Im Vertriebsprogramm von Hutter fand sich unter den 2025er-Neuheiten auch ein Titel des bekannten, belgischen Verlages Sit Down! Games, der unser Interesse geweckt hat. Also haben wir uns ein Exemplar von Octocube des Autors Karl Lange besorgt, welches Thema unseres heutigen Mittwochsspecials sein soll. Eine kleine, quadratische Standardbox bildet die Verpackung des Spiels, wobei deren Covergestaltung von Clément Masson wenig Zweifel daran aufkommen lässt, dass hier die namensgebenden, achtarmigen Kopffüßler den Aufhänger für die Spielidee geliefert haben. Öffnen wir die Box, so sorgt ein umweltfreundlicher Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial, welches wiederum aus vier Würfeln, vier Tableaus, 156 Plättchen, dem Startmarker und dem Regelheft besteht.
Glitzernde Schätze auf dem Meeresgrund wecken nicht nur bei Menschen Begehrlichkeiten. Auch Kraken können ihre Tentakel nicht davon lassen und sammeln, was sie zu fassen kriegen. Wer wird hier wohl am Ende die wertvollsten Schätze eingesammelt haben?
Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler ein Tableau und einen Würfel in der Farbe seiner Wahl, die er vor sich ablegt. Dann wird die zur Spielerzahl passende Anzahl an Plättchen mit Gegenständen und Münzen gemischt und gemäß Anleitung in einem 4×4- oder 5×5-Raster in die Tischmitte gelegt. Ins Zentrum des 5×5-Rasters kommt zudem das Abgrundplättchen A. Weitere Abgrundplättchen werden ebenso wie die Siegpunktplättchen bereitgelegt. Ist der Startspieler bestimmt, kann es losgehen. In seinem Zug nimmt der aktive Spieler entweder seinen Würfel und legt ihn auf eines der Randplättchen des Rasters der Auslage. Liegt sein Würfel dagegen bereits auf einem Plättchen der Auslage hat er stattdessen die folgenden Optionen. Er kann den Würfel entweder auf ein orthogonal angrenzendes, freies Plättchen kippen, oder ihn auf dem aktuellen Plättchen wenden, oder werten. In letzterem Fall nimmt er den Würfel zu sich und entfernt die Plättchen, die an ihm haften, um für Sets identischer Gegenstände Siegpunkte zu erhalten. Die Plättchen legt er anschließend auf die entsprechenden Felder seines Tableaus. Münzplättchen werden daneben abgelegt. Die letzte Option, die der aktive Spieler in seinem Zug hat, ist schließlich noch das Passen. Immer wenn ein Spieler durch das Kippen, das letzte Plättchen eines Stapels mit seinem Würfel aufnimmt, wird dort ein Abgrundplättchen ausgelegt. Sobald die zur Spielerzahl passende, maximale Anzahl an Abgrundplättchen in der Tischmitte liegt, endet die Partie, wobei die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt wird. Es erfolgt nun eine Schlusswertung, bei der die Spieler für Münzplättchen, sowie die Mehrheit in den Spalten und Reihen ihrer Tableaus noch weitere Siegpunkte erhalten. Wer so die meisten Siegpunkte erzielt, gewinnt.
Octocube ist ein Spiel für die ganze Familie und bereits mit Kindern ab acht Jahren spielbar. Dementsprechend einfach und leicht verständlich sind dann auch die Regeln. Auch beim Spielen an sich tun sich keine Abgründe auf, wobei komplett trivial ist der Titel dann auch nicht. Denn man muss schon überlegen, wie man seinen Würfel am sinnvollsten über die Auslage bewegt. Die Gegenstände haben nämlich bei der Endwertung unterschiedliche Wertigkeiten, so dass manch ein Spieler, der scheinbar hinten lag, plötzlich die Punkteliste anführt. Wir hatten mit diesem schön gemachten Familienspiel jedenfalls definitiv unseren Spaß.
Titel: Octocube
Autor: Karl Lange
Hersteller: Sit Down! Games / Hutter










