Spieletests

Dominion – Nocturne

Seit August diesen Jahres ist mit Nocturne die mittlerweile 11. Erweiterung von Dominion auch in der deutschen Version erhältlich. Wie gehabt im Vertrieb von ASS, umfasst Nocturne insgesamt 500 Karten, welche in der bekannten Box mit passendem Einleger sauber aufgeräumt ihren Platz finden.

Wie der Name der neuesten Erweiterung schon erahnen lässt, kommt als wichtigste Neuerung die Nacht-Spielphase mit in die Partie. Hierzu gibt es auch spezielle Nacht-Königreichkarten. Ist mindestens eine von ihnen im Spiel, schließt sich an die normale Kaufphase eine Nacht-Phase an, in der nur diese Nacht-Königreichkarten aber in beliebiger Anzahl ausgespielt werden dürfen.

Mit den Königreichkarten des Typs Segen und Unheil bringt Nocturne zwei weitere neue Kartentypen. Während Segen-Karten dem Spieler positive Effekte in Form von Gaben bescheren, verursachen die Unheil-Karten negative Effekte, die so genannten Plagen. Gaben und Plagen gehören nicht zum eigentlichen Vorrat des Spieldecks. Sie werden daher nie in das Kartendeck eines Spielers integriert, sondern vor ihm abgelegt, bis ihre Effekte abgehandelt sind. Diese Sonderrolle wird auch dadurch deutlich, daß die Karten querformatig sind.

Drei Plagen und auch eine Königreichkarte verschaffen dem jeweiligen Spieler einen Zustand, den vierten neuen Kartentyp. Auch die Zustände sind nicht Teil des Spieldecks und daher wie Gaben und Plagen querformatig.  So lange sie gültig sind, bleiben sie vor dem jeweiligen Spieler liegen.

Last but not least gibt es mit den Königreichkarten des Typs Erbstück noch eine fünfte Neuheit bei Nocturne. Sind sie im Spiel, ersetzen die Spieler in der Spielvorbereitung ein Kupfer durch das entsprechende Erbstück.

Vor allem mit der Nacht-Spielphase bringt Nocturne ein komplett neues Spielelement in die Dominion-Partien. Aber auch Gaben, Plagen und Zustände sorgen mit ihren Effekten für zusätzliche Abwechslung im Spielverlauf. Von daher lohnt sich die Anschaffung nicht nur wegen der wieder einmal neuen Deck-Building Möglichkeiten.

Titel: Dominion – Nocturne
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games

Seat wars


Anders Ayala hat über Kickstarter das Spiel Seatwars realisiert, in dem 2 – 5 Spieler mit ihren Fahrgästen um die Spitzplätze in einem Bus kämpfen.

Der Spielplan kann für 2 Spieler, oder für 3 – 5 Spieler aufgebaut werden.
Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Spieler 5 Karten, sowie 5 Spielmarker, um seine Fahrgäste im Bus zu markieren.

In jeder Runde haben die Spieler 3 Aktionen:

Eine Aktionskarte von der Hand spielen, einen Fahrgast auf einen der freien Plätze setzen, oder für einen Fahrgast, der es geschafft hat eine Runde lang seinen Sitzplatz zu verteidigen, die Punkte erhalten.
Für jede Aktion, die ein Spieler nicht genutzt hat, darf er am Ende seines Zuges eine Karte ziehen.

Wenn gerade kein freier Sitzplatz zur Verfügung steht, können die Spieler die Fahrgäste ihrer Gegenspieler von ihren Sitzplätzen verteiben. Der stärkere Fahrgast gewinnt.
Über Aktionskarten können die Spieler ihren Fahrgästen helfen, länger durchzuhalten.

Ziel des Spiel ist es, die meisten Punkte zu sammeln. Fahrgäste, die eine Runde auf ihrem Platz sitzen bleiben, bringen ihre volle Punktzahl. Werden sie durch Aktionkarten früher gewertet, bringen sie nur einen Teil der Punkte.
Wärend des Spiels tauchen hin und wieder Gegenstände auf, die den Spieler zusätzliche Punkte bringen können.

