Wenn ein Verlag schon ein Spiel für bis zu sechs Personen mit zur SPIEL nach Essen bringt, müssen wir uns das natürlich einmal etwas genauer anschauen. So wie hier im Fall von Superpose des Autors Flavien Champenois, welches beim französischen Verlag SBG Editions erschienen ist. Kartenspieltypisch wird es in einer recht kompakten Rechteckbox, welche sich durch eine überwiegend schwarze Grundfarbe auszeichnet, geliefert. Nehmen wir den Deckel ab, so sorgt ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial, welches wiederum aus 110 Karten, neun Tokens und sechs Markern, sowie den Regelfaltblättern in englischer und französischer Sprache besteht.
Lege Deine Karten mit Bedacht! Denn nur wenn es Dir gelingt, Zonen identischer Symbole zu bilden, ohne dabei die Blumen zu zerstören, wird es am Ende Punkte regnen.
Zur Spielvorbereitung nimmt sich jeder Spieler einen Token und einen Satz Karten der Farbe seiner Wahl, wobei für die erste Partie empfohlen wird, die Karten mit dem Kreissymbol nicht zu verwenden. Die drei Karten mit dem Rautensymbol nehmen die Spieler auf die Hand. Die übrigen mischen sie gut durch, sie bilden den persönlichen Nachziehstapel. Liegen die doppelseitigen Startkarten in beliebiger Anordnung in der Tischmitte und die Punktekarten am Spielfeldrand und ist ein Startspieler bestimmt, kann es losgehen. In seinem Zug muss der aktive Spieler eine seiner Handkarten ausspielen. Hierbei muss er mindestens zwei Symbole einer Karte der Auslage in der Tischmitte überdecken, wobei mindestens ein Symbol seiner Karte ein identisches Symbol der ausliegenden Karte überdecken muss. Nicht erlaubt ist, dass die neue Karte die alte komplett überdeckt. Hat der Spieler seine Karte abgelegt, überprüft er, ob er eine zusammenhängende Zone identischer Spielsymbole geschaffen, eine solche vergrößert oder zwei Zonen vereint hat, wofür er entsprechend Punkte erhält. Er bewegt seinen Token hierfür auf den Punktekarten vorwärts. Dann zieht er von seinem Nachziehstapel wieder auf drei Handkarten auf. Die Partie endet, wenn alle Spieler alle ihre Karten ausgespielt haben. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Der aufmerksame Leser unseres Blogs mag bei der Beschreibung von Superpose ein Déjà-vue gehabt haben und er lag richtig. Das grundlegende Spielprinzip von Superpose kennen wir nämlich schon von Floral, das wir hier vor einiger Zeit vorgestellt hatten. Die Franzosen haben das Ganze nur grundlegend modifiziert und um einen Teamplayer-Modus, für den man dann die Marker und die übrigen Tokens noch braucht, ergänzt. Ansonsten spielen sich beide Spiele doch recht ähnlich. Wer von daher Floral schon sein Eigen nennt, für den ist Superpose eigentlich nur dann die Anschaffung wert, wenn er neue Herausforderungen sucht. Wer beide Spiele nicht kennt, hat nun die Qual der Wahl.
Titel: Superpose
Autor: Flavien Champenois
Hersteller: SBG Editions








