Schlagwort-Archiv: Pegasus Spiele

Kingdomino und Queendomino mit 8 Spielern

Unlängst hatten wir hier das Spiel Queendomino des Autors Bruno Cathala vorgestellt, das von Pegasus Spiele vermarktet wird. In den Spielregeln ist eine Variante erwähnt, bei der Queendomino mit Kingdomino des selben Autors kombiniert wird und somit auch mehr als 4 Spieler an einer Partie teilnehmen können. Die Regeln gehen hierbei allerdings maximal von einer Sechserrunde aus. Da beide Spiele aber für jeweils 4 Spieler ausgelegt sind, lag es nahe, einmal eine Partie in einer Achterrunde zu testen.

Neben dem kompletten Spielmaterial aus Queendomino benötigt man hierzu aus Kingdomino noch die Startplättchen nebst zugehörigen Schlössern und Königsfiguren, sowie die 48 Dominosteine, die wie gehabt, gemischt und in den entsprechenden Turm gefüllt werden. Der Aufbau und der Spielablauf folgen den Regeln von Queendomino mit der einzigen Ausnahme, dass immer 8 statt 4 Dominosteine ausgelegt werden, wobei man diese abwechselnd aus dem Turm von Queendomino und jenem von Kingdomino zieht.

Außer der Tatsache, dass die Münzen teilweise ausgehen, was aber kein wirkliches Problem darstellt, da man hierfür notfalls auch aus anderen Spielen Ersatzmünzen nutzen kann, haben wir nichts entdeckt, was gegen die Spielbarkeit in einer Achterrunde spricht. Die Wartezeiten, bis man selbst wieder am Zug ist, sind natürlich etwas länger, aber da man in der größeren Runde noch mehr auf die Züge der Mitspieler achten muss, fällt dies nicht wirklich ins Gewicht. Die Kombination von Kingdomino und Queendomino für Spielrunden mit 5 bis 8 Spielern ist daher absolut empfehlenswert.

Titel: Kingdomino, Queendomino
Autor: Bruno Cathala
Verlag: Pegasus Spiele

Azul – Spiel des Jahres 2018

Seit 1979 wird von einer Fachjury der bedeutende Kritikerpreis „Spiel des Jahres“ vergeben. Dieses Jahr erhielt das taktische Legespiel Azul von Next Move Games, das von Pegasus Spiele exklusiv vertrieben wird, die begehrte Auszeichnung.

In Azul verzieren die Spieler als Handwerker des portugiesischen Königs Martell die Wände von dessen Palast mit Fliesen und versuchen durch geschickte Auswahl der Steine ein besonders wertvolles Mosaik zu schaffen. Die einfachen Spielmechanismen bei gleichzeitigem Wiederspielreiz kombiniert mit dem hochwertig gestalteten Spielmaterial gaben dabei den Ausschlag zur Wahl zum Spiel des Jahres.

Klassiker: Junta

In der Rubrik Klassiker soll es heute um das satirische Strategiespiel Junta gehen. Entwickelt von dem Trio Vincent Tsao, Ben Grossman und Eric Goldberg erschien die Erstauflage in den USA bereits 1979. In Deutschland war Junta ab 1986 bei ASS erhältlich. Mittlerweile gibt es eine überarbeitete Version mit neu gestaltetem Spielbrett und Karten von Pegasus Spiele. Unser Exemplar ist die 1986er-Version von ASS, die in einer zeittypisch unhandlichen Schachtel mit ebenfalls im typischen 80er-Jahre Stil gehaltenem Cover daherkommt. Das Spielmaterial umfasst den Spielplan, 160 Marker, 72 Karten, Geldscheine und 2 Würfel.

In Junta nehmen uns die Spieleautoren mit in die Republica de las Bananas, einen fiktiven, hoch korrupten Kleinstaat in Südamerika, den eine skrupellose Militär-Junta regiert. Einziges Ziel der Spieler, die verschiedene Regierungsämter einnehmen, ist es, als Oberhaupt einer der mächtigen Familien des Landes möglichst viel Geld aus dem Staatshaushalt zu veruntreuen und auf ein sicheres Schweizer Bankkonto zu bringen.

