2020 stellte der Nürnberger NSV Verlag erstmals das kooperative Wortspiel Spukstaben des Autors Moritz Dressler vor. Kurz vor der diesjährigen SPIEL `25 in Essen ist nun eine überarbeitete, zweite Edition dieses Klassikers im NSV-Programm auf den Markt gekommen, die wir uns natürlich einmal etwas genauer anschauen mussten. Geliefert wird Spukstaben in einer flachen, quadratischen Box, an deren Design sich gegenüber der Erstauflage praktisch nichts geändert hat. Im Innern der Box sorgt dann ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial, welches wiederum aus einem Tableau, einer Sanduhr, einem Spielblock, vier Stiften, 20 Steinen, 60 Karten und dem Regelheft besteht.
Um Mitternacht treiben die Buchstabengeister wieder einmal ihr Unwesen in der alten Druckerei. Wird es euch zusammen gelingen, sie mit Wörtern zu erschrecken, und sie so daran zu hindern, die wertvollen Lettern zu klauen?
Zur Spielvorbereitung werden das Tableau in die Tischmitte gelegt, die Buchstabenkarten gut durchgemischt und als verdeckter Nachziehstapel auf dem Setzkastenfeld des Tableaus platziert. Dann werden sechs Karten gezogen und gemäß Anleitung offen unter die jeweiligen Felder des Tableaus abgelegt. Auf jede Karte kommt ein Spukstein auf das zur Spielerzahl passende Kästchen. Die übrigen Spuksteine bilden den allgemeinen Vorrat. Hat jeder Spieler ein Blatt vom Spielblock und einen Stift erhalten und steht die Sanduhr bereit, kann es losgehen. In jeder der zehn Runden sprechen sich die Spieler zunächst ab, wer welche Buchstaben der Auslage mit einem Wort mit maximal 10 Buchstaben erfassen will, wobei jeder Spieler maximal drei Buchstaben nennen darf. Dann wird die Sanduhr gestartet und die Spieler notieren verdeckt ihr Wort auf ihrem Blatt. Haben alle ihr Wort aufgeschrieben, nennen sie dieses reihum und bewegen für jeden Buchstaben in der Auslage, der in dem Wort vorkommt, den Spukstein ein Kästchen nach unten. Lag dieser schon auf dem untersten Kästchen wird die Karte abgeworfen. Anschließend werden die verbliebenen Karten alle ein Feld nach rechts verschoben. Sollten hierbei Karten bereits am äußersten rechten Feld gelegen haben, entkommen sie nun und werden rechts neben dem Tableau abgelegt. Zur Vorbereitung der nächsten Runde werden jetzt so viele Karten, wie das Blatt des Spielblocks vorgibt, neu aufgedeckt und unterhalb der jeweils vorgegebenen Felder des Tableaus ablegt und mit einem Spukstein bestückt. Sollten keine Spuksteine mehr vorhanden sein, entkommt die Karte sofort und wird rechts neben das Tableau gelegt. In der zehnten und letzten Runde suchen die Spieler gemeinsam ein so genanntes Machtwort. Jeder Buchstabe der Auslage, der damit erfasst wird, wird sofort abgeworfen. Zuletzt erfolgt noch eine Auswertung, bei der die Anzahl der entkommenen Buchstabenkarten gezählt wird, um zu ermitteln, wie gut oder schlecht die Gruppe abgeschnitten hat.
Spukstaben hält sich nicht umsonst schon seit fünf Jahren im Programm von NSV. Wir haben hier ein wirklich gut gemachtes, kooperatives Wortspiel für die ganze Familie vor uns. Regeltechnisch bietet es dabei keinerlei Tücken, doch rauchen nicht selten die Köpfe, wenn man versucht, mit einem Wort möglichst viele der ausliegenden Buchstaben zu erfassen. Sich dabei untereinander ein wenig abzusprechen, welche Buchstaben man in seinem Wort verwenden will, ist essenziell, denn jedes Wort kann nur einmal genutzt werden. Und manche Buchstaben muss man wirklich oft mit Wörtern „erschrecken“, bis man diese endlich aus der Auslage nehmen kann. Wem dies alles noch nicht reicht, der kann zudem den Schwierigkeitsgrad schrittweise immer weiter erhöhen oder sich an einer der im Regelheft enthaltenen Varianten des Grundspiels versuchen.
Titel: Spukstaben
Autor: Moritz Dressler
Hersteller: NSV







