Grundstein von Metropolis

Aufmerksame Leser unseres Blogs wissen ja, dass wir vor wenigen Wochen auf den B-Rex-Tagen in Burgliebenau waren. Dort sind wir beim Testen der neuen Spiele der verschiedenen Verlage an einem der Tische des Kobold Spieleverlages über ein Spiel gestolpert, das uns seltsam bekannt vorkam. Es handelt sich dabei um den Titel Grundstein von Metropolis des Autors Emerson Matsuuchi, welches im englischen Original bei Arcane Wonders erschienen ist. Geliefert wird es in einer quadratischen Standardbox mit einer zum Thema des Spiels – Städtebau – mehr als passenden Covergestaltung. Öffnen wir die Box, so sorgt im Innern ein ausgeklügeltes Einlegersystem für Ordnung beim Spielmaterial. Dieses wiederum besteht aus einem doppelseitigen Spielplan, sechs Tableaus, 85 Karten, 97 Plättchen, 40 Markern, 68 Münzen und dem Regelheft.

Der Grundstein für die neue Stadt ist gelegt. Doch wie soll die Metropole am Ende aussehen? Hier wetteifern die Stadtplaner miteinander auf der Suche nach dem besten Konzept. Doch nur einer kann am Ende die Nase vorne haben.

Zur Spielvorbereitung kommt der Spielplan mit der zur Spielerzahl passenden Seite nach oben in die Tischmitte. Wertungstableau und das Tableau für den Grundstücksmarkt werden oberhalb des Planes platziert und jeder Spieler erhält ein Spielertableau und die Marker in der Farbe seiner Wahl. Während die Spieler ihre Grundstücksmarker auf ihr Tableau legen, kommen die Wertungsmarker auf die Startfelder des Wertungstableaus. Nun werden die zur Spielerzahl passenden Blaupausen-Karten gemischt, an jeden Spieler sechs ausgegeben und die verbliebenen in drei etwa gleich große Stapel aufgeteilt, welche verdeckt auf die drei Rundenfelder des Grundstücksmarktes gelegt werden. Vom ersten Stapel werden dann sechs Karten aufgedeckt und auf die entsprechenden Felder der offenen Auslage des Marktes gelegt. Anschließend platzieren die Spieler Grundstücksmarker auf die Felder des Spielplanes, für die sie Blaupausen-Karten erhalten haben und bestimmen einen Startspieler. Haben alle auch noch ihr Startkapital erhalten, kann es losgehen. Grundstein von Metropolis wird über drei Runden gespielt, wobei jede Runde eine unbestimmte Anzahl an Zügen hat. Der aktive Spieler kann in seinem Zug entweder Einkommen erhalten, oder eine Blaupause aus der Auslage kaufen, sofern er noch freie Grundstücksmarker hat, wobei die Auslage sofort wieder mit einer neuen Karte des Rundenstapels aufgefüllt wird. Die dritte Option ist, auf Feldern des Spielplans, auf denen die Grundstücksmarker des Spielers liegen, ein Gebäude zu bauen. Die Runde endet, sobald alle Blaupausen-Karten der Runde verkauft wurden. Nun erfolgt eine Wertung, wobei die Spieler für Bevölkerung und öffentliche Gebäude Ansehen, für Gewerbegebäude Geld erhalten. Nach Ende der dritten Runde erhalten die Spieler auch für ihre Gewerbegebäude Ansehen und kein Geld mehr.

Manche Leser werden mittlerweile sicherlich ein Déjà-vue gehabt haben. Und sie irren sich nicht, denn wir haben hier praktisch einen Klon von Foundations of Rome vor uns, das ja ebenfalls von Emerson Matsuuchi entwickelt wurde. Dieser hat hier praktisch eine abgespeckte Version von Foundations of Rome erschaffen, die auch einige, kleinere Regelmodifikationen aufweist. Von daher, wer Foundations of Rome gut fand, macht auch hier beim Kauf nichts falsch. Denn auch Grundstein von Metropolis spielt sich mehr als flott und flüssig und macht einfach nur Laune beim Zocken. Sicherlich sind die 3D-Miniaturen von Foundations of Rome im Gegensatz zu den Plättchen von Grundstein von Metroplis ein Hingucker, aber dafür kostet Grundstein auch nur einen Bruchteil von Foundations of Rome bei identischem Spielspaß.

Titel: Grundstein von Metropolis
Autor: Emerson Matsuuchi
Hersteller: Arcane Wonders / Kobold