Titel: Seat wars
Auto: Andres Ayala
Verlag: detestable games

Red Light

Ein Kartenspiel das von Pornhub gesponsert wird? Wir müssen zugeben, dass wir mehr als skeptisch waren, als wir Red Light – A Star is Porn, eine Variante des italienischen Bestsellers Squillo des Autors und Musikers Immanuel Casto, erstmalig auf der Spiel `18 in Essen entdeckt haben. Nichts destotrotz haben wir uns an einen Test gewagt. Das Spielmaterial von Red Light umfasst 100 Spielkarten, die in einer kleinen handlichen Pappschachtel mit stabilem Einleger zusammen mit dem Regelfaltblatt Platz finden.

In Red Light führen die Spieler Filmstudios, die sich auf die Produktion von „Erwachsenenfilmen“ spezialisiert haben. Ziel ist es, mit seinen Pornostars Filme zu produzieren und so Auszeichnungen zu erwerben. Wem es als Erstem gelingt, vier dieser Auszeichnungen zu erwerben, gewinnt. Doch so einfach, wie dies klingt, ist es nicht, denn die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht und kann einem das Leben und die Arbeit bisweilen sehr schwer machen.

Red Light ist für 2 bis 6 Spieler ausgelegt. Der Aufbau ist schnell erledigt, indem zunächst die Auszeichnungs-, Film-, Pornostar- und Eventkarten getrennt gemischt werden. Auszeichnungs- und Filmkarten werden verdeckt bereitgelegt. Von den Pornostarkarten erhält jeder Spieler eine, die er sofort offen vor sich auslegt. Von den Eventkarten erhält jeder vier, die er auf die Hand nimmt. Danach werden die verbliebenen Pornostar- und Eventkarten zusammengemischt und verdeckt als Nachziehstapel des so genannten Hauptdecks bereitgelegt. Die Partie kann beginnen. Der Spielzug beginnt damit, dass der aktive Spieler zwei Karten vom Hauptdeck zieht. Sind Pornostars dabei, müssen diese offen ausgelegt werden. Anschließend entscheidet er, ob er einen oder mehrere seiner Pornostars aktiviert, um Filme zu produzieren, eine Auszeichnung zu erwerben oder gegnerische Pornostars auszuschalten. Dabei kann er zusätzlich noch seine Eventkarten nutzen. Am Ende seines Zuges werden die aktivierten Pornostars wieder in den Ruhezustand versetzt und der nächste Spieler ist an der Reihe. Die Partie endet, sobald ein Spieler vier Auszeichnungen hat.

Auch wenn die Thematik auf den ersten Blick ja etwas schlüpfrig daherkommt und nichts für prüde Zeitgenossen ist, Red Light ist definitiv ein Kartenspiel mit extrem hohem Spaß- und Wiederspielfaktor. Die Grundmechanismen sind mehr als einfach, aber durch die Eventkarten und ihre Effekte wird eine Partie sehr abwechslungsreich und manch mühsam erdachte Strategie löst sich innerhalb eines Augenblicks in Wohlgefallen auf. Was auch gefällt, sind die wirklich schön gestalteten Grafiken der Karten, die trotz des Pornothemas nie geschmacklos wirken. Vor allem die Pornostar-Karten, die der berühmte Comic-Zeichner Milo Manara gestaltet hat, sind ein echter Hingucker und allein schon die rund 20,– wert, die für das Spiel im Versandhandel aufgerufen werden. Da vom italienischen Original Squillo mittlerweile zahlreiche Themen-Editionen erschienen sind, ist es mehr als wahrscheinlich, dass es auch von Red Light in Zukunft noch weitere Varianten geben wird.

Titel: Red Light – A Star is Porn
Autor: Immanuel Casto
Verlag: Freak & Chic

Tiny epic Galaxies

Tiny epic Galaxies von Scott Almes ist ein Würfelspiel, in dem sich 1 – 5 Spieler im Wettstreit befinden, um neue Planeten zu kolonisieren und am Ende die größte und fortschrittlichste Galaxie von allen zu haben.

Gewonnen hat am Ende der Spieler, der es schafft 21 Punkte zu sammeln.

Punkte gibt es für kolonisierte Planeten, das Verbessern der eigenen Galaxie und das Erfüllen der Secret Mission.

Die Spieler beginnen das Spiel mit jeweils zwei Raumschiffen, mit denen sie auf Planeten landen oder diese kolonisieren können.