Um eine Partie Junta vorzubereiten, an der maximal 7 Spieler teilnehmen können, wählt zunächst jeder Spieler seine „Familie“ und erhält die zugehörigen 8 Marker. Die übrigen Marker werden auf die entsprechenden Felder auf dem Spielplan platziert, neben den auch das Geld und die Karten bereitgelegt werden. Nun wählen die Spieler aus ihrer Mitte einen Präsidenten und die Partie kann beginnen. Im politischen Spiel zieht jeder Spieler zunächst 2 Karten, daraufhin verteilt der Präsident die verschiedenen Regierungsämter unter den Mitspielern. Im nächsten Schritt zieht der Präsident 8 Geldscheine und macht den Vorschlag für einen Staatshaushalt, sprich, er schlägt vor, wie er das Geld unter seinen Mitspielern aufzuteilen gedenkt. Diese stimmen nun darüber ab und legen geheim fest, wo sie sich während der so genannten Terror Phase, in der Attentate aufeinander verübt werden können, aufhalten. Mit der Bankphase, in der Gelder auf das Schweizer Konto transferiert werden können, endet das politische Spiel und eine neue Runde beginnt. Löst allerdings ein Spieler jetzt einen Putsch aus, so kommt es zum Putsch-Spiel, in dem Aufständische und Regierungstreue gegeneinander kämpfen. Nach Ermittlung der Putsch-Folgen startet die nächste Runde mit der Wahl eines neuen Präsidenten. Nach spätestens 11 Runden endet die Partie und derjenige, der die meisten Gelder auf seinem Schweizer Konto hat, gewinnt.

Junta ist wie schon eingangs erwähnt ein satirisches Strategiespiel und Satire ist bekanntermaßen nicht jedermanns Sache. Wer sich auf den schwarzen Humor, der in diesem Klassiker reichlich vorhanden ist, einlässt, hat seinen Spaß mit Junta und dass es nach fast 40 Jahren immer noch auf dem Markt ist, beweist, dass die Spielidee nichts von ihrem Reiz verloren hat. Allerdings sollte man bei einer Partie Junta die Mitspieler sehr bewusst auswählen, denn dieses Spiel hat definitiv das Potential langjährige Freundschaften zu beenden, geht es doch darum, seine Mitspieler bewusst zu betrügen.

Titel: Junta
Autor: Vincent Tsao, Ben Grossman, Eric Goldberg
Verlag: ASS

Reworld

Der Weltraum, unendliche Weiten…

So oder so ähnlich könnte das Motto zu dem Strategiespiel Reworld lauten, das wir auf dem Pressetag von Pegasus Spiele im Oktober 2017 erstmals antesten konnten. Mittlerweile ist der Titel des Autorenduos Wolfgang Kramer und Michael Kiesling bei Eggertspiele erschienen und wird von Pegasus Spiele vertrieben. Das Spielmaterial umfasst den Spielplan, 4 Frachter und 4 Punktemarker, 100 Modulplättchen, 20 Stadtschilder, 30 Offizierkarten, 15 Bevölkerungsschiffe, 1 Rundenmarker, 1 Startspielermarker, 1 Stoffbeutel und die Regeln. Dies alles ist in einer soliden Box sicher untergebracht.

Wir befinden uns in einer fernen Zukunft und die Menschheit such nach einem neuen Planeten, um diesen zu besiedeln. Eurybia scheint ein geeigneter Kandidat zu sein und so machen sich 4 mutige Admiräle daran, ihre Raumschiffe auszurüsten, um den Planeten für die Ankunft der ersten Siedler vorzubereiten. Städte wollen gebaut werden, ein Verteidigungsnetz muss entstehen. Doch nur wer sein Raumschiff schon beim Start richtig beladen hat, wird diese Aufgabe erfolgreich meistern und als Retter der Menschheit in die Geschichte eingehen.

Bevor eine Partie Reworld beginnen kann, erhält jeder Spieler sein Raumschiff und setzt seinen Punktemarker auf die 0 auf der Punkteleiste des Spielplans, der die Raumstation Colossus zeigt. Dort werden auch die Bevölkerungsschiffe platziert und an jeden der Kopplungsarme der Raumstation ein zufällig aus dem Stoffbeutel gezogenes Modulplättchen gelegt. Die Stadtschilder werden nach Anfangsbuchstaben sortiert, der Rundenmarker ganz links auf der Rundenleiste platziert, die Offizierskarten gemischt und jeder Spieler erhält 7 von ihnen. Kapitel 1 von Reworld kann starten. Beginnend mit dem Startspieler kaufen die Spieler reihum Modulplättchen, wobei sie dafür eine oder mehrere Offizierkarten in den jeweiligen Kartenslot legen. Der Zahlenwert der obersten Offizierskarte gibt dabei vor, in welche Ladebucht des eigenen Raumschiffes das Modul verstaut werden muss. Alternativ kann ein Spieler auch den Startspielermarker erwerben. Kann kein Spieler mehr Modulplättchen kaufen, werden eventuell verbliebene entfernt und durch einen kompletten Satz neue ersetzt. Die Offizierkarten werden eingesammelt, gemischt und wieder verteilt und die Runde beginnt von neuem. Dies erfolgt 5 mal, bis keine Modulplättchen mehr im Stoffbeutel sind.

