Eine Herbstneuheit des Jahres 2023 von Game Factory, welche jetzt leider schon etwas länger bei uns lag, ist das Legespiel Rainforest. Geistiger Vater dieses Titels ist der Autor Johannes Goupy, während Alain Boyer für das Artwork verantwortlich zeichnet. Aus seiner Feder stammt dann auch die Covergestaltung der kompakten, quadratischen Standardbox, die einen gleich perfekt auf die artenreichen, tropischen Regenwälder, welche dem Titel als Hintergrundstory dienen, einstimmt. Öffnen wir die Box, so finden wir in ihrem Innern ohne weiteren Einleger das Spielmaterial vor. Dieses besteht aus dem Spielbrett, 69 Plättchen, 113 Markern, einem Stoffbeutel, vier Tableaus und den Regelheften in deutscher und französischer Sprache.
Es gibt wohl kaum eine so artenreiche und vielfältige Landschaft wie den tropischen Regenwald. Wird es Dir gelingen, in Deinem eigenen Stückchen Land ein tropisches Paradies mit möglichst vielen Tieren und unterschiedlichen Landschaften zu vereinen?
Zur Spielvorbereitung wird der Spielplan in die Tischmitte gelegt und mit den Stapeln der Dschungelplättchen bestückt. Hierbei wird jeweils das oberste Plättchen jedes Stapels aufgedeckt. Dann werden aus dem Beutel Tiermarker gezogen und diese auf die Felder unterhalb der Stapel gelegt. Zuletzt werden noch die zur Spielerzahl passende Anzahl an Bonusplättchen für Gebiete und Vielfalt auf den Spielplan gelegt, an jeden Spieler ein Tableau ausgeteilt und der Startspieler bestimmt. Dann kann es auch schon losgehen. Der aktive Spieler nimmt in seinem Zug eines der offen ausliegenden Dschungelplättchen und jeweils alle Tiermarker einer Farbe oder Tierart, die darunter liegen. Das Dschungelplättchen legt er unterhalb seines Tableaus in die so genannte Lichtung oder schiebt es zurück unter den Stapel. Die Tiermarker legt er auf freie Felder von Dschungelplättchen in seiner Lichtung oder auf die zwei Felder seines Tableaus. Überzählige Marker kommen zurück in den Beutel. Nimmt ein Spieler den letzten Marker unter einem Stapel, darf er einen Marker aus seinem Vorrat gegen einen beliebigen Marker auf dem Spielplan tauschen. Gelingt es dem Spieler, in seinem Zug ein Dschungelplättchen vollständig mit Tiermarkern zu bestücken, schiebt er es nach oben in den so genannten Dschungel. Dieser muss dabei immer von links nach rechts und von unten nach oben belegt werden und kann maximal neun Plättchen umfassen. Danach prüft der Spieler, ob er die Bedingungen für die Bonusplättchen Gebiet oder Vielfalt erfüllt und nimmt sich den entsprechenden Marker, welcher er im Falle des Markers Vielfalt auf das letzte gelegte Plättchen, im Falle des Markers Gebiet auf eines der Plättchen des entsprechenden Gebietes legt. Das Spiel endet, wenn ein Spieler das neunte Plättchen in seinen Urwald legt. Die aktuelle Runde wird noch zu Ende gespielt, danach erfolgt eine Wertung. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Wir hatten Rainforest ja schon während der Online-Pressepräsentation von Game Factory etwas kennengelernt und das Spiel hatte uns bereits dabei sehr gut gefallen. An dieser positiven Einschätzung hat sich auch jetzt nach unserem Test nichts geändert. Wir haben hier ein wirklich schön gemachtes Legespiel vor uns, das mit seinen einfachen und schnell erlernten Grundregeln ein Spiel für die ganze Familie ist. Simpel ist es dabei aber definitiv nicht, denn gerade bei der Wahl der Dschungelplättchen geht es nicht nur darum, auf den Wert des Plättchens zu schielen, sondern auch ob die Farbe denn passt und vor allem auch, welche Tiermarker man dabei mit erhält. Denn nicht jeder Marker passt auf jedes Dschungelplättchen und dann gibt es ja auch noch das persönliche Totemtier, das einem wieder Extrapunkte bringt.
Titel: Rainforest
Autor: Johannes Goupy
Verlag: Game Factory













