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Terraforming Mars – Kolonien

Bereits 2018 ist neben Präludium mit Kolonien eine zweite Erweiterung des Terraforming Mars Universums erschienen. Trieben die von den Spielern kontrollierten Konzerne bisher auf Mars und Venus das Terraforming voran, ist nun der äußere Rand des Sonnensystems die neue Grenze. Hier sind auf den Monden von Saturn und Jupiter, auf Zwergplaneten wie Pluto und Ceres Kolonien entstanden, mit denen Handel getrieben und auf denen eigene Konzern-Kolonien gegründet werden können. Die Erweiterung liefert hierzu das nötige Spielmaterial in Form von 11 Kolonieplättchen, 1 Handelsplättchen, 8 Handelsflotten, 8 Markern, 1 Übersichtsplättchen sowie 49 neuen Projekt- und 5 neuen Konzernkarten.

Kolonien kann wie gehabt mit dem Grundspiel allein aber auch allen bisher erschienenen Erweiterungen kombiniert werden. An den Grundregeln ändert sich nichts, aber es gibt zwei neue, mögliche Aktionen. Spieler können zum einen auf den Kolonieplättchen eigene Kolonien errichten. Zum anderen können sie ihre Handelsflotten einsetzen, um mit den Kolonien Handel zu treiben.

Durch geschickte Nutzung der Kolonien kann man sich und seinem Konzern so entscheidende Vorteile in Form zusätzlicher Ressourcen oder auch Projektkarten verschaffen, was letztlich auch das Terraforming auf dem Mars deutlich beschleunigt. Kolonien stellt somit eine sehr gelungene Erweiterung des Grundspiel dar, die wie gewohnt qualitativ hochwertig und optisch schön gestaltet daherkommt.

Titel: Terraforming Mars – Kolonien
Autor: Jacob Fryxelius
Verlag: Schwerkraft Verlag

Terraforming Mars – Präludium

Und auch 2018 hat die Terraforming Mars Reihe einmal mehr Zuwachs erhalten. Präludium heißt die neue Erweiterung. Wie ihr Name schon vermuten lässt, ist sie vor dem eigentlichen Terraforming Prozess angesiedelt und es gilt, die strategische Ausrichtung seines Konzern beim Terraforming des Mars geschickt zu beeinflussen. Hierzu liefert die Erweiterung 35 so genannte Präludium-Karten, ein kurzes Regelblatt und zusätzlich noch 7 neue Projekt- und 5 neue Konzernkarten, sowie die korrigierte Projektkarte Drehimpuls-Asteroid für die letztjährige Erweiterung Nächster Halt: Venus. Präludium kann mit dem Grundspiel allein oder auch zusammen mit den übrigen, bisher erschienenen Erweiterungen kombiniert werden. An den Grundregeln des Spiels ändert sich nichts, es werden nur zu Beginn an die Spieler 4 Präludium-Karten verteilt, von denen sie 2 behalten und zum Start der Partie nach dem Bezahlen ihrer Projektkarten ausspielen.

Die Präludium-Karten als wirklich neues Spielelement liefern dem jeweiligen Spieler entweder einen Schnellstart beim Terraforming oder gewähren seinem Konzern einen zusätzlichen Schub. Dies bringt einmal mehr vollkommen neue taktische Optionen ins Spiel und kann die Spieldauer einer Partie um rund 30 min reduzieren.

Wie gewohnt, ist Präludium qualitativ gut gemacht und kommt in einer optisch ansprechend gestalteten kleinen Box daher. Ob die 20,–, die man dafür investieren muss, aber gerechtfertigt sind, sei an dieser Stelle dahingestellt.

Titel: Terraforming Mars – Präludium
Autor: Jacob Fryxelius
Verlag: Schwerkraft Verlag

Terraforming Mars – Nächster Halt: Venus

Nachdem die Menschheit den Mars erfolgreich kolonisiert hat, hat sich die Erdregierung entschlossen, nun auch die Kolonisierung der Venus in Angriff zu nehmen. Dies ist die Rahmenhandlung für die zweite Erweiterung von Terraforming Mars, die der Schwerkraft Verlag erstmals auf der Spiel `17 angeboten hat. Nächster Halt: Venus kann sowohl mit dem Grundspiel als auch der Hellas & Elysium-Erweiterung kombiniert werden. Sie bringt als zusätzliches Spielmaterial das Venus-Spielbrett, 5 neue Konzernkarten, 49 zusätzliche Projektkarten sowie den Venus-Marker und Plättchen für den Meilenstein Wolkenkönig und die Auszeichnung Venusianer mit. An den Grundregeln ändert sich nichts, allerdings gibt es am Ende der Produktionsphase jetzt optional die so genannte Solarphase, in der die Erdregierung vertreten durch den Startspieler einen Terraforming Schritt auf dem Mars vollzieht. Durch diese kleinen Variationen des Grundspiels ist es dem Spielautor einmal mehr gelungen, komplett neue Elemente in das Spiel zu bringen.

Wie üblich ist auch Nächster Halt: Venus qualitativ gut gemacht, was allerdings auch wieder seinen Preis hat. Wer zur Kolonisierung der Venus aufbrechen will, muss erst einmal 27,– für diese neueste Erweiterung von Terraforming Mars investieren.

