Cozy Stickerville

Eine 2026er Frühjahrsneuheit im Vertrieb von Asmodee ist die deutsche Version des kooperativen Legacyspiels Cozy Stickerville, welches im Original bei Unexpected Games erschienen ist. Geistiger Vater hinter dem Titel, der in einer kompakten Rechteckbox in den Handel gekommen ist, ist dabei Corey Konieczka. Öffnen wir die Box, so finden wir darin dank eines Einlegers sicher verstaut das Spielmaterial vor. Dieses wiederum besteht aus dem doppelseitigen Spielplan, 181 Karten, einem Würfel, 42 Markern, einer Spielstands-Box, dem Storyheft, einem Stickerheft und dem Regelfaltblatt.

Euer Vater hat euch ein kleines Stück Land überschrieben, das ihr erschließen und entwickeln könnt. Wie wird das kleine Dorf, das ihr in den nächsten Jahren aufbaut, wohl am Ende aussehen?

Zum Start der ersten Partie muss sich die Gruppe zunächst entscheiden, mit welcher Seite des Spielplanes sie spielen will und diesen mit den Startstickern aus dem Stickerheft bekleben. Die Katalogkarten werden griffbereit in die Tischmitte gelegt zusammen mit einem allgemeinen Vorrat an Markern. Die Ereigniskarten wiederum werden nach Jahren getrennt sortiert. Liegt auch noch der Würfel bereit, kann es losgehen. Eine Partie Cozy Stickerville wird über insgesamt zehn Runden, die so genannten Jahre, gespielt, wobei jede Runde 12 Durchgänge hat. Zum Start jeder Runde erhält die Gruppe die Rohstoffmarker gemäß den Symbolen auf dem Spielplan und ggf. den offen ausliegenden Karten und mischt die Ereigniskarten des betreffenden Jahres verdeckt gut durch. Beginnend mit dem Startspieler zieht dann am so genannten Vormittag der jeweils aktive Spieler die oberste Karte vom Stapel der Ereigniskarten und liest sie laut vor. Im Regelfall muss er dann eine Entscheidung treffen, wobei er diese mit der Gruppe diskutieren kann. Zieht er hingegen eine Karte, die keine Entscheidung verlangt, wird diese normalerweise offen neben den Spielplan gelegt. Am so genannten Nachmittag muss der aktive Spieler nun eine Aktion durchführen. Dies kann eine Aktion eines Stickers auf dem Spielplan oder von einer der offen ausliegenden Karten sein. Je nach Typ müssen dabei entweder Rohstoffe aus dem Vorrat der Gruppe gezahlt werden, um z.B. neue Gebäude zu errichten, oder ein Abschnitt im Storyheft gelesen und dann wieder eine Entscheidung getroffen werden. Sind alle Karten des Ereigniskartenstapels aufgebraucht, werden ggf. noch Effekte des Jahresendes abgehandelt. Dann startet das nächste Jahr. Nach Ende des zehnten Jahres erfahren die Spieler, wie ihre Geschichte ausgeht und schalten nach dem ersten Spielen die Möglichkeit frei, einen weiteren Durchgang mit der zweiten Seite des Spielplans zu beginnen.

Wir sind ja bei Legacyspielen zugegeben immer etwas kritisch eingestellt, aber Cozy Stickerville hat uns gleich bei der ersten Partie voll abgeholt. Wir haben hier ein wirklich supersympathisches, kooperatives Spiel für die ganze Familie vor uns, das einen, obwohl es eigentlich die ganze Zeit nur so vor sich dahinplätschert, einfach zu fesseln vermag. Denn alle wollen natürlich wissen, wie sich das kleine Dorf, an dem man gemeinsam baut, so weiterentwickelt. Was hier auch ein klarer Pluspunkt ist, ist die Tatsache, dass sich an den Regeln im Laufe des Spiels nichts ändert. Sprich, auch wenn man die Partie mit der mitgelieferten Spielstand-Box sichert und irgendwann weiterspielt, muss man nicht erst wieder überlegen, was regeltechnisch denn im Laufe der letzten Runden so alles zu den Grundregeln dazugekommen ist. Uns hat Cozy Stickerville jedenfalls vollauf überzeugt und wir sind schon mehr als gespannt, wie denn die Geschichte „unseres“ Dorfes bei der nächsten Testrunde so ausgehen wird.

Titel: Cozy Stickerville
Autor: Corey Konieczka
Verlag: Unexpected Games / Asmodee