog gehen soll. Die Verpackung des Titels bildet die üblich kompakte Rechteckbox praktisch aller Spiele dieses Verlages, die – ebenfalls wie üblich – mal wieder randvoll mit Spielmaterial ist. Dieses umfasst 60 Chips, einen Beutel, ein Spielbrett, einen Marker, fünf Chiphalter und die Regelfaltblätter in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache.
Das Wetter spielt mal wieder verrückt und auf die Jahreszeiten kann man sich auch nicht mehr verlassen. Da aber die Preise von Obst saisonabhängig sind, kann das die Obsthändler ganz schön in Schwierigkeiten bringen. Nur wer hier clever agiert und seine Ware rechtzeitig verkauft, macht am Ende den größten Gewinn.
Zur Spielvorbereitung werden die Früchte- und Jahreszeitenchips in den Beutel gegeben und gut durchgemischt. Dann werden drei aus dem Beutel gezogen und als Markt offen in die Tischmitte gelegt, wobei in der Startauslage keine drei identischen Früchtechips und auch keine Jahreszeitenchips liegen dürfen. Das Jahreszeitenbrett kommt ebenfalls in die Tischmitte und der Jahreszeitenmarker wird auf das Startfeld gestellt. Jeder Spieler erhält einen Chiphalter, den er so vor sich aufstellt, dass das grüne Ende nach links zeigt. Ist ein Startspieler bestimmt, ziehen die Spieler, die an letzter bzw. vorletzter Stelle in der Reihenfolge sind, je einen Chip aus dem Beutel und stecken diesen so in den Halter, dass nur sie ihn sehen. Ziehen sie einen Jahreszeitenchip, werfen sie ihn zurück in den Beutel und ziehen erneut. Liegen auch noch die Minuschips bereit, kann es losgehen. In seinem Zug wählt der aktive Spieler entweder eine Frucht aus dem Markt und steckt diese in seinen Halter, oder er verkauft Früchte aus seinem Halter. Nimmt er eine Frucht aus dem Markt, muss er anschließend einen Chip aus dem Beutel ziehen. Liegen danach drei identische Chips in der Auslage, erhält der Spieler einen Minuschip und muss einen der Chips der Auslage gegen einen Chip aus seinem Halter tauschen. Zieht der Spieler einen Jahreszeitenchip, wird der Jahreszeitenmarker entsprechend vorwärts geschoben. Verkauft ein Spieler Früchtechips von seinem Halter, so legt er sie oberhalb des Halters in der zur Jahreszeit passenden Spalte ab. Beim Verkauf gilt zu beachten, dass der Spieler bei einer geraden Anzahl Chips in seinem Halter auch nur die Hälfte seiner Chips verkaufen kann, bei einer ungeraden Anzahl dagegen alle Chips verkaufen muss. Die Partie endet, sobald der Jahreszeitenmarker den Endpunkt erreicht. Die Spieler addieren nun die Werte aller ihrer verkauften Früchte und ziehen ggf. Minusmarker ab. Wer so am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.
Bei Spielen von Oink Games wurden wir eigentlich noch nie enttäuscht und so ist es auch hier wieder. Tropichaos ist ein schnelles, kleines Spiel, das es trotz seiner eigentlich mehr als einfachen Grundregeln definitiv in sich hat. Denn man muss hier schon sehr genau überlegen, welche Frucht aus der Auslage man nimmt. Lässt man zwei identische Früchte liegen, ist das Risiko sehr hoch, dass man eine dritte zieht und sich einen Minusmarker einhandelt. Andererseits bringen Früchte, die in der richtigen Saison verkauft werden, natürlich auch massig Punkte, die den Minusmarker wieder wettmachen könnten. Zu lange darf man sich mit dem Verkauf aber auch nicht Zeit lassen, denn die Jahreszeiten ändern sich manchmal schneller, als man denkt, und plötzlich ist die eigentlich wertvolle Ware im Lager nichts mehr wert. Von daher ist Tropichaos aus unserer Sicht mal wieder eine echte kleine Spieleperle, die einfach nur Spaß beim Zocken macht.
Titel: Tropichaos
Autor: Goro Sasaki
Verlag: Oink Games