Je nachdem wie fortschrittlich die Galaxie ist, würfeln die Spieler mit vier bis sieben Würfeln. Mit den Würfeln die der Spieler aktiviert, kann er seine Schiffe bewegen, seinen Vorrat an Energy und Culture erhöhen, mit denen man die Kosten für die Aktionen im Spiel bezahlt, über Diplomacy oder Economy Planten kolonisieren und mit Utilize a colony seine Galaxie verbessern oder eine der besonderen Eigenschaften der Planten nutzen.

Falls einen das Glück beim Würfeln verlässt, gibt es noch einen Converter. Einmal pro Runde kann man zwei Würfel in den Converter legen, um einen der übrigen Würfel in ein beliebiges Ergebnis umzuwandeln.

Spielt man das Spiel alleine, spielt man gegen eine von fünf verschiedenen Rouge Galaxies. Hier gibt einem das Regelwerk vor, was bei den einzelnen Würfelergebnissen zu tun ist.

Das Spiel begeistert durch knapp gehaltene Regeln, einen einfachen Einstieg ins Spiel und eine kurze Spieldauer. Durch die vielen Möglichkeiten das Spiel gewinnen zu können, werden Fans von Strategiespielen hier auf jeden Fall auf ihren Spaß haben.

Titel: Tiney epic Galaxies
Autor: Scott Almes
Verlag: Gamelyn Games

Black Stories – Sebastian Fitzek Edition

Knifflige, rabenschwarze Rätsel sind das Markenzeichen der Black Stories Reihe des Moses Verlages. Diese begeistern seit 2004 in mittlerweile 13 Ausgaben und 24 Themeneditionen eine stetig wachsende Fangemeinde. Zu ihr zählt seit längerem auch der bekannte Thrillerautor Sebastian Fitzek, der mit über 11 Millionen verkauften Büchern der erfolgreichste Autor Deutschlands ist. Da Fitzek bereits 2017 bei der Entwicklung des Brettspiels Safehouse, einer Mischung aus Gruselgeschichten und Gesellschaftsspiel, mitgewirkt hatte, lag es nahe, ihn auch mit der Entwicklung der neuesten Edition der Black Stories zu betrauen.

Foto: © Moses Verlags GmbH

Eine Hälfte der 50 Rätsel hat Sebastian Fitzek dazu komplett neu geschrieben. Die andere Hälfte basiert auf seinen Thrillern, ohne Spoiler-Gefahr allerdings. So bleibt einem der Lesespaß an seinen Büchern erhalten, auch wenn man die neue Black Stories Edition spielt, genauso wie der Spielspaß jenen erhalten bleibt, die die Bücher schon kennen.

Die 50 Rätselkarten sind  als Hommage an den Autor in einer hochwertigen Geschenkbox in Buchform verpackt, in der sich auch eine kurze Spielanleitung findet. Für Kenner der Reihe unnötig, denn die Spielregeln sind wie gehabt: Ein Spieler fungiert als Gebieter und liest das Rätsel vor und die übrigen Spieler müssen versuchen, durch Fragen, die der Gebieter mit Ja oder Nein beantworten kann, das Rätsel zu lösen. Dass dies nicht so einfach ist, ist bei einem Autor wie Sebastian Fitzek sichergestellt, so dass diese neueste Edition der Black Stories Reihe einmal mehr jede Menge Spielspaß garantiert, vor allem wenn man in größeren Gruppen versucht, die Rätsel zu lösen.

Titel: Black Stories – Sebastian Fitzek Edition
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Moses

Dominion – Die Intrige

Bereits 2009 erschien Dominion – Die Intrige, das zunächst als eigenständiges Spiel ausgelegt war und daher neben den neuen Königreich- und Aktionskarten auch die Basiskarten in einem kompletten Satz von 500 Karten umfasste. Seit 2014 wird Die Intrige von Rio Grande Games in Deutschland nur noch als reine Erweiterung ohne Basiskarten vertrieben und ist daher nur in Kombination mit dem Grundspiel spielbar. Die Erweiterung umfasst 300 Karten, die wie gehabt in einer Box mit passendem Einleger untergebracht sind.

