Schlagwort-Archiv: Dominion

Dominion – Die Intrige

Bereits 2009 erschien Dominion – Die Intrige, das zunächst als eigenständiges Spiel ausgelegt war und daher neben den neuen Königreich- und Aktionskarten auch die Basiskarten in einem kompletten Satz von 500 Karten umfasste. Seit 2014 wird Die Intrige von Rio Grande Games in Deutschland nur noch als reine Erweiterung ohne Basiskarten vertrieben und ist daher nur in Kombination mit dem Grundspiel spielbar. Die Erweiterung umfasst 300 Karten, die wie gehabt in einer Box mit passendem Einleger untergebracht sind.

Als neuen Kartentyp führt Die Intrige erstmals kombinierte Königreichkarten ein. Diese liefern nicht nur Punkte in der Endabrechnung, sondern sind gleichzeitig auch noch Geld- oder Aktionskarten und haben somit sofort Auswirkungen auf den Spielverlauf. Eine weitere Neuerung sind Aktionskarten, die dem Spieler die Möglichkeit geben, zwischen verschiedenen Aktionen auszuwählen, oder die Anweisung „weiter geben“ besitzen, wodurch Karten verdeckt an Mitspieler weitergereicht werden müssen.

Für ein eigenständiges Spiel, als das Die Intrige einmal angelegt war, sind die Unterschiede zum klassischen Dominion sicherlich zu gering, weshalb die Entscheidung, daraus eine reine Erweiterung zu machen, die richtige war. Als solche liefert sie nicht nur neue Deck-Buildung Variationen für Kartenspiel-Fanatiker, sondern auch für den Gelegenheitsspieler willkommene Abwandlungen des Grundspiels.

Titel: Dominion – Die Intrige
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games

Dominion – Seaside

Die erste reine Erweiterung von Dominion, die nur in Verbindung mit dem Grundspiel spielbar ist, ist Seaside, welche seit 2009 auf dem Markt ist. Es besteht aus 300 Karten, 50 Markern und 18 Tableaus, die allesamt in der üblichen Box mit passendem Einleger sicher Platz finden.

Was bringt uns Seaside Neues? Als wichtigste Neuerung ist sicherlich der neue Typ Aktionskarten zu nennen. Diese Dauerkarten sind nicht nur im aktuellen Zug sondern auch noch im folgenden Zug aktiv. Desweiteren verdienen die Karten Eingeborenendorf, Insel und Piratenschiff Erwähnung, die den Spielern die entsprechenden Südseetableaus liefern. Diese können genutzt werden, um Karten von der Hand dort abzulegen und so die Handkarten auszudünnen, bzw. um Geld zu generieren. Last but not least ist es mit der Karte Embargo möglich, beliebige Vorratsstapel mit einem Embargomarker zu versehen, so dass andere Spieler, die von diesem Stapel Karten ziehen wollen, automatisch eine Fluchkarte erhalten.

Von den neuen Deck-Building Möglichkeiten, die die neuen Königreich- und Aktionskarten dieser Erweiterung wieder einmal liefern und die diese Erweiterung für den wahren Dominion Fan so oder so zum Must have machen einmal abgesehen, bringt Seaside gerade mit dem Embargo, den Dauerkarten und den Tableaus neue Elemente ins Spiel. Diese gehen über die eines klassischen neuen Kartensatzes hinaus und machen Seaside zu einer gelungenen Ergänzung der Dominion-Reihe.

Titel: Dominion – Seaside
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games

 

Dominion Basisspiel 2. Edition

Seit August 2017 ist in Deutschland die 2. Edition des Basisspiels von Dominion erhältlich. An den Spielregeln hat sich gegenüber der Ursprungsausgabe nichts verändert. Auch umfasst die 2. Edition nach wie vor 500 Karten, die, ebenfalls wie gehabt, in einer Box mit entsprechender Einlage sauber geordnet untergebracht sind.

Was sind also die Neuerungen? Zum einen hat Rio Grande Games die Grafiken einiger Karten überarbeitet und auch die Texte auf den Königreichkarten klarer formuliert, wo dies nötig war. Zum anderen und dies ist für den Dominion-Fan wahrscheinlich von größerer Bedeutung, wurden 7 Königreichkarten durch komplett neue Karten ersetzt. Desweiteren enthält ein beigefügtes Infoblatt Errata für weitere 3 Königreichkarten – im einzelnen Thronsaal, Mine und Geldverleiher – deren Anweisungen nun optional ausgeführt werden können und nicht mehr verpflichtend sind. Last but not least erhält der Käufer der 2. Edition einen Zugangscode für die Online-Version von Dominion, um diese 1 Jahr gratis spielen zu können.

Da für Spielerunden mit mehr als 4 Spielern sowieso ein zweites Grundspiel sinnvoll ist, ist die 2. Edition daher sicherlich nicht nur für den Hardcore-Fan, dem sich mit den 7 neuen Königreichkarten neue Varianten des Deck-Building eröffnen, eine lohnenswerte Anschaffung.