Danach beginnt Kapitel 2, die Besiedlung von Eurybia. Wiederum beginnend mit dem Startspieler laden die Raumfahrer nun die Module am Zielort aus. Je nach Art können sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Terrabots sind nötig, um Städte zu gründen, wobei jeder Spieler nur maximal eine Stadt je Geländetyp A – E gründen kann. Bautrupps übernehmen den Ausbau der Städte, allerdings darf pro Stadt nur eine der 5 vorhandenen Baufirmen tätig sein, einzig die Agrarfirma als sechster Typ kann in jeder Stadt verwendet werden. Shuttles übernehmen den Transport der Bautrupps auf die Oberfläche, da diese nicht selbstständig fliegen können. Alternativ können Shuttles auch zum Ausbau des Verteidigungsnetzes genutzt werden. Satelliten schließlich liefern entweder Sonderpunkte bei der Endabrechnung oder dienen ebenfalls zum Ausbau des Verteidigungsnetzes. Haben alle Spieler alle ihre Modulplättchen aus ihren Raumschiffen ausgeladen, endet die Partie und es erfolgt die Wertung.

Reworld scheint auf den ersten Blick recht einfach zu sein, zumal sich die Spielmechanismen leicht erlernen lassen und die Regeln erfreulich kurz gehalten sind. Doch steckt der Teufel wie so oft im Detail. Das richtige Beladen des eigenen Raumschiffes will akribisch geplant sein, denn am Zielort angekommen wird das als erstes ausgeladen, was als letztes in jede Ladebucht eingeladen wurde. Auch will genau bedacht sein, wieviel Shuttlekapazität nötig ist, um alle Bautrupps auf die Oberfläche zu bekommen. Da zudem Boni winken, wenn ein Spieler als Erster einzelne Ziele erreicht, beeinflusst auch dies wiederum die Strategie, was und wann es am sinnvollsten vom Raumschiff auf den Planeten geschafft werden sollte. Von daher präsentiert sich Reworld als anspruchsvolles und komplexes Strategiespiel, das so manche Überraschungen bereithält.

Titel: Reworld
Autoren: Wolfgang Kramer und Michael Kiesling
Verlag: Eggertspiele / Pegasus Spiele

Queendomino

Als Weiterentwicklung des Erfolgstitels Kingdomino, das den Kritikerpreis für das Spiel des Jahres 2017 erhalten hatte, erschien bei Pegasus Spiele Ende 2017 Queendomino. Auch für dieses Familienspiel zeichnet der Autor Bruno Cathala verantwortlich. Wie bei Pegasus üblich, findet das gesamte Spielmaterial in einer stabilen, schön gestalteten Box seinen Platz. Es umfasst einen großen Turm für die 48 Dominosteine, 32 Gebäude- und 4 Startplättchen, 42 Münzen, das Gebäudetableau, Holzfiguren der Queen und des Drachen, 22 Ritter, 15 kleineTürme, 4 Schlösser, 8 Könige, den Wertungsblock und die Anleitung.

Als Herrscher von vier kleinen Königreichen müssen die Spieler Ländereien erwerben, um ihr Herrschaftsgebiet zu vergrößern. Dabei gilt es, geschickt zu taktieren und vorausschauend zu planen. Denn nur wer die richtigen Ländereien in seinen Besitz bringt und diese klug kombiniert, wird bei der Endabrechnung den Sieg davontragen.