Als neuen Kartentyp führt Die Intrige erstmals kombinierte Königreichkarten ein. Diese liefern nicht nur Punkte in der Endabrechnung, sondern sind gleichzeitig auch noch Geld- oder Aktionskarten und haben somit sofort Auswirkungen auf den Spielverlauf. Eine weitere Neuerung sind Aktionskarten, die dem Spieler die Möglichkeit geben, zwischen verschiedenen Aktionen auszuwählen, oder die Anweisung „weiter geben“ besitzen, wodurch Karten verdeckt an Mitspieler weitergereicht werden müssen.

Für ein eigenständiges Spiel, als das Die Intrige einmal angelegt war, sind die Unterschiede zum klassischen Dominion sicherlich zu gering, weshalb die Entscheidung, daraus eine reine Erweiterung zu machen, die richtige war. Als solche liefert sie nicht nur neue Deck-Buildung Variationen für Kartenspiel-Fanatiker, sondern auch für den Gelegenheitsspieler willkommene Abwandlungen des Grundspiels.

Titel: Dominion – Die Intrige
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games

Side effects

Side effects ist ein Kartenspiel für 2-8 Spieler, in dem die Spieler versuchen müssen, ihre psychischen Störungen in den Griff zu bekommen.
Jade Shames, Ben Bronstein, Jen Igartua und Kat Thek von Pillbox Games haben ihr Projekt Side effects über Kickstarter erfolgreicht realisiert.

Jeder Spieler bekommt vier psychische Störungen, die er entweder mit Medikamenten behandeln, oder durch eine Therapie heilen muss. Bei sechs oder mehr Spielern, bekommt jeder Spieler nur drei Störungen. Gewonnen hat der Spieler, bei dem am Ende seiner Runde alle Störungen geheilt sind oder behandelt werden.
Jede Runde beginnt damit, zwei Karten zu ziehen. Danach darf der Spieler bis zu zwei Karten ausspielen, um entweder seine eigenen Störungen zu behandeln oder den Zustand anderer Spieler zu verschlechtern. Die Runde des Spieles endet, wenn er zwei Karten ausgespielt hat.
Falls ein Spieler keine Karte ausspielen möchte, kann er auch mit anderen Spielern Karten tauschen oder passen.
Am Ende seines Zuges darf ein Spieler nicht mehr als sechs Karten auf der Hand haben.

Wird eine Störung durch eine Therapie geheilt, kommt die Karte aus dem Spiel.
Behandelt man die Störung mit Pillen, werden diese auf Karte der Störung gelegt und diese bleibt im Spiel. Die anderen Spieler können jetzt in ihrem Zug die Nebenwirkung der Pillen hervorrufen, Folgeerscheinungen der Störung auslösen oder die Wirkung der Pillen beeinflussen.

Ob das Thema dem einen oder anderen etwas herb erscheint, liegt im Auge des Betrachters. Für zwischendurch, oder gerade wegen seines schwarzen Humors als
Party-Spiel, ist es auf jeden Fall sehr gut geeignet.
Die Regeln sind einfach und schnell zu erklären.

Verlag: Pillbox Games
Autoren: Jade Shames, Ben Bronstein, Jen Igartua und Kat Thek
Spieler: 2-8
Alter: 14+
Spielzeit: 10min – 30min

7 Wonders – Cities

Die zweite Erweiterung von 7 Wonders hört auf den Namen Cities. Ihr Spielmaterial umfasst 2 Spielpläne, 38 Karten, 34 Marker, einen Wertungsblock und die Regeln. Dies alles findet wiederum in einer kompakten kleinen Box mit graphisch schön gestaltetem Cover seinen Platz.

Zur Spielvorbereitung werden die Gildenkarten der Erweiterung zu denen des Grundspiels gemischt und die Anführerkarten, zu denen der Leaders Erweiterung, sofern auch mit dieser gespielt wird. Danach werden jedem Zeitalterstapel des Grundspiels jeweils so viele Stadt-Karten zugemischt, wie Mitspieler an der Partie teilnehmen. Zuletzt werden die Schuld- und Diplomatie-Marker bereitgelegt und die Partie kann starten, wobei jeder Spieler 8 statt 7 Karten als Starthand erhält. Der Spielablauf folgt dann den Regeln des Grundspiels.