Titel: Dominion Basisspiel 2. Edition
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games

Dominion – Mit 6 oder mehr Spielern

Auf der Spiel `08 hatte das Spiel Dominion des amerikanischen Autors Donald X. Vaccarino seine Premiere, das in der Folge zum Spiel des Jahres 2009 gekürt wurde. Mit ihm erreichte der bisher nur bei Anhängern von Trading-Card-Games bekannte Spielmechanismus des Deck-Building erstmals die breite Masse der Spielefans. Zunächst im Vertrieb von Hans im Glück, übernahm der Herausgeber Rio Grande Games die Vermarktung der Dominion-Reihe 2013 wieder selbst und setzt in Deutschland auf den Verlag ASS Altenburger als Vertriebspartner. Das Dominion-Grundspiel umfasst 500 Karten (Basiskarten und 25 Typen Königreichkarten), die zusammen mit den Spielregeln in einer Box mit entsprechender Einlage sauber sortiert untergebracht werden können.

In Dominion starten die Spieler als Kleingrundbesitzer mit einem Kartendeck aus etwas Geld und einigen Ländereien. In der Folge gilt es nun, das eigene Kartendeck und somit sein Imperium durch geschicktes Taktieren auszubauen. Dies geschieht auf drei Ebenen. Zum einen muss das Geld vermehrt werden, denn je höherwertig eine Karte ist, desto teurer ist sie auch. Zum zweiten muss das eigene Kartendeck um Aktionskarten, die so genannten Königreichkarten, ergänzt werden, die dem Spieler zusätzliche Aktionsmöglichkeiten in seiner Runde geben. Und nicht zuletzt müssen auch die Ländereien ausgebaut werden, denn nur sie zählen in der Endabrechnung und bringen den Sieg.

Das Dominion Grundspiel ist für maximal 4 Spieler ausgelegt. Für Partien bis zu 6 Spieler bietet Rio Grande eine Box mit zusätzlichen Basiskarten (Punktekarten, Geldkarten und Fluchkarten) an, für noch größere Runden müssen 2 Grundspiele kombiniert werden, um eine entsprechende Menge Basiskarten zu haben.

Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler 7 Geldkarten Kupfer, sowie 3 Punktekarten Anwesen. Diese mischt jeder Spieler und legt sie als persönlichen Nachziehstapel vor sich ab. Die obersten 5 Karten bilden seine Starthandkarten. Die übrigen Geld- und Punktekarten, sowie die Fluchkarten und ein Set von 10 Typen an Königreichkarten werden als allgemeiner Vorrat in die Tischmitte gelegt.

Reihum führt nun jeder Spieler seinen Zug aus, der aus 3 Phasen besteht. In der Aktionsphase kann er mindestens eine Aktionskarte ausspielen und führt die Anweisungen auf der Karte aus. In der nun anschließenden Kaufphase kann er mindestens eine Karte aus dem allgemeinen Vorrat zum Ausbau seines Kartendecks kaufen und legt diese offen auf seinen Ablagestapel. Die Aufräumphase beendet den Spielzug. Hier legt der Spieler alle noch vorhandenen Handkarten auf seinem Ablagestapel ab, auf den auch die übrigen ausgespielten Karten wandern. Vom Nachziehstapel zieht er 5 neue Karten auf die Hand.

Das Spiel endet, sobald keine Provinzen mehr im allgemeinen Vorrat sind oder 4 beliebige Stapel aus diesem aufgebraucht sind. Jeder Spieler zählt nun die Punktwerte aller seiner Karten im Deck zusammen und derjenige mit den meisten Punkten gewinnt.

Dominion ist ein komplexes Spiel, hat aber leicht verständliche Regeln. Der Reiz liegt in der großen Variabilität, die sich dadurch ergibt, dass man die 10 Typen an Königreichkarten für den allgemeinen Vorrat immer wieder neu kombinieren kann. Dadurch muss die Strategie zur Gestaltung des eigenen Kartendecks ebenfalls immer wieder überdacht und neu ausgerichtet werden. Zudem bieten sich beim Deck-Building selbst unterschiedliche Grundstrategien, bei denen man den Fokus mehr auf die Punkte- und Geldkarten oder aber mehr auf die Aktionskarten legen kann.

In der Mehrspielerversion hat man bei Dominion logischerweise längere Wartepausen, bis man wieder zum Zug kommt, als beim Standardspiel mit maximal 4 Spielern. Da aber die Kartenstapel bei mehr Spielern auch schneller schwinden, gilt es hier die Spielzüge der Mitspieler noch genauer zu beobachten, weshalb Partien auch mit 6 oder mehr Spielern problemlos möglich sind. Bei 7 oder 8 Spielern sollten entweder außer den Basiskarten auch die Königreichkarten des zweiten Grundspiels verwendet werden oder alternativ die Partie erst enden, wenn mindestens 5 beliebige Stapel aufgebraucht sind.

Titel: Dominion
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games