Während der B-Rex-Tage in Burgliebenau im September 2025 hatten wir die Gelegenheit, das Kartenspiel Total Verkettet des Autors Woojin Yang zu testen. Im Original bei Korea Board Games erschienen, hat sich Funbot der deutschen Version angenommen und diese mittlerweile auch an den Handel ausgeliefert. Da uns das Spiel sehr gut gefallen hat, haben wir uns ein Exemplar besorgt, welches nun Thema unseres heutigen Mittwochsspecials sein soll. Als Verpackung dient Total Verkettet eine kompakte Rechteckbox mit recht bunter Covergestaltung. In deren Innerem sorgt ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial, welches aus dem dreiteiligen Spielplan, einem Plättchen, 63 Karten und dem Regelfaltblatt besteht.
Wem von euch wird es gelingen, die Zahlen auf seinen Karten am geschicktesten zu einer Kette zu verbinden und sich so vor allen anderen aller Karte zu entledigen? Doch seid auf der Hut, denn schneller als man denkt, ändern sich hier die Regeln.
Zur Spielvorbereitung wird der Spielplan zusammengesetzt und in die Tischmitte gelegt. Das Vorschrifts-Plättchen kommt mit der Seite Knotenpunkt nach oben daneben. Dann werden die Karten verdeckt gemischt und je nach Spielerzahl eine gewisse Menge an die Spieler verteilt, die diese auf die Hand nehmen. Die übrigen Karten kommen als verdeckter Nachziehstapel auf das vorgegebene Feld des Spielplanes. Von dem Stapel werden dann drei Karten aufgedeckt und auf die Angebotsfelder des Spielplanes gelegt, eine vierte Karte kommt offen auf das Feld für die Kette. Ist ein Startspieler bestimmt, kann es losgehen. In seinem Zug hat der aktive Spieler die Auswahl aus vier möglichen Aktionen. Er kann entweder die Kette fortsetzen, indem er von seiner Hand eine Karte ausspielt, deren erste Ziffer der letzten Ziffer der Kette entspricht. Zusätzlich kann er anschließend gemäß Vorschrifts-Plättchen noch weitere Karten ablegen. Liegt dieses auf der Knotenpunkt-Seite, müssen die weiteren Karten alle zum ursprünglichen Ende der Kette passen. Bei der Verlängerungs-Seite hingegen wird jede gespielte Karte sofort zum neuen Ende der Kette. Die zweite Option, die ein Spieler hat, ist das Ausspielen einer beliebigen, aufsteigenden Zahlenreihe aus drei aufeinanderfolgenden Zahlen. Bei Option drei verzichtet der Spieler darauf, eine Karte auszuspielen und nimmt stattdessen eine der Karten aus dem Angebot oder die oberste Karte des Nachziehstapels. In der vierten Option nimmt der Spieler schließlich alle Karten des Angebotes und ändert die Vorschrift, indem er das Plättchen umdreht. Eine Runde endet, sobald ein Spieler alle seine Karten regelkonform ausspielen konnte. Seine Mitspieler können nun noch die Aktionen Kette fortsetzen und Zahlenreihe durchführen, bis sie keine Karten mehr ausspielen können. Sie notieren sich dann für nicht ausgespielte Karten Strafpunkte. Wer so nach drei Runden die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt.
Total Verkettet hatte uns ja schon bei den B-Rex-Tagen sehr gut gefallen und daran hat sich auch jetzt nichts geändert. Wir haben hier ein schnelles Kartenspiel mit, wie bei Funbot üblich, sehr einfachen Grundregeln vor uns, bei dem man sofort drauf losspielen kann. Natürlich überwiegt hier der Glücksfaktor extrem, denn zum einen weiß man nie, was man auf die Hand bekommt, noch welche Karte als Kettenende ausliegt oder welche Vorschrift gilt, wenn man selbst am Zug ist. Von daher sollte man hier nicht groß auf irgendeine Taktik setzen, sondern schauen, was geht, wenn man denn seine Karten ausspielen kann. Jokerkarten sind hierbei immer hilfreich, doch allzu viele sollte man auch nicht auf der Hand haben, denn sie geben, wenn man sie nicht alle bis zur Wertung loswird, fett Minuspunkte. Wir hatten mit diesem Titel jedenfalls viel Spaß und werden ihn in unsere kleine Spielesammlung aufnehmen.
Titel: Total Verkettet
Autor: Woojin Yang
Hersteller: Korea Board Games / Funbot







