Zu den Herbstneuheiten des Jahrgangs 2025, welche Schmidt Spiele in Essen dabeihatte, gehörte auch das Kartenspiel Clear 4 des Autorenduos Joe und Christine Ward, das Thema unseres heutigen Blogbeitrages sein soll. Geliefert wird der Titel in einer für ein Kartenspiel eher untypischen mittelgroßen Rechteckbox mit sehr bunter Covergestaltung. Öffnen wir die Box, so sorgt im Innern ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial, welches wiederum aus 120 Karten und dem mehrsprachigen Regelheft besteht.
Es klingt mal wieder so einfach. Werde Deine Karten los. Doch so einfach, wie es scheint, ist das am Ende gar nicht und das nicht nur, weil Du gar nicht weißt, was für Karten Du da so hast.
Zur Spielvorbereitung werden die Karten gemischt und an jede Person 20 verdeckt ausgeteilt. Die übrigen werden nicht benötigt und kommen zurück in die Box. Von seinem Stapel mit den 20 verdeckten Karten legt nun jeder Spieler vier nebeneinander quer und verdeckt vor sich ab. Auf jede dieser Karten kommt eine weitere verdeckt aber nun hochkant. Zuletzt wird noch auf jeden der Stapel eine Karte offen hochkant abgelegt. Die übrigen Karten nehmen die Spieler auf die Hand. Ist ein Startspieler bestimmt, kann es dann auch schon losgehen. In seinem Zug muss der aktive Spieler eine oder mehrere Karten gleichen Zahlenwertes offen auf den Ablagestapel in der Tischmitte ausspielen. Das können Karten von seiner Hand oder von einem der vier Stapel seiner Auslage sein. Diese müssen dabei den gleichen oder einen niedrigeren Zahlenwert wie die oberste Karte des Stapels haben. Sollten danach vier Karten gleichen Wertes auf dem Stapel liegen, wird der Stapel abgeworfen und der Spieler ist nochmal am Zug. Ansonsten folgt sein linker Nachbar. Statt Zahlenkarten kann der aktive Spieler in seinem Zug aber auch eine Sonderkarte ausspielen und deren Aktion ausführen. Seine letzte Option ist das Passen, wobei er dann den gesamten Ablagestapel auf die Hand nehmen muss. Das Spiel endet, sobald es ein Spieler geschafft hat, alle seine Karten auf den Ablagestapel zu spielen. Dieser gewinnt dann die Partie.
Zugegeben, der Autor dieser Zeilen ist jetzt nicht unbedingt ein großer Fan von Kartenspielen, aber Clear 4 hat es geschafft, auch mich zu begeistern. Wir haben hier ein sehr gut gemachtes und wirklich auch spannendes Spiel vor uns, das dank seiner einfachen und leicht verständlichen Regeln etwas für die ganze Familie ist. Das Spiel an sich hat dabei in gewisser Weise zwei Phasen. Zu Beginn spielt man mit offenen Karten und weiß, was man legt, denn neben den Handkarten sind ja auch die obersten Karten der Stapel vor einem offen, bzw. die verdeckte, hochkant liegende Karte unter der offenen wird aufgedeckt, sobald diese ausgespielt wurde. Interessant wird es, wenn nur noch die quer liegenden verdeckten Karten übrig sind, denn diese muss man spielen, ohne sie vorher anzuschauen. Von daher kann es hier sein, dass man sich plötzlich mit dem Ablagestapel auf der Hand wiederfindet, weil die verdeckte Karte eben einen höheren Wert hatte als die oberste des Ablagestapels. Damit macht Clear 4 aus unserer Sicht wirklich Laune und kann selbst Kartenspielmuffel überzeugen.
Titel: Clear 4
Autoren: Joe & Christine Ward
Hersteller: Schmidt Spiele