Titel: Terraforming Mars – Nächster Halt: Venus
Autor: Jacob Fryxelius
Verlag: Schwerkraft Verlag

Terraforming Mars – Hellas & Elysium

Pünktlich zur Spiel `17 hat der Schwerkraft Verlag mit Hellas & Elysium die von den Fans lang erwartete Erweiterung von Terraforming Mars herausgebracht.  Zwei neue Spielbretter zeigen weitere Regionen des roten Planten, die es nun zu besiedeln gilt. Der Hellas-Spielplan umfasst dabei die Region um den Südpol bis hinunter zum Mars-Äquator. Auf dem Eylsium-Spielplan ist dagegen die Region westlich von Tharsis zwischen dem Olympus Mons und dem Elysium Mons abgebildet. Am grundsätzlichen Spielprinzip ändert sich bei der Verwendung der neuen Spielpläne nichts. Dafür gibt es neue Meilensteine und auch Auszeichnungen, die errungen werden können. Zudem variieren die Platzierungsregeln für einige der Plättchen. Dank dieser kleinen Änderungen müssen die Spieler für die beiden neuen Spielpläne vollkommen neue Strategien entwickeln, um am Ende siegreich aus einer Partie hervorzugehen.

Zur Qualität des Spielmaterials gilt, was schon zum Grundspiel gesagt wurde. Es ist solide und gut gemacht. Der Preis von 20,– ist unserer Meinung nach dagegen etwas hoch angesetzt für ein simples doppelseitiges Spielbrett. Auch wenn man bei Direktbestellung beim Verlag noch die exklusive Projektkarte Pinguine dazu erhält.

Titel: Terraforming Mars – Hellas & Elysium
Autor: Jacob Fryxelius
Verlag: Schwerkraft Verlag

Terraforming Mars

Einen regelrechten Hype gab es 2017 um das ursprünglich beim schwedischen Verlag Fryxgames erschienene Strategiespiel Terraforming Mars des Autors Jacob Fryxelius, das zahlreiche Spielepreise erhalten hat. So belegte es den ersten Platz beim Deutschen Spielepreis 2017 und war zum Kennerspiel des Jahres nominiert. Die deutsche Version von Terraforming Mars ist 2016 beim Schwerkraft Verlag erschienen. Nachdem die Erstauflage bereits nach kurzer Zeit ausverkauft war, ist die Grundbox der nun schon vierten Auflage mittlerweile wieder erhältlich. In ihr befinden sich neben dem Regelheft und dem Spielplan, die 5 Spielertableaus, 233 Spielkarten, 390 Marker und 81 Spielplättchen.

Wir befinden uns im Jahr 2316 und die Menschheit hat begonnen, sich im Sonnensystem auszubreiten. Aufgrund der Überbevölkerung der Erde hat sich die Weltregierung entschlossen, den Mars komplett zu kolonisieren, der dazu aber erst in einen bewohnbaren Planeten umgewandelt werden muss. Diese Aufgabe übernehmen die Spieler, die große Konzerne kontrollieren. Der Konzern, der am Ende den Terraforming Prozess des Mars am stärksten vorangebracht hat, gewinnt das Spiel.

Terraforming Mars ist für maximal 5 Spieler konzipiert. In der ersten Partie empfiehlt es sich, mit den Anfängerkonzernen, die allen identische Startbedingungen geben, zu spielen. Erfahrene Spieler ziehen ihren Konzern aus den Basis-Konzernkarten, bei denen die Startbedingungen, also die Menge an MegaCredits und die Zahl der Projektkarten auf der Hand variieren. Beginnend mit dem Startspieler haben nun reihum alle Spieler zunächst eine Forschungsphase, in der sie neue Projektkarten erwerben können. Auf die Forschungsphase folgt die Aktionsphase, in der jeder Spieler maximal 2 Aktionen durchführen kann. So ist es möglich, Projektkarten auszuspielen, Städte zu gründen, den Sauerstoff- oder Wassergehalt auf dem Mars zu erhöhen oder die Temperatur zu steigern, um so seinen eigenen Terraformwert zu vergrößern, was in der Endabrechnung Siegpunkte liefert. In der anschließenden Produktionsphase erhalten alle Spieler gleichzeitig Ressourcen und MegaCredits gemäß ihres Spielertableaus. Das Spiel endet, sobald Sauerstoffgehalt, Temperatur und Ozeane ihren Zielwert erreicht haben. Danach erfolgt eine Endwertung und der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Für eine Partie Terraforming Mars sind die vom Verlag angegebenen 90 – 120 min Spieldauer durchaus realistisch. Das Spiel an sich ist zwar komplex, gilt es doch stets mehrere den Sieg beeinflussende Faktoren und nicht zuletzt auch die Aktionen der Mitspieler im Auge zu behalten, aber die Spielmechanismen sind relativ schnell erlernt. Durch die Projektkarten kommen zudem immer wieder unerwartet neue Aspekte ins Spiel, die die Anpassung der eigenen Taktik notwendig machen. Der Preis von 60,– für die Grundbox ist für das umfangreiche Spielmaterial, das man dafür erhält durchaus gerechtfertigt. Allerdings erweist sich die Beschichtung der MegaCredits Marker als nicht besonders haltbar. Durchgefärbter Kunststoff wäre hier wahrscheinlich sinnvoller gewesen.

Titel: Terraforming Mars
Autor: Jacob Fryxelius
Verlag: Schwerkraft Verlag