Maximal 4 Spieler können bei Queendomino gegeneinander antreten. Vor Beginn einer Partie erhält jeder sein Startplättchen, sein Schloss und einen König in seiner Farbe, sowie einen Ritter und Münzen im Wert von 7. Die Dominosteine werden gemischt und in den großen Turm gefüllt. Die Gebäudeplättchen werden ebenfalls gemischt und die obersten 6 auf den freien Feldern des Gebäudetableaus platziert, während der Rest als Nachziehstapel fungiert. Nachdem auch noch Drache und Queen bereitgelegt wurden, kann die Partie starten. Hierzu werden zunächst 4 Dominosteine aus dem Turm gezogen und nach aufsteigendem Wert mit der Ländereiseite nach oben ausgelegt. Der Spieler, dessen Königsfigur per Zufall als erste gezogen wird, sucht sich eines der Plättchen aus, die anderen folgen entsprechend. Nun werden 4 neue Dominosteine ausgelegt und neben den bereits besetzten ebenfalls wieder nach aufsteigendem Wert platziert. Der Spieler auf dem obersten Dominostein, nimmt diesen und legt ihn passend an sein Königreich an. Danach kann er seine Ritter nutzen, um Steuern einzutreiben, Gebäude bauen und den Drachen bestechen, um Gebäude auf dem Gebäudetableau zu zerstören. Als letzten Schritt muss er seinen König auf einen der neu gezogenen Dominosteine stellen. Es folgen aufsteigend die übrigen Spieler, bis alle Dominosteine besetzt sind, so dass wieder 4 neue gezogen werden müssen. Sind alle Dominosteine gezogen, endet die Partie und es erfolgt eine Endabrechnung.

Queendomino ist ein extrem kurzweiliges Spiel mit leicht verständlichen und gut erlernbaren Regeln. Trotzdem erfordert es einiges an taktischem Denken, denn die Dominosteine wollen richtig aneinandergelegt sein, um möglichst große, zusammenhängende Gebiete eines Geländetyps zu haben. Daneben gilt es auch, die Ausrichtung der Plättchen zu berücksichtigen, denn nur so erhält man am Ende ein 5×5 Felder großes Königreich. Zusätzlich muss man auch beim Kauf der Gebäudeplättchen geschickt agieren. Nur sie liefern z.B. Türme, die nötig sind, damit die Queen das eigene Königreich besucht. Genauso können sie bei der Endabrechnung wichtige zusätzliche Punkte beisteuern. Da Queendomino zudem so konzipiert ist, dass es mit Kingdomino kombiniert werden kann, so dass auch Partien mit 5 bis 8 Spielern möglich sind, ist dieses Spiel auch für alle Besitzer von Kingdomino eine absolut lohnende Anschaffung.

Titel: Queendomino
Autor: Bruno Cathala
Verlag: Pegasus Spiele

Der Deutschland Achter

Der Ali Baba Spieleclub e.V. und Pegasus Spiele veranstalten 2018 ihren so genannten Deutschland-Achter. An den 8 Standorten des Vereins wird im Rahmen der regelmäßigen Clubtreffen je eines von 8 Spielen für 8 Mitspieler gespielt werden. Die Veranstaltungen sind dabei ausdrücklich nicht nur für die Clubmitglieder sondern für alle Spielinteressierten – sowohl Einzelspieler als auch Gruppen – gedacht.

Im März startet der Deutschland Achter mit Magic Maze, wobei die Mitspieler die bisher in Deutschland noch nicht veröffentlichten Zusatzpläne als besonderen Bonus erhalten werden. Im April folgen Kingdomino und im August Captain Sonar. Desweiteren sind als Spiele noch Love Letter, Camel Up und Pummeleinhorn – Die fiesen Keksdiebe fest vorgesehen.

Aktuell stehen die folgenden Termine fest:

Alle weiteren Termine und Spiele werden nach und nach auf der Facebook Seite von Pegasus:

www.facebook.com/pegasusspiele

bekanntgegeben werden.

Weitere Informationen zum Ali Baba Spieleclub finden sich auf der Vereinshomepage:

www.ali-baba-spieleclub.de

Fotos: © Pegasus Spiele

 

Spielwarenmesse Nürnberg

Vom 31. Januar bis 04. Februar 2018 öffnete die Spielwarenmesse in Nürnberg zum mittlerweile 69. Mal ihre Pforten für Fachbesucher aus aller Welt. Mit 2.902 Ausstellern aus 68 Ländern und rund 71.000 Besuchern hat sie dabei erneut ihre weltweite Spitzenposition behauptet. Von den insgesamt rund 170.000 m² Ausstellungsfläche, die das Nürnberger Messegelände aktuell bietet (eine weitere Halle ist bereits im Bau), waren die beiden Ebenen der Halle 10 dabei wie stets komplett für Spielehersteller reserviert. Zusätzliche Flächen boten die Foyers vor den Hallen 10 und 11. Während vor Halle 10 diverse Kleinverlage Platz gefunden hatten, nutzten das Foyer vor Halle 11 wie schon in den vergangenen Jahren Pegasus Spiele und das Spiele Cafe als Ausstellungsfläche. Aber auch in den Halle 12.0 und im New Exhibitor Corner in der Halle 3A fanden sich einige Spieleverlage.