Abgesehen von neuen Weltwundern, Anführern und Gilden, die für Abwechslung sorgen, kommen mit der Cities Erweiterung weitere Neuerungen ins Spiel. Manche Karten haben als Effekt, dass Gegner Geld verlieren und dadurch Schulden machen müssen, was sich am Ende der Partie negativ auf die Siegpunkte des Betreffenden auswirken kann. Andere Karten haben einen Diplomatieeffekt, der dem Spieler in Konflikten sozusagen Immunität verleiht. Mit Cities ist es dem Autor somit einmal mehr gelungen, 7 Wonders neue, interessante Spielelemente hinzuzufügen.

Titel: 7 Wonders – Leaders
Autor: Antoine Bauza
Verlag: Repos Production

Dominion – Seaside

Die erste reine Erweiterung von Dominion, die nur in Verbindung mit dem Grundspiel spielbar ist, ist Seaside, welche seit 2009 auf dem Markt ist. Es besteht aus 300 Karten, 50 Markern und 18 Tableaus, die allesamt in der üblichen Box mit passendem Einleger sicher Platz finden.

Was bringt uns Seaside Neues? Als wichtigste Neuerung ist sicherlich der neue Typ Aktionskarten zu nennen. Diese Dauerkarten sind nicht nur im aktuellen Zug sondern auch noch im folgenden Zug aktiv. Desweiteren verdienen die Karten Eingeborenendorf, Insel und Piratenschiff Erwähnung, die den Spielern die entsprechenden Südseetableaus liefern. Diese können genutzt werden, um Karten von der Hand dort abzulegen und so die Handkarten auszudünnen, bzw. um Geld zu generieren. Last but not least ist es mit der Karte Embargo möglich, beliebige Vorratsstapel mit einem Embargomarker zu versehen, so dass andere Spieler, die von diesem Stapel Karten ziehen wollen, automatisch eine Fluchkarte erhalten.

Von den neuen Deck-Building Möglichkeiten, die die neuen Königreich- und Aktionskarten dieser Erweiterung wieder einmal liefern und die diese Erweiterung für den wahren Dominion Fan so oder so zum Must have machen einmal abgesehen, bringt Seaside gerade mit dem Embargo, den Dauerkarten und den Tableaus neue Elemente ins Spiel. Diese gehen über die eines klassischen neuen Kartensatzes hinaus und machen Seaside zu einer gelungenen Ergänzung der Dominion-Reihe.

Titel: Dominion – Seaside
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games

 

Diesel Demolition Derby

Eine Gesellschaft in der Krise. In ihrer Unterwelt hat sich eine gefährliche Liga etabliert, in der dieselbetriebene Kampfmaschinen für Ruhm, Geld und Macht kämpfen.


Diesel Demolition Derby von Matthew Dunstan, ist ein Card Drafting Spiel bei dem 2 bis 6 Spieler jeweils einen Kämpfer auswählen, der sich mit seinen Kontrahenten messen soll.
Man kann aus 5 verschiedenen Waffengattungen wählen.

Battlemekk, Ravager, Contraption, Wunderwaffe und Tank.

Jede Waffengattung hat unterschiedliche Fähigkeiten und Kampfkraft.
Die Spieler legen ihre Kämpfer verdeckt vor sich und geben die restlichen Karten an den Spieler zu ihrer linken weiter. Danach werden die Karten gleichzeitig umgedreht und die Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer nach der Reihenfolge ihrer Kampfkraft abgehandelt.
Der Kämpfer der am Ende noch steht, verbleibt vor dem Spieler.
Das Spiel ist in einzelne Derbys unterteilt. Ein Derby endet, wenn die Spieler alle Handkarten ausgespielt oder abgelegt haben.
Ist das Derby zu Ende, zählen die Spieler die Kampfkraft ihrer verbliebenen Kämpfer zusammen. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt das Derby und erhält einen Token. Wer als erstes 3 Derbys gewonnen hat, ist der Sieger.

Durch die unterschiedlichen Fähigkeiten wird dem Spieler das Gefühl des Chaos des wilden Schlachtgetümmels vermittelt. Man kann sich keinesfalls darauf verlassen, dass die größte Kampfmaschine am Ende wirklich noch steht.
Mir gefällt an dem Spiel sehr gut, dass die Regeln schnell erklärt sind. Auch ist das Artwork ein Augenschmaus für Fans von Dieselpunk.

Titel: Diesel Demolition Derby
Autor: Matthew Dunstan
Verlag: LudiCreations