Unter dem Titel I`m stuck in the Lift erschien 2024 bei BGN Square ein Partyspiel, welches Boardgame Circus 2025 in einer deutschen Version mit dem Namen Ich steck im Lift herausbrachte. Genau diese deutsche Version wollen wir uns heute hier im Blog einmal etwas genauer anschauen. Als Verpackung dient dem Spiel dabei eine kompakte Rechteckbox mit Covergestaltung von Thotsaphan Deeratsamee, der auch für das sonstige Artwork verantwortlich zeichnet und zusammen mit Watthanachai Trendecha das Autorenduo hinter diesem Titel bildet. Öffnen wir die Box, so finden wir darin dank eines Pappeinlegers sauber verstaut das Spielmaterial in Form von 50 Karten, acht Stiften, 40 Markern einem Warnhütchen und dem Regelfaltblatt vor.
Lieferanten haben bisweilen wirklich kein leichtes Leben. Denn wenn der Lift verrücktspielt und man einfach nicht auf der Etage ankommt, auf der man ankommen will, rückt das Ziel, das beste Lieferunternehmen aller Zeiten zu werden, schnell in weite Ferne.
Zur Spielvorbereitung werden die Etagenkarten beginnend mit der Etage E mit aufsteigenden Werten bis zur 40 in die Tischmitte gelegt. Die Liftkarte kommt mit dem Pfeil nach oben neben Etage E, auf Etage 40 kommt dagegen das Warnhütchen. Anschließend erhält jeder Spieler die beiden Ziel- und die drei Fahrkarten des Unternehmens seiner Wahl und einen der Stifte. Nun notieren alle Spieler geheim auf den beiden Zielkarten die Zahl der Etagen, die sie erreichen wollen. Liegen auch noch die Punktemarker bereit, kann es losgehen. In jeder Runde wählen alle Spieler eine ihrer Fahrkarten und legen sie verdeckt vor sich ab. Haben alle gewählt, werden die Karten aufgedeckt, ihre Werte addiert und die Liftkarte entsprechend in gegebener Pfeilrichtung nach oben oder unten bewegt. Erreicht sie dabei entweder die Etage E oder 40 wird sie umgedreht und die Bewegung in die Gegenrichtung fortgesetzt. Hat die Liftkarte so ihre Zieletage erreicht, schauen alle Spieler, ob sie diese auf einer ihrer Karten oder auch beiden notiert haben. Ist dies der Fall und befindet sich in der Etage kein Warnhütchen, erhalten die Spieler je nach Zielkarte einen oder zwei Siegpunkte und notieren nun eine neue Zahl auf der oder den Zielkarten. Befindet sich in der Etage das Warnhütchen, darf der betreffende Spieler ebenfalls eine neue Zahl auf der Zielkarte eintragen, erhält aber keine Siegpunkte. Zuletzt wird das Warnhütchen noch eine Etage nach unten versetzt, dann startet die nächste Runde. Die Partie endet, wenn das Warnhütchen die unterste Etage erreicht hat, mit einer letzten Runde. Wer nun die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.
Ich steck im Lift wird seinem Anspruch als Partyspiel wirklich vollauf gerecht. Die Regeln sind nämlich extrem einfach und leicht verständlich, so dass man ohne große Erklärungen sofort starten kann und das auch mit der ganzen Familie. Wo der Lift in den einzelnen Runden dann landet, ist dabei immer pures Glück, denn wenn die Mitspieler nicht die Karten ausspielen, auf die man spekuliert, nutzt alle eigene Taktik nichts und der Lift rast am gewünschten Stockwerk vorbei. Dafür ist der Funfaktor, vor allem wenn man das Spiel mit den acht maximal möglichen Spielern spielt, so natürlich umso höher. Wir hatten mit Ich steck im Lift jedenfalls definitiv unseren Spaß.
Titel: Ich steck im Lift
Autoren: Watthanachai Trendecha, Thotsaphan Deeratsamee
Verlag: BGN Square / Boardgame Circus