Da die Spielwarenmesse in Nürnberg ausschließlich eine Fachbesuchermesse ist, ist sie klassischerweise eine Messe, bei der sich vor allem die Großen der Branche präsentieren. Die Spieleneuheiten von Pegasus und Kosmos hatten wir hier ja schon vorab vorgestellt, weshalb wir sie nicht nochmals extra erwähnen.

Am Stand von ASS war die neueste Erweiterung der Dominion Reihe Nocturne zu sehen. Erhältlich wird sie im September pünktlich zur Spiel `18 sein, ebenso wie die 2. Erweiterung von Isle of Skye und das Städtebauspiel Neo City (Arbeitstitel).

Asmodee kündigt unter anderem die Titel Watson & Holmes, Breakings Bad: Das Brettspiel, Battle for Rokugan, Twilight Imperium 4. Edition, Villen des Wahnsinns: Strassen von Arkham (Erweiterung), um nur einige zu nennen, an.

Noris baut seine Escape Room Reihe mit diversen Erweiterungen aus und vergrößert mit Spielen wie Lästerschwestern auch sein Angebot an Partyspielen.

Bei Queen Games sind für das erste Halbjahr leider keine neuen Spiele für mehr als 5 Mitspieler angekündigt, so dass man hier auf das zweite Halbjahr hoffen muss.

Amigo setzt dagegen dieses Jahr ganz auf Kartenspiele wie All you can eat oder Verflucht! und weitere Titel.

Bei Schmidt Spiele werden unter anderem Der geheimnisvolle Zaubersee und Race to the New Found Land erscheinen.

In Halle 12.0 hatte Ravensburger seinen Stand. Die wichtigste Neuheit für die Alea-Linie stellt sicherlich The Rise of Queensdale dar, die neben diversen anderen Spieleneuheiten gezeigt wurde.

Neben all diesen großen Spieleverlagen, nutzen aber auch zahlreiche kleinere, vor allem ausländische Hersteller, wie z.B. Dragon Dawn Productions mit Perdition`s Mouth oder Skipy Games mit Stock Shock, um an dieser Stelle nur zwei zu nennen, Nürnberg als Plattform, um sich dem Fachpublikum vorzustellen.

Pegasus Spiele – Neuheiten 2018

Am 31. Januar öffnet die Spielwarenmesse in Nürnberg ihre Pforten für Fachbesucher aus aller Welt. Bereits vorab hat Pegasus Spiele sein umfangreiches Neuheitenprogramm für das Jahr 2018 veröffentlicht, das auf dem Stand im Foyer der Halle 11.0 präsentiert werden wird. Es umfasst insgesamt 49 Titel mit kompletten Neuerscheinungen und Erweiterungen vorhandener Spiele, von denen wir einige hier in Zukunft noch genauer vorstellen werden.

Im einzelnen sind die folgenden Titel angekündigt:

Kinderspiele:
– Magic Maze Kids
– Curli Kulle
– Kinder-Rommé: Bauernhoftiere
– Sei kein Frosch
– Polar Party

Familienspiele:
– Es war einmal – Unterwegs
– Round the World
– Pummeleinhorn – Der Superkeks
– Pummeleinhorn – Mampf Mampf (Mau Mau Variante)
– Pummeleinhorn – Die fiesen Keksdiebe
– Dragon Master
– Cat Lady
– nimble
– Mein Traumhaus – Familienbesuch (Erweiterung)
– Brains – Burgen & Drachen
– Onitama – Senseis Weg (Erweiterung)
– Film ab!
– Go go Gelato
– Kingdomino – Zeit der Riesen (Erweiterung)
– Pool Party
– Who did it? (Arbeitstitel)
– Ausgespielt! – Der Messe-Krimi
– Herbaceous

