Der Wiener Piatnik Verlag hatte ja zur Spielwarenmesse Anfang 2025 einen ganzen Schwung an Spieleneuheiten nach Nürnberg mitgebracht. Eine davon war Das Hochbeet von Schalottenburg des Autors Dirk Barsuhn, welches wir heute einmal genauer unter die Lupe nehmen wollen. Eine quadratische Standardbox bildet dabei die Verpackung für den Titel und ihre Covergestaltung lässt wenig Zweifel daran aufkommen, dass es hier um Gemüse gehen wird. Nehmen wir den Deckel ab, so sorgt im Innern der Box ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial, welches wiederum aus dem Spielplan, 15 Markern, 44 Plättchen, fünf abwischbaren Wertungstafeln, fünf Stiften und dem Regelheft besteht.
Der alljährliche Gemüseschaukampf von Schalottenburg steht mal wieder an und so versammeln sich die Bewohner des kleinen Dörfchens um das große Hochbeet, an dem die Gemüsemannschaften schon Stellung bezogen haben. Wer wird wohl diesmal den Pokal mit nach Hause nehmen können?
Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler eine Wertungstafel, einen Stift und die drei Holzmarker der Farbe seiner Wahl. Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt. Dann werden die Gemüseplättchen gut durchgemischt und 36 verdeckt auf den Spielplan gelegt, wobei die 20 Randplättchen anschließend aufgedeckt werden. Von den verbliebenen Plättchen erhält jeder Spieler eines, das er verdeckt vor sich ablegt. Die übrigen kommen unbesehen zurück in die Box. Ist ein Startspieler bestimmt, der das Startspielerplättchen erhält, kann es losgehen. In seinem Zug schiebt der aktive Spieler mit seinem Plättchen ein Plättchen einer Reihe oder Spalte aus dem Spielplan heraus, das er dann zu sich nimmt. Hierbei gilt zu beachten, dass er auf diese Weise kein Plättchen aus dem Spielplan schieben darf, auf dem sich bereits ein Holzmarker befindet. Auf das Plättchen, das er ins Spielfeld geschoben hat, legt er dagegen einen seiner eigenen Holzmarker. Dies erfolgt reihum so lange, bis alle Spieler alle ihre Holzmarker gesetzt haben. Es erfolgt nun eine Wertung, bei der alle Spieler für alle ihre Holzmarker ermitteln, wie viele Plättchen der entsprechenden Gemüsesorte zusammenhängend auf dem Spielplan liegen. Die Zahl markieren die Spieler auf ihrer Wertungstafeln. Anschließend nehmen alle ihre Holzmarker zurück, das Startspielerplättchen wird nach links weitergereicht und die nächste Runde startet. Die Partie endet, wenn das letzte verdeckte Plättchen vom Spielplan geschoben und aufgedeckt wird. Die aktuelle Runde wird noch zu Ende gespielt und gewertet. Anschließend addieren alle Spieler für alle Gemüsesorten, den jeweils höchsten Punktwert, den sie erzielt haben. Wer so die meisten Punkte hat, gewinnt.
Wir hatten ja in Nürnberg bereits die Gelegenheit, Das Hochbeet von Schalottenburg zumindest einmal kurz anzutesten. Unser positiver Eindruck von damals hat sich auch beim ausführlichen Test bestätigt. Wir haben hier ein sympathisches Familienspiel mit dementsprechend einfachen und leicht verständlichen Regeln vor uns, dessen Spielmaterial auch kindgerecht witzig gestaltet ist. Das Spiel an sich spielt sich dabei grundsätzlich recht flott, wobei man bisweilen schon knobeln muss, wo man nun sein Plättchen in den Spielplan schiebt, um einerseits für sich selbst ein möglichst großes, zusammenhängendes Gebiet einer Gemüsesorte zu schaffen und im Idealfall das der Konkurrenz zu zerstören. Ein kleines Manko bleibt dabei aber, denn die Partie endet ja wie gesagt erst, wenn alle Plättchen auf dem Spielplan aufgedeckt wurden, was sich teils schon sehr dahinziehen kann, ohne dass sich an der Punktesituation der Spieler von Runde zu Runde grundlegendes ändert. Dem Spielspaß an sich tut dies aber keinen Abbruch.
Titel: Das Hochbeet von Schalottenburg
Autor: Dirk Barsuhn
Hersteller: Piatnik








