Skyrise

Während der B-Rex-Tage im September 2025 hatten wir die Gelegenheit, ein Spiel anzutesten, dessen deutsche Version wir in der Spieleschmiede gefördert hatten. Es handelt sich hierbei um Skyrise des Autorentrios Adam Wyse, Gavan Brown und Sébastien Pauchon, welches im englischen Original 2024 bei Roxley erschienen und nun in einer deutschen Version von Giant Roc bei uns in den Handel gelangt ist. Als Verpackung dient dem Spiel dabei eine in der uns vorliegenden Premium Deluxe Edition opulent gestaltete, quadratische Standardbox mit Tiefzieheinlegersystem. Dank diesem ist dann auch das Spielmaterial wirklich bombensicher untergebracht. Es besteht im Einzelnen aus dem Spielplan, fünf Inselteilen, vier Tableaus, 42 Plättchen, zwei Schlüsseln, einem Beutel, 48 Gebäuden, vier Wundern, vier Prestigezählern, 31 Karten und dem Regelheft.

Skyrise, die Stadt in den Wolken, die sich einzig Kunst, Wissenschaft und Schönheit widmet. Um diese prachtvolle Metropole weiter auszubauen, wurden vier visionäre Architekten angeworben. Doch nur einer von ihnen wird als der Größte dauerhaft in Erinnerung bleiben.

Zur Spielvorbereitung wird der Spielplan in die Tischmitte gelegt und mit der zur Spielerzahl passenden Anzahl an Inselelementen bestückt. Auf diese werden die runden Provisions-, Joker-, Gunst- und Bezirksplättchen zufällig verteilt. Ebenso kommen die sechseckigen Gunstplättchen zufällig verdeckt auf die zugehörigen Felder. Die Wunder-, geheimen und öffentlichen Zielkarten werden getrennt voneinander verdeckt gemischt. Von den Wunderkarten erhält jeder Spieler drei, von den geheimen Zielkarten eine verdeckt. Von den öffentlichen Zielkarten werden zwei offen zusammen mit der Karte Inselkontrolle neben den Spielplan gelegt. Dort werden auch die beiden Schlüssel abgelegt. Anschließend erhält jeder Spieler ein Tableau seiner Wahl und die zugehörigen Gebäude, das Wunder und den Prestigezähler, wobei dieser auf das Startfeld der Prestigeleiste des Spielplans kommt. Haben die Spieler ihre Gebäude nach denen für die erste und zweite Epoche getrennt nach Zahlenwerten sortiert und links bzw. rechts von ihrem Tableau aufgestellt, muss noch ein Startspieler bestimmt werden und der Städtebau kann beginnen. Skyrise wird über zwei Epochen gespielt. In jeder Runde startet der jeweilige Startspieler eine Auktion, indem er ein Gebäude mit dem Zahlenwert nach oben auf ein freies Feld der zentralen Insel oder auf ein Feld neben einem errichteten Gebäude stellt. Reihum können nun die Spieler versuchen, ihn mit einem Gebäude höheren Wertes zu überbieten, indem sie dieses auf ein benachbartes Feld zum Feld mit dem aktuellen Höchstgebot stellen. Können oder wollen sie dies nicht, passen sie. Sobald niemand mehr das Höchstgebot überbieten kann oder will, dreht der Besitzer des Gebäudes dieses um und alle anderen Gebote werden wieder vom Spielplan entfernt. Der Besitzer des errichteten Gebäudes nimmt sich das Plättchen des entsprechenden Feldes und legt dieses auf die zugehörige Ablagefläche seines Tableaus. Anschließend startet er die nächste Auktion. Dies erfolgt so lange, bis ein Spieler alle Gebäude der ersten Epoche auf den Inseln platziert hat. Danach erfolgt eine Zwischenwertung und im Anschluss startet die zweite Epoche, in der die Spieler neben den Gebäuden dieser zweiten Epoche nun auch ihr Wunder einsetzen können. Hierfür müssen zunächst alle aus ihren drei Wunderkarten eine auswählen, welche sie offen vor sich ablegen. Wer hier die Karte mit dem niedrigsten Initiativwert hat, startet die erste Auktion der zweiten Epoche. Diese endet, sobald alle Spieler alle ihre Gebäude und ihr Wunder errichtet haben. Es folgt eine Schlusswertung und wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Skyrise hatte uns ja in Merseburg schon sehr gut gefallen und an der Erkenntnis, dass wir hier mit der Förderung nichts falsch gemacht haben, hat sich auch jetzt nichts geändert. Die Grundregeln sind leicht verständlich und bieten keine Tücken, aber man hat hier definitiv einen anspruchsvollen Titel vor sich, denn zu entscheiden, was man in den Auktionen bietet und wo man sein Gebot setzt, will wirklich sehr gut überlegt sein. Zum einen hat man ja ein eigenes, geheimes Ziel, das einem bei Erfüllung Punkte bringt. Dann liegen öffentliche Ziele aus, die man auch nicht aus den Augen verlieren sollte und vor allem die Bezirksplättchen können einen bei der Endwertung der einzelnen Gebäude dann auch nochmal gewaltig nach vorne pushen. Was die Konkurrenz macht, darf man bei der Platzierung seiner Gebote natürlich auch nicht außer Acht lassen, denn mit einem geschickt platzierten Gebot oder einem strategischen Passen kann man hier den Mitspielern so manches vermasseln. Wer anspruchsvolle Spiele liebt, der macht hier beim Kauf definitiv nichts falsch, wobei gerade die Premium Deluxe Edition natürlich nochmal ein echter Hingucker ist, der den Mehrpreis gegenüber der Standardedition mehr als wert ist.

Titel: Skyrise
Autoren: Adam Wyse, Gavan Brown, Sébastien Pauchon
Hersteller: Roxley / Giant Roc