Eher zufällig sind wir auf der SPIEL in Essen über den noch jungen bayerischen Verlag Anzen gestolpert, der bisher in erster Linie für seine Kartenspiel der LOL-Reihe bekannt war. Mittlerweile hat man das Angebot aber wesentlich erweitert und hatte auch einige Neuheiten in Essen im Gepäck. Eine davon war das Partyspiel Poser, das Thema unseres heutigen Blogbeitrages sein soll. Da es sich um ein Kartenspiel handelt, fällt die Box natürlich mehr als kompakt aus und enthält, wie kaum anders zu erwarten, Karten. 110 von ihnen, die durch einen Pappeinleger sicher verstaut sind und ein Spielblock bilden dabei das gesamte Spielmaterial, denn auch die Regeln finden sich auf Karten wieder.
Traut ihr euch, euch 80 Fragen zu stellen? Diese sind aber teilweise pikant oder frech oder auch nur absurd. Und wer hier am besten prahlt, ohne dass seine Mitspieler es herausfinden, der wird am Ende der Superposer werden.
Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler ein Blatt vom Block und einen Satz Karten in der Farbe seiner Wahl. Zudem braucht jeder Spieler noch einen Stift. Liegen die Karten mit den Fragen bereit und ist ein Startspieler bestimmt, kann es dann auch schon losgehen. In jeder Runde nimmt der aktive Spieler die oberste Karte vom Kartenstapel und liest die Frage vor. Nun überlegen sich alle eine Antwort und notieren diese, ohne dass es die Mitspieler sehen, auf ihrem Blatt. Dann wählen sie verdeckt eine ihrer Karten, je nachdem ob es die Wahrheit oder eine Lüge ist, und legen diese verdeckt auf das Blatt. Haben dies alle vollzogen, nennen die Spieler reihum ihre Antworten. Anschließend haben alle die Möglichkeit, einzelne Antworten anzuzweifeln. Hierzu geben sie dem betreffenden Spieler ihre „Du lügst“-Karte. Zuletzt decken alle Spieler auf, ob die Antwort die Wahrheit oder eine Lüge war und es erfolgt eine Punkteverteilung. Der Spieler mit der höchsten Antwort erhält drei Punkte, der mit der Zweithöchsten zwei und der mit der Dritthöchsten einen. Zudem erhält ein Spieler, der einen anderen der Lüge überführt hat, einen Punkt bzw. verliert einen, wenn er falsch lag. Genauso erhält ein Spieler keine Punkte, wenn er der Lüge überführt wurde. Wer so nach 12 Runden die meisten Punkte hat, gewinnt.
Poser wird seinem Anspruch als Partyspiel wirklich vollauf gerecht. Zum einen sind die Regeln extrem einfach und schnell erlernt, so dass man sofort drauf losspielen kann. Zum anderen steckt in der kleinen Box jede Menge Spielspaß. Denn hier sind die Lacher garantiert, wenn die Fragen vorgelesen werden und bei manch einem dann die Stirn plötzlich in Falten liegt, was er denn nun als Antwort notieren soll. Zudem ist es bisweilen doch ganz interessant, was man so über seine Mitspieler erfährt, bzw. wie gekonnt manch einer lügen kann, von dem man dies nie gedacht hätte. Wir hatten mit Poser jedenfalls definitiv unseren Spaß und sind schon gespannt, was wir von Anzen in Zukunft noch für Spiele erwarten dürfen.
Titel: Poser
Autoren: R. Heyder, R.Lauberger
Hersteller: Anzen