Funspiele:
– Munchkin Sammelkartenspiel – Starterset 1: Priester-Dieb
– Munchkin Sammelkartenspiel – Starterset 2: Waldläufer-Krieger
– Munchkin Sammelkartenspiel – Starterset 3: Zauberer-Barde
– Munchkin Sammelkartenspiel Booster Serie 1
– Munchkin Sammelkartenspiel Booster „Blargs Einöde“ Serie 2
– Smash Up 13 – Die wilden 70er
– Munchkin Quest: Das Brettspiel 2.0 (Arbeitstitel)

Kennerspiele:
– Mystic Vale – Der große Manasturm (Erweiterung)
– Mythos Tales 2018
– Santa Maria
– Imperials Settlers – Die haben angefangen (Erweiterung)
– Outlive
– Istanbul Big Box
– Loot Island
– Captain Sonar – Volles Rohr (Erweiterung)
– 13 Minuten
– 13 Tage – Die Kubakrise 1962
– Deadline
– Alien Artifacts
– Coimbra

Expertenspiele:
– Eclipse 2. Edition
– Mage Knight Bigbox (Arbeitstitel)
– SMOG: Rise of the Molochs (Arbeitstitel)
– Spirit Island
– Great Western Trail – Rails to the North (Erweiterung)
– Cry Havoc

Wer die Liste aufmerksam studiert hat, dem werden drei Titel bekannt vorkommen. Pegasus Spiele hat nämlich eine Zusammenarbeit mit Frosted Games verkündet, in deren Rahmen ausgewählte Titel aus dem Programm von Frosted Games in den Exklusivvertrieb von Pegasus Spiele übernommen werden. Den Anfang machen hier Ausgespielt! – der Messe-Krimi , sowie die beiden Kennerspiele 13 Tage – Die Kuba-Krise 1962 und 13 Minuten, ein Mikrospiel und gleichsam der kleine Bruder von 13 Tage, die im Laufe des Jahres mit Pegasus Spiele-Logo auf der Schachtel erscheinen werden.

Daneben werden aber auch alle anderen Titel von Frosted Games zukünftig über Pegasus Spiele vertrieben werden.

Chariot Race

Das Brettspiel Chariot Race des Autors Matt Leacock, das thematisch im alten Rom angesiedelt ist, erschien 2016 in der Familienspiele Reihe von Pegasus Spiele. Das Spielmaterial umfasst einen zweiteiligen, doppelseitigen Spielplan, 6 ebenfalls doppelseitige Streitwagentafeln, 6 Streitwagen, 6 Rundenanzeiger, 5 Würfel, 20 Krähenfüße, 18 Wertezähler und eine 8-seitige Anleitung, die neben der deutschen Fassung auch noch in Englisch, Italienisch, Holländisch und Polnisch beiliegt. Dies alles ist in einer kompakten und grafisch schön gestalteten Box untergebracht.

Chariot Race nimmt uns mit in die Glanzzeiten des Imperium Romanum, als im Circus Maximus Hunderttausende den mutigen Wagenlenkern bei ihren halsbrecherischen Rennen zujubelten. Jeder der Spieler übernimmt die Rolle eines dieser Wagenlenker und versucht, sein Gespann als Erster heil über die Ziellinie zu bringen. Dabei gilt es nicht nur, stets die Geschwindigkeit im Auge zu behalten, um nicht aus den Kurven am Ende der Gerade geschleudert zu werden. Krähenfüße, die die Mitspieler auslegen, können ebenso zum Hindernis werden, das den eigenen Streitwagen beschädigt, wie die gegnerischen Streitwagen selbst, wenn man auf diese am Ende seines Zuges auffährt.

