Als Neuheit hatte der Perdix Verlag der beiden Spielefans Julian Braunwarth und Nils-Lucas Schönfeld zur SPIEL in Essen dieses Jahr das Wortfindungsspiel Wrds mit im Gepäck. Da wir den Titel ganz interessant fanden, mussten wir ihn natürlich einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Als Verpackung dient dem Spiel eine kompakte Rechteckbox mit einer stilisierten Schreibmaschine aus der Feder von Anna Schnabel, die auch für das sonstige Artwork verantwortlich zeichnet. Das Innenleben der Box wiederum besteht sehr umweltbewusst aus den ehemaligen Stanzbögen des Spielmaterials, durch die dieses wirklich bombensicher untergebracht ist. Es umfasst eine Sanduhr, 108 Plättchen und das Regelfaltblatt.
Es ist ja heutzutage eine Mode, Vokale und auch Umlaute wegzulassen und von Wörtern nur noch die Konsonanten aufzuschreiben. Doch bisweilen kann es dann ganz schön schwer sein, herauszufinden, welches Wort wohl gemeint ist…
Zur Spielvorbereitung werden die 80 Buchstabenplättchen zufällig in die runden Öffnungen der Einlage der Box gelegt. Die Sanduhr wie auch die Bonusplättchen kommen griffbereit auf den Tisch. Nun muss noch ein Startspieler bestimmt werden, dann kann es losgehen. Der aktive Spieler wählt eine der Reihen oder Spalten der Box aus, stellt die Sanduhr neben sie und dreht sie um. Nun müssen alle Spieler versuchen, durch Hinzufügen von Vokalen und / oder Umlauten aus den Buchstaben der Reihe bzw. Spalte ein Wort zu bilden. Hierbei dürfen Buchstabenplättchen auch verdoppelt, aber nicht übersprungen werden. Ebenso ist egal, aus welcher Richtung man das Wort beginnt, aber es muss mit einem der Randplättchen beginnen. Ist die Sanduhr abgelaufen, muss zunächst der Spieler links vom aktiven Spieler seine Lösung nennen. Ist diese korrekt, darf er sich die Plättchen, die er verwendet hat, nehmen. Nun dürfen seine Mitspieler reihum ihre Lösungen nennen. Hätten diese mehr Plättchen genutzt, erhalten die betreffenden Spieler ein Bonusplättchen. Die Partie endet, sobald in der Box so viele Felder komplett leergeräumt wurden, wie Spieler mitspielen, oder keine Reihe bzw. Spalte mehr ausgewählt werden kann, weil sie ein leeres Feld enthält. Die Spieler addieren nun die Werte ihrer Buchstaben- und Bonusplättchen. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Wrds ist ein mehr als gelungenes Wortfindungsspiel. Die Regeln per se sind hier zwar mehr als einfach, aber der Titel ist definitiv alles andere als trivial. Denn unter Zeitdruck aus vorgegebenen Konsonanten nur durch das Hinzufügen von Vokalen oder Umlauten Wörter zu bilden, kann bisweilen alles andere als einfach sein. Von daher rauchen hier nicht selten bei allen Spielern am Tisch die Köpfe. Uns hat Wrds jedenfalls vollauf überzeugt, ist es doch ein Spiel, das man wirklich mit der ganzen Familie spielen kann und dessen Spieldauer der einzelnen Runden durch die Sanduhr zudem eng begrenzt ist. Was uns zudem sehr gut gefällt, ist das umweltschonende Inlaykonzept, beim dem kein Müll anfällt.
Titel: Wrds
Autor: Moritz Dressler
Hersteller: Perdix Spiele






