Regelmäßige Leser unseres Blogs wissen ja, dass 7 Wonders zu unseren absoluten Lieblingsspielen zählt. Von daher waren wir natürlich schon ein wenig elektrisiert, als Asmodee Anfang 2025 ankündigte, ein Roll`n Write dieses Titels herauszubringen. Es hat dann jetzt am Ende doch bis zur SPIEL gedauert, bis wir das Spiel endlich in Händen halten und in der Folge auch testen konnten. Geliefert wird es in einer kompakten, quadratischen Box in der typischen 7 Wonders-Optik. Nehmen wir deren Deckel ab, so sorgt im Innern ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial, wobei dieses wiederum aus zehn Würfeln, sieben Tableaus, sieben Stiften, sieben Tüchern, einer Würfelbox, einer Wertungstafel, drei Spielhilfen und dem Regelheft besteht.
Um im Wettstreit der Völker zu bestehen, musst Du ein Weltwunder errichten, das die Jahrtausende überdauert, Deine Wirtschaft ausbauen und die Wissenschaft fördern. Doch verliere dabei nicht aus den Augen, was Deine Nachbarn tun!
Eine Partie 7 Wonders Dice ist schnell vorbereitet. Jeder Spieler erhält ein Tableau, einen Stift und ein Tuch. In die Tischmitte kommt die Würfelbox, in die die sieben Startwürfel gelegt werden. Die drei anderen Würfel werden ebenfalls bereitgelegt und dann kann es auch schon losgehen. In jeder Runde setzt ein beliebiger Spieler den Deckel auf die Würfelbox, schüttelt diese kräftig durch, stellt sie auf den Tisch und öffnet sie. Nun haben alle Spieler drei Optionen. Sie können passen und erhalten dafür drei Münzen, die sie auf ihrem Tableau einkringeln. Option zwei ist der Bau an ihrem Weltwunder. Hierfür müssen sie Rohstoffe und / oder Münzen aus ihrem Vorrat abgeben. Bei den Münzen müssen sie dabei ausgegebene auf ihrem Tableau abstreichen. Die letzte und wohl wichtigste Option ist das Bauen. Hierfür wählen die Spieler einen der Würfel in der Würfelbox aus und zahlen die Kosten für diesen aus ihrem Vorrat. Dann dürfen sie in dem vom gewählten Würfel vorgegebenen Gebäude bauen, indem sie hierfür Rohstoffe und / oder Münzen aus ihrem Vorrat ausgeben. Hat dies Soforteffekte zur Folge, werden diese auch sofort abgehandelt. Wann immer ein Spieler ein Gebäude komplett gebaut hat, darf er sich zudem noch einen der Boni rechts unten auf seinem Tableau abkreuzen. Genauso darf er bei Vervollständigung einer der Reihen im grünen Gebäude, der Akademie, einen der vorhandenen grauen Startwürfel in der Box gegen den entsprechenden Spezialwürfel tauschen, auf den dann nur Zugriff hat, wer ihn freigeschaltet hat. Die Partie endet, wenn ein Spieler den dritten Bonus ankreuzt. Die aktuelle Runde wird dann noch zu Ende gespielt und anschließend eine Abschlussrunde. Danach erfolgt die Wertung und wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Da ja mit Antoine Bauza der geistige Vater des Ur-7 Wonders auch der Autor von 7 Wonders Dice ist, hatten wir eigentlich keine Bedenken und wir hatten recht. Dieses Roll`n Write ist eine willkommene und überaus gelungene Neuinterpretation des klassischen 7 Wonders, die diesem an Komplexität aber auch Spielspaß in nichts nachsteht. Hat man beim klassischen 7 Wonders die Qual der Wahl, welche Karte man beim Drafting behält, so ist es hier die Würfelwahl, die einem Kopfzerbrechen bereitet. Wo baut man sinnvollsten, reicht das Geld, reichen die Rohstoffe und was macht die Konkurrenz? Uns hat 7 Wonders Dice jedenfalls vollauf überzeugt, so dass wir es sowohl Neueinsteigern in die 7 Wonders-Welt als auch langjährigen Spielern des Klassikers nur wärmstens empfehlen können.
Titel: 7 Wonders Dice
Autor: Antoine Bauza
Hersteller: Repos Production / Asmodee