Das Spiel ist für maximal sechs Spieler ausgelegt. Nachdem jeder seinen Streitwagen und die zugehörige Streitwagenkarte, auf der die Startwerte für Schaden, Geschwindigkeit und Schicksal mittels Wertezähler markiert werden, erhalten hat, wird die Startreihenfolge ausgelost. Sind alle Streitwagen platziert, kann das Rennen beginnen. Reihum führt jeder Mitspieler seinen Zug durch, der sich in die sechs Phasen Reparieren, Startgeschwindigkeit anpassen, Würfeln, Fortunas Gunst erhalten, Bewegen und Angreifen gliedert, wobei die Phasen Reparieren und Angreifen optional sind. Vor allem durch das Würfeln, das einem die Aktionen für den eigenen Streitwagen liefert, kommt dabei das Zufallselement ins Spiel, das den Verlauf jeder Partie verändert. Zudem müssen die Spieler entscheiden, ob sie eher aggressiv auf Angriff und hohe Geschwindigkeit setzen, um jede Konkurrenz hinter sich zu lassen, oder eher defensiv und langsam fahren, um so Schaden am eigenen Streitwagen zu vermeiden und sicher das Ziel zu erreichen. Das Spiel endet, sobald in einer Runde ein Streitwagen den kompletten Parcours zweimal durchfahren hat. Sollte dies mehreren Streitwagen gelingen, gewinnt der, der weiter vorne liegt.

Chariot Race ist ein sehr kurzweiliges Spiel mit gut verständlichen Regeln. Eine Partie dauert rund 30 – 40 min und auch nach mehreren hintereinander gespielten Partien, ist der Spielspaß immer wieder aufs Neue garantiert.

Titel: Chariot Race
Autor: Matt Leacock
Verlag: Pegasus Spiele

Port Royal – Eine Partie mit 7 Mitspielern

In der Reihe seiner Familienspiele brachte Pegasus Spiele bereits 2014 Port Royal des Autors Alexander Pfister heraus, das uns in das goldene Zeitalter der Piraterie in der Karibik zurückversetzt. Das Kartenspiel kommt in einer kompakten Spielbox, in der sich die 120 Spielkarten und die kurze Anleitung verbergen, daher, einer idealen Größe, um es auch im Gepäck verstauen und auf eine Urlaubsreise mitnehmen zu können.

Ziel ist es, 12 oder mehr Einflusspunkte zu erlangen. Hierzu deckt der jeweilige Startspieler (aktiver Spieler) in der 1. Phase aus dem Nachziehstapel Karten auf und bildet damit seine persönliche Hafenauslage aus Personen und Schiffen, aus der er und, soweit noch Karten vorhanden sind, auch seine Mitspieler (nicht aktive Spieler) in der 2. Phase Karten nehmen können. Aufgedeckte Schiffe liefern dabei die aufgedruckte Anzahl an Münzen, die wiederum nötig sind, um die Personenkarten zu kaufen, welche spezielle Fähigkeiten oder Einflusspunkte haben. Die Fähigkeiten der Personen braucht es dann wieder, um z.B. die Expeditionsaufrufe, die sich ebenfalls im Nachziehstapel verbergen und weitere Einflusspunkte bringen, erfüllen zu können.

Port Royal ist eigentlich für eine Maximalzahl von fünf Spielern ausgelegt, trotzdem haben wir den Versuch gestartet, eine Partie mit sieben Spielern zu spielen, ohne das Regelwerk zu verändern. D.h. jeder Spieler erhält zu Beginn drei Münzen Startkapital und im Nachziehstapel sind alle fünf Expeditionsaufrufe enthalten. Danach haben reihum die einzelnen Spieler zunächst ihre Hafenauslage gebildet und wenn es noch zu einer 2. Phase kam, daraus Karten erworben.

Es hat sich sehr schnell gezeigt, dass Port Royal in der vorhandenen Form auch mit zwei zusätzlichen Mitspielern problemlos spielbar ist und auch die Spieldauer einer Partie an sich ist nicht wesentlich von den Herstellerangaben von 20-50 min abgewichen. In der größeren Runde gewinnt allerdings die Karte Witzbold extrem an Bedeutung, die einem eine Münze liefert, wenn man in Phase 2 als nicht aktiver Spieler eine leere Hafenauslage vorfindet, da dies in einer so großen Runde oft der Fall ist. Zudem schmilzt der Nachziehstapel mit zunehmender Spieldauer sehr schnell dahin und muss durch den neu durchgemischten Ablagestapel immer wieder ersetzt werden. Daher ist mit dem vorhandenen Kartensatz und Regelwerk wahrscheinlich bei maximal acht Spielern das Ende erreicht und für eine noch größere Runde wäre es entweder nötig, zwei Grundsets zusammenzumischen, oder es müsste ein entsprechendes Erweiterungsdeck, das auch zusätzliche Expeditionsaufträge und andere Siegbedingungen für die große Spielerrunde beinhalten sollte, geben.

Titel: Port Royal
Autor: Alexander Pfister
Verlag: Pegasus Spiele